Moslem-„Friedensgebet“ in Vatikanischen Gärten: ‚Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!‘

http://www.kath.net/news/46328   Kontroverse um muslimisches Gebet bei Vatikan-Treffen   (10.6.):

Hamed Abdel-Samad, ein in Deutschland lebender islamkritischer Politologe und Autor, hat auf seiner Facebook Seite bereits am Sonntag folgenden Eintrag veröffentlicht: „Im Garten des Vatikans beschließt der muslimische Geistliche sein Gebet mit dem Koranvers: Möge Allah uns zum Sieg gegen die Ungläubigen verhelfen! Das nenne ich ein Friedensgebet!“

… Am Dienstag bestätigte der in Ägypten geborene und aufgewachsene Hamed Abdel-Samad seinen Eintrag vom Sonntag. Radio Vatikan bestreite, dass der muslimische Geistliche für den Sieg gegen die Ungläubigen gebetet habe, schreibt er. Dann zitiert er Vers 286 aus der 2. Sure des Koran, die mit den Worten endet: „Du bist unser Schutzherr, hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!“ Auf Anfrage bestätigte Abdel-Samad, dass er die Zeremonie im Fernsehen verfolgt habe. Er verstehe Arabisch und kenne die zitierte Stelle aus dem Koran gut. Der Scheich habe es vielleicht gut gemeint, weil in der Stelle auch gesagt werde, dass alle Propheten gleichberechtigt seien. Sie zeige aber auch, wie problematisch Koranzitate als Legitimation für den Frieden seien, schreibt er abschließend.

Der Historiker und Autor Michael Hesemann bestätigt auf seiner Facebook-Seite die Aussagen von Hamed Abdel-Samad. Die Muslime hätten die Veranstalter „arglistig getäuscht“, schreibt er wörtlich. Neben den harmlosen eingereichten Gebeten habe der Imam begonnen aus der 2. Sure des Koran zu zitieren, in der Allah um den Sieg über die Ungläubigen angefleht werde. Das Dementi von Radio Vatican erklärt Hesemann mit der Tatsache, dass dort niemand den Koran kenne oder Arabisch spreche. Die Aussagen des Imam seien aber durch Videoaufnahmen dokumentiert und nachprüfbar. Abschließend bedankt sich Hesemann bei jenen, die ihm bei der Aufdeckung geholfen hätten und hofft, dass diese „Hinterlist“ dazu beitragen werde, den Islam zu durchschauen.

http://www.kath.net/news/46336   ‚Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!‘   (11.6.):

… Beim Friedensgebet am Sonntag am Abend im Vatikan gab es offensichtlich definitiv ein nicht vorgesehenes „Gebet für die Ungläubigen“. Am Mittwoch hat jetzt offensichtlich auch Radio Vatikan (RV) dies bestätigt. Wie kath.net gestern berichtet hat, hat ein Imam – über das Programm hinausgehend – auf Arabisch die letzten drei Verse aus der zweiten Sure des Koran zitiert. In einer möglichen Übersetzung heißt dies: „Verzeih uns (Allah), vergib uns und erbarm dich unser! Du bist unser Schutzherr. Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!“In verschiedenen Internetforen gibt es darüber heftige Auseinandersetzungen.

Der Islamwissenschaftler Pater Felix Körner, ein Jesuit, der an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom lehrt, meint gegenüber RV zu dem Vorfall: „Dieser Vers, vielleicht spontan ausgesucht von jemandem, der dann auch auswendig den Koran vortrug, passte eigentlich sehr gut in den Gesamtzusammenhang des Friedensgebetes! …

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Ergänzung 15.6.2014:

http://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2014/streit-um-islamisches-gebet-im-vatikan/   (12.6.):

Ein Imam hat während eines „Friedensgebetes“ vor Papst Franziskus für einen Sieg über die Ungläubigen gebetet. Ein Sprecher von Radio Vatikan hat entsprechende Berichte mittlerweile bestätigt. Das nicht abgesprochene Zitat sei „kein feiner Zug“ gewesen, sagte der Leiter der deutschsprachigen Abteilung, Pater Bernd Hagenkord SJ, gegenüber der Presse. Man solle die Sache allerdings nicht dramatisieren.

… Bei der Übertragung, die als erster Auftritt eines Imams im Vatikan gefeiert wurde, zitierte der islamische Geistliche am Ende seines Gebetes den bekannten Vers 286 der 2. Sure. Der besagte Vers endet mit dem Aufruf an Allah: „Du bist unser Schutzherr. Hilf uns, die Ungläubigen zu besiegen.“ Neben Papst Franziskus waren noch der israelische Ministerpräsident Schimon Peres und der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zugegen.

Zunächst setzte es ein heftiges Dementi von Radio Vatikan. „Nein, bei den Gebeten für den Frieden ist nicht der Koran zitiert worden mit der Aufforderung, die Ungläubigen zu vernichten. Das ist Stuß“, hieß es in einer Stellungnahme Hagenkords. Stattdessen veröffentlichte er auf seiner Seite ein Redemanuskript, in dem das Zitat nicht auftaucht. Mittlerweile ist klar, daß der Imam sein Gebet ohne Absprache mit dem Aufruf enden ließ.

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Eine Antwort zu Moslem-„Friedensgebet“ in Vatikanischen Gärten: ‚Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!‘

  1. heureka47 schreibt:

    Die Kollektive (Zivilisations-)Neurose herrscht nicht nur im – „christlichen“ – „Abendland“:
    DIE Krankheit (der Gesellschaft), die pathologische Unreife, schon beschrieben im „Tanz um das Goldene Kalb“ bei Moses, grassiert heute auf allen Erdteilen.
    Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft ist KEINE Garantie dafür, in der Wahrheit zu leben.
    Mehr denn je gilt heute das Motto des Orakels von Delphi: „Mensch, erkenne dich selbst“

    Herzlichen Gruß!

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