Pränatale Phase ist Basis späteren Befindens

http://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2014/06/haben-babies-stress-bereits-im.html   (24.6.):

Haben Babys Stress bereits im Mutterleib?

Das Ungeborene bekommt sehr viel mehr mit, als wir glauben. Unglück, Angst oder Wut, aber auch Glücksgefühle – den Kleinen entgeht so schnell nichts. Erhöht sich zum Beispiel der Blutdruck oder der Herzschlag der Mutter, werden vermehrt Hormone oder Adrenalin ausgeschüttet, die das Baby über die Nabelschnur aufnimmt. Der Verlauf der Schwangerschaft spielt also eine wichtige Rolle. Alles, was dem Kind in den neun Monaten bis zur Geburt widerfährt, wirkt sich auch auf die Persönlichkeit des Kindes und sein Lebensgefühl aus.

„Die Lebenszeit im Mutterleib ist der Ursprung von Gesundheit und Krankheit“ – so beschreibt der US-Physiologe Peter Nathanielsz ein Phänomen, das Mediziner und Psychologen zunehmend fasziniert: „Fetal Programming“. Bereits im Mutterleib könnten – möglicherweise unter dem Einfluss mütterlicher Hormone – die Weichen für die körperliche und psychische Gesundheit des Kindes gestellt werden. Studien, die genauere Details zeigen, sind im Moment in Gange. Aber eines ist sicher: Die Entwicklung im Mutterleib ist wichtiger, als es sich die meisten vorstellen können.

Fetal Programming …

Spuren im Gehirn …

Babys fühlen mit …

Was tut dem Ungeborenen gut? …

Fazit

Zusammenfassend kann also gesagt werden, eine Mutter kann Stress auf ihr Kind übertragen oder ganz bewusst vor zu viel Stress schützen. Innere Sicherheit, die Fähigkeit zur Auseinandersetzung, vor allem aber Zufriedenheit und innere Ausgeglichenheit können das Ungeborene stärken. Ein Zuviel an belastenden Reizen empfindet das Kind im Mutterleib als Stress, der ihm auch schaden kann. Der beruhigende Herzschlag einer ausgeglichenen, zufriedenen Mutter, die sich auf ihr Kind freut, fördert die emotionale und gesunde Entwicklung. Am allerwichtigsten für das Kind ist es also, dass es sich angenommen, geliebt und erwünscht fühlt. …

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Ergänzung 10.7.2014:

http://www.kath-info.de/hoererleben.html Das Hör-Erleben des ungeborenen Kindes

Das Ungeborene ist gerade sieben Tage alt, da ist bereits das Ohr als kleiner Punkt erkennbar. Etwa ab der zehnten Schwangerschaftswoche ist die Cochlea (Schnecke), in der sich das Cortische Organ, also das eigentliche Hörorgan, befindet, morphologisch ausgebildet. Als allererstes Sinnesorgan ist der Hörsinn des ungeborenen Kindes bereits 20 Wochen nach der Befruchtung voll ausgebildet, das Innenohr hat schon seine endgültige Größe erreicht! Die Frage, ob ein ungeborenes Kind hören kann, ist somit spätestens ab der Mitte der Schwangerschaft definitiv zu bejahen. …

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Ergänzung:

http://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2014/07/stress-bei-babies-wahrend-der.html   Stress bei Babys während der Schwangerschaft kann Folgen bis ins Erwachsenenalter haben   (8.7.):

Traumatische Situationen während der Schwangerschaft können Folgen für die seelische Gesundheit haben, die weit in das Erwachsenenalter reichen können.

Dies wurde zum ersten Mal bei Veteranen des Irakkrieges beobachtet, die unter posttraumatischem Stress litten. Sie gingen emotional die schlimmen Erlebnisse immer und immer wieder durch, als ob sie diese zum ersten Mal erleben würden.

Es geht hier nicht um einen üblichen Stress, der beispielsweise aufgrund eines zu dichten Terminkalenders oder eines Familienproblems entstehen kann. Solche langfristigen Wirkungen entstehen durch Extremsituationen, wie beispielsweise ein bewaffneter Einbruch, eine erlebte Naturkatastrophe oder ein schwerer Unfall.

Die jüngsten Untersuchungen zu diesem Phänomen wurden vom Institut für Neurowissenschaften an der Katholischen Universität zu Santiago de Chile durchgeführt. Aufgrund des schweren Erdbebens vom Februar 2010 mit einer Stärke von 8,8 auf der Richterskala und anschließendem Tsunami blieben viele Menschen traumatisiert, die beispielsweise noch monatelang danach mit Straßenkleidung angezogen nachts schliefen.

Man befürchtet, dass viele Kinder, die während der Naturkatastrophe im Mutterleib lebten, an Traumata leiden könnten. Die Babys erleben die Traumata der Mutter. Je früher man sie behandelt, desto einfacher lassen sie sich überwinden.

Die Studie konnte feststellen, dass sogar anatomische Änderungen im Gehirn entstehen und die Verbindungen zwischen Hypothalamus und den Frontlappen (Lobus frontalis im Cortex) beschädigt werden. Diese Areale sind bedeutsam für das Gedächtnis.

Die Wissenschaftler suchen schon nach Therapien für diese Schäden. Eine Möglichkeit könnte ein künstliches Replizieren des Ereignisses mit einigen veränderten Bedingungen sein. Das Gehirn, das sehr flexibel ist, könnte dann besser auf das schreckliche Ereignis reagieren und auf diese Weise das Trauma überwinden.

Eine weitere Möglichkeit, die untersucht wird, ist die medikamentöse Zufuhr von Molekülen, um das chemische Gleichgewicht wieder herzustellen.

Ebenfalls soll die Bedeutung weiterer Gebiete des Gehirns, wie beispielsweise der Amygdala, und für das Gehirn wichtiger Proteine, wie etwa Reelin, untersucht werden, die bei der Entstehung von Traumata von Bedeutung sein könnten. In der Amygdala entstehen Angstgefühle und sie ist überhaupt für die emotionale Bewertung von Situationen bedeutsam. Reelin spielt eine wichtige Rolle für die Herstellung von Verbindungen zwischen den Gehirnzellen. Chronischer Mangel kann zu Schizophrenie oder bipolarer Störung führen.

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Ergänzung 31.7.2014:

http://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2014/07/stress-in-der-schwangerschaft-babys.html   (29.7.):

Stress in der Schwangerschaft: Babys fühlen mit

Angst, Ärger, Ablehnung, Trauer und Stress wirken sich negativ auf die Entwicklung von Kindern aus. Wenn sich der Herzschlag der Mutter zum Beispiel durch Stress beschleunigt, verdoppelt sich auch der des Kindes nur kurze Zeit später. Starke Ängste oder Stress während der Schwangerschaft lassen Kinder zu klein oder zu früh auf die Welt kommen.

Doch Stress ist auch ein großer Risikofaktor für spätere Depressionen und andere Krankheiten, haben Jenaer Forscher herausgefunden. Zehn Prozent des mütterlichen Stresshormons Cortisol erreichen das Ungeborene – genug, um einen beachtlichen Einfluss auf das Kind zu haben.

„Pränataler Stress hebt beim Ungeborenen den Stresshormonspiegel dauerhaft an und beschleunigt die Hirnreifung“, sagt der Neurologe Matthias Schwab, der in Jena die Arbeitsgruppe „Fetale Hirnentwicklung und Programmierung von Erkrankungen im späteren Leben“ leitet. „Stress während der Schwangerschaft ist deshalb ein wesentlicher Risikofaktor für spätere Depressionen und andere Krankheiten.“ …

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6 Antworten zu Pränatale Phase ist Basis späteren Befindens

  1. heureka47 schreibt:

    „Die Lebenszeit im Mutterleib ist der Ursprung von Gesundheit und Krankheit“:

    So uneingeschränkt / total darf man das nicht formulieren.

    Sicher hat auch die Zeit im Mutterleib ihre Bedeutung bzw. die dort erlebten Zustände / Ereignisse.
    Aber auch die Zeit NACH der Geburt ist wichtig.
    Und: Letztlich sind alle KRANKHEITEN, die diesen Namen zu Recht tragen, grundlegend HEILBAR.
    Denn „krank“ bedeutet im Grunde „Mangel an Lebens-Kraft / -Energie“. Und der ist zu beseitigen durch die „Aktivierung“ der Quelle dieser Kraft im eigenen höheren Bewußtsein.

    Diese „Aktivierung“ soll durch den Prozeß der Initiation / Ascension, dem „Aufstieg“ zur höheren Bewußtseins-Ebene und Grund-Reinigung des (Unter-)Bewußtseins vollzogen werden.
    Aber leider ist die zivilisierte Gesellschaft von dieser essentiell wichtigen Sache ENTFREMDET. Nur deswegen gibt es so viel „Krankheit“ und andere Störungen in der zivilisierten Gesellschaft.

    Der Prozeß der Initiation / Ascension ist der Übergang vom Kind-Sein zum Erwachsen-Sein, denn durch Vollzug dieses Prozesses wird der Mensch GANZ, HEIL und WAHRER Mensch. Erst durch diesen Prozeß erlangt der Mensch Zugang zur WIRKLICHEN, höheren, Wirklichkeit – zur feinstofflichen Ebene des Seins, der Ursprungs-Ebene. Erst auf dieser Ebene kann der Mensch sein Leben wahrhaft gestalten. Erst auf dieser Ebene ist er in der Lage, tragfähige langfristige Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Erst auf dieser Ebene ist er befähigt, Kinder SO zu erziehen, daß sie AUCH wahrhaft erwachsen werden.

    Herzlichen Gruß!

  2. Hebel schreibt:

    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, um mögliche Störungen bzw. Verzögerungen der frühkindlichen Sprachentwicklung zu vermeiden. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung als Basis des Denkens hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4]

    • heureka47 schreibt:

      „Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?“:

      Mutter = lat.: „mater“ -> Materie.

      Kinder lernen zuerst die Sprache der MATERiellen Seins-Ebene.
      Erst später kommt die „Vater-„Sprache hinzu, die Sprache des GÖTTLICHEN Vaters, die Symbol-Sprache des „Unbewußten“ bzw. des „Höheren / wahren Selbst; die Sprache der Träume und Visionen, der Sagen und Legenden, der Märchen und Bibelgeschichten.
      Warum nennt man die meisten dieserlei Geschichten Ge-Schichten?
      Weil sie Schichten haben. Eine materielle und eine göttliche / spirituelle Schicht.
      Die letztere stammt aus dem „Unbewußten“ bzw. dem „Höheren / wahren Selbst“, dem göttlichen (Bewußt-)Sein. Von diesem sind leider die meisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft entfremdet / abgetrennt („Sünde“. Ich nenne das Phänomen die „Kollektive Zivilisations-Neurose“.)

      Herzlichen Gruß!

  3. mamagogik schreibt:

    Da ich zur Zeit selbst schwanger bin, habe ich mir oftmals die Frage gestellt, wie sich meine Umwelteinflüsse auf das Baby auswirken und habe dazu auf meinem Blog einen Artikel verfasst und gründlich recherchiert. Du hast recht wenn du behauptest, dass der Stress sich auf das Kind auswirkt. Es gilt hierbei jedoch zu unterscheiden, in welchem Ausmaß die Mutter und somit auch ihr Kind diesem Stress ausgesetzt sind. Es gibt bereits einige Forschungen zu diesem Thema. Zentral steht das pränatale Bonding zwischen der Mutter und dem Ungeborenen. In meinem Artikel habe ich mich auch mit den Ressourcen beschäftigt, da ich finde, man sollte einer Mutter auch die Möglichkeit einräumen diesen Stress auszugleichen, sonst wird das Ganze nur von einer negativen Sichtweise aus bestrahlt und das wäre ja wirklich schade.

    Wenn du magst, kannst du meinen Artikel mal lesen und mir deine Meinung verraten: http://mamagogik.wordpress.com/2014/06/05/pranatales-bonding-wie-starke-ich-die-mutter-kind-beziehung-in-der-schwangerschaft/

    LG Sarah

    • Carolus schreibt:

      Gerne habe ich Deine diesbezüglichen Seiten gelesen und ich meine, Du bist auf dem richtigen Weg! Vor allem bin ich mir sicher, dass es das Wichtigste und Größte überhaupt ist, das Leben weiterzugeben.

      Vor zwanzig Jahren bin ich auf ein Buch von Wolfgang Hollweg (+) gestoßen: „Von der Wahrheit, die frei macht“, der für mich erstmalig auf die Wichtigkeit der pränatalen Beziehung zur Mutter und auf die hohe Sensibilität des Fötus aufmerksam gemacht hat. Er war auch Mitglied der ISPPM (Int’l Soc f pre- & perinatal Psych & Med) und zitiert auch Ludwig Janus mehrmals.

      Auf obigen Artikel bin ich zufällig bei meinen Recherchen für die christlich-abendländische Kultur gestoßen und konnte nicht umhin, ihn teilweise auch bei mir zu publizieren.

      Ich wünsche Dir und Deinem Baby viel Freude miteinander, Dir speziell einen hohen Oxytocinspiegel 🙂 und viel Kraft, den Einflüsterungen zu widerstehen, das Kind möglichst früh in die Krippe abzuschieben, um der Wirtschaft dienstbar zu sein (in Neusprech: Dich in Deiner Karriere zu verwirklichen).

      Respektvoll
      Carolus

      • heureka47 schreibt:

        „… dass es das Wichtigste und Größte überhaupt ist, das Leben weiterzugeben.“:

        Was ist denn „das Leben“?

        Der Körper?
        Oder die von der Medizin noch immer nicht verortete Seele?
        Oder BEIDES zusammen?

        Kann eine Schmetterlings-Larve (Raupe) „das Leben“ weitergeben?
        Das wissen die meisten: NEIN.
        Die Raupe ist ein UNREIFER „Schmetterling“. Nicht zeugungs- / fortpflanzungsfähig!

        Raupen, die nicht mehr zu Schmetterlingen sich entwickelten, würden aussterben.

        Ich habe da vor einigen Jahren eine kleine Geschichte geschrieben:
        „Wahnsinnige Schmetterlinge“.
        Kann man googeln oder direkt nachlesen auf meiner homepage http://www.Seelen-Oeffner.de.

        Diese Geschichte ist eine Analogie auf die zivilisierte Gesellschaft, die an „pathologischer Unreife“ leidet, aber nicht KÖRPERLICHER / sexueller Unreife, sondern geistig-seelischer / spiritueller Unreife, spiritueller Zeugungs-Unfähigkeit. Das bedeutet: der typische zivilisierte Mensch kann KÖRPERLICHES LEBEN weitergeben, nicht aber SPIRITUELLES LEBEN, weil dieser typischerweise SELBST-ENTFREMDETE, von seinem „höheren / wahren Selbst“ entfremdete Mensch nicht im höheren, spirituellen Bewußtsein, lebt und das Wissen darüber nicht hat und nicht weitergeben kann. Die KRAFT aber, die im spirituellen Bewußtsein verfügbar ist, die Kraft der Liebe,des Friedens, der Heilung, ist (die) „Lebens-Energie“, die Gesundheit bewirkt.Und wer darin nicht lebt, kann nicht gesund sein!
        Deshalb haben wir so viel – und dramatisch zunehmend – KRANKHEIT und Beziehungs- / Erziehungs-Störungen in der zivilisierten Gesellschaft.

        Herzlichen Gruß!

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