Nigeria: Massaker an Christen durch Boko Haram

ISIS, Al-Kaida oder Taliban sind bei Weitem nicht die einzigen Terrortruppen, die „den Islam missverstehen“:

http://www.kath.net/news/47352   Afrika: Boko Haram verübt Massaker an Christen   (31.8.):

… Terrormilizen von Boko Haram haben im Osten Nigerias eine katholische Kirche überfallen und Häuser von Christen besetzt. Dutzende Christen seien getötet und Kirchengebäude niedergebrannt worden, erklärte ein Sprecher des Bistums Maiduguri laut der nigerianischen Zeitung «The Punch» (Onlineausgabe Freitag). Die Kämpfer hätten Männer geköpft sowie Frauen zum Übertritt zum Islam gezwungen und zwangsverheiratet.

Der Angriff ereignete sich demnach im Ort Madagali im Bundesstaat Adamawa. Er liegt an der Grenze zum Bundesstaat Borno, der von Terroranschlägen besonders betroffen ist. Nach Angaben des Kirchensprechers rief Boko Haram in Madagali das Scharia-Recht aus. Auch die Nachbarstadt Gwoza sei bereits unter der Kontrolle der Terroristen.

In Madagali sei eine «große Verfolgung» von Christen im Gang, so der Bistumssprecher unter Berufung auf geflohene Einwohner. Die katholische Kirche habe inzwischen alle Gotteshäuser an Verbindungsstraßen zwischen Borno und Adamawa geschlossen.

Islam verhält sich zu Islamismus wie Alkohol zu Alkoholismus (H. Broder):

http://www.kath.net/news/47356   ‚Moderater‘ Islam wird sich von Dschihadisten nicht scharf abgrenzen   (31.8.):

… Immer wieder werden Forderungen laut, dass der „moderate“ Islam schärfer gegen militante Muslime – Dschihadisten genannt – vorgeht. Solche Appelle westlicher Politiker und Kirchenleiter sind nach Ansicht des evangelikalen Islam-Experten Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Gummersbach) „ziemlich naiv“. Es sei nicht zu erwarten, dass der in Verbänden organisierte Islam in Deutschland sich eindeutig gegen die Dschihadisten wenden werde, schreibt er in einem Kommentar für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Dies habe unter anderem strukturelle Gründe. Der Islam sei keine Kirche, sondern eine Mischung aus Volksreligion, Staatsreligion und religiös begründetem Staat. Er kenne deshalb von Haus aus keine Gemeindestrukturen und keinen Ausschluss aus der Gemeinde. Eine Aberkennung der Zugehörigkeit zum Islam sei nicht vorgesehen: „Deshalb können muslimische Extremisten, auch wenn sie aus westlicher Sicht Verbrecher und Mörder sind, nicht aus dem Islam ausgeschlossen werden.“

Laut Troeger gäbe es nach islamischem Rechtsverständnis nur die Möglichkeit, dass ein internationales repräsentatives Gremium von Rechtsgelehrten in einem Gutachten [Fatwa] erklärt, dass bestimmte Verhaltensweisen von Dschihadisten gegen das islamische Recht – die Scharia – verstoßen. Solange es ein solches Rechtsgutachten nicht gebe, „werden sich die muslimischen Verbände in Deutschland – zumal sie in sich sehr heterogen sind – hüten, ein Urteil über das Handeln einzelner Dschihadisten oder dschihadistischer Gruppen zu fällen“. …

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Ergänzung 12.9.2014:

http://www.idea.de/nachrichten/detail/menschenrechte/detail/westafrika-droht-das-gleiche-schicksal-wie-dem-nordirak-87880.html   (10.9.):

Teilen Westafrikas droht das gleiche Schicksal wie dem Norden Iraks. Die radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) errichtet „Kalifate“ im Norden Nigerias und in Kamerun. Aus diesen Regionen vertreibt sie Andersgläubige, meist Christen, und setzt die Herrschaft des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, mit brutaler Härte durch.

Die afrikanischen Dschihadisten arbeiten inzwischen praktisch und strategisch mit dem „Islamischen Staat“ (IS) zusammen, der im Norden Iraks etwa eine halbe Million Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime vertrieben und verfolgt hat. Auch im Norden Nigerias sind Zehntausende Menschen auf der Flucht. In den Bundesstaaten Borno und Adamawa hat Boko Haram bereits weite Regionen unter Kontrolle gebracht.

Der Anführer, Abubakar Shekau, hat unter anderem ein Kalifat in der überwiegend christlichen Stadt Gwoza ausgerufen. Tausende fliehen ins benachbarte Kamerun, doch auch dort erobert Boko Haram Städte und Dörfer. Die nigerianische und die kamerunische Armee versuchen mit geringem Erfolg, die Kämpfer zurückzudrängen. …

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Ergänzung 24.10.2014:

http://jungefreiheit.de/politik/ausland/2014/boko-haram-entfuehrt-erneut-junge-maedchen/ (24.10.):

ABUJA. Trotz gegenteiliger Versprechungen hat die islamische Terrororganisation Boko Haram die 219 im April entführten Schülerinnen bisher nicht freigelassen. Nun haben die Extremisten in Nigeria laut Medienberichten weitere 60 Mädchen und junge Frauen in ihre Gewalt gebracht.

… Boko Haram will ein „Kalifat“ im Norden Nigerias errichten, in dem das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit brutaler Härte durchgesetzt wird. Seit fünf Jahren verübt die Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida Anschläge vor allem auf Schulen und Kirchen, die bisher rund 10.000 Menschenleben gefordert haben.

Von den 169 Millionen Einwohnern Nigerias sind etwa 50 Prozent Muslime und 48 Prozent Christen. Die übrigen sind Anhänger von Naturreligionen. …

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