Ukraine als Geisel westlicher Interessen

http://german.ruvr.ru/2014_06_09/Die-Nato-gewohnt-sich-an-den-neuen-russischen-Kriegsstil-6508/:

… Das Gerede der westlichen Politiker und Massenmedien über eine „russische Annexion der Krim“, darüber, dass Moskau die Ereignisse im Südosten der Ukraine provoziere, überzeugt niemanden mehr. Allen ist seit langem klar: Die Krise in der Ukraine ist ein Teil des westlichen Projekts, ein Rammbock gegen Russland, bemerkt der Politikwissenschaftler Semjon Bagdassarow und fährt fort:

Das Wesen des geopolitischen Projekts bestand darin, das gesamte Territorium der Ukraine, darunter die Krim, unter Kontrolle zu nehmen. Ein besonderes Interesse stellte natürlich der Tiefsee-Flottenstützpunkt in Sewastopol dar. Außerdem verfügt die Ukraine über hinreichend ernsthafte Ressourcen. Die Nutzung dieser Ressourcen gegen Russlands Interessen stellte ein Interesse dar. Und in der Perspektive – und das verbirgt der Westen nicht – will er Russland zersplittern.“

Wie der Experte sagt, drängt der Westen beharrlich in die Ukraine, wo er einen starken Brückenkopf für die russlandfeindliche Tätigkeit sieht. Washington plante nach dem Sturz von Janukowitsch und dem Machtantritt proamerikanischer Kräfte die Kündigung der Charkower Verträge über die Schwarzmeerflotte, um Russland zu zwingen, von der Krim abzuziehen. Doch es kam ganz anders.

Die Experten meinen, man sollte auch die Möglichkeit einer Stationierung von Nato-Basen auf dem Territorium der Ukraine nicht ausschließen. Die USA träumen schon lange davon, nah an Russlands Grenzen heranzukommen. Die Ukraine sei ein Joker im Spiel gegen Russland, meint der Leiter des Sekretariats des Koordinationsrates der gesellschaftlichen Bewegung des Südostens, Alexander Kofman:

Die Ukraine ist ausschließlich ein Joker im geopolitischen Spiel mit Russland. Ich denke, das haben bereits alle begriffen, und diesbezüglich hat keiner mehr hierzu Fragen. Sie ist eine Geisel der Interessen, die jetzt die westliche Welt auszuspielen versucht. Entweder eine eigene Präsenz auf diesem Territorium, oder die Einbeziehung Russlands in einen ernsthaften Konflikt mit Europa, von dem sich Amerika einen sehr starken Vorteil verspricht.“

Alexander Kofman meint, sollte die Ukraine jetzt nicht der neonazistischen Kräfte Herr werden, so sei die Wahrscheinlichkeit einer Stationierung von Nato-Stützpunkten in diesem Land in der Folgezeit recht hoch. Und im Südosten wird man sich mit der Schiefergasförderung befassen und diese Gegend in eine Wüste verwandeln. Gerade gegen die Perspektive einer solchen Zukunft kämpfen dort heute die Selbstverteidigungskräfte der Bevölkerung.

Was die gegenwärtigen militärischen Aktivitäten an den russischen Grenzen betrifft, so erklären sie die Worte des Nato-Generalsekretärs. Wie Anders Fogh Rasmussen sagte, mache sich die Allianz auf den neuen Kriegsstil gefasst, den die russische Seite betreibe. Er meinte, Russland habe sein aggressives Verhältnis zur Ukraine damit gezeigt, dass es seine militärische Präsenz in grenznahen Gebieten bedeutend verstärkt habe. Moskau führt jedoch keinen Krieg. Es wird seine „selbstsichere“ Politik fortsetzen. Demnach wird man sich in der Nato daran gewöhnen und dem anpassen müssen.

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Ergänzung:

http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/4004944/273347475/   EU-Erweiterung: Der Nächste bitte!   (9.6.):

… Wie die Massenmedien mitteilten, hagelten genau in dem Augenblick, wo der neugewählte ukrainische Staatschef den Eid sprach, seinem Volk treu zu dienen, auf einen Teil dieses Volkes im Südosten des Landes Minen und Geschosse sowie Raketen aus der Luft und aus Geschosswerfern nieder. In Kleinstädten und Siedlungen starben dabei friedliche Menschen, darunter Kinder, Häuser und Betriebe gerieten in Brand, Systeme der Wasser- und Stromversorgung und selbst Krankenhäuser wurden zerstört.

Es muss hier betont werden, dass es sich bei diesem „Teil des Volkes“ um die im Ergebnis von Volksabstimmungen ausgerufenen Volksrepubliken Donezk und Lugansk handelt. Dass sie von keinem anerkannt sind, spielt im gegebenen Fall keine Rolle. Wichtig ist, dass die Ukraine als Land faktisch in einen westlichen und einen östlichen Teil gespalten ist, und dass anstatt eines Dialogs mit den Anhängern einer Föderalisierung deren physische Vernichtung im Gange ist. Von der katastrophalen Lage in der Wirtschaft dieses in seine „historische Heimat“, nach Europa, zurückkehrenden Staates war schon mehrfach die Rede. Interessant ist, wie sieht man die „Assoziierung“ mit einer solchen Ukraine in Brüssel? …

… Indessen wird mitgeteilt, dass an der Strafexpedition gegen den Südosten der Ukraine ausschließlich alle Einheiten des Innenministeriums der Ukraine teilnehmen werden. Die „Rückkehr nach Europa“ dauert an.

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Ergänzung:

http://german.ruvr.ru/news/2014_05_29/Poroschenko-nach-Konsultation-bei-US-Botschafter-2000-Tote-bei-Sondereinsatz-wären-akzeptabel-3846/:

Der gewählte ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat mit US-Botschafter Geoffrey Pyatt den „Anti-Terror-Einsatz“ im Osten der Ukraine erörtert. Das erfuhr RIA Novosti am Donnerstag aus unterrichteter Quelle in Kiew.

Gleich nach den Konsultationen in der US-Botschaft, die noch am Wahltag (25. Mai) stattfanden, habe Poroschenko in einer Beratung mit leitenden Repräsentanten der Militär- und Sicherheitsstrukturen ultimativ gefordert, das Territorium der Gebiete Donezk und Lugansk noch vor seiner (für den 7. Juni geplanten – Anm. der Redaktion) Amtseinführung zu „säubern“. Dabei sei auch die akzeptable Zahl der Toten genannt worden – 2000, sagte der Gesprächspartner, der anonym bleiben wollte.

Pyatt habe Poroschenko zum Wahlsieg gratuliert und sich für aktivere Handlungen der Armee im Osten der Ukraine ausgesprochen. Für den Fall, dass die Zahl der Todesopfer dabei zu hoch sein sollte, habe der Amerikaner versichert, dass die USA den „negativen Effekt abfedern und die internationale Reaktion werden herunterspielen können“, hieß es.

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Ergänzung:

http://german.ruvr.ru/2014_06_09/Tschechische-Unternehmer-schlagen-Alarm-5242/:

… Am Wochenende hat die Amtseinführung des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko stattgefunden. Doch die Spitzenführung der Tschechischen Republik war nicht dabei. Ins allgemeine Bild passt auch die Haltung des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman. Er rief die EU auf, sich damit abzufinden, dass die Krim Teil Russlands bleibe, und bezeichnete die Entscheidung von Nikita Chruschtschow, die Halbinsel 1954 an die Ukraine zu verschenken, als „dumm“. Zudem unterstützte er die Idee einer Föderalisierung der Ukraine und fügte hinzu, dass Deutschland, die USA und die Schweiz ebenfalls [Bundesstaaten] sind. Derartige Erklärungen werden in der Hochpolitik nicht zufällig abgegeben.


http://german.ruvr.ru/2014_06_09/Ukrainische-Armee-tötet-Zivilisten-Medien-und-Demokratien-schweigen-4584/:

Der 70. Jahrestag der Landung der Alliierten gilt als Sieg des Friedens in Europa und als Sieg über den Nazismus. …

… Auf der einen Seite feiert der Westen den Sieg über die Nazis im Zweiten Weltkrieg und auf der anderen Seite unterstützt der Westen die Nazis und die Vernichtungspolitik in der Ukraine am 70. Jahrestag der Landung. Die ukrainische Armee tötet Zivilisten, die Medien und Demokratien schweigen. …

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Ergänzung:

Adorján F. Kovács: http://www.freiewelt.net/das-kurze-gedächtnis-der-eu-10033971/ (10.6.):

Es war am 20. Juli 1974, also vor ziemlich genau 40 Jahren: Türkische Truppen landeten im Norden der Republik Zypern. Ziel war der Schutz der türkisch-zypriotischen Minderheitsbevölkerung vor einer befürchteten Benachteiligung im Falle eines eventuellen Anschlusses an Griechenland, wo damals noch eine Militärjunta herrschte. …

… Die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern wird zwar international nicht anerkannt und Verhandlungen sind nach wie vor bi- und multilateral im Gang, doch wäre es ein Wunder, hätte die Türkei ihr Ziel nicht erreicht: Die Zementierung der Teilung Zyperns durch einen Akt militärischer Gewalt.

Wie wir wissen, hat dieser Gewaltakt nicht verhindert, dass die Türkei seitdem und immer noch als potentieller EU-Beitrittskandidat behandelt wird. Man darf sich fragen, wie kurz das Gedächtnis der europäischen Politiker ist. Wenn der deutsche Außenminister Steinmeier heute im Hinblick auf die Ukraine-Krise sagt: “Ich mache mir große Sorgen, dass der völkerrechtswidrige Versuch, 25 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs international anerkannte Grenzen in unserer europäischen Nachbarschaft zu korrigieren, die Büchse der Pandora öffnet”, dann scheint er unter einer schweren Amnesie zu leiden.

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Ergänzung 16.6.2014:

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2014/06/also-irgendwie-will-das-nicht-klappen.html   (15.6.)

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