Lassen wir den Kindern Zeit!

Johannes G. Klinkmüller: http://www.freiewelt.net/langeweile-nicht-nur-hirntechnisch-gesehen-bestens-fur-ihr-kind-10033924/   (10.6.):

Das muss alle die Eltern schocken, die schon vor der Geburt ihres Kindes sich einen Plan zurechtgelegt haben, wie es sinnvollst gefördert werden kann. Das beginnt mit der mozartlich vorgeburtlichen Beschallung, geht weiter mit gezielter Befüllung der Spiegelneuronen, dem Mutter-Vater-Kind-Schwimmen und mit ach so spielerischem Lernfreudetraining. Weiter geht´s dann mit sensomotorischen Lerneinheiten während der Kita-Zeit, mit Ballett-Einheiten im Leib-Seele-Kindergarten …

Albert Einstein sagt: Lass ihnen doch Zeit. Zeit zum Staunen. Zeit zum Wundern.

Ein Kindergarten darf, ja sollte immer auch ein Wunderland sein. Dann entwickeln sie Dinge, die wir nicht zu denken wagen, nicht denken können, weil wir von zu eilfertigen Erwachsenen auf ihr Denken hin gedrillt worden sind.

Um Einstein noch einmal ausführlicher zu zitieren:

“Ich (..) habe mich derart langsam entwickelt, daß ich erst anfing, mich über Raum und Zeit zu wundern, als ich bereits erwachsen war. Naturgemäß bin ich dann tiefer in die Problematik eingedrungen als ein gewöhnliches Kind.”

Lassen wir doch Kindern so weit als möglich ihre Ungewöhnlichkeit. Vielleicht können dann viele auch ungewöhnlicher bleiben und müssen sich nicht in ADHS-Symptome flüchten.

Ich empfehle Ihnen jedenfalls das folgende Video, auch deshalb, weil es denjenigen, denen die überzogene Leistungs-Erziehung unserer Kinder gefühlsmäßig schon immer ein Dorn im Auge war, argumentatives Material an die Hand gibt. Manchmal tut das unseren Gefühlen ja auch wirklich gut 🙂 …

http://www.youtube.com/watch?v=tzV5blBmfCE Das selbstorganisierte Kind – Hirnforscher Gerald Hüther (Vera Videoblog) (9.7.2012 6 min):

Langeweile ist hirntechnisch das Beste, was einem Kind passieren kann, sagt der Neurobiologe Gerald Hüther. Kinder besitzen von Natur aus eine unglaubliche Entdeckerfreude und Neugierde, die es ihnen ermöglicht, sich alles anzueignen. Doch wie kommt es, dass so viele Kinder spätestens zum Schuleintritt diese Begeisterung für das Lernen verloren haben?

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2 Antworten zu Lassen wir den Kindern Zeit!

  1. Identitäten schreibt:

    um Einstein, diesen „Kinder-und Menschenversteher“ noch etwas kompletter abzubilden: Warum hat er sein Kind mit Down Syndrom vor der Welt verborgen? „Wilde Ecke“?

  2. heureka47 schreibt:

    „Doch wie kommt es, dass so viele Kinder spätestens zum Schuleintritt diese Begeisterung für das Lernen verloren haben?“:

    Weil sie GESTÖRT sind – entwicklungsgestört; ihre natürliche Entwicklung – in Jahrmillionen entstanden und optimiert – wird in der KRANKEN zivilisierten Gesellschaft durch die „Krankheit der Gesellschaft“, die pathologische Unreife / Dummheit der „Erwachsenen“, behindert, beeinträchtigt, unterbunden. Weil die verdummten „Erwachsenen“ das höchste Prinzip des Lebens / Seins nicht erkennen und alles fehldeuten, was sie wahrnehmen / „wissen“.

    „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“ ist die Diagnose des Jesus, die er seiner damaligen ihn umgebenden Gesellschaft gestellt hat. Und die Krankheit wurde seitdem nicht geheilt. Deshalb gilt diese Diagnose immer noch. Verschlimmert hat sich die Krankheit und weiter ausgebreitet in den letzten 2000 Jahren. Leider…

    Einzig tröstlich ist, daß diese Krankheit, die ich die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ nenne, in jedem Einzelfall grundlegend heilbar ist.
    Wo / wenn sie NICHT grundlegend geheilt wird, tritt das höchste Gesetz ein und entfernt die Krankheit mitsamt ihren „Wirten“ aus der Schöpfung / Evolution.

    Die zivilisierte Gesellschaft werkelt noch immer am „Turmbau zu Babel“ – nicht merkend, daß er schon längst am Kippen ist.
    Wir befinden uns im Untergangsprozeß schon seit Jahrzehnten nicht mehr „am Rande des Abgrundes“, sondern schon „im freien Fall“.
    Das „Wunder der Rettung“ ist aber dennoch möglich:
    Wenn wir im Fallen das Fliegen lernen…
    Kein Problem!
    Denn in Wahrheit sind wir ja alle ENGEL.
    Wir müßten es nur erkennen / anerkennen.

    Herzlichen Gruß!

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