Die Ukraine, der Westen und Russland

Axel B. C. Krauss: http://ef-magazin.de/2014/08/29/5692-um-kiew-und-um-kiew-und-um-kiew-herum-gold-falschgeld-und-kriegsgottspieler:

… Es geht selbstverständlich völlig in Ordnung, über das Vorgehen Moskaus in der Ostukraine kritisch zu berichten. Es ist selbstverständlich völlig okay, dem russischen Machthaber gegenüber skeptisch zu sein; niemand hat etwas dagegen, die Einmischung des Kreml beim Namen zu nennen.

Es ist aber absolut nicht in Ordnung, die westlichen Schmutzfinger, die im Rücken des Handpuppenregimes in Kiew stecken, unter Missachtung aller journalistischen Regeln ständig zu leugnen; es ist absolut nicht okay, auf nur noch unerträglich heuchlerische Weise dem Kreml pausenlos bösartige Täuschungs- und blutrünstige Eroberungsabsichten zu unterstellen, während man mehr als ein Jahrzehnt brutalster militärischer Überfälle und Angriffskriege mit mehr als zwei Millionen Toten, hegemonialer Drohgebärden und hochfinanzieller Erpressungs- und Raubmethodik vollständig unter den Redaktionstisch fallen lässt, eine unzivilisierte Praxis, die zur Entstehung der derzeitigen konfrontativen Spannungen zwischen „Ost und West“ maßgeblich mit beitrug; es geht überhaupt nicht klar, ständig nur über vom Kreml finanzierte und bewaffnete „pro-russische Separatisten“ zu sprechen, während auch von westlichen Geldern und Waffen gepäppelte, barbarische Halsabschneider auf unschuldige Menschen losgelassen werden, um andere Länder zu destabilisieren und mit weiteren verlogenen „humanitären Eingriffen“ in noch mehr Chaos und Elend zu stürzen.

Es ist nicht in Ordnung, wenn die im Volk selbstverständlich äußerst beliebte Bundeskanzlerin mit angeblichen Zustimmungswerten wie einst Honecker 500 Millionen „Hilfsgelder“ für das Putschregime in Kiew ankündigt, während der dort residierende, niedliche Zivilistenmörder aus Schokolade … gleichzeitig (!) verlautbart, zwei Milliarden in die Aufrüstung der ukrainischen Armee stecken zu wollen. Nicht zu fassen, für wie bekloppt man die Leute offensichtlich hält. Das Maß ist nicht nur randvoll, es ist längst übergelaufen. …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/29/ukraine-jazenjuk-kuendigt-antrag-auf-nato-mitgliedschaft-an/

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http://www.mmnews.de/index.php/politik/19573-neurussland   Ukraine: Separatisten rufen Neurussland aus   (29.8.)

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http://www.mmnews.de/index.php/politik/19577-mh17-russland   MH17 Russland: Wahrheit muss ans Licht kommen   (30.8.):

Russischer Außenminister Sergej Lawrow zu Ukraine: die oberste Priorität habe ein bedingungsloser Waffenstillstand, um das Leid der Zivilbevölkerung zu beenden. MH17: Russland ist das einzige Land, das der internationalen Gemeinschaft offiziell die Daten vorgelegt hat.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow im Interview mit RBTH

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Ergänzung:

http://de.ria.ru/society/20140829/269425939.html   Putin: Russland wird humanitäre Hilfsgüter für Ostukraine per Eisenbahn liefern:

Auf Vorschlag Kiews wird Moskau humanitäre Hilfsgüter für die Ostukraine per Eisenbahn liefern. Das teilte Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag mit.

„Wir werden diesen Vorschlag akzeptieren und Hilfsgüter auf der Schiene transportieren“, sagte der Staatschef in einem Interview für den russischen TV-Sender Erster Kanal. Details lagen zunächst nicht vor.

Zuvor hatte Russland angekündigt, dass Moskau nach der Lieferung humanitärer Hilfsgüter Ende August einen zweiten Konvoi für die Ostukraine vorbereitet. Allerdings wurden keine Liefertermine genannt.

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Ergänzung 31.8.2014:

Albrecht Müller: http://www.nachdenkseiten.de/?p=23045   „Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker“   (29.8.):

So ist ein Artikel des niederländischen Journalisten Karel von Wolferen überschrieben … Lesenswert. … Hier ist die deutsche Fassung als PDF. … Informationen zum Autor sind am Ende des Textes notiert.

Karel von Wolferen setzt sich kritisch mit der NATO und den Atlantikern [dem Atlantizismus], mit der amerikanischen Politik und der Rolle der Neokonservativen auseinander. Er sieht im Versagen der Medien eine der großen Ursachen für die Fehlentwicklung. Die deutschen Medien überschätzt er allerdings, vor allem den „Spiegel“, und wohl auch die in Deutschland entscheidenden Personen Merkel und Steinmeier. Aber dieses Manko beschädigt nicht den Gesamteindruck.

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Die medienkritische Plattform „Propagandaschau“ zerpflückt ein „ZDF spezial“:
http://propagandaschau.wordpress.com/2014/08/31/zdf-spezial-kampf-um-die-ostukraine/:

… FAZIT:

Das ZDF spezial hat keinerlei neue Informationen oder Erkenntnisse über eine angebliche russische Invasion zutage gefördert. Ziel der Sendung ist die Manifestierung des Eindrucks, Russland sei mit Truppen in die Ostukraine einmarschiert, obwohl es dafür keine handfesten Belege gibt. Weiteres Ziel ist die komplette Schuldzuweisung an den Vorgängen in der Ostukraine an Russland und die Verbrämung der ukrainischen Junta als Opfer russischer Großmachtfantasien.

Indizien, die der Propagandalinie widersprechen – wie z. B. die Aussagen der OSZE, die keinerlei Hinweise auf russische Truppen in der Ukraine hat –, werden komplett totgeschwiegen.

Es wird nicht ein einziger Interviewpartner präsentiert, der eine Gegenmeinung oder alternative Erklärungen präsentieren könnte. Die russische Seite darf sich nicht selbst erläutern, sondern ist Objekt westlicher Zuweisungen, Unterstellungen und Projektionen. Diese Machart ist keinesfalls neu oder besonders. Sie ist eine seit Monaten etablierte Form der Propaganda in einem Krieg um die Ukraine, der vom Westen angezettelt wurde.

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Ergänzung 1.9.2014:

http://www.kath.net/news/47345   Wladimir Putin ist kein ‚Geschenk Gottes‘   (29.8.):

Deutschlands Konservative und viele katholische Christen sind in diesen Tagen zerstritten, wie selten zuvor. Der Grund sind die Ukraine-Krise und die Frage: Wie halten wir es mit Putin? Ein kath.net-Kommentar von Klaus Kelle

… Manche sehen in Putin geradezu einen Hoffnungsträger, der das Überleben von Kirche und Moral in Zeiten des westlichen Hedonismus und Kulturverfalls sichern wird.

Doch ist diese Hoffnung belastbar bei einem Mann, der einst als KGB-Offizier in Berlin für den Erhalt des SED-Unrechtsstaates arbeitete, zu der zweifellos auch das Ausspionieren und Bekämpfen der christlichen Kirchen gehörte? Heiligt der Zweck wirklich die Mittel? Schauen wir weg, wenn Wladimir Putin seine Soldaten in Marsch setzt, um Teile eines Nachbarlandes völkerrechtswidrig zu besetzen und zu annektieren? …

Meine heutige Lesermeinung dazu fiel wohl der Kath.net-Zensur zum Opfer:

Man mag Putin ruhig unsympathisch finden oder ihm seine fernere Vergangenheit vorwerfen, doch er hat:

  • den US-Militärschlag gegen die syrische Bevölkerung verhindert
  • den Kampf gegen den westlichen Werteverfall (Homopropaganda, Abtreibung etc.) aufgenommen
  • bzgl Pussy-Riots, Chodorkowsky und GreenPeacern Gnade vor Recht ergehen lassen
  • NICHT die Maidan-Scharfschützenmorde organisiert
  • NICHT den demokratisch gewählten Janukowitsch weggeputscht und eine Halbnazi-Regierung eingesetzt, die nun große Teile der eigenen Bevölkerung terrorisiert
  • die Krim, deren überwältigende Bevölkerungsmehrheit sich völkerrechtskonform abgespalten hat, aufgenommen (nicht: „annektiert“)
  • die Russophonen der Ostukraine zurecht gegen die Kiewer Putsch-Junta unterstützt
  • NICHT die MH17 abgeschossen (auch die Separatisten nicht; wer wohl?)
  • Hunderttausende Ukraine-Flüchtlinge in Russland aufgenommen
  • der Donbass-Bevölkerung durch humanitäre Lieferungen geholfen
  • (leider vergeblich) versucht, Poroschenko an den Verhandlungstisch zu bringen
  • mächtigen Rückhalt in der russischen Bevölkerung

Man muss ihn wohl weiter beobachten; für bösartiger als die Atlantizisten halte ich ihn nicht.

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http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/09/65820/   OSZE: „Keine Hinweise auf Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden“   (1.9.):

Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden. Das sagte ein Sprecher der Organisation den Deutschen Wirtschafts-Nachrichten. Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in der Region und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer „Invasion“ der russischen Armee. …

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Peter Vonnahme: http://www.hintergrund.de/201408153197/hintergrund/medien/mh-17-der-glaubwuerdigkeits-gau.html:

Zwischen Vasallenpolitik und willfährigen Medien …

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Satire:
http://denkbonus.wordpress.com/2014/08/28/die-untaten-des-wladimir-wladimirowitsch-putin/

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Ergänzung:

Während man die AU-Artikel bezüglich Westen-Russland-Ukraine leider am besten ignoriert, sind die meisten Kommentare sehr lesenswert und auch informativ:
http://www.andreas-unterberger.at/2014/08/was-die-personal-entscheidungen-der-eu-bedeuten/   (31.8.):

Während Russland immer intensiver Krieg führt …

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Ergänzung 2.9.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/31/slowakei-droht-mit-veto-gegen-neuen-russland-sanktionen/:

In der EU gibt es deutliche Widerstand gegen verschärfte Sanktionen gegen Russland. Der slowakische Premier Fico nannte die Sanktionen „überflüssig und kontraproduktiv“ und droht mit einem Veto. Der Chef von Rosneft bohrte in den Wunden der europäischen Export-Industrie und sagte, wenn Deutschland seine Maschinen nicht an Russland liefern wolle, dann werde man sie eben in Südkorea oder China kaufen. …

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Ken Jebsen:  https://www.youtube.com/watch?v=PIyd9tXdKpY   nachdenKEN über: Geistige Generalmobilmachung   (1.9.   34 min):

Wollt ihr den globalen Krieg?

Die Politik des Westens, angeführt von den USA, kennt nur ein Ziel: Die eigenen Märkte vergrößern und den Gegner vernichten. Deutschland hat sich unter Angela Merkel zum Duckmäuser und Opportunisten entwickelt. Führer in DC befiehl, wir in Berlin folgen. Die Folgen sind 2014, hundert Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs, nicht zu leugnen.

Nach Syrien, Libyen und dem Irak ist jetzt Russland an der Reihe. Putin wird zum Wiedergänger Hitlers erklärt, dem man mit allen Konsequenzen begegnen müsse. Gemeint ist Krieg – mit einer Atommacht.

Und unsere Presse? Ist längst zum Komplizen der Wirtschaftselite verkommen. Wer als Journalist noch immer nicht verstanden hat, was er uns als alternativlos verkauft, dem ist nicht zu helfen.

Die USA bereiten Europa auf einen Krieg gegen Russland vor und nehmen dabei billigend in Kauf, dass der Einsatz von Nuklearwaffen nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Mörder sind unter uns. Sie regieren uns.
Wann stehen wir gegen diesen Wahnsinn auf? Viel Zeit bleibt uns nicht. …

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Ergänzung 3.9.2014:

http://german.ruvr.ru/2014_09_02/Die-Ukraine-und-Menschenrechte-Wer-wird-die-Verbrechen-Kiews-verurteilen-0156/:

Die zahlreichen Opfer unter Zivilisten im Südosten der Ukraine sind auf dem Gewissen der ukrainischen Streitkräfte. Zu diesem Schluss kamen die Autoren eines Berichts der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Das ist vielleicht die erste Schlussfolgerung einer internationalen Organisation, die der Realität entspricht. Russland beabsichtigt, ein Strafverfahren bezüglich der Kriegsverbrechen in der Ukraine einleiten zu lassen.

Das russische Rote Kreuz sammelt bereits Beweise, die beim Internationalen Strafgerichtshof und beim UN-Sicherheitsrat vorgelegt werden sollen. Internationale Organisationen haben sich zu den Geschehnissen in der Ukraine bislang nicht geäußert. Jetzt hat sich die Lage aber so zugespitzt, dass internationale Organisationen nicht mehr schweigen können. Die UN geben zu: Allein im Sommer wurden in der Ukraine über 1000 Zivilisten getötet, die Zahl der Verletzten liegt bei knapp 4000 Menschen. Selbst der ukrainische Gesundheitsminister musste zugeben, dass es mehr Tote unter Zivilisten gebe als unter Soldaten. Nun wirft die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ Kiew vor, verbotene Waffen gegen Zivilbevölkerung eingesetzt zu haben. …

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Ergänzung:

http://helmutmueller.wordpress.com/2014/08/31/ukraine-krise-erstens-ist-es-anders-zweitens-als-man-denkt/:

Wenn die Journaille ihre Hochzeit hat, heißt es, sich in der Leseecke fest anschnallen: „EU muß Kriegstreiber im Kreml stoppen“ fordert einer dieser bemitleidenswerten Auftragsschreiber in der so genannten „unabhängigen“ österreichischen Tageszeitung Kurier. Tage zuvor kam ein dem Einschleimen anscheinend ebenfalls zugeneigter Kommentator des mindestens so „unabhängigen“ Blattes Standard zu dem Schluß: „Putins Rußland ist ein Gegner, kein Partner“. Na dann, auf in den Krieg! Da will oder kann keines der Systemmedien aus der Anti-Putin-Liga ausscheren, ist doch zwischen Hamburg und Wien längst, wie die Salzburger Nachrichten im Falle des offensichtlich der Vergessenheit anheimgefallenen Abschusses von MH17 meinten, alles „hinreichend klar“.

Da braucht man dann auch keine Beweise mehr. Wer da noch entgegnen möchte, fällt zwar noch nicht unter ein Verbotsgesetz, wird aber im Handumdrehen als “Putinversteher” an den Pranger gestellt. Nein, verstehen sollen das ganze wirklich die wenigsten, sonst müßte man ja das ganze Drehbuch samt Erstschlag-Szenario gleich wieder umschreiben. Also bleibt vorerst alles beim alten Schmäh. Dieser lautet, der Putin (Anmerkung von mir: liebt übrigens Deutschland, was von deutschen Politikern nicht gesagt werden kann) ist ja wirklich ein schlimmer.

Putin, der „Brandstifter“ (Der Spiegel), erdreistet sich also, Rußlands Ressourcen und Industrie nicht den US-Konzernen  gleich frei Haus zu liefern, dann ist er auch noch verstimmt über die Pläne Washingtons, an Rußlands Grenzen Raketenabwehrsysteme zu errichten, regt sich auf, daß die EU im Auftrag Washingtons die Ukraine dem Einflußbereich Moskaus abspenstig machen möchte, um schließlich die Krim „heimzuholen“, nachdem ruchbar geworden war, daß die ukrainische Regierung der NATO bereits eine Marinebasis dort in Aussicht gestellt haben soll. …

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Ergänzung:

http://koptisch.wordpress.com/2014/09/03/eu-nato-usa-verlogenheit-um-ukraine-burgerkrieg/

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Ergänzung 4.9.2014:

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/putin-ueberrascht-mit-donbass-friedensplan-1.18376619 (3.9.):

Russlands Staatschef Putin hat einen Sieben-Punkte-Plan für eine Waffenruhe im Donbass vorgestellt. …

… Die sieben Punkte des Plans umfassen eine Einstellung militärischer Aktionen in den Regionen Donezk und Luhansk sowohl seitens der ukrainischen Sicherheitskräfte wie der separatistischen Milizen, den Rückzug ukrainischer Artillerie in Gebiete, aus denen Städte und Siedlungen nicht erreicht werden können, sodann einen umfassenden Gefangenenaustausch, internationale Überwachung der Waffenruhe und die Einrichtung humanitärer Korridore, um die Versorgung der Zivilbevölkerung und die Reparatur von Infrastruktur zu ermöglichen.

Gemischte Resonanz

Putin hatte bereits in der Nacht auf Mittwoch mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko ein Gespräch geführt, zu dem verlautete, man habe über die Schritte, die zu einer Waffenruhe hinführen sollten, weitgehende Einigkeit erzielt. Von Medien wurde dies zunächst so interpretiert, dass zwischen Poroschenko und Putin im Prinzip eine Feuerpause vereinbart worden sei. Dem widersprach jedoch umgehend Putins Pressechef Peskow. Er sagte, dass Russland nicht direkt einen Waffenstillstand vereinbaren könne, weil es an dem Konflikt im Donbass gar nicht beteiligt sei.

… Auf eine reservierte Reaktion stiess Putins Initiative auch bei den Donezker Separatisten. Wladimir Antjufejew, ein «Vizeministerpräsident» der selbsterklärten «Volksrepublik Donezk» (DNR), bezeichnete laut Reuters das Telefongespräch Putins mit Poroschenko als «Provokation». Russland habe mit den Angelegenheiten des Donbass nichts zu tun. Ein Waffenstillstand sei zwar gut, doch die Hauptforderung der DNR bestehe in einem vollständigen Rückzug der ukrainischen Sicherheitskräfte von ihrem Gebiet.

Soldaten, die es «nicht gibt»

Natürlich entspricht es der Logik Putins, dass in seinem Friedensplan ein Rückzug russischer Truppen aus dem Donbass nicht vorkommt, weil sich dort nach Moskauer Darstellung solche gar nicht befinden. Die Ukrainer hingegen geben die Präsenz russischer Soldaten, entweder in Uniformen ohne Hoheitszeichen oder verkleidet als «Separatisten», mit mehreren tausend an. …

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukraine-konflikt-poroschenko-sind-bereit-fuer-eine-waffenruhe-13135494.html   (4.9.):

Der ukrainische Präsident Poroschenko will einer Waffenruhe zustimmen, sollte beim Treffen der Kontaktgruppe in Minsk ein Friedensplan unterzeichnet werden. Die Anführer der Separatisten machen den russischen Friedensplan zur Bedingung ihrer Zustimmung. …

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Ergänzung 5.9.2014:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2321:us-kriegsvorbereitungen-gegen-russland&catid=1:neuestes&Itemid=33   (3.9.):

Der Nachrichtendienst Asianews des Päpstlichen Instituts für die auswärtigen Missionen (PIME) warnt vor einem Krieg der NATO gegen Russland. Für ideologisch nicht vorbelastete Beobachter ist bereits seit langem klar, dass die Hetze gegen Russland durch USA und EU, die von den Mainstreammedien gerne verbreitet wird, von etwas anderem ablenken soll: den massiven Bemühungen um Aufrüstung und Durchsetzung der sogenannten Neuen Weltordnung, für die Russland heute der größte Störfaktor darstellt. Der Vatikan, der im Allgemeinen über gute Hintergrundkenntnisse verfügt, sieht dies inzwischen offenbar auch ähnlich. Wir veröffentlichen hier den Bericht von Asianews, der von Katholisches.info ins Deutsche übersetzt wurde.

Wer hat Interesse an einer Eskalation der Ukraine-Krise?

(Kiew/Moskau) Der Nachrichtendienst Asianews des Päpstlichen Instituts für die auswärtigen Missionen (PIME) warnt vor einem Krieg der NATO gegen Rußland. „Immer heftigere Drohungen wegen einer ‚russischen Invasion‘ – Zweifel an den ‚Beweisen‘ der NATO“, titelte Asianews am Montag. …

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Ergänzung 5.9.2014:

Interessante Aussagen:
http://www.medrum.de/content/ex-nato-general-harald-kujat-nehmen-wir-putin-beim-wort   (5.9.):

Gäste bei Maybrit Illner diskutierten über den Umgang mit dem Konflikt in der Ukraine

(MEDRUM) In der gestrigen Gesprächsrunde von Maybrit Illner sprach sich der Ex-NATO-General Harald Kujat dafür aus, nicht zu spekulieren und Vorschläge Putins zur politischen Lösung der Krise nicht vorschnell abzulehnen, sondern sie beim Wort zu nehmen und zum Gegenstand von Verhandlungen zu machen.

Kujat plädierte in der ZDF-Sendung „Putins neues Russland – Europa am Rande des Krieges?“ am Donnerstagabend dafür, vorsichtig mit Information umzugehen und sorgfältig abzuwägen, um nicht zu falschen Einschätzungen zu kommen und Wege aus der Krise zu verbauen. Kujat wörtlich:

„Wir hören sehr viel Spekulation. Auch was die Frage der Aggression betrifft. Natürlich unterstützt Russland die Separatisten. Das ist ja überhaupt nicht zu leugnen. – Einen Beweis dafür, dass Russland mit regulären Streitkräften interveniert hat, habe ich noch nicht gesehen. … Ich habe Zweifel. Es ist nicht nur so, dass wir vorsichtig sein müssen mit dem, was Russland sagt, wir müssen auch sehr vorsichtig sein mit dem, was die Ukraine sagt, und leider Gottes, muss ich auch sagen, wir müssen auch vorsichtig sein, mit dem, was der Westen sagt. …

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Ergänzung 6.9.2014:

Unfassbar:
http://de.ria.ru/politics/20140903/269461276.html „Projekt Mauer“: Ukraine baut „echte Grenze“ zu Russland   (3.9.):

Vor dem Hintergrund der Kämpfe gegen Volksmilizen in der Ost-Ukraine will die Regierung in Kiew eine befestigte Grenze zu Russland bauen. Regierungschef Arsenij Jazenjuk hat am Mittwoch den Beginn des Projekts „Mauer“ angekündigt, das in sechs Monaten abgeschlossen werden soll.

„Wir beginnen das Projekt Mauer“, sagte Jazenjuk in einer Regierungssitzung in Kiew. „Es handelt sich um den Bau einer realen Grenze zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation.“ Ob das Projekt wirklich den Bau einer Mauer entlang der 2000 km langen Grenze vorsieht, blieb unklar. Zudem sprach sich Jazenjuk dafür aus, Russland in der neuen Militärdoktrin der Ukraine als „Aggressor“ zu definieren. …

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Ergänzung 6.9.2014:

http://www.russland.ru/ruslana-eine-euromaidan-ikone-weniger-mit-video/   (5.9.):

Die ukrainische Eurovisions-Gewinnerin Ruslana gehörte noch bis vor kurzem zu den idealistischen Unterstützern der aktuellen ukrainischen Regierung.

Seit sie selbst in den Donbass gereist ist, nicht mehr. “Poroschenko spielt mit uns”, “das ist ein Bürgerkrieg”, “eine Politik der Zerstörung” sind einige Schlagworte aus ihrem aktuellen Interview, das nach drei Tagen online zu den größten Hits des russischen YouTube zählt. Jetzt natürlich auch bei uns.

Ruslana gehört zu den vielen, die wirklich aus idealistischen Zielen und im besten Glauben den Euromaidan unterstützten – sie ist dort nicht die Einzige.  Ihre Offenheit für die Realität vor Ort sollte auch ein Zeichen an radikale Antimaidaner sein, dass auf der anderen Seite nicht nur verblendete Fanatiker, Büttel der Oligarchie und Nazis sitzen. Denn beide Seiten müssen zusammen erreichen, dass das Töten in der Ostukraine aufhört. Interessant ist jedoch, dass es bei all den Journalisten deutscher Mainstream-Medien, die so in den Donbass reisen, keinen solchen Stimmungswandel gibt. …

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Ergänzung:

http://www.welt.de/politik/ausland/article131972765/Die-MH17-Schuldfrage-wird-mit-Schweigen-beantwortet.html   (6.9.):

Stimmenrekorder-Aufnahmen bleiben unter Verschluss, Ermittler waren nie am Absturzort: Wird das MH17-Drama jemals aufgeklärt? Mittlerweile verurteilt Putins Außenminister die Verschleierungsversuche. …

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Ergänzung 7.9.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/07/ukraine-meldet-bruch-der-waffenruhe-durch-artillerie-beschuss/:

Die ukrainische Armee nutzt die Waffenruhe im Osten offenbar, um sich neu zu gruppieren. Auf Facebook meldete der ukrainische Innenminister Arsen Awakow, dass neue Truppen nach Mariupol verlegt worden seien. Die Stadt war vor der Waffenruhe beinahe in die Hände der Rebellen gefallen. Beide Konfliktparteien werfen sich gegenseitig den Bruch der Waffenruhe vor. …

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/07/nach-nato-gipfelukraine-erhaelt-waffen-von-fuenf-nato-staaten/:

Die französische und italienische Regierungen versuchen offenbar, ihre lahmende Wirtschaft durch Waffenlieferungen in die Ukraine zu stützen. Auch Polen ist mit von der Partie. Bezahlt werden die Waffen von den europäischen Steuergeldern, die die Ukraine als sogenannte „Hilfszahlungen“ bekommt. Tatsächlich sind die Kredite von IWF und EU nichts anderes als eine Exportförderung für die Rüstungsindustrie, zu der die europäischen Steuerzahler gezwungen werden. …

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Ergänzung 8.9.2014:

http://jungefreiheit.de/politik/ausland/2014/medwedew-droht-mit-ueberflugverbot/   (8.9.)

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/08/konstantin-weckers-zorniges-plaedoyer-gegen-den-krieg-ja-ich-bin-ein-putin-versteher/:

Der Liedermacher Konstantin Wecker hat sich in einem zornigen Statement gegen die zunehmende Kriegs-Hysterie im Westen zu Wort gemeldet. Er kritisiert, dass man nichts über die Gründe des Abschusses von Flug MH17 erfahre. Wecker wirft Politik und Medien vor, mit Erfindungen und Propaganda „ein friedliebendes Volk kriegslüstern“ machen zu wollen. Weckers Plädoyer gegen den Krieg und seine Apologeten im Wortlaut. …

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Albrecht Müller: http://www.nachdenkseiten.de/?p=23158 Bemerkenswertes zum neuen Kalten Krieg und warum die NachDenkSeiten einseitig berichten und kommentieren (8.9.)

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/08/ukraine-poroschenko-beordert-panzer-nach-mariupol/:

Die Regierung in Kiew scheint die Waffenruhe nutzen zu wollen, um sich militärisch neu zu gruppieren: Präsident Poroschenko beorderte Panzer und Raketenwerfer in die von den Rebellen bedrohte Stadt Mariupol. Poroschenko sagt, „der Feind“ werde „eine vernichtende Niederlage erleiden“. …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/08/eu-vorerst-keine-neuen-sanktionen-gegen-russland/

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/08/amnesty-wirft-ukrainischen-kampfgruppen-kriegsverbrechen-vor/:

Amnesty International fordert von der Ukraine, die Kriegsverbrechen durch Freiwilligen-Verbände in der Ostukraine zu beenden. Diese kämpfen an der Seite der Regierungstruppen, werden aber nicht kontrolliert. Die von ihnen begangenen Kriegsverbrechen müssen von der Regierung in Kiew sofort geahndet werden. Sie sind verantwortlich für Entführungen, schwere Misshandlungen, Raubüberfälle, Lösegeld-Erpressungen und möglicherweise sogar Hinrichtungen. Seitens der EU, die die Regierung in Kiew unterstützt, liegt zu den Vorwürfen keine Stellungnahme vor….

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/08/flug-mh17-bundesregierung-besteht-auf-geheimhaltung-von-funkspruechen/:

Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Anfrage der Links-Partei eine Aussage zu den Hintergründen über den Abschuss von Flug MH17 verweigert. Obwohl der Bundesregierung der Inhalt der Funksprüche bekannt ist, wird die Angelegenheit als „Verschlusssache gemäß der Verschlusssachenanweisung (VSA) mit dem Geheimhaltungsgrad ,Geheim‘ eingestuft“. Die Behauptung der USA und der EU, die Russen seien für den Abschuss verantwortlich, ist die Grundlage für die Sanktionen gegen Russland. Das Schweigen ist interessant: Hätte die Bundesregierung einen Beleg für die Täterschaft der Russen, würde sie sich vermutlich nicht zu diskret geben. …

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Ergänzung 10.9.2014:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/prof-michel-chossudovsky/osze-bericht-ueberfuehrt-obama-als-luegner-keine-russischen-soldaten-und-panzer-in-ukraine.html   (8.9.):

Der folgende Bericht ist eine schallende Ohrfeige für US-Präsident Barack Obama und seine NATO-Partner, die vom 4. bis 5. September in Newport in Wales zu einem Gipfeltreffen zusammenkamen. Am 3. September hatte Obama erklärt, »russische Kampftruppen mit russischen Waffen in russischen Panzern« seien in der Ostukraine eingesetzt. Das ist nicht nur eine Lüge, sondern Lügen wie diese könnten die Menschheit kopflos in einen Dritten Weltkrieg stürzen. …

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Ergänzung 10.9.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/10/ukraine-us-falken-draengen-eu-zu-mehr-haerte-gegen-russland/:

Zbigniew Brzeziński, graue Eminenz der US-Außenpolitik und mehrfacher Präisdenten-Berater, fordert Waffen aus dem Westen für die Ukraine und deutsche Bodentruppen für das Baltikum. Es müsse eine wirksame Abschreckung gegen Russland errichtet werden. Die Falken sind verärgert, dass Obama den Kampf gegen den IS-Terror für wichtiger hält als die Ukraine-Krise. …

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Ergänzung 12.9.2014:

http://propagandaschau.wordpress.com/2014/09/11/russische-geisterarmee-loest-sich-in-luft-auf/:

Die Propagandamär von der unsichtbaren russischen Armee, den unsichtbaren russischen Panzerbataillonen, die für den Siegeszug der Separatisten in der Ostukraine verantwortlich sein sollen, dürfte als eine der unverschämtesten Kriegslügen in die Geschichte eingehen. Präsentiert wurde sie von transatlantischen Konzernmedien genauso wie von mit Zwangsgebühren finanzierten, öffentlich-rechtlichen Desinformationsanstalten, die offensichtlich vor gar nichts mehr zurückschrecken.

Man muss sich das einmal klar machen: Über Wochen haben westliche Medien unter ausschließlicher Berufung auf die verbale Propaganda einer Kriegspartei Behauptungen in die Welt gesetzt, die durch keinerlei Fakten belegt sind. Nicht irgendwelche unbedeutenden Behauptungen, sondern nicht weniger als eine Invasion Russlands in ein Nachbarland, mindestens eine massive Intervention, soll es gegeben haben. Zwei britische Journalisten wollen zunächst einen russischen Militärkonvoi beobachtet haben, wie er angeblich über die Grenze in die Ukraine eingedrungen sei. Belege haben sie zwar keine, dennoch wird die Geschichte verbreitet, als handele es sich um überprüfte Fakten.

Der vom Westen installierte und unter massivem Druck stehende Präsident verbreitet alsbald die Geschichte vom zerstörten russischen Panzerbataillon. Erneut gibt es keinerlei Beweise. Keine Bilder stolzer ukrainischer Soldaten, die ihre gelungene Aktion feiern, keine zerstörten Panzer, keine Verwundeten, keine Gefangenen. Kein Grund für die westlichen Medien, den Unsinn anzuzweifeln – man ist ja schließlich Kriegspartei. …

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Ergänzung 12.9.2014:

Zynismus pur:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/12/ukraine-buergermeister-vitali-klitschko-fordert-deutsche-hilfe-beim-mauerbau/:

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat die Deutschen um ihre Hilfe beim Mauerbau gegen Russland gebeten. Er nannte als Beispiele Geld und Know-How. Wenig später versuchte sein Sprecher, die Sache wieder einzufangen: Wegen seines schlechten Deutschs habe sich Klitschko missverständlich ausgedrückt. …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/12/ukraine-russland-unterstuetzt-trotz-eu-sanktionen-weiter-friedensplan/:

Russland will sich trotz der verschärften EU-Sanktionen weiter am Friedensplan für die Ukraine beteiligen. Die EU habe sich allerdings mit der erneuten Eskalation gegen den Frieden entschieden, hieß es aus Moskau.

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Großteils hoch empfehlenswert:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/12/handels-krieg-gegen-russland-der-grosse-verrat-von-angela-merkel-an-ihrem-volk/:

Die Sanktionen gegen Russland werden nicht die treffen, die sie beschließen oder verhindern hätten können: Politiker, Verbände, die IHK, die öffentlich-rechtlichen Sender – sie alle leben von Steuergeldern oder Zwangsgebühren und brauchen keine Konsequenzen zu fürchten. Daher heulen sie, ohne nachzudenken, mit den Wölfen. Bezahlen müssen Unternehmen, Arbeitnehmer und Steuerzahler. Was die Bundesregierung und die EU betreiben, ist Machtmissbrauch im großen Stil. …

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Ergänzung 13.9.2014:

http://de.ria.ru/society/20140913/269536614.html Rund die Hälfte von zweitem humanitärem Konvoi aus Russland in Lugansk eingetroffen:

Die Hälfte eines zweiten russischen humanitären Konvois ist am Samstagmorgen in der ostukrainischen Stadt Lugansk eingetroffen. Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent vor Ort berichtete, werden die ersten der etwa 100 Lastwagen derzeit entladen.

Im Tagesverlauf dürften die restlichen 100 Wagen mit Lebensmitteln, Medikamenten und Stromgeneratoren in der von der ukrainischen Armee weitgehend zerstörten Stadt eintreffen. Der Konvoi enthält insgesamt 1880 Tonnen Konserven, Zucker, Mehl und sonstige humanitäre Hilfsgüter.

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http://de.ria.ru/security_and_military/20140912/269534813.html Experte: EU sieht über Einsatz europäischer Söldner in der Ukraine hinweg:

Europa will die offenkundige Tatsache nach Expertenansicht nicht anerkennen, dass im Osten der Ukraine auf der Seite der ukrainischen Armee Söldner aus Europa kämpfen. „Unter den Ausländern gibt es auch Söldner aus Polen“, sagte der polnische Politiker Mateusz Piskorski, Direktor des Europäischen Zentrums für geopolitische Analysen, am Freitag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Warschau.

„Nach uns vorliegenden Angaben kämpfen in der Ukraine 17 ehemalige polnische Elitesoldaten der Spezialkräfte GROM. Pro Tag ‚verdienen‘ sie bis zu 500 US-Dollar.“

Piskorski sagte ferner, dass das Ministerium für nationale Verteidigung Polens eigentlich wissen sollte, dass ehemalige GROM-Angehörige sich derzeit in der Ukraine befinden. „Das Ministerium will die Angaben mit der Begründung nicht kommentieren, dass es sich um ehemalige Spezialkräfte handelt.“ Piskorski zufolge hatten im Osten der Ukraine auch polnische Freiwillige auf der Seite der Armee gekämpft.

Zuvor hatte der Chef der selbsternannten Republik Lugansk, Igor Plotnizki, erklärt, dass die ukrainischen Sicherheitskräfte die Waffenruhe für eine Umgruppierung nutzen. „Neue Söldner treffen ein. Es besteht die Gefahr, dass die Feuerpause im Osten der Ukraine nicht mehr lange andauert.“

Plotnizki zufolge wird die Volkswehr tagtäglich von der ukrainischen Armee provoziert. Wir erwidern das Feuer, unternehmen aber keine aktiven Handlungen… Wir sehen, dass immer mehr Söldner kommen, dass die Truppen Positionen in der zweiten Linie beziehen, während Söldner aus Polen und anderen Ländern ihre Stellungen in der Vorderlinie haben“, sagte der Republikchef.

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http://de.ria.ru/politics/20140911/269526298.html Französischer Parlamentarier: Machtwechsel in Kiew war ein Staatsstreich:

Die Entwicklung in der Ukraine, die zu einem Machtwechsel im Land geführt hat, ist nichts anderes gewesen als ein Staatsstreich. Das erklärte der französische Parlamentarier Thierry Mariani [UMP] am Donnerstag in Moskau, wo er als Mitglied einer Delegation der Nationalversammlung Frankreichs zu einem Besuch weilt.

„(Viktor) Juschtschenko wurde demokratisch gewählt, ebenfalls wie sein Nachfolger (Viktor) Janukowitsch… Ob Janukowitsch ehrlich war – das ist eine andere Frage. Aber alle Ereignisse waren verfassungsmäßig“, fuhr der Abgeordnete fort.

„Stellen Sie sich mal vor, dass die Opposition in Frankreich morgen den Platz der Eintracht und die Elysischen Felder blockieren und Parlamentarier in Polen, Deutschland und Russland sie darauf drängen würden, den demokratisch gewählten Präsidenten zu stürzen. Das nennt sich Staatsstreich“, sagte Mariani.

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Ergänzung:

http://german.ruvr.ru/news/2014_09_12/Putin-Ukraine-ist-Geisel-fremder-Interessen-3029/:

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem Westen vorgeworfen, die Ukraine-Krise für eine Destabilisierung zu instrumentalisieren.

Es dränge sich der Gedanke auf, dass die Ukraine-Krise im Westen niemanden interessiere, sagte Putin am Freitag am Rande des Gipfels der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Duschanbe. Laut Putin instrumentalisieren die USA die Krise, um „ihre Satelliten mit einer äußeren Bedrohung zu erschrecken und um sich herum zu sammeln“.

„Die Ukraine wird als Instrument genutzt, als Geisel der Bestrebungen einiger Mitglieder der Weltgemeinschaft, die Nato nicht nur als militärische Organisation, sondern auch als wichtiges außenpolitisches Instrument der USA zu reanimieren.“ „Faktisch ist die Ukraine zur Geisel fremder Interessen geworden und das ist bedauerlich“, so Putin weiter.

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Ergänzung 15.9.2014:

http://de.ria.ru/politics/20140905/269476447.html   EU-Kommission gibt zu: Zitat aus Telefonat Putin-Barroso war aus Zusammenhang gerissen:

Die Äußerung des russischen Präsidenten Wladimir Putin über seine angebliche Bereitschaft zur Einnahme Kiews, die der Vorsitzende der EU-Kommission, José Manuel Barroso, zitierte, war aus dem Zusammenhang gerissen und hatte eine ganz andere Bedeutung, wie die US-Zeitung „Wall Street Journal“ unter Berufung auf die amtliche Sprecherin der EU-Kommission, Pia Ahrenkilde-Hansen, schreibt. …

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Ergänzung:

http://www.unzensuriert.at/content/0016131-Ukrainischer-Scharfmacher-Klitschko-f-r-Mauerbau-mit-deutschem-Geld   (14.9.):

… Tatsächlich äußerte eine Sprecherin von Kanzlerin Merkel bereits Verständnis für den ukrainischen Mauerplan. Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hielt das zwar gegenüber dem ORF für keinen so guten Plan. Dennoch ließ er sich nicht davon abhalten, Klitschko in Berlin einen Medienpreis zu überreichen und ihn dabei — ganz ohne Ironie — als „Brückenbauer“ zu loben. …

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Ergänzung:

http://www.bild.de/politik/inland/dr-peter-gauweiler/was-macht-csu-vize-in-moskau-37645744.bild.html   „Sanktionen sind der falsche Weg!“   (13.9.):

… „Gerade jetzt sind Kultur und Kunst wichtige Brücken, um keinen neuen Kalten Krieg heraufziehen zu lassen“, sagt Gauweiler zu BILD. „Russland gehört zu Europa! Sanktionen sind der falsche Weg.“

… Wer über Russland urteilen will, sagte Gauweiler, muss Russland verstehen. „Verstehen heißt nicht billigen.“ Mit im Gepäck hat er deshalb auch einen Brief des Dissidenten und Literaturnobelpreisträgers Alexander Solschenizyn († 89, „Archipel Gulag“) von 1991.

… „Ein jedes Gebiet (in der Ukraine, Anm. d. Red.) soll bestimmen, wo es hingehören will.“ …

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Ergänzung:

http://de.ria.ru/politics/20140915/269553517.html   EU nennt russischen Hilfskonvoi Verstoß gegen Souveränität der Ukraine

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Ergänzung 16.9.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/16/machtkampf-in-der-ukraine-merkel-und-die-eu-sitzen-in-der-falle/:

In der Ukraine ist ein offener Machtkampf zwischen Präsident Poroschenko und den von Angela Merkel und der EU unterstützten Politikern „Jaz“ Jazenjuk und Julia Timoschenko ausgebrochen. Amerikaner und Russen bereiten unterdessen offenbar die Teilung der Ukraine vor. So wie die Dinge jetzt stehen, bleibt für die Europäer eine altbekannte Rolle: Die des Zahlmeisters für den Scherbenhaufen in der West-Ukraine. …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/16/gestoertes-verhaeltnis-zu-russland-deutschland-gehoert-zu-den-verlierern/:

Der Schaden durch die Russland-Sanktionen wird für Deutschland immens sein. Bislang ergänzten sich beide Länder ideal – Russland als Energie- und Rohstofflieferant, Deutschland exportierte seine Industrieprodukte. Moskau kann seine Importe aus Deutschland bezahlen und kauft nicht wie viele andere Handelspartner auf Kredit. Die deutsche Wirtschaft hält die Sanktionen mittlerweile für einen Fehler. Viele Medien lechzen dagegen geradezu nach einem neuen Kalten Krieg. …

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Ergänzung 16.9.2014:

Klaus Peter Krause: http://ef-magazin.de/2014/09/16/5751-russland-die-beiderseitigen-wirtschaftlichen-interessen-nutzen:

Sanktionen schaden, sind politisch nicht wirksam und ein Spiel mit dem Feuer

Die Europäische Union verhält sich im Ukraine-Krim-Konflikt gegenüber Russland selbstschädigend und gegenüber den USA botmäßiger als geboten. Die USA haben andere politische Interessen als die EU. Sie verfolgen gegenüber Russland verdeckte geostrategische Ziele und setzen auf Konfrontation. Sie stehen damit im Gegensatz zu dem, was den Interessen der EU dienlicher wäre, vor allem den deutschen Interessen. …

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Ergänzung:

Michael Paulwitz: http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/verspekuliert/   (16.9.):

Die Zeichen stehen auf Konfrontation und Spaltung. Europaparlament und Kiewer Rada billigen am heutigen Dienstag zeitgleich das Assoziierungs- und Freihandelsabkommen der Ukraine mit der EU. Im Westen der Ukraine führt die Nato ein großangelegtes Militärmanöver mit deutscher Beteiligung durch.

Die ukrainische Regierung berichtet triumphierend über Waffenlieferungen aus Nato-Staaten. Der scheidende EU-Kommissionspräsident Barroso stellt der Ukraine die Mitgliedschaft in der Europäischen Union in Aussicht. Und in den Separatistengebieten im Osten des Landes treibt Moskau die faktische Anbindung der von Kiew nicht mehr kontrollierten Landesteile an Rußland voran. …

… Über kurz oder lang läuft das auf eine Teilung der Ukraine hinaus – faktisch und wahrscheinlich auch staatlich. Zu einem früheren Zeitpunkt wäre das vielleicht sogar die beste Lösung gewesen für ein Land, das in den gut zwanzig Jahren seiner Unabhängigkeit nie eine gemeinsame, alle Landes- und Bevölkerungsteile verbindende Geschichtserzählung und Identität gefunden hat, sondern nur die abwechselnde Niederhaltung der gerade unterlegenen Richtung durch die jeweils obsiegende kannte. Viele tausend Tote hätten so vermieden werden können. …

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Ergänzung 17.9.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/17/die-verbuendeten-der-eu-neo-nazis-vom-asow-bataillon-wollen-diktatur/:

Viele Mitglieder des Asow-Bataillons haben Verbindungen zu Neonazigruppen oder sind selbst Neonazis. Sie wollen in der Ukraine eine Diktatur errichten. Asow ist einer der vielen Freiwilligenverbände, die auf der Seite der ukrainischen Armee gegen die Separatisten kämpfen.

Bei den anhaltenden Kämpfen in der Ostukraine ist Asow eine der wirksamsten Waffen auf Seiten der Regierung. Doch zugleich stellt das Bataillon eine ernste Bedrohung für die Regierung dar. Möglicherweise bedroht Asow sogar den Staat Ukraine insgesamt, sobald die Kämpfe in der Ostukraine beendet sind.

„Ich habe nichts gegen die russischen Nationalisten oder gegen ein Großrussland“, zitiert der Guardian einen Bewohner der Ostukraine, der sich Dmitry nennt und Mitglied des Asow-Bataillons ist. Aber Putin sei noch nicht einmal ein Russe, so Dmitry. „Putin ist ein Jude.“ …

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Ergänzung:

http://de.ria.ru/security_and_military/20140917/269569503.html   Moskau erstaunt über Breedloves Erklärung zu russischen Truppen in der Ukraine:

Die jüngste Erklärung des Oberbefehlshabers der NATO-Kräfte in Europa, US-General Philip Breedlove, wonach vier russische Bataillone in der Ukraine stationiert sind, ist leichtsinnig und für einen Berufsmilitär unverzeihlich. Das erklärte ein offizieller Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Moskau.

In seinem jüngsten Referat in der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Atlantischer Rat hatte Breedlove gesagt, dass von zehn russischen Bataillonen, die in der Ukraine stationiert gewesen waren, in dem Land noch etwa vier verbleiben. „Ungeachtet der Aktivitäten unserer Vorgänger im Laufe der letzten 70 Jahre wurde Europa wegen Handlungen Russlands zu einer Region der Spannung“, hatte der General erklärt.

Vier Bataillone mit Technik seien nicht so leicht zu verstecken, geschweige denn von zehn Bataillonen, fuhr der russische Militärexperte fort. „Für einen Vielsternegeneral war es leichtsinnig, derartige Erklärungen abzugeben, die sich ausschließlich auf seine eigenen Visionen stützen. Das hätte man einem scheidenden Politiker verzeihen können, nicht aber einem Profi-Militär.“

„Auf einem verhältnismäßig kleinen Territorium im Südosten der Ukraine halten sich nicht nur Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), sondern auch eine große Zahl von Journalisten führender westlicher Medien auf, geschweige denn von hunderttausenden Ortseinwohnern. Allem Anschein nach leben sie in einer anderen Realität, die parallel zu Herrn Breedlove verläuft. Was aber unbestritten feststeht, ist der Einmarsch von Truppen und Militärtechnik der NATO auf das vom Krieg erfasste Territorium der Ukraine, die an einer groß angelegten Militärübung teilnehmen. Das trägt zur Deeskalation in dieser Region ohne Zweifel nicht bei.“

Auf die von Breedlove erwähnte Rolle Russlands als destabilisierender Faktor in Europa eingehend, erinnerte der russische Militär an die Entwicklung in Jugoslawien 1999: „Gerade die nordatlantische Allianz war es, die eines der größten Länder Zentraleuropas entgegen allen völkerrechtlichen Normen zerbombt und zerstückelt hat. Das ist eine objektive Tatsache.“

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Ergänzung 20.9.2014:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ukraine-krise-lesen-sie-putins-stellenbeschreibung-13148481.html   (12.9.):

Vor der Höhle des russischen Bären ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten, sonst greift er an. Dennoch braucht Europa Russland – und die Ukraine eine Finnlandisierung.

… Es spricht für Europas Blindheit, dass es nicht im ureigenen Interesse Ruhe im östlichen Vorgarten anstrebt. Dass der Bär, nicht von ungefähr Russlands Symboltier, das bezeichnenderweise auch das Parteiwappen der Kremlpartei „Einiges Russland“ ziert, ein gefährliches Raubtier ist, weiß man nicht erst seit gestern. Und dass Raubtiere wie auch Staaten aggressiv werden, wenn man ihnen auf den Pelz rückt, ist ebenfalls bekannt. Dass sie überdies, wenn man keinen Sicherheitsabstand wahrt, angreifen, kann man aus Tierfilmen lernen. Doch mit dem Flirt, den Nato und EU mit der Ukraine begannen, signalisierte der Westen, dass er seinen Fuß letztlich auch in die Bärenhöhle setzen könnte.

… Im Falle Russlands, für das der Flottenhafen auf der Krim eine tragende Säule des Staatsgebäudes ist, bedeutet schon die Möglichkeit einer ukrainischen Nato-Partnerschaft physische Bedrohung, also Alarmstufe Rot. Der Westen, der mit dem Gedanken einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine spielte und jetzt die Illegalität der russischen Krim-Annexion verdammt, verhält sich wie jemand, der einem ungehobelten Nachbarn erst ein Bein stellt, sich dann über seine ruppige Gegenwehr wundert und ihm danach Strafpredigten hält.

Der Ukraine möchte man alles Glück und Gelingen wünschen. Doch ihre politische Führung hat noch die allerersten Hausaufgaben zu erledigen, nämlich die tiefgespaltene Nation zu versöhnen, beispielsweise durch einen Bundesstaat, sowie mit dem östlichen Nachbarn, der zugleich ein naher Verwandter und Hauptwirtschaftspartner ist, ein Auskommen zu finden. Bisher haben sich weder die Regierenden, die den internen Konflikt zur Kraftprobe zwischen den Bevölkerungsgruppen eskalieren ließen, noch ihre westlichen Berater, die sie davon nicht abbringen konnten oder wollten, ein Reifezeugnis ausgestellt.

… In diesem Konflikt haben alle viel verloren, vor allem die Ukraine, ohnehin ein ökonomisches Katastrophengebiet, aber auch Russland und Europa. Nur der transatlantische Verbündete nicht, das oberste Nervenzentrum in seiner geostrategisch exzeptionell begünstigten Lage. …

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Ergänzung 22.9.2014:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/21291-faz-russland-ist-eine-sau   FAZ: Putin frisst Kinder   (22.9.):

Die FAZ lässt das Russland-Bashing nicht und hetzt weiter gegen Moskau. Dabei ist dem Blatt offenbar kein Niveau zu niedrig. Heute titelt FAZ.net: „Russland ist kein Bär, sondern eine Sau, die ihre Jungen auffrisst“. …

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http://www.nachdenkseiten.de/?p=23352   Die Nato dehnt sich aus und nicht Russland   (22.9.):

Über die Ukraine wird zurzeit viel gesprochen und publiziert. Putin bedrohe mittels seiner Einflussnahme in der Ukraine Europa, sei Aggressor, wolle Russland vergrößern etc. pp. Doch was ist dran an der „russischen Aggression“ – und welche Verantwortung trägt auch „der Westen“ wofür? Jens Wernicke sprach hierzu mit dem renommierten Friedensforscher Daniele Ganser. …

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Ergänzung 23.9.2014:

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Die-Ukraine-droht-mit-der-Atombombe;art391,1501061   (16.9.):

KIEW. In der Ukraine wird über eine nukleare Wiederbewaffnung diskutiert. „Wenn uns die Welt nicht hilft, sind wir dazu gezwungen“, droht das Kiewer Verteidigungsministerium …

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http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Gehen-den-Ukrainern-die-Waffen-aus;art391,1505652   (23.9.):

Kiew beklagt massive Kriegsverluste — „65 Prozent der Militärtechnik sind zerstört“, sagt Präsident Poroschenko. …

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Ergänzung 24.9.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/24/wegen-russland-obama-laesst-us-atomwaffen-erneuern/:

Die USA haben eine umfassende Modernisierung ihrer Atomwaffen-Bestände begonnen. Begründet wird dies damit, dass Russland und China auf dem Kriegspfad sind und eine Abrüstung nicht zulassen. Die amerikanischen Steuerzahler müssen Kosten von bis zu einer Billion Dollar schultern.

… Die Pläne beinhalten unter anderem eine neue Generation von Waffenträgern. Sie kommen von einem Präsidenten, der mit einer „nuklearwaffenfreien Welt“ Wahlkampf machte. Zudem erklärte Friedensnobelpreisträger Barack Obama die Abrüstung einst zu einem Hauptziel seiner Verteidigungspolitik.

… „Die grundlegende Veränderung ist Putins Invasion der Ukraine“, sagte Gary Samore, Obamas führender Berater in Nuklearfragen während der ersten Amtszeit. „Das hat jede Maßnahme zur einseitigen Reduzierung der Bestände politisch unmöglich gemacht.“ …

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Ergänzung 11.10.2014:

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europaeische_union/661468_Diese-Krise-hat-der-Westen-ausgeloest.html   (18.9.):

Der ehemalige grüne Europapolitiker Johannes Voggenhuber kritisiert die Rolle von USA und EU im Ukraine-Konflikt scharf.

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Gregor Razumovsky: http://www.wienerzeitung.at/dossiers/ukraine/663817_Westen-hat-zur-Krise-massiv-beigetragen.html   (27.9.):

Ukraine-Experte Razumovsky über Medienmanipulation, die Fehler des Westens im Ukraine-Konflikt und die Rolle der USA.

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Ergänzung:

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42990/1.html   Wer sabotiert die Aufklärung der Maidan-Todesschüsse?   (9.10.):

… Zweifel an der Behauptung, Janukowitsch habe den Befehl gegeben, auf Demonstranten zu schießen, kamen auf, als sich die Maidan-Euphorie etwas gelegt hatte. Das russische Fernsehen zeigte Filmaufnahmen von maskierten Männern mit länglichen, verpackten Gegenständen, die in Begleitung von Maidan-Kommandant Andrej Parubi, vom 27. Februar bis August Vorsitzender des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, das Hotel Ukraina verließen. Das Hotel in unmittelbarer Nähe des Maidan – in dem fast alle ausländischen Reporter und Fernsehteams wohnten — wurde von Parubi persönlich kontrolliert.

ZDF-Reporterin Britta Hilpert erinnerte sich, dass aus einem Zimmer im Hotel Ukraina Unbekannte schossen. Das ZDF zeigte auch entsprechende Bilder. Monitor-Reporter Stefan Stuchlik fand am Maidan Einschläge von Kugeln, die aller Wahrscheinlichkeit nach vom Hotel Ukraine abgefeuert wurden (Blutbad am Maidan: Wer waren die Todesschützen?). Doch damit waren die Recherchen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten auch schon beendet. …

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Ergänzung 12.10.2014:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/tyler-durden/v-clav-klaus-waescht-dem-westen-den-kopf-monstroese-luegen-ueber-russland-.html   (5.10.):

[Václav Klaus] … lehnt auch die Feindseligkeit ab, die die Eliten im Westen derzeit Russland entgegenbringen. Die feindselige Haltung beruht seiner Meinung nach auf einem falschen und überholten Bild des Landes.

»Ich erinnere mich an einen ehemaligen Außenminister, der mir erklärte, er hasse den Kommunismus so sehr, dass er nicht einmal Dostojewski lesen könne. Diese Aussage hat sich mir über Jahrzehnte eingebrannt und ich trage Sorge, dass die derzeitige Propaganda gegen Russland auf einem ähnlichen Argument und einer ähnlichen Denkweise basiert. Ich habe den Großteil meines Lebens in der kommunistischen Tschechoslowakei unter sowjetischer Kontrolle gelebt. Aber ich unterscheide zwischen der Sowjetunion und Russland. Wer den Unterschied nicht erkennen kann, geht nicht offenen Auges an das Thema heran. Ständig argumentiere ich mit meinen Freunden in Amerika und Großbritannien, dass sich Russlands politisches System von dem bei uns unterscheidet und dass wir nicht glücklich in einem derartigen System leben würden, aber wer das aktuelle Russland mit der Sowjetunion unter Leonid Breschnew gleichsetzt, ist dumm.«

Entschieden erklärt er:

»Die antirussische Propaganda von USA und EU ist wirklich lächerlich und ich kann sie nicht hinnehmen.« …

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Ergänzung 3.11.2014:

http://german.ruvr.ru/news/2014_10_25/Putin-Tief-verwurzelte-Interessen-Russlands-und-der-USA-identisch-9334/:

Die tief verwurzelten strategischen Interessen der Völker Russlands und der USA stimmen nach den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin in vieler Hinsicht überein.

Gerade darauf sollten sich beide Länder in ihren Beziehungen stützen“, sagte Putin am Freitag im Schwarzmeerkurort Sotschi bei der 11. Konferenz des internationalen Diskussionsclubs Waldai.

Er erinnerte daran, dass Russland und die USA lange Zeit Verbündete waren. „Seinerzeit hatte Russland den USA bei der Erlangung der Unabhängigkeit geholfen, beide Länder waren Verbündete während des Ersten und des Zweiten Weltkrieges.“

Der russische Präsident rief die USA auf, das Dauerstreben nach Dominanz sowie imperiale Ambitionen aufzugeben. …

www.chartophylakeion.de/blog/2014/10/25/putin-beim-waldai-2014/ :

… unkommentierte, vollständige Übersetzung des Stenogramms von Putins Auftritt beim Waldai-Klub 2014 …

http://de.ria.ru/politics/20141026/269873911.html   Gorbatschow: Putins Valdai-Rede erschütternd   (26.10.):

Die Valdai-Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist laut Michail Gorbatschow, dem ersten Präsidenten der UdSSR, eine der stärksten in seiner ganzen Amtszeit gewesen. …

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Ergänzung 3.11.2014:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/putins-botschaft-an-die-westliche-elite-die-zeit-der-spielchen-ist-vorbei.html   (2.11.):

Die meisten Menschen in der westlichen Welt haben vermutlich von der Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Waldai-Konferenz in Sotschi vor wenigen Tagen nichts mitbekommen, und leider dürfte es sich auch als zutreffend erweisen, dass diejenigen, die von der Rede gehört haben, keine Gelegenheit hatten, sie zu lesen, sodass ihnen ihre Bedeutung entgangen ist.

Die westlichen Medien gaben ihr Bestes, diese Rede entweder ganz zu ignorieren oder ihre Bedeutung zu verdrehen. Unabhängig davon, was Sie über Putin denken (oder nicht denken) – ähnlich wie die Sonne und der Mond existiert Putin nicht, damit Sie sich eine Meinung über ihn bilden können – handelt es sich hier wahrscheinlich um die wichtigste politische Rede seit Churchills Eiserner-Vorhang-Rede vom 5. März 1946.

In dieser Rede veränderte Putin unerwartet die Spielregeln der Politik. Bisher gestaltete sich die internationale Politik etwa folgendermaßen: Politiker gaben öffentliche Erklärungen ab, um auf diese Weise die angenehme Fiktion nationaler Souveränität aufrechtzuerhalten. …

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Ergänzung 4.11.2014:

http://www.deutsch-ukrainisches-zentrum.de/:

4.11.2014

Wahlergebnisse Donezk und Lugansk …

Ukrainisches Innenministerium setzt Wahlbeobachter auf schwarze Liste …

Nach Niederlage: Kurswechsel bei Poroschenko

Nachdem die Partei Poroschenkos bei den letzte Woche stattfindenden „Wahlen“ in der Ukraine um den Sieg gebracht worden war, kündigte er einen Kurswechsel im Umgang mit der Ostukraine an. Er beabsichtigt demnach einen Antrag beim Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung einzureichen, wonach der von ihm gewährte Sonderstatus der Ostukraine wieder aufgehoben werden soll. Scheint so, als ob er den deutlichen Wink Washingtons verstanden hat. Ein wirklicher Frieden in der Ukraine ist demnach nun in weite Ferne gerückt.

1.11.2014

Journalist Jurij Sumy im Gespräch mit dem DUZ zu den Wahlen (Ukraine)

… 1. Warum wurde die Swoboda rausgeschmissen? Es ist der Wille der Internationalen Gemeinschaft. Sie und ihre Führer wurden als faschistische Organisation diffamiert. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und kann jetzt gehen. Jetzt gibt es in der Ukraine keine offiziellen Faschisten mehr und der Westen kann befreiter seine Täter instrumentalisieren. Der Vorwurf vieler selbstdenkenden Menschen in den westlichen Staaten, dass die EU offen mit Faschisten zusammenarbeitet, ist damit in Zukunft entkräftet.

2. Warum wurde dem Block Poroschenko der Sieg verwehrt? Ganz einfach, weil er in den letzten Wochen immer unkontrollierbarer für Washington wurde. Wir dürfen nicht vergessen, dass er an einem Ausgleich mit den Ostukrainern arbeiten wollte. Also hat er nach deren Ansicht das Recht verwirkt über die zerstückelte Ukraine zu herrschen.

Jazenjuk möchte eine Koalition ohne Poroschenko bilden. …

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Ergänzung 8.11.2014:

http://www.freiewelt.net/interview/die-lunten-fuer-neue-konflikte-sind-gelegt-10046730/   (7.11.):

Der Ton zwischen der NATO und Russland ist rauer geworden. Zeichen der Deeskalation sind nicht zu erkennen. FreieWelt.net sprach mit dem CDU-Politiker Willy Wimmer über die außenpolitische Lage. …

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Ergänzung 9.11.2014:

http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/4589999/Gorbatschow_Westen-brach-Zusagen-von-1989   (8.1.):

… Bei den Feiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin hat der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow schwere Vorwürfe gegen den Westen erhoben. Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sagte er am Samstag: „Die Welt ist an der Schwelle zu einem neuen Kalten Krieg. Manche sagen, er hat schon begonnen.“

In den letzten Monaten habe sich ein „Zusammenbruch des Vertrauens“ vollzogen. Der Friedensnobelpreisträger, der als einer der Väter der deutschen Wiedervereinigung gilt, warf dem Westen und insbesondere den USA vor, ihre Versprechen nach der Wende 1989 nicht gehalten zu haben. Stattdessen habe man sich zum Sieger im Kalten Krieg erklärt und Vorteile aus Russlands Schwäche gezogen. „Die Ereignisse der vergangenen Monate sind die Konsequenzen aus einer kurzsichtigen Politik, aus dem Versuch, vollendete Tatsachen zu schaffen und die Interessen des Partners zu ignorieren.“

Bereits in den 1990er Jahren habe der Westen begonnen, im Verhältnis zu Russland das Vertrauen zu untergraben, das die friedliche Revolution in Deutschland und in Mittel-Osteuropa möglich gemacht habe. „Die Nato-Erweiterung, Jugoslawien und vor allem der Kosovo, Raketenabwehrpläne, Irak, Libyen, Syrien“, nannte Gorbatschow als Beispiele. „Und wer leidet am meisten unter der Entwicklung? Es ist Europa, unser gemeinsames Haus.“

… Ungeachtet der schweren Vertrauenskrise forderte Gorbatschow, dessen Politik der Öffnung die Voraussetzungen für die Wiedervereinigung geschaffen hatte, eine Stabilisierung der deutsch-russischen Beziehungen. „Hier in Berlin, zum Jahrestag des Mauerfalls, muss ich feststellen, dass all dies auch negative Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland hat“, sagte er. „Lasst uns daran erinnern, dass es ohne deutsch-russische Partnerschaft keine Sicherheit in Europa geben kann.“

… Gorbatschow forderte eine schrittweise Aufhebung der gegenseitigen Sanktionen. Vor allem die von der EU und den USA verhängten Strafmaßnahmen gegen Politiker müssten aufgehoben werden. …

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Ergänzung 12.11.2014:

https://www.youtube.com/watch?v=g6zyl2hGXWo   Putin ohne Maulkorb — Valdai-Rede auf Deutsch 2014   (26.10.   38 min):

Lauschende Gäste:
14:58 Wolfgang Schüssel (Ex-Kanzler Ö, auf dem Podium)
16:15 detto
36:28 Andrei Bystritsky (Stimme Russlands, neben Schüssel)
30:01 Siegfried Wolf (Ö, im Publikum)
37:05 Dominique de Villepin (Ex-Premier F) und Seumas Milne (linker Guardian-Journalist, auf dem Podium)

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Ergänzung 18.11.2014:

kewil: http://www.pi-news.net/2014/11/video-spitzen-interview-mit-putin-bei-jauch/   (17.11.):

Gestern wurde vor der Jauch-Quasselbude ein ARD-Interview mit Putin gesendet, das wieder einmal zeigt, daß er in allem recht hat, was die Ukraine und den verlogenen, hinterhältigen und kriegstreiberischen Westen angeht. Die FAZkes der deutschen Presse, die nicht genug kriegen vom Stiefellecken in Brüssel und Washington, schäumen mal wieder – natürlich mit abgeschalteten Leserkommentaren. Man will ja beim Lügen keinen Widerspruch! Der Westen ist der Aggressor, der die Welt beherrschen will, und nicht der Kreml! Die Krim gehört völlig zu Recht zu Russland so wie München zu Bayern! Und das Schlappohr Obama oder der EUdSSR-Schulz haben dort absolut nichts verloren! …

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Willy Wimmer: http://www.freiewelt.net/kiew-hat-die-absicht-eine-mauer-zu-errichten-10047584/   (18.11.):

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Doch heute geht der Westen daran, quer durch einen gemeinsamen Kulturraum eine Mauer zu errichten. Was anderes soll es sein, wenn wir dem maroden System in der Ukraine 250 Millionen Euro überweisen, und die bauen in Höhe der Stadt Charkov eine Mauer, um die Grenze zur Russischen Föderation herauszuheben? …

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Ergänzung 19.11.2014:

Zusammenhänge der Ukraine-Krise mit NATO-Osterweiterung
https://www.youtube.com/watch?v=gSoej0drp7U   Ex-CIA-Mitarbeiter über US-Imperium, Russland und deutsche Wiedervereinigung   (17.11.   15min):

Ex-CIA-Mitarbeiter – der in Deutschland zusammen mit BND gearbeitet hat — Ray McGovern im Interview für BüSo über das US-Imperium, Russland, Ukraine-Krise und deutsche Wiedervereinigung.
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=YL_Ci… [18.9.]

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Das ARD-Putin-Interview auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=3EXToQnI75g   Russlands Präsident Putin exklusiv im ARD-Interview   (17.11.   32 min):

Der russische Präsident Wladimir Putin hat im ARD-Exklusivinterview seine Sicht der Ukraine-Krise dargestellt — und zugleich die Rolle des Westens kritisiert.

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http://propagandaschau.wordpress.com/2014/11/17/wurde-bei-der-ubersetzung-des-putin-interviews-sozusagen-manipuliert/:

Es ist eine der zentralen, strittigen Fragen im Ukraine-Konflikt: Hat Putin die Krim “annektiert” oder hat sich die Krim Russland angeschlossen? …

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Ergänzung 20.11.2014:

Willy Wimmer: http://www.freiewelt.net/10047343-10047343/   Die Ukraine-Krise. Mit den USA in die weltpolitische Sackgasse   (16.11.):

… Selten ist eine Lage, die es uns erlaubt hätte, wirksam gegen das Elend in der Welt vorzugehen, so verspielt worden, wie wir es heute feststellen müssen. Der Westen hat ausschließlich durch eigene Schuld eine glänzende Ausgangsposition für jede mögliche Herausforderung über Bord geworfen. Warum? Weil wir uns in einem aus vielen Gründen notwendigen Bündnis mit einer Macht befinden, die seit mehr als einem Jahrzehnt im wahrsten Sinne des Wortes „um sich schlägt“ und alle Regeln, die uns eine Chance auf eine friedlichere Welt gegeben hatten, willentlich außer Kraft gesetzt hat. Wir waren im Schlepptau. Heute können wir nur beten, dass uns der Konflikt in der östlichen Ukraine nicht mehr als nur das nächste Weihnachtsfest verhagelt.

Es war eben nicht förderlich, dass die Russische Föderation am Ende des Kalten Krieges und dem Ende der Sowjetunion eine „Feder im Wind“ geworden war, die als Mit-Anker jeder europäischen Stabilitätsordnung lange Zeit ausgefallen ist. Die in Moskau und wir in Bonn oder Berlin mussten mit ansehen, wie Washington alles aufrollte, was ihm vor die Flinte gekommen ist. Der Westen – und wir mit dabei – hat nichts Konstruktives damit anfangen können, erfolgreich eine Konfrontation in einer globalen Großregion erfolgreich bestanden zu haben. Und jetzt? Jetzt nimmt es uns förmlich den Atem, dass die Russische Föderation wieder auf der weltpolitischen Bühne steht, nachdem sie mit den völkerrechtswidrigen Kriegen gegen Belgrad, Bagdad, Damaskus und Tripolis die neue amerikanische Vorgehensweise leidvoll und auch als gegen sie gerichtet empfinden musste.

… Es bedurfte noch nicht einmal der veröffentlichten Telefonate der amerikanischen Staatssekretärin, Frau Nuland, um die allgemeine westliche Strategie in der Ukraine zu begreifen. Der Westen hat an Präsident Janukowitsch und das Oligarchen-Festival in der Ukraine nichts auszusetzen gehabt, solange er bereit zu sein schien, die entsprechenden Verträge mit der Europäischen Union zu unterschreiben. Neue und alte EU-Kommissare haben in den letzten Wochen klar gemacht, wie fehlerhaft die europäische Politik in diesem Zusammenhang gewesen sei. Mist eben, wohin man blickt. …

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Willy Wimmer: http://www.freiewelt.net/berlin-versus-bonn-nimmt-der-schrecken-kein-ende-10047747/   (20.11.)

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Ergänzung 21.11.2014:

http://www.freiewelt.net/reportage/putin-kosovo-bot-praezedenzfall-fuer-krim-annektierung-10047639/   (19.11.):

Im Falle der Sezession des Kosovo hatten damalige Kritiker gewarnt, dies könne als Präzedenzfall gewertet werden. Nun hat sich Putin bezüglich der Krim tatsächlich darauf berufen. …

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Ergänzung 22.11.2014:

http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/no_program/280337849/   Russland wird einem erneuten Referendum auf der Krim nie zustimmen   (21.11.):

Nach dem Treffen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Moskau sind die scharfen Töne im Dialog zwischen Moskau und dem Westen über die Ukraine-Krise weniger geworden. Steinmeier räumte ein, dass Russland und die EU die Ereignisse in der Ukraine unterschiedlich wahrnehmen. …

… In Deutschland gibt es in den letzten Tagen mit dem Vorschlag des Vorsitzenden des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, über die Krim eine interessante Wendung.

… Die Bemühungen Deutschlands bei der Lösung des Konflikts in der Ukraine hat Sergej Lawrow beim Treffen mit Frank-Walter Steinmeier hervorgehoben. „Für Russland ist es wichtig, dass Deutschland als führendes Land in der Europäischen Union mithilft, Lösungen zu finden“, so der russische Außenminister.

In den Gebieten Donezk und Lugansk kommt es jeden Tag zu Artillerieangriffen seitens der ukrainischen Armee. In der Ostukraine sind nach der Verkündigung des Waffenstillstandes mehr als 700 Menschen getötet worden, gab das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (UNHCHR) am 20. November an. …

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Ergänzung 23.11.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/22/lawrow-der-westen-will-mit-den-sanktionen-putin-stuerzen/:

Der russische Außenminister Lawrow sieht hinter den Sanktionen der USA und der EU das Bestreben des Westens, einen „Regimewechsel“ in Moskau herbeizuführen. Lawrow sieht Parallelen zum Vorgehen gegen den Iran und Nordkorea. Russland fürchtet eine von den westlichen Geheimdiensten gesteuerte Destabilisierung des Landes. …

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Ergänzung 25.11.2014:

http://www.geolitico.de/2014/11/24/putin-gegen-die-us-weltordnung/:

Im Streit im die Ukraine geht es um  wirtschaftliche Dominanz, die sich weltweit manifestieren und bis an die Grenzen Russlands reichen soll. Was ist Putins Plan?

Das TV-Interview mit Putin vor einer Woche und das Gespräch mit Merkel sind Teil eines verzweifelten Zuges. Doch die Front gegen den russischen Präsidenten will keine Risse zeigen. Die deutsche Kanzlerin demonstrierte übertrieben deutlich, welche Ziele sie unterstützt. Nun scheinen die Sozialdemokraten Putins letzte Hoffnung zu sein.

Der Präsident der Russischen Föderation trat seit Ausbruch des Ukraine-Konfliktes das erste Mal in die deutsche Öffentlichkeit. In einem am Donnerstag, dem 13.11.14 aufgezeichneten Interview für die Talk-Sendung „Günther Jauch“ warb er um Verständnis für die russische Position

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Ergänzung 28.11.2014:

Skrupellose Kriegstreiberei:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/28489-ard-russland-hetze-jetzt-im-kinderfernsehen   (28.11.):

Damit auch die Kleinsten verstehen, wie böse Putin ist, startete die ARD in „Lisas Welt“ (SWR, Report) eine Propaganda-Welle übelsten Niveaus.

Immer wenn man gerade denkt, dass der Tiefpunkt im öffentlich-rechtlichen Niveau-Limbo erreicht ist, kommt jemand aus der ARD-Familie um die Ecke und setzt das Level noch etwas tiefer.

Der Putin-Erklärer, ausgestrahlt in der Sendung Report unter dem Titel „Lisas Welt“ vom SWR …
(Update 24.8.2015: Neuer Link: http://swrmediathek.de/player.htm?show=0bfd3b10-74e7-11e4-a78e-0026b975f2e6)

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Ergänzung 30.11.2014:

http://propagandaschau.wordpress.com/2014/11/24/verfassungsschutz-beobachtet-in-internetblogs-und-foren-auserst-prorussische-positionen/:

… Russland hat bekanntlich nicht einen einzigen Diplomaten, der in fließendem Deutsch die russische Position in Interviews oder Talk-Shows wirklich eloquent vertreten kann, aber angeblich ein Heer von deutschsprachigen Trollen oder Agenten, die die öffentliche Meinung in Deutschland signifikant beeinflussen können. … Anzunehmen ist also, dass es um etwas anderes geht, nämlich allein darum, die Mär von der aus Russland gesteuerten Propaganda in den Köpfen der Leser festzusetzen. …

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Ergänzung 2.12.2014:

Sehr gute Einschätzung der aktuellen Lage:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=24124   Divide et impera   (1.12.):

… Eine wichtige Rolle hierbei spielen die mächtigsten Staaten der Welt, die zur Stabilisierung ihrer Macht und Einflussbereiche als konkrete Akteure hinter den Kulissen bereits seit Langem eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung in anderen Ländern verfolgen. Jens Wernicke sprach hierzu mit Wolfgang Bittner, dessen aktuelles Buch diese Strategie am Beispiel der Ukraine-Krise deutlich macht.

… Die Destabilisierung dieses Landes begann bereits lange vor der so genannten „Orangen Revolution“ und erreichte ihren Höhepunkt bei der Maidan-Revolte. Die EU-Beauftragte der US-Regierung, Victoria Nuland, hat ja bereits im Dezember 2013 erklärt, die USA hätten mehr als fünf Milliarden Dollar in den „Regime Change“ in der Ukraine investiert. Als dann etwa hundert Demonstranten und Polizisten zum Teil hinterrücks erschossen wurden, eskalierte die Situation und führte zur Bildung der Kiewer Putschregierung, die inzwischen Krieg gegen die eigene Bevölkerung in der Ostukraine führt.

Hätte sich der NATO-Generalsekretär Rasmussen durchgesetzt, wäre es dort zu einem Zusammenstoß der von den USA angeführten NATO mit Russland gekommen – mit unabsehbaren Folgen.

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Ergänzung 4.12.2014:

Willy Wimmer: http://www.freiewelt.net/vom-ende-der-ukraine-politik-der-europaeischen-union-10049049/ (4.12.)

„Durch die neue ukrainisch-amerikanische Finanzministerin für das offenkundige US-Protektorat Ukraine wird klar, wohin die Reise geht. Kiew wird aus Washington politisch und familiär geführt.“ …

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Rede Putins zur Lage der Nation:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/putin-krim-so-heilig-wie-der-tempelberg-13301910.html   (4.12.):

Der russische Präsident Putin hat Russlands Intervention in der Ukraine-Krise verteidigt. Die Krim sei den Russen heilig. Für Amerika und seine Verbündeten hat er eine klare Botschaft. …

… Amerika warf er vor, in Russlands unmittelbarer Nachbarschaft zu zündeln und die Region zu destabilisieren. „Manchmal weiß man nicht, mit wem man sprechen soll – mit den Regierungen mancher Staaten oder direkt mit ihren amerikanischen Sponsoren.“ …

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Ergänzung 5.12.2014:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/04/putins-rede-an-die-nation-der-westen-will-den-untergang-russlands/:

Präsident Wladimir Putin hat in einer feierlichen Rede an die Nation dem Westen vorgeworfen, Russland zerstören zu wollen. Der Westen plane eine Zerschlagung Russlands nach dem Vorbild der Auflösung Jugoslawiens. Um Russland zu unterstützen, bot Putin russischen Steuerflüchtlingen eine umfassende Amnestie an. …

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Ergänzung 6.12.2014:

http://zeit-fragen.ch/index.php?id=1961   «Dialogverweigerung gefährdet den Weltfrieden» — «Das Völkerrecht ist universell und muss immer gleichermassen angewandt werden»   (2.12.):

Interview mit Professor Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas, Genf*

Seit der Sezession der Halbinsel Krim ist die Bedeutung des Selbstbestimmungsrechts der Völker wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dabei wird die unterschiedliche Auslegung dieses Völkerrechts augenfällig. Was für die einen gelten soll und Unterstützung erfährt, muss in einer anderen Region der Welt verhindert werden. Fragwürdig ist dabei die Haltung und Einstellung der Industrienationen. Während zum Beispiel die Abspaltung des Kosovo von vielen sogenannten westlichen Staaten umgehend anerkannt wurde, lehnen dieselben Staaten die Anerkennung der Sezession der Halbinsel Krim entschieden ab. Als Aussenstehender kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier mit zwei Ellen gemessen wird. Dieser Widerspruch verlangt nach einer Klärung. Im folgenden Interview nimmt der renommierte US-amerikanische Völkerrechtler und Autor vieler Bücher, Professor Alfred de Zayas, zu dieser Frage ausführlich Stellung.

Zeit-Fragen: Herr Professor de Zayas, Sie haben Ihren jährlichen Bericht vor der Generalversammlung in New York gehalten. Dabei ging es im wesentlichen um das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Inwieweit trägt dieses Recht zur Stärkung des Weltfriedens bei?

Professor Alfred de Zayas: Wir wissen, dass in den letzten 60 Jahren die Nichtgewährung der Selbstbestimmung Ursache von etlichen Kriegen war. Darum ist es so wichtig, heute und auch in Zukunft, das Selbstbestimmungsrecht in die Tat umzusetzen, denn diese fundamentale völkerrechtliche Norm stellt eine präventive Strategie dar, um bewaffnete Konflikte zu vermeiden. … Dabei müssen alle Konflikte mit friedlichen Mitteln beziehungsweise durch Dialog gelöst werden. Darum habe ich am 27. Oktober vor der UN-Generalversammlung an die Staaten appelliert (http://daccess-dds-ny.un.org/doc/UNDOC/GEN/N14/497/95/PDF/N1449795.pdf?OpenElement), ihrer Bevölkerung zuzuhören und nicht borniert auf das Prinzip der territorialen Integrität zu pochen und darauf zu beharren, dass es nur so und nicht anders sein kann. Es muss anders sein, wenn wir Frieden wollen. … Gerade deshalb – um Kriege zu vermeiden – muss man darauf achten, dass die Völker, die innerhalb von Staatsgrenzen leben, ihre Menschenrechte ausüben können. Man muss immer eingedenk dessen sein, dass es um Menschen geht, nicht allein um Geopolitik. Menschen, die einen Anspruch auf die Gestaltung ihrer eigenen Geschichte haben. Jeder Völkerrechtler erkennt das Selbstbestimmungsrecht als zwingendes Völkerrecht, aber seine Anwendung scheint willkürlich zu sein.

… Ob wir die Ukraine nehmen, den Kosovo, Abchasien, Südossetien, Transnistrien, Nagorno Karabach, Südtirol, die Tamilen, West-Papua, Rapa Nui, die Molukken, den Sudan usw., man muss im Auge behalten, dass es um Menschen geht, die in erster Linie etwas Legitimes anstreben, nämlich die Gestaltung ihrer eigenen Identität, somit die eigene kulturelle Entfaltung. Und wenn ein Staat einen Teil der Bevölkerung anfeindet, ist das das Schlimmste, was eine Regierung tun kann. Denn der Teil dieser Bevölkerung würde sich nicht mehr verpflichtet fühlen, die Anordnungen dieser Regierung zu respektieren. Im Prinzip regiert in einer Demokratie nämlich das Volk.Wenn sich eine Regierung, bestehend aus Eliten, nicht mehr um die Interessen ihres Volkes schert, dann versagt diese Regierung und gefährdet somit den inneren Frieden des Staates und somit den regionalen und möglicherweise auch den internationalen Frieden.

… Dialogverweigerung gefährdet den Weltfrieden, wenn die Parteien, die einen Konflikt miteinander austragen, nicht sprechen wollen. Was sagt die Uno-Charta im Artikel 2, Absatz 3? Sämtliche Auseinandersetzungen müssen durch Dialog und Diplomatie gelöst werden, durch friedliche Mittel. Wenn ich nicht irre, hat Putin seit vielen Monaten immer wieder den Dialog vorgeschlagen. Und er hat sich bereit erklärt, mit allen Parteien zu diskutieren. Zunächst hätte ich gerne gesehen, dass die ukrainische Regierung mit den Selbstbestimmung suchenden Ukrainern in Donezk und Lugansk einen friedlichen Dialog gesucht hätte. Das wäre die zivilisierte Weise gewesen, das Problem zu lösen. Aber man kann nicht blind sein, dass diese Destabilisierung auch Konsequenzen für die Nachbarstaaten haben muss, und hier im besonderen für Russ­land, das ein legitimes Interesse daran hat, Unruhe von seinen Grenzen fern zu halten. Russland hatte eine berechtigte Sorge, als am 22. Februar 2014 die demokratisch gewählte Regierung in Kiew durch einen Putsch beseitigt wurde. Die völkerrechtliche Vereinbarung vom 21. Februar, wo sich die Vertreter vom Maidan, Präsident Janukowitsch und die Aussenminister von Frankreich, Deutschland und Polen geeinigt hatten, frühzeitige Wahlen abzuhalten und eine neue Regierung bis dahin zu bilden, die alle Gruppen berücksichtigen würde, wurde durch den Maidan gebrochen. Die drei Staaten Deutschland, Polen und Frankreich hätten protestieren können und die Vereinbarung aufrechterhalten müssen. So entstand eine Situation des Unrechts. Und bei so einer Entwicklung muss man auch mit allen Konsequenzen rechnen. Eine davon ist, dass ein Teil der Bevölkerung der Ukraine die neuen Führer des Landes in Kiew einfach nicht anerkannten und sie nicht als demokratisch legitimierte Vertreter des ganzen Volkes ansahen. Professor John Mearsheimer von der Universität Chicago hat dazu neulich eine interessante Analyse in Foreign Affairs veröffentlicht (www.foreignaffairs.com/articles/141769/john-j-mearsheimer/why-the-ukraine-crisis-is-the-wests-fault und vgl. Zeit-Fragen Nr. 7 vom 25.3.2014).

Ich bin besonders besorgt darüber, dass die Berichterstattung insbesondere in den westlichen Medien beinahe unisono mit Vorwürfen gegen Russland agiert. Dabei wird das Abkommen vom 21. Februar beinahe totgeschwiegen, der Putsch wird ausgeblendet, als wenn er nie stattgefunden hätte. Was mir Sorgen macht, ist, dass die Presse auf eine Art und Weise für den Krieg hetzt, anstatt die Situation zu beruhigen. Anstatt für einen Dialog zu plädieren, stellt die Presse nur auf Sanktionen und Gewalt ab. Ich bin der Meinung, dass gemäss der Uno-Charta alle Staaten dazu verpflichtet sind, alle Möglichkeiten des Dialogs zu fördern. Die Presse tut das nicht. Es steht deshalb die Frage im Raum, wird hier Artikel 20 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte verletzt? Denn Artikel 20 verbietet die Kriegshetze. Es wird im Moment Kriegshetze in vielen Staaten betrieben, anstatt des Versuchs, eine Lösung innerhalb der Uno-Charta zu finden, die die Menschenrechte aller Beteiligten schützt, genauer gesagt, auch die Menschenrechte der Bevölkerung in Donezk und Lugansk. Darüber hinaus muss wiederholt werden, dass weder das Selbstbestimmungsrecht noch das Prinzip der territorialen Integrität rechtfertigen, eine Bevölkerung zu massakrieren. Kein Mensch kann die Beschiessung von Spitälern und Wohnsiedlungen gutheissen. Im Jahre 1994/95 war der klare Weltkonsens, dass Bombardierungen der Zivilbevölkerung wie damals in Sarajewo illegal waren. Ich vermisse diese Beurteilung bei der Beschiessung der Bevölkerung in der Ostukraine. Als Völkerrechtler möchte ich nochmals unterstreichen: Das Völkerrecht ist universell und muss immer gleichermassen angewandt werden. Es kann nicht nach Belieben angewandt werden. Man kann doch nicht sagen, Kroatien, Bosnien, der Kosovo haben das Recht auf Unabhängigkeit, aber Lugansk und Donezk nicht. Das muss noch geklärt werden. Es sterben täglich Menschen dort. Es ist die Verpflichtung aller Staaten in der menschlichen Gemeinschaft, dass nicht mehr geschossen wird. Alles muss daran gesetzt werden, eine friedliche Lösung zu finden, wobei zu bemerken ist, eine Föderalisierung der Ukraine oder Autonomie wäre in den Monaten März-April-Mai eine durchaus vorstellbare Option gewesen. Es ist nicht mehr sicher, dass eine Bevölkerung, die massive Bombardierungen erlitten hat, heute bereit wäre, noch in diesem Staatengebilde zu bleiben. …

*)
https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_de_Zayas

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Stefan Korinth: http://www.nachdenkseiten.de/?p=24167   Der verdrängte Verfassungsbruch   (4.12.):

Die Ukraine ist ein europäisches Land. Diese geografische Selbstverständlichkeit beinhaltet für viele westlich orientierte Ukrainer auch ein Bekenntnis zum „europäischen Wertesystem“. Zu diesen Werten gehört nach allgemeiner Auffassung die Rechtsstaatlichkeit.[1] Doch dass die Geburt der neuen pro-europäischen Ukraine mit einem mehrfachen Verfassungsbruch bei der Absetzung Viktor Janukowitschs begann, wird gerade in diesem rechtsstaatlichen Europa bis heute verdrängt. …

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http://german.ruvr.ru/news/2014_12_06/Die-Kolonialregierung-der-Ukraine-8205/:

Den ukrainischen Behörden gelang es nach wochenlangen Streitigkeiten und Ränken, eine Regierung zu bilden, die von Analytikern sofort als „Kabinett der Abhängigkeit“ bezeichnet wurde. Ausländer bekleiden drei Hauptämter – die Leiter des Finanz-, des Wirtschafts- und des Gesundheitsministeriums. Es ist interessant, dass die neue Zusammensetzung des Kabinetts in der Rada nur in einer Liste durchgepeitscht werden konnte, weil man viele Minister namentlich einfach nicht gewählt hätte.

… Die österreichische Zeitschrift „Contra Magazin“ schreibt offen, dass die Aufnahme von Ausländern in das Kabinett davon zeugt, dass Poroschenko die Ukraine als „eine Kolonie der USA“ sieht. Übrigens kam es auf der ersten Sitzung des Kabinetts zu einer Blamage, die zu erwarten war – drei Minister verstanden einfach die ukrainische Sprache nicht, die die anderen sprachen.

… Die Versuche, im Südosten Waffenstillstand zu schließen, scheitern wegen des Widerwillens der Nationalisten, die Möglichkeit, sich an Plünderungen und Pogromen zu bereichern, zu verlieren. Dabei verwenden sie verbotene Waffen. Das bekräftigte auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erneut. Sie teilte mit, dass ukrainische Militärs entgegen internationalen Konventionen friedliche Bürger mit „Grad“-Geschützen und Kassettenmunition beschießen. …

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http://german.ruvr.ru/news/2014_12_05/Lawrow-Russland-muss-laut-Budapester-Memorandum-Umsturz-in-Kiew-nicht-anerkennen-1612/

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Ergänzung 7.12.2014:

http://www.zeit.de/politik/2014-12/aufruf-russland-dialog   „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“   (5.12.):

Roman Herzog, Antje Vollmer, Wim Wenders, Gerhard Schröder und viele weitere fordern in einem Appell zum Dialog mit Russland auf. ZEIT ONLINE dokumentiert den Aufruf. …

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http://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/06/staatsfunk-ard-und-zdf-verschweigen-friedensappell-hochkaratiger-politiker-kunstler-und-intellektueller/

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/f-william-engdahl/auslaendische-banker-vergewaltigen-die-ukraine.html   (7.12.):

Stünde nicht das Leben von 45 Millionen Menschen auf dem Spiel, man wäre versucht, die Politik der Ukraine als schlechten Witz zu verlachen. Alle Beteuerungen, die Wahlen im Oktober würden einen Hauch von echter Demokratie bringen, für die Tausende ukrainische Bürger noch vor einem Jahr auf dem Maidan-Platz demonstrierten, waren mit der Berufung des Kabinetts durch Victoria Nulands Darling, Premierminister »Yaz« Jazenjuk, vom Tisch. …

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Ergänzung 8.12.2014:

http://www.freiewelt.net/nachricht/us-politiker-paul-kritisiert-resolution-gegen-russland-10049258/   (8.12.):

Der frühere US-Politiker Ron Paul übt heftige Kritik an einer vom Repräsentantenhaus beschlossenen Resolution gegen Rußland. Sie würde sich auf Unbewiesenes und Unwahres stützen.

Der frühere amerikanische Präsidentschaftskandidat und Politiker Ron Paul titulierte die vom Repräsentantenhaus angenommene Resolution 758 gegen Rußland als »einen der schlechtesten Gesetzgebungsakte« in der Geschichte des US-Kongresses. Paul bezeichnete die darin gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen hinsichtlich einer Intervention in der Ukraine als unbewiesen und nicht der Wahrheit entsprechend

Im weiteren ging er auf eine Äußerung der  US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland ein, nach welcher die USA fünf Milliarden US-Dollar für einen Regierungswechsel in der Ukraine ausgegeben haben sollen. Mit der Negierung des Willens der Bevölkerung in der Ostukraine würde dem Volk das Recht auf Selbstbestimmung genommen. Auch die Behauptung, die malaysische Boeing [MH17] sei von prorussischen Milizen abgeschossen, sei durch nichts bewiesen. In einem vorläufigen offiziellen Bericht werde keiner Seite die Schuld gegeben. …

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Ergänzung 9.12.2014:

http://www.kleinezeitung.at/s/politik/aussenpolitik/4614626/Ukraine_Wehrschutz_Europa-hat-total-versagt   (9.12.):

ORF-Korrespondent wirft der EU Versagen in der Ukraine-Krise vor. „Jedes Land hat eine Botschaft in Kiew, und niemand hat die Sprengkraft der Maidan-Proteste erkannt.“

Scharfe Kritik an der EU übt ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz. „Hier hat Europa ein politisches Kapitalversagen hingelegt“, erklärt Wehrschütz in einem Interview in der heutigen Ausgabe der Kleinen Zeitung. „Die Krise in der Ukraine wurde zu spät erkannt. Da man muss sich schon fragen, warum niemand die Sprengkraft der Demonstrationen auf dem Maidan gesehen hat, obwohl so ziemlich jedes EU-Land dort eine Botschaft hat, die EU mit einer Delegation vertreten ist und auch die Nachrichtendienste gut arbeiten.“

Aus realpolitischer Sicht wäre es besser gewesen, Janukowitsch auf Kurs zu halten. „Janukowitsch wäre dann halt noch ein Jahr Präsident geblieben, wir hätten Anfang 2015 die Wahlen gehabt, wir hätten uns die Krim-Krise erspart, Hunderttausende Flüchtlinge und Tausende Tote. Wir hätten uns auch die schlimmsten Spannungen zwischen Ost und West seit Ende des Kalten Krieges erspart.“ …

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Ergänzung 10.12.2014:

kewil: http://www.pi-news.net/2014/12/anna-netrebko-schenkt-separatisten-eine-million-rubel-bravo/   (9.12.):

Eine Operndiva zeigt Flagge: Star-Sopranistin Anna Netrebko, 43, hat in St. Petersburg mit einem Separatistenführer aus der umkämpften Ostukraine posiert. Gemeinsam mit Oleg Zarjow, der mit anderen militanten Aufständischen auf der schwarzen Sanktionsliste der EU steht, präsentierte die Sängerin am Montag am Rande einer Pressekonferenz die Fahne von “Neurussland”.

Mit diesem historischen Begriff bezeichnen die Separatisten in den Krisenregionen Donezk und Lugansk das von ihnen beanspruchte Gebiet. Die prowestliche Regierung in Kiew bezeichnen sie als “Terroristen”.

Netrebko überreichte Zarjow einen Scheck über eine Million Rubel (etwa 15.000 Euro). Das Geld sei für das Opern- und Balletthaus in der umkämpften ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk gedacht, sagte sie. Ihre Kollegen dort würden wegen der Gefechte zwischen der Armee und Aufständischen “im Bombenhagel” zur Probe gehen…

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Ergänzung 12.12.2014:

http://krisenfrei.de/in-der-ukraine-brodelt-es/   (9.12.):

… das Volk fängt langsam an zu begreifen, daß es vom Westen nichts Gutes zu erwarten hat, daß alles nicht so funktioniert hat, wie gedacht, und daß die drei Neu-Ukrainer auf den Ministersesseln jetzt noch schnell aus dem Land rausholen und ausbeuten sollen, was noch zu greifen ist. Denn daß die IWF-Kredite niemals zurückbezahlt werden, ist schon klar. Nun geht es um die Ausweidung der Ukraine.

Jetzt beginnt der Gegenmaidan.

… In Kiew gerät die Regierung offenbar langsam in Panik, die willkürlichen Verhaftungen nehmen täglich zu. Die Regierung, auch “Jatz und der Schokoprinz” (Jazenjuk und Poroschenko) oder “die Junta” genannt, sehen überall nur noch Terroristen. Wie schon gesagt, die Wut wächst täglich und in der Bevölkerung wird schon offen über Lynchjustiz geredet. Einer unserer Kontakte sagt: “Wenn der Kessel explodiert, werden die keine Möglichkeit mehr haben, das Fluchtflugzeug zu besteigen”.

… Die Amerikaner dürften langsam verdammt schlechte Laune bekommen. Die Ukraine benimmt sich wie ein aufsässiger, bockiger Teenager, der nicht daran denkt zu kooperieren, sondern in seiner Unberechenbarkeit alles vor die Wand knallen läßt. Putin scheint gewußt zu haben, daß sich der Westen in der Mentalität der Leute in der Ukraine verrechnet hat und wartet einfach. Die Zeit spielt anscheinend für ihn. …

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Ergänzung 20.12.2014:

http://www.freiewelt.net/nachricht/pressekonferenz-putin-gibt-rede-und-antwort-10050330/   (18.12.):

Die russische Wirtschaft wird sich von der gegenwärtigen Krise erholen, meint Russlands Präsident Putin. Er unterstellt dem Westen zu versuchen, die Souveränität seines Landes zu untergraben.

Russlands Präsident Vladimir Putin hat heute in einer vom Fernsehen übertragenen Pressekonferenz Rede und Antwort auf die Fragen von zahlreichen Journalisten gegeben.

Die Krise der russischen Wirtschaft führte Putin zu etwa einem Drittel auf die Sanktionen zurück, die zahlreiche westliche Staaten verhängt haben. Aber vor allem der Preis von Öl und Gas mache zu schaffen. Gleichwohl erwartet Putin, dass die Regierung die Krise wieder unter Kontrolle bekommt. »Ich denke, dass Zentralbank und Regierung angemessene Schritte unternehmen«, sagte er. Er zeigte sich zuversichtlich und bezeichnete die Erholung als »unausweichlich«. …

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Ergänzung 3.1.2015:

http://de.sputniknews.com/politik/20150103/300499346.html   Tschechiens Präsident Zeman nennt Jazenjuk „Premier des Krieges“:

Tschechiens Präsident Milos Zeman, der wegen seiner Haltung zum Ukraine-Konflikt bereits Kritik aus Kiew geerntet hat, bezeichnet den ukrainischen Regierungschef Arsenij Jazenjuk als „Premierminister des Krieges“ und als Gegner einer friedlichen Lösung des Donbass-Konfliktes. …

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Ergänzung 7.1.2015:

Die Sanktionitis bröckelt:
http://www.freiewelt.net/nachricht/hollande-fuer-ein-ende-der-russland-sanktionen-10051231/   (7.1.):

Innerhalb der EU setzt aufgrund des eigenen wirtschaftlichen Schadens ein Umdenken über die Rußland-Sanktionen ein. Frankreichs Präsident Hollande will diese jetzt gestoppt sehen.

… Auch in Italien vermeldete kürzlich der ehemalige EU-Kommissions-Präsident Romano Prodi, daß sein Land einen signifikanten Einbruch der Exporte nach Rußland erlebe, was sich wirtschaftlich immer mehr bemerkbar mache. Ebenso gibt es in Deutschland vermehrt Stimmen, die den Sinn weiter anhaltender Sanktionen hinterfragen. Möglich ist also durchaus ein Kurswechsel. Nur die USA werden sicher weiter intervenieren. Für sie ist Rußland als Handelspartner auch nicht so bedeutsam wie für die Europäer.

Die Russen machten hingegen dieser Tage einen überraschenden Vorschlag: Statt mit den USA über das Freihandelsabkommen TTIP zu streiten, sei die EU eingeladen, über einen Beitritt zu der von Rußland angeführten Eurasischen Wirtschaftsunion nachzudenken. …

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Ergänzung 11.1.2015:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/gorbatschow-warnt-vor-grossem-krieg-in-europa-a-1012201.html   (11.1.):

Mit scharfen Worten bewertet Michail Gorbatschow die aktuelle Weltpolitik. Im Gespräch mit dem SPIEGEL warnt der Friedensnobelpreisträger vor einem großen Krieg in Europa – und erhebt schwere Vorwürfe gegen Deutschland. …

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Fortsetzung: https://kreidfeuer.wordpress.com/2015/01/21/die-ukraine-der-westen-und-russland-2/

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Eine Antwort zu Die Ukraine, der Westen und Russland

  1. LichtWerg schreibt:

    Hat dies auf LichtWerg rebloggt.

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