Schädlicher Krippenstress verhindert „frühkindliche Bildung“

Keine Bildung ohne sichere Bindung!

Hanne K. Götze: http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=11079   Gestresste Kinder in der Krippe   (9.7.):

„In der Krippe meiner Tochter ist jetzt die Farbe Blau dran“ erzählte mir neulich eine junge Mutter, „sie versuchen das den Kindern einzutrichtern, aber meine Tochter kann das einfach noch nicht. Muss man das mit gerade zwei Jahren überhaupt schon?“ „Meiner Erfahrung nach nicht“ bestätigte ich ihre Skepsis. Bildung in der Krippe ist das Schlagwort, mit dem die ganze Gesellschaft darauf eingeschworen werden soll, dass es ohne eine institutionelle Kinderbetreuung von klein an gar nicht mehr geht. Scheint es doch so, als würde man seinem Kind den Start in sein späteres berufliches Fortkommen gleich von vornherein vermasseln, wenn man sein kleines Kind lieber selbst betreuen möchte. Eltern werden verunsichert und müssen sich zunehmend dafür rechtfertigen.

Aber wie vollzieht sich denn Bildung im Kleinkindalter? Etwa in Physik- oder Englischkursen für Krabbelkinder? Dazu lohnt sich ein Blick in die Innenwelt eines Kleinkindes sowie auf deren organische Basis – das Gehirn.

Die seelisch-körperliche Situation eines Babys wird zunächst von instinktiv vorgegebenen Grundbedürfnissen bestimmt, die es mit auf die Welt bringt. Es ist die Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe. In seinem frühen Reifegrad ist das Kind vorerst nur in der Lage, Liebe ausschließlich hautnah über die Sinneswahrnehmungen zu spüren. Es ist durch die neun Monate währende Schwangerschaft auf eine vollkommen umschließende Geborgenheit in der Mutter geprägt. Nach der Geburt in eine kalte, helle, laute und unendlich weite Welt – der Ent-Bindung – braucht es sofort wieder Bindung: Es braucht sofort wieder die unmittelbare Nähe zu genau dieser Person, eben seiner Mama: ihre Wärme, ihre Haut, ihren Herzschlag, ihre Stimme, ihr liebes Gesicht und die gute warme Milch aus ihrer Brust für das bis dahin unbekannte Hungergefühl im Bauch. Dann wird das Kleine wieder still und friedlich, es fühlt sich wohl. Und es kommt in seinem Innersten an: Ich werde geliebt. Ich bin wertvoll. Und damit diese Botschaft sich dauerhaft in seiner Seele verankern kann, muss dieses Wohlgefühl immer und immer wieder hergestellt werden. 

Danke an Kommentatorin Elisabeth für den Hinweis!

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