Scharfe Kritik an geplantem Fortpflanzungsmedizingesetz

http://noe.orf.at/news/stories/2679233/   Küng-Kritik an Fortpflanzungsmedizin   (14.11.):

Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) einigten sich auf eine Reform der Fortpflanzungsmedizin. Der am Donnerstag in Begutachtung geschickte Entwurf geht über den Auftrag des Verfassungsgerichtshofes, lesbischen Paaren die Samenspende zu erlauben, hinaus. Er erlaubt auch Eizellenspende, Samenspende Dritter bei der In-vitro-Fertilisation und beschränkt Präimplantationsdiagnostik.

… Der in der Bischofskonferenz für Ehe und Familie zuständige St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng sprach am Freitag von einem „Dammbruch“. Durch die Zulassung von Samenspenden für In-vitro-Fertilisation, die Eizellspende und die Präimplantationsdiagnostik „würden im Namen einer Fortschrittlichkeitsgläubigkeit eine ganze Reihe von Problemen und Leiden, vor allem für die als Spenderinnen oft unter Druck stehenden Frauen geschaffen“, sagte Küng.

Kinder, deren erstes Recht es sei, „Vater und Mutter zu kennen und mit ihnen aufzuwachsen“, würden mehr und mehr zu einem Produkt der Fortpflanzungsindustrie. Der Bischof zeigte sich „erschüttert“, wie schnell diese noch vor kurzen als tabu geltenden bioethischen „heißen Eisen“ nun Gesetz würden, es „stellen sich Fragen über das dahinterstehende Menschenbild“, sagte der Familienbischof. …

http://www.kathpress.co.at/site/nachrichten/database/66047.html   Fortpflanzungsmedizingesetz (3) — „Kindeswohl kommt zu kurz“   (14.11.):

Beim geplanten Fortpflanzungsmedizingesetz kommt das Kindeswohl zu kurz.

Diese Kritik äußerte Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), am Freitag im Ö1-„Mittagsjournal“.

Ein durch Samenspende gezeugtes Kind müsse ohne seinen leiblichen Vater aufwachsen, es könne ihn im besten Fall erst mit 14 Jahren kennenlernen. Zur Menschenwürde gehöre nicht nur, seine Eltern zu kennen, sondern sie auch lieben zu dürfen; „das wird diesen Kindern genommen“ — und zwar von vornherein, wies Trendl auf den Unterschied etwa zu Scheidungswaisen hin.

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Ergänzung 22.11.2014:

http://www.andreas-unterberger.at/2014/11/fortpflanzungsmedizin-zynische-spo-und-wert-lose-ovp/   (21.11.):

Es ist der Gipfelpunkt des Zynismus. Ausgerechnet jetzt sind ausgerechnet die SPÖ-Abgeordneten mit Buttons herumgelaufen: „Kinder haben Rechte“. Dabei steht doch gerade die SPÖ an der Spitze der jetzt in die Zielgerade gekommenen Versuche, Kindern per Gesetz eines ihrer zentralsten Rechte zu nehmen, nämlich das auf Vater UND Mutter. Eine dekadent gewordene Gesellschaft ersetzt dieses Grundrecht durch das des subjektiven Lustgewinns, der behauptet, ein „Recht auf das Kind“ zu haben, sonst wäre die Lust beschränkt. Vieles deutet darauf hin, dass eine wert-los gewordene ÖVP dieser Zertrümmerung von Kinder-Rechten und Familien-Werten den Weg freimacht. (Mit nachträglicher Ergänzung) …

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Ergänzung 11.12.2014:

Neues Gesetz im Widerspruch zum Naturrecht:
http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2366:oesterreich-weitere-aushoehlung-des-rechts&catid=1:neuestes&Itemid=33   (11.12.):

Der österreichische Staat ist weiter auf dem Weg der Zerstörung des Rechts. Die große Koalition einigte sich darauf, Präimplantationsdiagnostik und Eizellspende auch für lesbische Paare zu genehmigen. Bereits am kommenden Dienstag soll das Gesetz im Gesundheitsausschuss behandelt werden. Wie üblich werden die gesetzlichen Änderungen mit der „Anpassung an internationale Standards“ und mit einer sogenannten „Antidiskriminierung“ begründet. …

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Ergänzung 26.12.2014:

http://www.kath.net/news/48800   Reproduktionsmedizingesetz: ÖVP stellt Abänderung in Aussicht   (23.12.)

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Eine Antwort zu Scharfe Kritik an geplantem Fortpflanzungsmedizingesetz

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