Baby-Baisse statt Baby-Boom

Stefan Fuchs: http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2014/07/24/artikel/wenn-forscher-sich-irren-das-platzen-der-baby-blase-und-der-wunderglaube-an-die-ganztagsbetreuung.html:

Baby-Baisse statt Baby-Boom: Mit der Finanz- und Immobilienblase sind 2008 nicht nur Träume von mehr Wohlstand, sondern auch von mehr Kindern geplatzt. In den USA wie in Europa ist die Geburtenhäufigkeit seit 2008 zurückgegangen; einige Länder wie Portugal und Griechenland verzeichnen historische Negativrekorde … Namhafte Wissenschaftler erwarteten, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen und auch Länder wie Deutschland erfassen würde, in denen die Geburtenraten bis dato stagniert hatten. Auch Forscher der Max-Planck-Gesellschaft prognostizierten wiederholt einen Anstieg der deutschen Geburtenrate auf etwa 1,6 Kinder pro Frau. Ihre optimistische Sichtweise begründeten sie insbesondere mit dem Ausbau der Kinderbetreuung, von dem jüngere Frauen nun profitieren würden …

Das hören Politiker gerne, die Ganztagsbetreuung für eine gesellschaftspolitische Allzweckwaffe halten. Diese Waffe soll neben dem Geburtenschwund auch gegen Fachkräftemangel, Benachteiligung von Frauen, Bildungsprobleme, Kinderarmut und anderes mehr helfen. Dass die Geburtenraten in Deutschland trotz massiven Betreuungsausbaus nach wie vor stagnieren, beweist aus ihrer Sicht nur, dass noch mehr Ganztagsbetreuung erforderlich ist. Mit den Angeboten wachsen die Ansprüche, weshalb es nie genug, sondern immer nur zu wenig (Betreuung) geben kann. Widerlegen lässt sich diese Argumentation nicht, sie immunisiert sich selbst gegen Kritik …

Das mag zum politischen Geschäft dazu gehören, zur Wissenschaft gehört aber auch kritische Revision. Irrtümer einzugestehen fällt auch Wissenschaftlern schwer; eine kritische Analyse der Fehlprognose steigender Geburtenraten findet deshalb nicht statt. Dabei bieten die empirischen Befunde dafür viel Stoff: So zeigt etwa eine aktuelle Studie der Max-Planck-Demografen, wie negativ sich die Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise auf die Geburtenraten auswirkt

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3 Antworten zu Baby-Baisse statt Baby-Boom

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:
  2. Elisabeth schreibt:

    In der Sendereihe “Die Story im Ersten”, die uns u.a. aktuell bereits “Mission unter falschser Flagge” und “Das Gift im Kuhstall” beschert hat, Fakten zu Demografie und Umverteilung (und der Plünderung von kinderreichen Familien).
    http://programm.ard.de/?sendung=2872112691943729
    Reale Verschwöung gegen die, die die Leistung und „Last“ tragen in einem Steuern abknöpfenden „Einwanderungsland“ in Schieflage.

    • Elisabeth schreibt:

      Presseerklärung von Johannes Resch
      (zur Weiterveröffentlichung genehmigt)

      Stellungnahme des Bündnisses „Rettet die Familie“
      zur ARD-Sendung „Der Kinderreport – Nachwuchssorgen im Wohlstandsland“,
      ausgestrahlt am Montag, 11.August, 22, 20 Uhr

      (Die Sendung ist nachzuhören mit folgendem Link: http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Der-Kinderreport-/Das-Erste/Video?documentId=22889722&bcastId=799280)

      Das Thema hätte tatsächlich Gelegenheit geboten, grundsätzliche Konstruktionsfehler in unserer Gesellschaft aufzuarbeiten. ????????

      Stattdessen war die Sendung ein Beispiel für die Gleichschaltung öffentlich-rechtlicher Medien mit der von der Wirtschaftslobby gesteuerten Regierungsideologie, die uns durch falsche Zahlen (Märchen von der „200 Mrd. € Familienförderung“) glauben machen will, Deutschland sei ein
      familienfreundliches Land.

      Die im Gegensatz dazu stehende Mehrheitsmeinung der Deutschen, ihr Land sei familienfeindlich, wurde zwar in der Sendung erwähnt, aber in überheblicher Weise als „Selbsttäuschung“ dargestellt.

      Tatsächlich kommt aber das Empfinden der Bürger/innen der Wirklichkeit weit näher als die Meinungsmache der ARD-Leute, welche die eigentlichen Ursachen der Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft sorgsam aussparten.

      Mit keinem Wort wurde in der Sendung thematisiert, dass unsere Gesetzliche Rentenversicherung tatsächlich eine Enteignung der Eltern bedeutet, weil der Rentenanspruch fast ausschließlich an Erwerbsarbeit gebunden wurde, obwohl die Renten ausschließlich von den Kindern der Rentnergeneration bezahlt, also in Wirklichkeit allein durch Kindererziehung erarbeitet werden.

      Dieser Enteignungseffekt beträgt ein Mehrfaches des gesamten „Familienlastenausgleichs“ und ist der wichtigste Grund für die zunehmende
      Familienarmut.

      Kein Wort von einem Elterngeldgesetz, das Eltern mehrerer Kinder gezielt diskriminiert, indem es die Betreuung bereits vorhandener Kinder vor einer weiteren Geburt wie Nicht-Arbeit behandelt und ausgerechnet die Eltern regelrecht bestraft, die die größten Opfer zugunsten der Betreuung ihrer Kinder erbringen, indem sie länger als ein Jahr auf eigene Erwerbstätigkeit verzichten.

      Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das in der Sendung vermittelte Bild einer kinderfreundlichen Gesellschaft ist ein Märchen, das – wie auch die in der Sendung genannten Meinungsumfragen zeigen – von den Eltern nicht geglaubt wird, weil es in krassem Widerspruch zur Wirklichkeit steht.

      Die Sendung war allerdings geeignet, Mitbürger/innen zu täuschen, die selbst keine Erfahrungen mit eigenen Kindern haben“

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