Kobane vor Eroberung – Türkei schaut zu

http://www.freiewelt.net/nachricht/is-erobert-teile-von-kobane-10043924/   (7.10):

IS-Kämpfer sind offenbar in der kurdischen Stadt Kobane eingerückt. Sie sollen mittlerweile drei Stadtviertel kontrollieren. Das türkische Militär wartet immer noch ab.

Das Londoner Beobachtungszentrum für Menschenrechte berichtet Erschreckendes aus der kurdischen Stadt Kobane. Offenbar sind Kämpfer der Terrormiliz IS in die Stadt eingefallen. Am Stadtrand soll die Terrorgruppe bereits die erste schwarze Fahne gehisst haben.

»Sie kämpfen in der Stadt. Hunderte Zivilisten sind geflohen,« berichtet der Direktor des Beobachtungszentrums, Rami Abdurrahman. Die IS hätte bereits drei Viertel im Osten der an der Grenze zur Türkei gelegenen Stadt unter ihre Kontrolle gebracht, während die Kurden noch immer das Stadtzentrum hielten. Von Südwesten würden die Miliz-Kämpfer nun versuchen, in das Zentrum vorzustoßen. …

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Ergänzung 8.10.2014:

http://www.medrum.de/content/terrorangriff-gegen-kobane-der-westen-schaut-zu   (8.10.):

Hilferufe der kurdischen Bevölkerung in Nordsyrien scheinen im Dickicht unterschiedlicher Interessen von Europäern, Amerikanern und Türken unterzugehen …

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Ergänzung:

http://www.freiewelt.net/nachricht/obama-fuer-is-verantwortlich-10044026/   (8.10.):

… Der frühere CIA-Direktor und Verteidigungsminister Leon Panetta wirft US-Präsident Barack Obama vor, für die Entstehung des IS mitverantwortlich zu sein. Obama habe nach Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges zu lange »geschwankt«. In dem Machtvakuum sei der IS »entstanden«, so der Vorwurf.

Nicht nur beim Syrien-Konflikt übt Panetta heftige Kritik an Obama. Der Präsident hätte zwar eine durchdachte »Vision für das Land« – doch indem er den »Schlagabtausch meidet, jammert und Chancen verpasst«, würde er sie verspielen.

Panettas Kritik dürfte Obama besonders hart treffen, denn er galt lange als einer seiner engsten Vertrauten. Unter anderem überwachte Panetta die Exekution Osama bin Ladens. …

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Ergänzung 10.10.2014:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3884052/Wende-in-Kobane_Stadt-steht-nicht-vor-der-Eroberung   (10.10.):

Die US-Bombardements in Kobane zeigen Wirkung, erklärt Idris Naasan, der „Außenminister“ der autonomen Region Kobane, im Interview mit der „Presse“.

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Ergänzung 11.10.2014:

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43004/1.html   Kobane in Trümmern, Türkei in Flammen   (8.10.):

… Der Kampf um die kurdische Grenzstadt Kobane, die seit drei Wochen wütenden Angriffen des Islamischen Staates (IS) ausgesetzt ist, steht auf Messers Schneide. Im Laufe des Tages tobten in nahezu allen Stadtteilen heftige Häuserkämpfe, die immer wieder von Explosionen begleitet wurden. Zugleich entflammten in vielen Städten der Türkei Proteste gegen den Islamischen Staat, bei denen etliche Demonstranten von Sicherheitskräften und Islamisten erschossen wurden. …

… Diese eiserne Blockade Kobanes stellt somit — neben der offensichtlichen Unterstützung der Dschihadisten durch Ankara — den wichtigsten Grund für die massiven und blutigen Proteste dar, die in weiten Teilen der Türkei in den letzten Tagen aufgeflammt sind. Inzwischen sind 19 Menschen bei den blutigsten Protesten in der jüngsten Geschichte der Türkei getötet worden, wie Reuters am Abend des 8. Oktober meldete. Städte mit einer kurdischen Bevölkerungsmehrheit wie Diyarbakir (Amed) lagen unter einer dichten Rauchwolke. Inzwischen hat die AKP-Regierung eine Ausgangssperre in etlichen Provinzen des Landes verhängt und Militäreinheiten in die betroffenen Städte entsandt.

Dabei tauchen immer mehr Beweise für Schusswaffeneinsatz seitens der Polizeikräfte und deren Kooperation mit islamistischen Kräften auf. Türkische Medien berichteten, dass Islamisten gemeinsam mit Polizisten mitunter mit Schusswaffen bewaffnet auf Jagd nach Demonstranten gingen. Videoaufnahmen belegen, wie türkische Polizisten bei ihren Angriffen auf die Demonstranten „Es lebe ISIS“ brüllen.

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Ergänzung 12.10.2014:

Vorwurf: Türkei kollaboriert mit IS:
http://www.welt.de/politik/ausland/article133168785/Schreie-aus-der-Todeszone-von-Kobani.html   (12.10.):

Während die Grenzstadt Kobani heiß umkämpft ist, schauen türkische Soldaten wenige Hundert Meter entfernt zu. Von der Grenze hört man Schreie und das unaufhörliche Knattern der Maschinengewehre.

… „Das ist völlig krass hier“, sagt Servan, ein deutscher Sympathisant der kurdischen Partei mit dem Namen Demokratische Einheit (PYD), deren Milizen in Kobani gegen die radikalen Islamisten kämpfen. „Statt zu helfen, liegen die Türken hier herum, während auf der anderen Seite die Menschen abgeschlachtet werden.“

Servan ist mit seinen zwei Freunden Cesur und Bercin aus Münster und Bielefeld ins Grenzgebiet gereist. Sie haben eine Woche Urlaub genommen, um mit Spendengeld aus Deutschland kurdischen Flüchtlingen zu helfen. „Die Türken machen eh gemeinsame Sache mit dem IS“, sind Bercin und Cesur überzeugt. Diesen Vorwurf bekommt man von kurdischer Seite immer wieder zu hören.

Die Wut der Menschen ist nachvollziehbar. Das blutige Drama in Kobani eskaliert von Tag zu Tag. 200.000 Flüchtlinge leben im Elend, nachdem sie aus panischer Angst vor den marodierenden Horden des IS Heim und Herd verlassen haben. An der Grenze stehen die Panzer der türkischen Armee, die ihre Rohre nach Syrien gerichtet haben, bisher aber nicht einen einzigen Schuss abgaben. IS-Kämpfer und ihre Militärfahrzeuge sind auf der anderen Seite leicht auszumachen. Das türkische Parlament hatte in einer Regierungsabstimmung die Genehmigung für ein militärisches Eingreifen in Syrien gegeben. „Aber die machen nichts, gar nichts“, sagt Cesur, einer der drei deutschen Aktivisten. „Die lassen die Kurden einfach sterben.“

Jeden Tag soll es IS-Hilfslieferungen geben

In der türkischen Stadt Urfa, die etwa eine Fahrtstunde von der syrischen Grenze entfernt liegt, soll es mehrere Unterkünfte für IS-Kämpfer geben. „Natürlich stimmt das“, bestätigt Mehmed Killic, ein lokaler Journalist. „Es sind sieben oder acht Häuser, in denen bis zu 120 Islamisten untergebracht sind. Das sind sichere Rückzugsorte oder auch Durchgangsstationen für neue Kämpfer.“ Alle Gebäude seien streng abgeschirmt, mit Zäunen, Mauern und Wachen. Tagsüber gehe niemand aus dem Haus. Generell wolle man jede Aufmerksamkeit vermeiden. Bisher konnte Killic die Besitzer von nur zwei der Gebäude ausmachen. Es sind Moscheevereine.

„Alle Männer in diesen Häusern tragen diese Islamisten-Bärte und lange pakistanische oder afghanische Hemden“, sagt Killic. Vor zwei Jahren habe es noch keine große Geheimhaltung gegeben. „Damals liefen die Al-Qaida-Leute, die zu Dschabhat al-Nusra nach Syrien gingen, offen in der Stadt herum“, erinnert sich der Journalist aus Urfa. Vor einem Jahr habe sich dann alles geändert, als der IS aufgetaucht war und für Furore sorgte. „Ich gebe Ihnen auch die Adresse eines Krankenhauses, in denen Verwundete der Terrorgruppe ständig behandelt werden“, sagt er. Dort seien im Durchschnitt zwischen zehn bis 15 Kämpfer in Behandlung. Das Krankenhaus ist eine staatliche Einrichtung, fährt Killic fort. Damit sei doch wohl klar, dass die türkische Regierung mit im Bunde ist. „Jeden Tag gibt es auch Hilfslieferungen, die über die Grenze bei Tall Abyad gehen“, fügt Killic an und nickt schmunzelnd.

Es sollen Lkw der Internationalen Humanitären Hilfe (IHH) sein, die über die Grenze direkt in IS-kontrolliertes Gebiet fahren. Killic wisse das aus sicherer Quelle, behauptet er. „Ich habe einen Verwandten, der bei denen arbeitet.“ Die IHH, die in Deutschland seit 2010 verboten ist, wird vom türkischen Staat subventioniert. Es ist kein Geheimnis, dass sie radikal-islamistisch ausgerichtet ist. Bekannt wurde die Organisation durch die „Solidaritätsflotte“ mit Lieferungen für den Gazastreifen. Das türkische Schiff „Mavi Marmara“ wurde von israelischen Spezialeinheiten geentert, mehrere Menschen starben. …

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Ergänzung 24.10.2014:

http://www.freiewelt.net/nachricht/fsa-kuendigt-verstaerkung-fuer-kobane-an-10045479/   (24.10.):

Die Freie Syrische Armee will der vom Islamischen Staat (IS) belagerten Stadt Kobane zur Hilfe kommen. Von Seiten der Amerikaner heißt es, der IS werde Kobane wohl nicht mehr einnehmen.

… Das Eintreffen der Peschmerga-Kämpfer in Kobane verzögert sich unterdessen weiter. Die kurdische Autonomieregierung kündigte an: In der kommenden Woche sollen 200 ausgebildete und schwer bewaffnete Kämpfer der Peschmerga in Kobane eintreffen. Sie sollen Artilleriegeschütze und panzerbrechende Munition mitbringen. …

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Eine Antwort zu Kobane vor Eroberung – Türkei schaut zu

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:

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