10. Oktober 1920: Kärntner Volksabstimmung

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_1920_in_K%C3%A4rnten:

Die Volksabstimmung 1920 in Kärnten war eine der Volksabstimmungen im Gefolge des Vertrags von Saint-Germain. Sie sollte über die staatliche Zugehörigkeit der nach dem Ersten Weltkrieg durch Jugoslawien beanspruchten, überwiegend von Slowenen bewohnten Gebiete im Südosten Kärntens entscheiden.

… Am 10. Oktober 1920 fand eine Volksabstimmung im Grenzgebiet Südkärntens statt, in dem die slowenischsprachige Volksgruppe ca. 70 % der Gesamtbevölkerung ausmachte: 59,04 % aller Stimmen gingen dabei an Österreich. Aus dem Ergebnis ging hervor, dass auch ein erheblicher Teil (etwa 40 %) der Kärntner Slowenen für den Verbleib bei Österreich gestimmt hatte.

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/3762239/schotten-wandelten-kaerntner-pfaden.story   (9.10.):

Zwischen Schottland und Kärnten liegen 1600 Kilometer und 94 Jahre. Über zwei Plebiszite, die keinen Vergleich scheuen müssen.

„Sieht man die Volksabstimmung 1920 als Instrument einer freien, demokratischen Entscheidung der Bevölkerung über ihre künftige staatliche Positionierung, hatte sie eine Vorreiterrolle inne“, sagt Werner Drobesch, Historiker an der Universität Klagenfurt. Auch Wilhelm Wadl, Direktor des Landesarchivs, betont den Vorbildcharakter Kärntens: „Die Entscheidung vom 10. Oktober 1920 ist sicher eines der wenigen positiven Beispiele für die Regelung von Grenzstreitigkeiten im Wege eines korrekt abgewickelten und international überwachten Plebiszits.“ Praktisch nirgendwo anders wurde das vom amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson proklamierte „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ umgesetzt, Kärnten sei eine „Ausnahme“ geblieben.

… Ein weiteres Motiv bewegte schottische Zeitgenossen wie Kärntner Ahnen: „Der Verbleib in jahrhundertelang bewährten regionalen Bindungen war wichtiger als der Übergang in einen angeblichen künftigen Nationalstaat“, meint Wadl. Schottische Separatisten wie auch südslawische Propaganda wollten mit nationalistischen Argumenten obsiegen. In beiden Fällen brachte das keinen Erfolg, rund die Hälfte der slowenischsprachigen Kärntner stimmte 1920 für Österreich. …

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Eine Antwort zu 10. Oktober 1920: Kärntner Volksabstimmung

  1. Attila Varga schreibt:

    Sorry, aber der Vergleich hinkt doch ein wenig! Slowenien war seit der Besiedlung durch Germanen und Slawen ein Teil Bayerns bzw. Österreichs, es gab nie einen Staat namens Slowenien vor 1991 und Jugoslawien war von Anfang an eine Todgeburt. Das schottische Königreich ist genauso alt wie das englische und wurde nach Jahrhunderte andauernden Kriegen erobert. Die Highlands wurden bis ins 19. Jh. hinein gewaltsam entvölkert. Die Volksbefragung in Schottland wurde entschieden durch den hohen englischen Bevölkerungsanteil im Lande und Kleinmütige,die lieber alles so lassen wollen, wie es ist. Wer 1920 gegen den Willen der Siegermächte und unter den südslawischen Maschinengewehren für den Verbleib bei Österreich stimmter, bewiß Mut und Patriotismus. Die, welche für den Verbleib bei Großbritannien stimmten, folgten lediglich den Wünschen der City of London und des Establishment-also jenen Kräften, die nach dem I. Weltkrieg Jugoslawien und ähnliche Humbug-Staaten schufen!

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