Gegenentwurf zur „Sexualpädagogik der Vielfalt“

http://www.medrum.de/content/sexuelle-vielfalt-als-leitbild-fuer-erziehung-untauglich   (19.11.):

Internationale Expertengruppe hat Prinzipien für eine neue, menschengerechte Sexualpädagogik entwickelt

(MEDRUM) Die gegenwärtige Sexualpädagogik wird den tieferen Bedürfnissen des Menschen nicht gerecht. Die Menschen müssen andere Wege gehen, wenn ihre wichtigsten Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Dieser Zielsetzung will eine Gruppe von einschlägigen Experten dienen. Sie haben am Freitag in Wien Prinzipien für eine neue Sexualpädagogik vorgestellt, die den Weg zu einem gelingenden Leben weisen soll.

Grundbedürfnis des Menschen: Nicht Triebbefriedigung, sondern Liebe

In einem Expertenkreis rund um die Philosophin Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz wurden „Prinzipien Sexualpädagogik“ erarbeitet, die am 14. November in Wien von Gerl-Falkovitz, der Pädagogin Helga Sebernik und dem Facharzt für Psychiatrie Christian Spaemann vorgestellt wurden (Bild unten). Die Prinzipien dieser Experten sind am Grundbedürfnis des Menschen ausgerichtet, zu lieben und geliebt zu werden. Zu den vordringlichsten Wünschen junger Männer und Frauen, so die Expertengruppe, gehört ein gelingendes Leben, eine gelingende Ehe und Familie.

Zu viel Leid und Brüche bei sexueller Vielfalt …

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Ergänzung 18.12.2014:

http://www.freiewelt.net/interview/als-leitbild-taugt-vielfalt-der-lebensformen-nicht-10050079/   (18.12.):

Die »Sexualpädagogik der Vielfalt« lehnt der Facharzt Christian Spaemann als ideologisch ab. Er plädiert für anthropologisch fundierte Konzepte, die den Beziehungsaspekt nicht vernachlässigen.

FreieWelt.net: In letzter Zeit ist ein Buch ins Gerede gekommen, das der Sexualerziehung dient: »Sexualpädagogik der Vielfalt«. Was kritisieren Sie daran?

Christian Spaemann: Es handelt sich bei der »Sexualpädagogik der Vielfalt« nicht nur um ein bestimmtes Buch, sondern um eine Richtung in der Sexualpädagogik, die unmittelbar davor steht, unsere Schulen und Kindergärten zu dominieren. Ich kritisiere diese Pädagogik – so sie diese Bezeichnung überhaupt verdient – nicht nur, ich verabscheue sie. Wir haben es hier nämlich mit einem von öffentlicher Hand finanzierten Umerziehungsprogramm zu tun, das sich die Dekonstruktion von allem zum Ziel gesetzt hat, was wir bisher unter Geschlecht, Sexualität und Familie verstanden haben.

Die Schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich die Kinder, werden für diese Ideologie instrumentalisiert. Kinder leben in unserer Gesellschaft zu 75 Prozent bei ihren leiblichen Eltern und sind in ihrem Herkunfts-Narrativ zu 100 Prozent auf Vater und Mutter bezogen. Sie interessieren sich für Sexualität nur, insofern es ihr Herkommen erklärt. Sie haben also noch kein von der Fruchtbarkeit abgelöstes Verständnis für Sexualität. Sie sollen nun verwirrt werden, indem man sie mit tausenderlei Möglichkeiten konfrontiert, wer mit wem Sex haben kann, welche Möglichkeiten es gibt, dass der männliche Same eine Eizelle findet usw. Man will sie über sexuelle Vorlieben diskutieren lassen und nimmt auf ihre Scham keine Rücksicht. Das ist unanständig und schmutzig.

Den Jugendlichen ergeht es bei dieser »Pädagogik« nicht besser. …

Weitere Stichwörter: radikalisierte Emanzipationsideologie in neomarxistischer Tradition, Queer-Theorie, Nichtdiskriminierung, UNO, WHO, Sexuelle Gesundheit, Kroatien, Orientierungslosigkeit, Relativismus, Einvernehmlichkeit, Wilhelm Reich, Kibbuz

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5 Antworten zu Gegenentwurf zur „Sexualpädagogik der Vielfalt“

  1. Dirk schreibt:

    Vorsicht vor solchen Gegenentwürfen! Die Linken werden jetzt natürlich harmlos erscheinende Versionen präsentieren, um irgendwie doch noch ihre Inhalte durchdrücken zu können.

    In besagtem Papier lesen wir unter Inhalte:

    Sexualpädagogik stellt verschiedene sexuelle Orientierungen altersgemäß vor, entsprechend ihrer realen Verteilung in der Bevölkerung. Minderheiten werden weder diskriminiert noch idealisiert, Mehrheiten weder unterschlagen noch abgewertet. Vermittelt wird die Achtung vor der jeweiligen Person.

    Es wird weiter von „verschiedene sexuelle Orientierungen“ gesprochen. Das ist eine typisch linke Neusprech-Phrase.
    Es gibt nur die Sexualität zwischen Mann und Frau. Alles andere sind Perversionen.
    Natürlich darf man Schülern vermitteln, daß solche Personen nicht ihr Lebensrecht verwirkt haben. Aber es muß auch klar und deutlich gesagt werden, daß so eine Perversion kein wünschenswerter Zustand ist.
    Wer seine Perversion zuhause betreibt, das kann man noch tolerieren. Aber damit an die Öffentlichkeit zu gehen und andere zu belästigen, ist nicht hinnehmbar.
    Perverse gehören keinesfalls in Politik und Institutionen. Was dabei herauskommt, hat wohl hoffentlich jetzt jeder gesehen.

    • Carolus schreibt:

      An Ihrem Einwand ist wohl was dran!
      Allerdings zeigt das Wort homosexuell, dass diese unglückselige Fehlprägung längst als Abart der Sexualität anerkannt ist, und ich vermute, dass das Wort schon in vorlinken Zeiten erfunden wurde.
      Im Übrigen halte ich die Expertengruppe nicht für linksversifft.
      Freundlichen Gruß!

      • Phoenix schreibt:

        Die Vorarbeit begann schon lange vor 1968. Stichwort Frankfurter Schule.

        Ein wesentliches Mittel ist die Manipulation der Sprache: Wörter werden ausgemerzt und durch verharmlosende, verniedlichende Ausdrücke ersetzt.

        Früher nannte man die Sache klar beim Namen: Widernatürliche Unzucht.

        „Homosexualität“ ist ein widersprüchlicher Begriff. Sexualität bedeutet Vereinigung der Geschlechter. Folglich kann es zwischen Personen gleichen Geschlechts keine Sexualität geben.

      • Carolus schreibt:

        Soweit man Wikipedia trauen kann, wurde das Wort Homosexualität 1868 geprägt:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t#Etymologie_und_Verwendung
        (Nichtsdestotrotz trägt die Frankfurter Schule Hauptverantwortung an der Zerstörung von Familie, Nation, Religion.)

        „Sexualität bedeutet Vereinigung der Geschlechter.“: Ob man sich das wohl so einfach machen kann? Lässt sich das etwa belegen?

        Freundlichen Gruß!

      • Carolus schreibt:

        Noch was, Phoenix: Nach Ihrer Definition von Sexualität hätte Bill Clinton seinerzeit die reine Wahrheit von sich gegeben: „I want you to listen to me. I’m going to say this again: I did not have sexual relations with that woman, Miss Lewinsky.“ (https://en.wikipedia.org/wiki/Lewinsky_scandal) 🙂

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