Irak: IS verursacht humanitäre Katastrophe

http://www.katholisches.info/2014/08/08/islamisten-erobern-groesste-christliche-stadt-der-ebene-von-ninive-100-000-christen-auf-der-flucht/:

(Bagdad) Die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) haben die größte christliche Stadt in der Ninive-Ebene im nördlichen Irak erobert. 100.000 Christen befinden sich auf der Flucht. Hilfsorganisationen sprechen von einer “humanitären Katastrophe”. …

Am vergangenen 20. Juli waren die Christen von Bachdida (Qaraqosh) noch Zufluchtsort der von den Islamisten vertriebenen Mönche des 1600 Jahre alten syrisch-katholischen Klosters Mar Behnam. Die Islamisten hatten das Kloster besetzt und die Mönche vor die Alternative „Bekehrung“ zum Islam, Flucht oder Tod gestellt. Kurdische Peschmerga brachten die Mönche nach einem mehrstündigen Fußmarsch zu den Christen von Bachdida. Nun wurde auch die kaum 30 Kilometer südöstlich von Mosul gelegene Stadt von den Islamisten erobert. …

Bachdida, bekannt auch unter dem Namen Qaraqosh, ist die größte christliche Stadt im Irak. In der Stadt befindet sich die größte christliche Kirche des Landes an Euphrat und Tigris. … Der chaldäische Erzbischof Yousif Thomas Mirkis von Kirkuk-Sulaimaniya , ein Dominikaner, spricht von einer „ungeahnten menschlichen Katastrophe“ und einer „tragischen Situation“. Er befürchtet, daß die größte Kirche der Stadt von den Islamisten in eine Kommandozentrale zweckentfremdet werden könnte, wie es bereits in anderen Orten geschehen ist. „Eine Machtdemonstration“, so der Erzbischof. „Zehntausende Menschen werden terrorisiert und vertrieben, während wir hier reden. Wir erleiden eine Katastrophe, die kaum in Worten zu beschreiben ist.“ …

http://jungefreiheit.de/politik/ausland/2014/obama-erlaubt-luftangriffe-auf-islamisten-im-irak/   (8.8.):

WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama hat Luftangriffe auf islamistische Truppen im Irak erlaubt. Es werde „gezielte Operationen“ gegen die sunnitischen Extremisten der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) geben, kündigte Obama am Donnerstag im Weißen Haus an.

Zudem sollen damit die etwa 800 Militärberater geschützt werden, die derzeit irakische Regierungstruppen und die Kurden-Milizen im Kampf gegen die IS-Einheiten unterstützen. Hintergrund ist der weitere Vormarsch der Islamisten im Norden des Irak. Mehrere christliche und kurdische Städte wurden in den vergangenen Tagen eingenommen.

Kein Einsatz von Bodentruppen

Hunderttausende Christen, Jesiden und Schiiten befinden sich auf der Flucht vor den selbsternannten Gotteskriegern. Besonders dramatisch ist die Situation für 40.000 Jesiden, die sich in ein Gebirge geflüchtet haben und von den islamistischen Kämpfern eingeschlossen wurden. Sie sind von jeder Nahrungsmittelversorgung abgeschlossen. Die Vereinten Nationen zeigten sich besorgt über die Situation der Flüchtlinge. …

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Ergänzung 10.8.2014:

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2014/08/obama-will.html   (8.8.):

… mit den Luftangriffen einen „Völkermord“ im Irak vermeiden, schließt aber „einen weiteren Krieg im Irak“ aus.

… Und was überhaupt ist der Grund für den plötzlichen Stimmungsumschwung des schwarzen Mannes im Weißen Haus? Will er etwa die Massakrierung und Vertreibung hunderttausender Christen aus dem Irak damit sanktionieren? Ach, nö … die interessieren ihn nach wie vor einen Schmarr’n!

Obama sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington, die „zielgerichteten Luftangriffe“ dienten zum Schutz von Zivilisten und US-Soldaten. Die USA müssten handeln, um einen „Völkermord“ an den Yeziden (Jesiden) im Nordirak zu verhindern, betonte Obama.

Christen im Irak sollen sich hingegen gefälligst nicht so haben, und halt Kopfsteuer zahlen, und ihre Töchter sollen sich halt vergewaltigen und zwangsislamisieren lassen, so schlimm ist das doch net — geht alles vorüber, geht alles vorbei, frei nach dem Motto: »Lean back and enjoy!«

Die US-Regierung steht vor den Trümmern ihres angeblichen Leuchtfeuers der Demokratie im Nahen Osten

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Ergänzung:

http://koptisch.wordpress.com/2014/08/09/us-verbündete-finanzieren-is-terroristen/:

Die Terrorarmee »Islamischer Staat« wird von drei der wichtigsten Verbündeten der USA im Nahen und Mittleren Osten finanziert!

Da US-Präsident Obama nun Luftangriffe auf Ziele des »Islamischen Staates« (IS) im Irak angeordnet hat, sollte man sich noch einmal in Erinnerung rufen, welche Länder eigentlich die mordende und brandschatzende Terrorgruppe finanzieren.

Die Antwort: Saudi-Arabien, Kuwait und Katar. …

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Ergänzung 12.8.2014:

Christian Zeitz: http://www.andreas-unterberger.at/2014/08/keine-islamistischen-terroristen-sondern-korangetreue-gotteskrieger/   (10.8.):

… Die ISIS-Kämpfer stellen im Zuge ihrer Eroberungen Christen und Angehörige anderer Religionen vor die Alternative, den einzig wahren Glauben, den an Allah, anzunehmen oder getötet zu werden. Handeln sie damit dem Koran zuwider? …

[Zitierte Koranverse zeigen: eben nicht.]

… Aber die „politisch korrekte“ Leseart schreibt vor, dass die schrecklichen Verwerfungen, denen der gesamte Nahe Osten derzeit ausgesetzt ist, das Produkt sozioökonomischer Ungerechtigkeiten und illegitimer Einmischungen „des Westens“ sind.

Doch es kann und darf nicht sein, dass die wahren Quellen der Inspiration für dschihadistische Gewalttaten, wie wir sie jetzt im Irak erleben, auf Dauer verschleiert und ihr islamischer Hintergrund schöngeredet wird.

… Vielmehr müssen sich alle Kräfte der Vernunft in der islamischen Welt ausdrücklich von Koran-Versen wie den oben zitierten distanzieren und diese für ungültig erklären. Nur dann kann es ein Umdenken unter den radikalisierten Muslimen geben und können die bislang gemäßigten Muslime vor einem Abgleiten in den Radikalismus bewahrt werden. …

… In Österreich steht die Erneuerung des Islam-Gesetzes bevor. Christen wollen den Dialog mit den konstruktiven Kreisen der islamischen Gemeinschaft. Dazu bedarf es aber endlich der Offenlegung der Glaubensgrundlagen, und diese sollte im neuen Islam-Gesetz verbindlich vorgeschrieben werden. Nur, wer die Unterscheidung der Geister vorantreibt, fördert den Geist der Nächstenliebe und des Respekts voreinander! …

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Ergänzung 13.8.2014:

http://www.katholisches.info/2014/08/12/zwischen-uns-und-euch-ist-das-schwert-diese-teufel-haben-die-christen-vertrieben/:

(Bagdad) „Die Pforten der Hölle haben sich geöffnet und alle Teufel sind herausgekommen“, mit diesen Worten beschrieb Shlemon Warduni, der Weihbischof des Patriarchats von Babylon und Präsident der Caritas Irak, in einem Interview mit der katholischen Wochenzeitschrift Famiglia Cristiana die Lage in seinem Heimatland. …

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Ergänzung:

http://www.katholisches.info/2014/08/13/setzt-papst-im-irak-auf-interreligioeses-fussballspiel-maertyrerpriester-wie-kann-ich-das-haus-gottes-zusperren/:

Am Tag vor dem Gedenken an den Märtyrer des Minoritenordens, den Heiligen Maximilian Maria Kolbe, soll an einen anderen Priester erinnert werden, der vor dem Martyrium nicht zurückschreckte und dessen unschuldiges Blut für Christus und seine Kirche vergossen wurde. Pater Ragheed Ganni war ein chaldäisch-katholischer Priester im Irak. Im Alter von 35 Jahren wurde er am 3. Juni 2007, nahe seiner  Kirche zum Heiligen Geist von Mosul, zusammen mit drei Subdiakonen von Islamisten ermordet.

Die Islamisten hatten ihm bereits mit dem Tod gedroht, sollte er seine Kirche nicht zusperren und die Stadt verlassen. Wohlgesonnene Moslems und besorgte Christen hatten ihm nahegelegt, sich in Sicherheit zu bringen. Er gab aber allen dieselbe Antwort: „Wie kann ich das Haus des Herrn schließen?“ Das waren auch seine letzten Worte. Er hatte den Mut, sie jenen Männern zu sagen, die ihn mit den Waffen in der Hand bedrohten, weil er die Kirche nicht zugesperrt hatte, wie die Islamisten es ihm befohlen hatten. „Wie kann ich das Haus des Herrn schließen?“ sagte er seinen Henkern. Sie stießen ihn darauf zu Boden und ermordeten ihn. Von 15 Patronenkugeln getroffen, brach der Priester tot zusammen. Gleich darauf wurden auch die drei Subdiakone hingerichtet, die den Priester begleitet hatten.

Nach seiner Priesterweihe 2001 in Rom, wo er am Angelicum studiert hatte, drängte es Pater Ragheed Ganni zurück in seine Heimat, obwohl ihm eine Stelle in Irland angeboten wurde, das er gut kannte. Während des Studiums hatte er mehrfach den Wallfahrtsort Lough Derg besucht. Er aber sagte noch in Rom: „Mein Platz ist im Irak. Das ist mein Ort, dem ich zugehöre“ … Trotz des angekündigten Martyriums hielt er im Irak durch, zelebrierte in seiner Kirche die Heilige Messe bis zum letzten Tag und war den ihm anvertrauten Christen ein sicherer Halt. …

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Ergänzung 17.8.2014:

http://www.katholisches.info/2014/08/16/erzbischof-negri-dialog-darf-keine-bedingungslose-kapitulation-und-kein-leeres-gerede-sein/:

(Rom) Schon seit etlichen Tagen hängt mitten in der norditalienischen Stadt Ferrara ein großes Transparent mit dem arabischen Buchstaben N für Nazarener.

Mit diesem Symbol kennzeichnen die Islamisten im Nordirak die Häuser der Christen, die vertrieben werden sollen. Das Transparent mit dem unübersehbaren Hinweis auf das Schicksal der verfolgten Christen im Nahen Osten hängt am Hauptplatz der Stadt an der Fassade des erzbischöflichen Palais.

Veranlaßt hat die Aushängung der streitbare Erzbischof von Ferrara, Msgr. Luigi Negri, einer der profiliertesten katholischen Bischöfe Europas. Für den 15. August, das Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, hatte die Italienische Bischofskonferenz einen Gebetstag für die verfolgten Christen im Nahen Osten ausgerufen. …

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