EZB: Geld drucken auf Teufel komm raus

Michael Mross: http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/18985-draghi-zuendet-billionen-bombe   (4.7.):

Die vom Club Med dominierte EZB stellt ihren maroden Banken einen weiteren Billionen-Scheck aus. An Rückzahlung ist wohl nicht mehr gedacht. Aber das stört offenbar niemanden. – Am Ende wird der Euro in einer hyperinflationären Supernova verglühen.

Milliarden reichen nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird den Banken bis zu einer Billion Euro mit Geldspritzen in den kommenden zwei Jahren leihen. Damit ist das Volumen der Langfristkredite mit dem technischen Namen TLTRO [Targeted longer-term refinancing operations] größer als bisher bekannt. Die EZB hatte zuvor von einer Summe von bis zu 400 Milliarden Euro im September und Dezember gesprochen. Dieses Geld werden die Banken für bis zu vier Jahren zu einem Festzins von 0,25 Prozent erhalten. „Auch wenn die Konditionen kompliziert sind, sie sind ziemlich attraktiv“, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Ratssitzung in Frankfurt. Er bekräftigte, das frische Geld solle dazu dienen, die Kreditvergabe an die Realwirtschaft anzukurbeln. Zusammen mit dem rekordniedrigen Leitzins von 0,15 Prozent wolle die EZB so die Inflationsrate auf zwei Prozent steigern.

Die Gelddruck-Orgie und die offenkundig beabsichtigten Geldentwertungsmaßnahmen werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, in den Medien allenfalls als Randnotiz dargestellt. Doch eines ist klar: Es kann nicht ohne Auswirkungen in der Zukunft bleiben. Denn das Geld, das die EZB den Krisenstaaten und maroden Banken zur Verfügung stellt, ist unwiederbringlich verloren und kann nie wieder zurückgezahlt werden. Das weiß auch der EZB-Präsident. Insofern ist die Aktion der EZB nichts anderes als ein großer Betrug. Insbesondere ein Betrug am deutschen Sparer. …

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Ergänzung:

http://www.freiewelt.net/nachricht/sinn-euro-ist-ein-gefaengnis-10035744/   (3.7.):

Die EZB macht Fiskalpolitik, die ihr nicht zusteht, und der Euro ist ein Gefängnis, weil man nicht austreten kann – Hans-Werner Sinn hat in einem Interview Fundamentalkritik geübt und deutliche Worte nicht gescheut.

In einem Interview hat Hans-Werner Sinn, Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, grundsätzliche Kritik an der EZB geübt. Er nannte die Entscheidungsstruktur des EZB-Rats »eher ungewöhnlich«, weil das Stimmrecht der Mitgliedsländer – anders als etwa beim IWF – nicht der Höhe der Haftung entspreche. »Das wäre alles kein Problem, wenn die EZB nur Geldpolitik machen würde«, ergänzte er.

Doch eben das sei nicht mehr der Fall: Was die EZB unter ihrem Chef Draghi zur Rettung des Euro unternehme, sei »eine fiskalische Rettungspolitik, die doppelt so voluminös ist wie das, was die Parlamente an Rettungspolitik beschlossen haben.« Das stehe ihr allerdings nicht zu, weil es keinen europäischen Bundesstaat gebe. Sinn folgerte: »Wir müssen also eigentlich über das Mandat der EZB neu nachdenken und im Grunde die Verträge von Lissabon revidieren. «

Sinn beklagte darüber hinaus den Verlust an Demokratie durch die Rettungspolitik der EZB, »weil die EZB mit ihren Rettungskrediten in Vorlage gegangen ist und dann anschließend von der Politik verlangt, durch weitere Rettungskredite abgelöst zu werden. Für die Parlamente ist dann die Entscheidungssituation fast alternativlos. Das macht die Parlamente zu Erfüllungsgehilfen des EZB-Rates.«

Den Euro nannte Sinn in seiner jetzigen Konstruktion ein »Gefängnis«, weil man zwar beitreten, aber nicht wieder austreten könne. Dadurch würde man zwar die Anleger schützen, schade aber zugleich den Volkswirtschaften von Ländern, die Probleme haben, den Anschluss an die wirtschaftlich starken Länder zu halten. Ihnen empfahl er implizit den Austritt aus dem Euro, um die Gelegenheit zu erhalten, ihre Währungen abzuwerten und dadurch wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.

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