Landtag Sachsen: Deutliches Lebenszeichen der AfD

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-sachsen/landtagswahl-in-sachsen-die-neue-kraft-13129049.html   (1.9.):

Mit dem Einzug der AfD in den Landtag von Sachsen scheint sich rechts von der CDU eine neue Kraft zu etablieren. Der Wahlsieger wird aber wohl mit der SPD koalieren. …

http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/stuehleruecken-in-dresden/   (31.8.):

DRESDEN. Paukenschlag in Sachsen: Die Alternative für Deutschland (AfD) ist nach ersten Hochrechnungen mit knapp 10 Prozent (ARD, 23.00 Uhr) in den Dresdner Landtag eingezogen. Damit schafften die Euro-Kritiker erstmals nach ihrer Gründung vor knapp anderthalb Jahren den Sprung in einen deutschen Landtag.

Stärkste Partei wurde die CDU, die sich leicht verschlechterte und auf 39,4 Prozent kam. Zweitstärkste Kraft wurde die Linkspartei mit 18,9 Prozent, die aber laut diesem Ergebnis ebenfalls Stimmen einbüßte.

… Die SPD erzielte laut Hochrechnung 12,4 Prozent. Die Grünen kamen auf 5,7 Prozent. Die FDP erzielte 3,8 Prozent und wird im kommenden Landtag wohl nicht mehr vertreten sein. Für die Liberalen endet damit die letzte in Deutschland noch vorhandene Regierungsbeteiligung. Die NPD steht mit 4,9 Prozent vor ihrem zweiten Wiedereinzug in den sächsischen Landtag, muß aber noch zittern. …

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http://michael-mannheimer.info/2014/09/01/sachsenwahl-eine-politisch-inkorrekte-wahlanalyse-zu-einer-wahl-die-de-facto-eine-ohrfeige-fuer-die-politischen-parteien-deutschlands-ist/:

Das neue sächsische Landesparlament vertritt – aufgrund einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung – nicht einmal 50 Prozent (genau: 49 Prozent) der Sachsen. Denn lediglich 49 Prozent gingen zur Wahl, während 51 Prozent ihre Stimme verweigerten. Damit kann dieses Parlament nicht den Anspruch erheben, die Mehrheit der Sachsen zu vertreten. Und damit zeigen die Hochrechnungsdaten für die Parteien ein geschöntes Bild, das deutschen Dummys suggerieren soll, dass hierzulande alles in bester Ordnung ist.

Ist es aber nicht: Die Wahlen waren eine Ohrfeige für die politischen Parteien, die Sachsen und Deutschland regieren. Sie waren ein stummer Aufschrei eines der prosperierendsten neuen Bundesländer, dass sie mit dieser Demokratie nicht zufrieden sind.

Und sie zeigen: Der Wahlsieger CDU hat nicht 49,4 Prozent, sondern (wenn man die geringe Wahlbeteiligung einberechnet), ganze 24,7 Prozent der sächsischen Wähler für sich gewinnen können. Die SPD keine 12,4 Prozent, sondern kümmerliche 6,2 Prozent. Die Grünen keine 5,7 Prozent, sondern klägliche 2,75 Prozent. Diese Zahlen dürften in etwa dem gefühlten, realen Rückhalt der Blockparteien in der Bevölkerung entsprechen. Die Deutschen scheinen dem aktuell praktizierten Demokratiemodell gekündigt zu haben. Das sind die Fakten. …

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Ergänzung 2.9.2014:

https://conservo.wordpress.com/2014/09/02/kurzanalyse-landtagswahl-in-sachsen-31-august-2014/

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Ergänzung 6.9.2014:

Dieter Stein: http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/heisser-atem-im-nacken/   (4.9.):

Wahrlich ein Paukenschlag. Mit knapp zehn Prozent zieht die Alternative für Deutschland (AfD) unter Führung von Frauke Petry in den sächsischen Landtag ein. FDP und NPD flogen mit 3,8 und 4,9 Prozent aus der Kurve, die Grünen krochen nur knapp über der Sperrklausel wieder ins Parlament. Die einst große Volkspartei SPD lediglich drei Prozent vor der AfD – unglaublich.

Das politische Berlin ist in Aufruhr: Bisher ist gegen die AfD kein Kraut gewachsen. …

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Ergänzung 7.9.2014:

Werner Reichel: http://ef-magazin.de/2014/09/03/5704-afd-der-fuchs-im-huehnerstall:

… Und auch „Die Zeit“ befürchtet: „Diese AfD geht nicht mehr weg. Wer heute gegen Homo-Ehe und gegen ‚zu viel‘ Einwanderung ist, eher für mehr Polizei als für bessere Prävention kämpft, wer den Islam irgendwie für bedrohlich hält und den christlichen Glauben für bedroht, der wird sich bei Parteichef Bernd Lucke, Petry und ihren Mitstreitern eher zu Hause fühlen als in der CDU. Und Umfragen zeigen, dass es genug solcher Leute gibt.“

Trotz des verächtlichen Tons liegt die „Zeit“ damit richtig. Ja,  „solche Leute“ (igitt) gibt es wirklich und es dürften, angesichts der düsteren Wirtschaftsprognosen, der demographischen Entwicklung oder der wachsenden Zahl an deutschen Gotteskriegern, eher mehr als weniger werden. …

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