Spanien: Volkspartei verrät Ungeborene — Protestrücktritt des Justizministers

http://www.katholisches.info/2014/09/23/spaniens-christdemokraten-lassen-ungeborene-im-stich-justizminister-tritt-aus-protest-zurueck/:

Spaniens christdemokratischer Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon ist zurückgetreten, nachdem seine Partei, der regierende Partido Popular (PP), ihm die Unterstützung für eine Einschränkung des Abtreibungsgesetzes zugunsten des Lebensschutzes verweigerte.

Ruiz-Gallardon war seit dem Wahlsieg des PP Ende 2011 Justizminister der Regierung Mariano Rajoy. Zuvor war er von 2003–2011 Bürgermeister von Madrid. Gleich nach seiner Bestellung zum Justizminister hatte Ruiz Gallardon eine Einschränkung des Abtreibungsgesetzes angekündigt. Seit 2010, als die sozialistische Vorgängerregierung das Abtreibungsgesetz änderte, ist es in kaum einem anderen Land leichter, legal ein ungeborenes Kind zu töten, als in Spanien.

Der PP hatte 2011 die Wahlen unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, das Lebensrecht ungeborener Kinder in Spanien zu stärken. Ruiz-Gallardon arbeitete einen Gesetzentwurf aus, der von der spanischen Regierung im Dezember 2013 beschlossen wurde. In diesem September sollte das Parlament mit der Diskussion des Entwurf beginnen. …

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Ergänzung 27.9.2014:

http://www.katholisches.info/2014/09/25/christdemokraten-diabolische-synthese-aus-liberalem-inidvidualismus-und-marxismus/:

Die Entscheidung des in Spanien regierenden Partido Popular (PP), das bereits von der Regierung beschlossene Gesetz zur Stärkung des Lebensrechts Ungeborener und zur Einschränkung des Kindermordes durch Abtreibung zurückzuziehen, sorgt für heftige Diskussionen. Den spanischen Christdemokraten des PP wird vorgeworfen, ein zentrales Versprechen gebrochen zu haben, mit dem sie 2011 die Parlamentswahlen gewannen. Mit dem Rückzieher möchten sie bei den 2015 anstehenden Parlamentswahlen die Aussicht auf Wiederwahl verbessern. Oder geht es darum, daß im westlichen Establishment ein ungeschriebenes Gesetz gilt, daß Abtreibung als „gesellschaftlicher Konsens“ anzuerkennen ist?

Ist der PP zur Abtreibungspartei geworden? Das fragen sich nicht nur die Lebensrechtsorganisationen, sondern auch die katholischen Bischöfe Spaniens. Tatsächlich würde der PP damit dem Beispiel der christdemokratischen Parteien des deutschsprachigen Raumes folgen, wie der bundesdeutschen CDU, der österreichischen ÖVP, der Schweizer CVP oder der luxemburgischen CSV. Für sie ist Abtreibung kein Thema mehr. Mehr noch, sie sind soweit bereits zu Abtreibungsparteien geworden, daß sie das Ende des Kindermordes als „Störung des gesellschaftlichen Konsenses“ bekämpfen. …

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