John Swinton über die freie Presse

https://de.wikipedia.org/wiki/John_Swinton:

… 1880 war John Swinton [– Hauptleitartikler der New York Times –] Ehrengast bei einem Bankett, das ihm die Führer der Zeitungszunft ausrichteten. Jemand sprach ehrende Worte über die unabhängige Presse.

Swinton antwortete (Übersetzung):

„So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren.

Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse?

Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“

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Ergänzung:

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/31/der-journalismus-als-herrschafts-instrument/:

Die Medien können heute dem Menschen die Möglichkeit umfassender Information und Horizonterweiterung bieten. Dies setzt aber eine wache Haltung voraus, in der er nicht einfach naiv oder autoritätsgläubig übernimmt, „was schwarz auf weiß geschrieben steht“ oder mit sonorer Stimme von „da oben“ verkündet wird, sondern es selber durchdenkt und auf seine Stimmigkeit überprüft.

Eine solche Haltung ist indessen noch nicht weit verbreitet, wie man in den Redaktionen sehr wohl weiß. So sind die Medien außerordentlich wirksame Instrumente der Beeinflussung und Meinungsmache, da die von ihnen verwendeten Begriffe unmittelbar in das Bewusstsein der Menschen eindringen, dieses unbemerkt prägen und so Verhalten und Handeln großer Massen steuern können.

Daher haben die modernen Machtstaaten das größte Interesse daran, die Medien direkt oder indirekt in ihren Dienst zu stellen. In Diktaturen versteht sich die mediale staatliche Propaganda von selbst. Dass dies in „Demokratien“ nicht anders ist, nur versteckter stattfindet, dafür müssen die meisten Menschen erst aufwachen. …

Weitere Stichwörter:
Veröffentlichte Meinung, Vierte Gewalt, Elisabeth Noelle-Neumann, Schweigespirale, Zbigniew Brzezinski, Transatlantische Partnerschaft, NATO, transatlantische Organisationen, CIA, Young Leaders, Alpha-Journalisten, Atlantik-Brücke, Vernon A. Walters, Schmiermittel, Udo Ulfkotte, BND, „informelle“ Mitarbeiter, Uwe Krüger, Netzwerke, Münchner Sicherheitskonferenz, Westfälisches System, Bündnistreue, Friedensbewegung

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https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/11/14/der-folgsame-mensch-weshalb-konnen-die-medien-das-bewusstsein-lenken/:

Durch die heutigen Massenmedien Presse, Radio und Fernsehen wird nahezu flächendeckend das öffentliche Bewusstsein  der Menschen beeinflusst und geprägt. Gedanken, Vorstellungen, Gefühle und Urteile, die die meisten in sich tragen, sind von den Medien in sie eingeflossen und bestimmen weitgehend unbemerkt ihre gesellschaftlichen Einstellungen und Handlungen. Der Inhalt ihres gesellschaftlichen Bewusstseins wird nur zum geringen Teil von ihnen selbst aktiv gebildet, der größte Teil ist von äußeren Instanzen sozusagen industriell vorgefertigt, wofür H. M. Enzensberger den treffenden Begriff Bewusstseinsindustrie geprägt hat. Wer die Produktion dieser Industrie direkt oder indirekt bestimmt, kann die Menschen in seinem Sinne lenken. …

Wahrnehmungen müssen begriffen werden …

Unbegriffene Begriffe …

Lenkungs-Vokabeln …

… Neuerdings wurde das öffentliche Bewusstsein mit „Putin-Versteher“ verseucht. Sich gegenseitig zu verstehen ist die Grundlage friedlichen Zusammenlebens. Verstehen bedeutet nicht, dem anderen in allem zuzustimmen, aber es schafft die Voraussetzung, Kompromisse zu finden, in denen auch die berechtigten Gesichtspunkte des anderen berücksichtigt werden. Einem „Putin-Versteher“ wird aber unterschoben, einseitig Partei für Putin zu ergreifen, quasi sein Gefolgsmann zu sein. Der sozial elementar wichtige Begriff des Verstehens wird so diskreditiert. Das ist unterschwellige Hetze zum Konflikt, der zum Krieg führt. Wer nicht über den von außen aufgenommenen Unbegriff „Putin-Versteher“ selber nachdenkt, wird in die gewollte Russland-feindliche Stimmung suggestiv hineingezogen. So werden Menschen zu Feinden gemacht.

Suggestive Bilder …

Die Wirkung von Radio und Fernsehen auf das Bewusstsein …

… In Wirklichkeit sind die Nachrichtensendungen des Fernsehens Veranstaltungen zur Verhinderung eigener Urteilsbildung, wie man sie sich wirksamer wohl kaum denken kann.“

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7 Antworten zu John Swinton über die freie Presse

  1. Nichtmehrwählerin schreibt:

    hart aber fair ins Gästebuch geshrieben

    Es ist unglaublich, mit welcher Anstrengung die NEUE WELT-DENKE medial durchgedrückt werden soll. Hammer auf Hammer. Sendung für Sendung. Und sie läßt nicht davon ab, die Journaille, mit ihrer veröffentlichten Meinung, die nicht öffentliche Meinung ist.(Eben auch die einer korrupten Oberschicht?)

    Nennt man das, was momentan läuft wohl Schwarmblödheit? (siehe „Keine Macht den Doofen“ M. Schmidt-Salomon)
    Ich weiß nicht, wie viele Kinder dieser Herr Bierdel selbst auf diesen deutschen demografischen Nogo-Boden gestellt hat, jedenfalls entblödet sich eine Gesellschaft Zahlungskräftiger, die hier den Steuerzahlnormalos das Wasser abgräbt. Bauchen wir (oder DIE WIRTSCHAFT?) jetzt „gut ausgebildete“ Afrikaner und Araber? :- ) neben Erwerbsmüttern und Quotenfrauen? Fachkräftemangel, gell? Sind das die Herrschaften, die die ab u3-Kids für ein langes Schülerleben in die verkorksten Mensen schicken?
    Was ist mit den an die 300.000 jungen Leute hierzulande, die keinen Ausbildungsplatz finden (gefälschte Zahlen sprechen nur von 21.000)
    Es ist und bleibt der Gipfel, was Medien und *die Entscheider von gestern* vom Stapel lassen!Leider auch ein Herr H.G. (Nur Sven Kunze aus der letzten Sendung scheint etwas kapiert zu haben!)

    Sorry, aber auch bei mir – ehemals verspätete leicht 68-„Infizierte“- , 5-fache Mutter, die hier in den lezten Jahrzehnten erlebt hat, dass ihre Kinder null gefördert worden sind, ein behindertes nicht „includiert“ , die selbst von Politik und Gesellschaft despektierlich diffamiert und diskriminiert worden ist, kommen inzwischen „patriotische“ Anwandlungen auf.

    • Inanna - Welt der Frau schreibt:

      Als individuelle Babys sind wir einst klug und grandios auf diese Welt gekommen, als Kollektiv sind wir strunzdoof und laufen gekauften Klugscheissern hinterher. Lassen uns von einer Politik dieser Maschmeyer-Schröder-Schönen vor jede Einkaufsstation einen obdachlosen Zeitungsverkäufer mit Hund, Handy, Zigaretten und Bierdose stellen oder in Monaco von den Geissens vorführen, wie man es richtig macht. Gern, Mister John Kornblum, fressen wir auch Ihnen Ihr Hormonfleisch aus der Hand und schmieren Bleicreme oben drauf. Und Ungarn, Polen und Thailand werden Neukolonien für die überzähligen Alten, die es hier dank der Körber-Stiftung – „Alter neu erfinden“ – nicht geschafft habe, nochmal ordentlich ehrenamtlich einzuspringen, auf den Tischen und an den Stangen zu tanzen oder als Senior-.Excperte in die Vollen.
      Gewiß haben wir viele „Vor-Urteile“, etwa: Russen hinterlassen keine sauberen Toiletten, iranische Kinder fahren schon mit 18 einen eigenen Golf und beschummeln bei ihren Promojobs und osteuropäische Radebrecher laden sich bei Lidl die Scampipakete in die Wägen und karierten Plastiktaschen. Werde ich jetzt verhaftet? Dass ein weitaus „patriotischerer“ Nachbar ( – noch ein Vorurteil ?: Die Schweizer und ihre Welt-
      Reisen :- ) ) uns einiges voraus hat und davon gut leben kann, ist doch Tatsache und weder nett noch solidarisch: .http://web.de/magazine/wirtschaft/flucht-bankers-uli-hoeness-freuen-schweizer-darueber-30237290.
      Lisa Fiz (bei Plasberg) hat die richtigen Schlüsse gezogen! Und ich in meiner Inanna-Überschau ziehe diese ebenfalls. Diese patriarchalischen und kapitalistischen – neoliberalen Beliebigkeits- Systeme, die lutherischen Nischen und den weberischen protestantischen Leistungsmenschen umfassend oder auch die katholischen Feigenblätter mit einem Marienanteil, gehören wie sämtliche anderen monotheistischen konservativen Fundi-Religionen nicht in diese Zeit! Sie haben ihrerseits Gewalt hinterlassen und keine Gerechtigkeit. Späte Schäden ohne Ende. Allein die Kampagnen bringen es nicht. (aktuell Mädchenbeschneidung)
      Ich würde z.B. auch niemander (sie) raten, sich von einem Christenmann abhängig zu machen, geschweige von dessen Kollektiv! Und solange die „Mütter-entlohnung“ für die Frau nicht anders geregelt ist (Solidargemeinschaft, Gehalt, Ausgleich, Rekreation, Wiedereinstieg, Rente…..) gibt es eben keine kleinen „Deutschen“ mehr! 🙂 Pech. Und schlimmer!

      Der Mythos.
      Das männliche Pendant läßt seit Jahrhunderten auf sich warten.
      „Inanna ist eine fühlende Göttin, intelligent, sensibel und kreativ, politisch und sozial engagiert, sich ihrer selbst, ihrer Position in der Welt und ihrer Verantwortung bewusst. Sie ist bereit, „in die Unterwelt hinab zu steigen“ und alle Aspekte ihrer Entwicklung zu erleben und zu erleiden.

      Die Reifungsphasen von der jungen Frau über die Königin und Mutter bis zur Weisheit der Alten umfassen die Ganzheit weiblicher Identitätsentwicklung und schließen an den Kreislauf des Lebens und seine Zyklen von Fülle und Leere an.“ (Löwisch, Bella Donna )

      • Nichtmehrwählerin schreibt:

        Antwort auf Inanna
        Inanna = ein Bewußtseinsaspekt? Das geht natürlich nicht. 😦 Das verschweigt nicht nur die „unabhängige Presse“! Das verschweigt noch lieber die abhängig machende Männer-MACHT.
        Wenn schon die Römer vor Jahrtausenden Fußbodenheizung und Kanalisation unterhielten (oder die Inka o.a. Bewässerungssysteme ), ist nicht nachzuvollziehen, dass sich heutige Nationen wie Schweinchen verhalten. Aussen hui und innen pfui.
        Unser Land ist nur so gut, wie seine Richter, Politiker, Beamten und Theologen, denen wir die Macht geben: EINE SCHANDE! Eine Schande, z.B. allein die Rentner-Armut!
        Ich wähle erst wieder, sobald die rabenschwarze Plünderbande „da oben“ selbst auch in die Rentenkasse einzahlt oder kompensierend einen Soli für ihre Flüchtlingspolitik aus ihren Privilegienüberschüssen beiträgt. Wann das sein wird?

      • Nichtmehrwählerin schreibt:

        mein letzter Beitrag – Antwort an Inanna – macht so natürlich keinen Sinn (ist aber nachzulesen bei *woran glauben?* – Morbus Brüssel, Frauen und Religion – ein problematisches Verhältnis)
        stimmt! ich bin „radikal“ :- ( Frauen und Gesellschaft = ein problematisches Verhältnis!
        – egal worum es geht: man könnte soo o o einen Hals kriegen!
        wer allein heute die nachdenkseiten(AM) studiert hat, ist gerüstet für einen heissen Abend
        Maybrit Illner – Rente ohne Zukunft – ZDF

  2. Nichtmehrwählerin schreibt:

    Maybrit Illner = freie Presse?
    an diesem Beispiel kann man prima aufzeigen, wie so etwas abläuft: die Mission einer TV-Sendung „im Dienste“…von wegen „freie Presse“
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21030

    • Nichtmehrwählerin schreibt:

      cc Maybrit Illner
      so arbeiten die Medien! Was für eine schwache Sendung! Man könnte zum Schluß kommen: im Dienste der Nichtbeitragseinzahler in die Rentenk(L)asse (fast aller, wie sie da saßen und klug schissen!) . Es fehlte ganz und gar der Hauptaspekt! Nämlich die Aufdeckungen von Otto Teufel!

      Aber so läuft es im Staate D. STINKEFINGER, mindestens zehn

      • Inanna - Welt der Frau schreibt:

        Auch die Rente mit 63 ist also eine MÄNNERRENTE! Resultierend aus den noch gut bezahlten Facharbeiterjahren, als die Frauen gehilfinnengemäß im Hause walteten. Ohne Rentenansprüche, versteht sich.

        Meine Kindheitsjahre in den 50ern sind geprägt von Märchen, Mythen, Sagen.
        Grimm, Bechstein, Hauff, Andersen.
        Allesamt auf der patriarchalischen Ebene.
        Das Gute siegt. Der Tod eine Wandlungsstufe.
        Die Mädchen sittsam, fleißig, gehorsam geprägt. Im reifen Alter am liebsten nach Vorbild Nonne mit entsprechendem Bräutigam.
        Ich erinnere mich gar nicht daran, wer damals die Zeit hatte, mir all diese Märchen vorzulesen und mir unterschwellig die christliche Moral einzuimpfen, wonach ein gottgefälliges Frauenleben am Ende belohnt wird. Wird es nicht irdisch materiell belohnt, so wird es doch jenseitig immateriell belohnt. Wobei Sterntaler m.E. ein Vorbild für das Wohlstandsevangelium darstellt.

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