Shitstorm gegen Grüninnen im Hymnenstreit mit Gabalier

Nachdem „Volksrocker“ Andreas Gabalier beim Österreich-GP die alte Version der Bundeshymne gesungen hatte, wollten ihn die Grüninnen per offenem Brief zum Canossagang zwingen. Gabalier blieb standhaft und der Schuss ging nach hinten los.

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Shitstorm-nach-Gruenen-Kritik-an-Gabalier/148360822   (24.6.):

… Der Volksrocker hatte die österreichische Bundeshymne in der alten Version zum Besten gegeben, die „großen Töchter“ ausgelassen und nur von „großen Söhnen“ gesungen. Die Grünen Frauen Wiens haben darauf einen offenen Brief an Gabalier verfasst. Sie orten eine „Ignoranz der Bundeshymne“ und bezeichnen die „Weigerung, die aktuelle Version der österreichischen Bundeshymne zu singen, in welcher auch die historischen Leistungen der Frauen gewürdigt (…) werden“ als nicht akzeptabel.

„Ist Ihnen die neue Version nicht bekannt?“, heißt es in dem Brief, der auf der Facebook-Seite der Grünen Frauen Wiens veröffentlich ist. Sollte Gabalier die neue Version willkürlich ignoriert haben, ersuche man um eine Klarstellung, aus welchem Grund Gabalier Gesetzesbeschlüsse umgehe.

Harsche Kritik an den Verfassern

Sollten sich die Grünen Frauen durch ihren Facebook-Post Unterstützung und positive Publizität erwartet haben, so ging der Schuss nach hinten los. In den sozialen Netzwerken häufen sich hämische Kommentare, Nutzer nennen den Brief „lächerlich“, „sinnlos“ oder „peinlich“. „Habt Ihr keine anderen Probleme?“, heißt es in den Kommentaren und „Allein schon die Änderung dieser Hymne war überflüssig“. Gabalier gab gegenüber einer Tageszeitung an, er habe die Hymne so gesungen, wie er sie in der Volksschule gelernt hatte.

Mittlerweile hat sich Gabalier in einem offiziellen Statement geäußert:

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Bundeshymnen-Streit-Jetzt-spricht-Andreas-Gabalier-Seine-Stellungnahme-im-Wortlaut/148385188   (24.6.)

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Ergänzung:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/3826559/Gabalier_Keine-Veranlassung-Hymne-anders-zu-singen   (24.6.):

„Wer sich mit mir und meinen Liedern schon einmal auseinandergesetzt hat, dem dürfte es nicht entgangen sein, dass ich vor Frauen den allerhöchsten Respekt habe“, sagte Gabalier. Den Text der Hymne habe er im Alter von acht Jahren in der Schule gelernt. „Ich sehe keine Veranlassung, ihn anders zu singen“, betonte der „Volks-Rock’n Roller“.

Außerdem „glaube ich, dass Österreich ganz andere, viel wichtigere und dringendere Probleme hat, mit welchen sich die Politik beschäftigen und im besten Fall auch lösen sollte“, richtete er den Wiener Grünen Frauen aus. Diese hatten seinen Auftritt am Dienstag in einem offenen Brief als „nicht akzeptabel“ kritisiert und ihm „Ignoranz“ vorgeworfen.

Freiheitliche Frauen verteidigen Gabalier

Rückendeckung bekam Gabalier von der FPÖ. Der 29-Jährige habe mit seiner Interpretation „auch einem Großteil der Frauen aus dem Herzen gesprochen, die mit den Minderheitenideen der linken Emanzen wenig anfangen können“, meinte Frauensprecherin Carmen Gartelgruber in einer Aussendung.

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Ergänzung:

http://www.unzensuriert.at/content/0015650-Gabalier-gibt-nicht-nach-Ich-singe-den-Original-Text-der-Bundeshymne   (25.6.):

Sollten die „Grünen Frauen“ (der „Offene Brief“ war natürlich namentlich nicht unterzeichnet) gedacht haben, den Steirer so öffentlich unter Druck setzen zu können, so sahen sie sich schon bald getäuscht. Der Schuss ging nach hinten los. Egal, in welchem Forum im Netz diskutiert wurde: Die Ablehnung des anmaßenden und aggressiven grünen Textes war auch bei denjenigen, die keine Gabalier-Fans sind, ganz einhellig. So hagelte es schon wenige Minuten nach dem Publikwerden des Schreibens überall massive Kritik.

… Nicht nur 90 Prozent der Heute-Leser bevorzugen laut einer Umfrage der Zeitung die Originalversion der Hymne und finden das Verhalten von Gabalier völlig in Ordnung. Eine ähnliche Umfrage des Senders Ö3 brachte ebenfalls eine Zustimmung von über 93 Prozent für die Position von Gabalier. Das dürfte das Stimmungsbild in Österreich einigermaßen genau widerspiegeln.

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Ergänzung 28.6.2014:

http://www.andreas-unterberger.at/2014/06/fn-654-die-hymne-und-die-gruenen/   (25.6.):

Bisher habe ich nicht gerade sonderlich viel Volksmusik beobachtet.

Aber wenn sich ausgerechnet die grünen Frauen darüber erregen, dass Andreas Gabalier im Fernsehen den Bundeshymnen-Text von Paula von Preradovic und nicht den holprigen von einigen Kampffeministinnen verwendet, dann kann man Gabalier nur gratulieren. Preradovics Hymnen-Text wird im übrigend völlig unverändert bei sämtlichen Anlässen verwendet, wo ich dabei war, selbst wenn der politisch korrekte Text eingeblendet wird, den die Obrigkeit verordnet hat. Ob das nun ein Länderspiel oder eine ÖVP-Veranstaltung ist. Und dass bei Grünen jemals die Bundeshymne gesungen wird, würde mich ehrlich gesagt doch sehr überraschen. Noch mehr Sympathien gewinnt der Mann aber, wenn er mutig darauf hinweist, dass Österreich „ganz andere, viel wichtigere und dringendere Probleme hat, mit welcher sich die Politik beschäftigen und im besten Fall auch lösen sollte“. Präziser kann man es gar nicht sagen. Jetzt muss ich mir den Mann glatt anschauen.

Sandwalk kommentiert:

… Der junge Mann in der Lederhose hat das Sympathiezentrum meiner Großhirnrinde im Sturm erobert. Der Grund ist klar: In Zeiten wie diesen gehen Politiker aller Couleurs sofort in die Knie, wenn die Grünen husten und liegen flach am Boden, wenn sie öffentlich die politisch korrekte Trillerpfeife benützen.

Der Herr in der Krachledernen ist nach dem grünen Hysterieanfall weder zusammengezuckt noch hat er sich demütig zu Boden geworfen.

Wouwww!

Der junge Mann hat mehr Cojones als alle Journalisten und der männliche Teil der Bundesregierung.

Nochmals: Respekt! I sing jetzt a Liad für di! :-)))

Ingrid Bittner:

Ich find’s ja besonders lustig, wie sich die Grünen Frauen schriftlich aufregen. Andreas Gabalier greifen sie an, aber in einer Sprache, die auch nicht dem „Gesetz entspricht“ – sie schreiben nämlich Gesetzesbeschluss und Regierungsbeschluss und dann wieder -beschluß. also was jetzt, wurde die Rechtschreibung geändert oder nicht?

Tja mir hat schon das Interview vor dem Absingen der Hymne gefallen, da hat er nämlich schlicht und einfach erklärt, er werde die Hymne so singen, wie er sie gelernt hat. Ein junger Mann mit Rückgrat und nicht mit dem unmöglichen Anbiederungsverhalten, überall und bei jedem Nonsens aufzuspringen, mitzumachen und dafür zu sein, um bei nächster Gelegenheit wieder die Meinung zu ändern.

Abgesehen davon, die Hymne im „Urtext“ ehrt doch auch eine Frau, nämlich die, die sie getextet hat. …

Und der Justamentstandpunkt den Text gewaltsam zu gendern ist doch eigentlich nur lächerlich. Die Frauen, die sich diese Änderung erzwungen haben, haben das nur für sich persönlich gemacht, die Frauen allgemein wurden ja nicht gefragt. Und wenn ich eine geänderte Hymne brauch für mein Selbstbewusstsein als Frau, dann kann es nicht weit damit her sein. Ich brauch keine geänderte Hymne, ich weiß auch so, was ich wert bin und was ich in meinem Leben bisher geleistet habe,

Mir würde nicht im Traum einfallen, den neuen Text zu singen, auch wenn es ein Gesetzesbruch ist, hahaha.

mischu:

Gabalier hat Klartext gesprochen, die linke Reichshälfte erzittert und das ist gut so! 😉

Der Mann ist sich seines Talents so sicher, daß er die Anbiederung weder an die Grünen noch an den Staatsfunk notwendig hat und sich nicht zum „Staatskünstler“ vereinnahmen läßt. Das ist ihm nicht hoch genug anzurechnen und die zahlreichen Sympathiekundgebungen aus der Bevölkerung beweisen, wie weit sich die linkspolitische Korrektheit bereits von den Menschen entfernt hat.

Auf Dauer läßt sich die schweigende Mehrheit nicht von einer ideologisch entarteten Minderheit zwangsbeglücken.

P. S.: Gabalier weiß auf Grund seines Familienschicksals ganz genau, daß Menschen und Politik tatsächlich ganz andere Probleme zu bewältigen haben, als traditionelle Werte zu zerstören!

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Ergänzung:

Thomas Paulwitz fürchtet auch um die deutsche Hymne:
http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/gabalier-gruesst-gessler-nicht/ (28.6.):

Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand: Die Einigkeit beim Singen der Hymne in Österreich haben die Genderisten zerstört, die sich ihre eigene Conchita-Wurst-Welt erschaffen wollen. Da kam plötzlich ein ganz anderer Sänger, einer aus dem Volk, und er nahm sich das Recht und die Freiheit, den Geßler-Hut nicht zu grüßen, den die Ideologen aufgestellt haben. Andreas Gabalier sang am 22. Juni beim Großen Preis von Österreich der Formel 1 die österreichische Bundeshymne in ihrer hergebrachten Form. Die österreichische Führungselite ist entsetzt. Die Grünen Frauen Wiens schlüpfen in die Rolle des Staatsanwalts und erregen sich in einem offenen Brief über das „unmögliche Vorgehen“. Die ehemalige Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP), welche die Textänderung durchgesetzt hat, wirft Gabalier gar Rechtsbruch vor.

Blüh im Glanze dieses Glückes, blühe, deutsches Vaterland! Doch der Wutsturm bricht gegen die Gutmenschinnen los, auch gegen die österreichische Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), die versucht hat, Gabalier zu belehren. Der Sprachfeminist und ORF-Meinungsmacher Armin Wolf („ZiB2“) klagt: „Das ist der übelste Fall von Online-Massenmobbing, den ich in Ö. bisher gesehen habe. Auch Politiker*innen haben eine Menschenwürde.“ Mit dem „*“ macht Wolf darauf aufmerksam, daß es in Österreich nicht nur Söhne und Töchter, sondern auch Zwitterkinder gibt.

Tausende Äußerungen bestätigen indes Gabalier und zeigen, daß sich die meisten Österreicher den hergebrachten Text zurückwünschen. Der Sänger bleibt standhaft und bekundet, dieses unsinnige Gesetz auch weiterhin brechen zu wollen. Inzwischen gibt es sogar eine Petition im Netz, die Tausende unterzeichnen. Daher hoffen wir, daß unsere österreichischen Brüder (und selbstverständlich auch ihre Schwestern) Erfolg darin haben werden, sich ihre Hymne wieder anzueignen. Möge es ein abschreckendes Ereignis für alle ideologiegesteuerten Sprachwandler werden, die sich an traditionellem Liedgut vergreifen wollen. …

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2014/06/rauch-kallats-schließmuskel.html (27.6.)

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Ergänzung 30.6.2014:

Petition: http://citizengo.org/de/9031-rueckaenderung-der-oesterreichischen-bundeshymne (29.6.)

Bitte unterstützen!

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Ergänzung 8.7.2014:

Kewil: http://www.pi-news.net/2014/07/oesterreich-wieder-heimat-grosser-soehne/   (6.7.):

Die österreichische Nationalhymne ist wieder in der Diskussion. 2012 war der Text politkorrekt von “Heimat bist du großer Söhne” in einem Rumpelvers zu “Heimat großer Töchter und Söhne” verhunzt worden. Nun hat Sänger Andreas Gabalier Mitte Juni den alten Text gesungen, und es brach ein Riesenstreit aus, nachdem die auch sonst minderbemittelte SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek auf Facebook dem Sänger ein Papier mit dem Gendermist entgegenhielt (Foto). Darauf gab es einen Shitstorm, der sich gewaschen hatte.

Inklusive Morddrohungen, wie die Krone schrieb (mit hunderten von Kommentaren). Und hier gleich noch einmal die Krone mit einem aktuellen Interview, auch mit vielen schönen Kommentaren. Wir möchten aber mal Christian Ortners Offenen Brief verlinken, der auch auf Deutschland paßt. Auszug:

Solange wir nicht alle und ausnahmslos nicht rauchende, nicht trinkende, Fett und Zucker meidende, auf ausreichend Sport achtende, unsere politischen Ansichten aus dem politisch korrekten öffentlich-rechtlichen und GIS-zwangsfinanzierten TV beziehende, über Kulturbereicherung aller Art vorbehaltlos entzückte, noch vorbehaltloser an die allein seligmachende Kraft der EU glaubende Untertanen werden, die mit größter Genugtuung die Hälfte ihres Einkommens an einen Staatsapparat abliefern, der ihre sanfte, aber entschlossene Umerziehung betreibt, bis sie endlich Gendern als Lieblingshobby betreiben und vor dem Einschlafen noch achtsam die Töchterhymne summen, um anschließend selig vom Binnen-I zu träumen – solange wir noch nicht so sind, wie wir nach den Vorstellungen der uns regierenden Sozialingenieure sein sollten, werden uns die politischen Eliten mit ihrer lehrerhaften Attitüde nicht in Ruhe lassen.

Leider bemerken Sie, Frau Bundesministerin, und jene politmediale Klasse, in die Sie den Großteil Ihres Lebens eingebettet sind, dabei nicht, dass der Souverän es zunehmend satt hat, sich hinsichtlich der Korrektheit seiner Lebensführung belehren zu lassen, und noch viel weniger will er sich in diesem Sinne umerziehen lassen.

Ja, wir haben die Schnauze schon lange voll von Politikern, die permanent bestimmen möchten, was wir zu tun haben!

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Ergänzung 15.7.2014:

http://www.freitum.de/2014/07/wie-der-kulturmarxismus-die-volkskultur.html   Wie der Kulturmarxismus die Volkskultur ins Visier nimmt und wie Liberale darauf reagieren sollten   (9.7.)

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2 Antworten zu Shitstorm gegen Grüninnen im Hymnenstreit mit Gabalier

  1. Attila Varga schreibt:

    TU FELIX AUSTRIA….Gott sei Dank, liebe Österreicher, also war Conchita doch nur ein Albtraum!

  2. Pingback: Bravo Anti-Genderismus-Fighter Andreas Gabalier! | Kreidfeuer

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