Papstinterview über Synode, Kasper, Burke etc.

http://www.kath.net/news/48606   Papst spricht in neuem Interview über Synode, Kasper und Burke   (7.12.):

Großes Aufsehen hat am Sonntag ein neues langes Interview von Papst Franziskus verursacht, in dem er sich u. a. über die Themen Klerikalismus, Familiensynode, Homosexualität, Wiederverheiratete, Änderungen der Lehre, Widerstand gegen den Papst, die Vorschläge Kardinal Kaspers, die Versetzung Kardinal Burkes, gesundheitliche Probleme und Reisepläne äußerte. ….

… Franziskus sprach sich im Interview … beim kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gegen eine Verengung auf die Frage des Kommunionempfangs aus. Zugleich ließ er seine eigene Position weiter offen. „Das allein kann keine Lösung sein, die Lösung ist die Integration“, sagte er.

Konkret regte Franziskus an, etwa den bisherigen Ausschluss von wiederverheirateten Geschiedenen als Taufpaten oder Kommunionhelfer zu überdenken. Wiederverheiratete Geschiedene seien zwar nicht exkommuniziert, praktisch würden sie jedoch so behandelt, beklagte Franziskus.

Zum Vorschlag des deutschen Kardinals Walter Kasper, den bisherigen Ausschluss wiederverheirateter Geschiedener von der Kommunion zu überdenken, sagte der Papst, Kasper habe Thesen aufgestellt, die „einige Theologen“ erschreckt hätten. Sie hätten eine Zulassung zur Eucharistie abgelehnt, gleichzeitig jene zur geistlichen Kommunion jedoch befürwortet.

Wörtlich fuhr der Papst fort: „Sagen Sie mir: Braucht man die Gnade Gottes nicht, um die geistliche Kommunion zu empfangen?“

… Franziskus stellte zugleich klar, dass die Bischofssynode nicht in erster Linie über homosexuelle Lebensgemeinschaften gesprochen habe. Eigentliches Thema sei vielmehr der Umgang von Familien mit ihren homosexuellen Kindern gewesen. [???]

Zu den Berichten, Kurienkardinal Raymond Leo Burke sei wegen dessen Äußerungen während der Bischofssynode strafversetzt worden, sagte der Papst, er habe Burke schon lange vor der Synode den Vorschlag gemacht, von der Spitze des obersten vatikanischen Gerichtshofs zum Malteserorden zu wechseln.

… Burke sei eines Tages zu ihm gekommen und habe ihn gefragt, warum er in seinem Amt noch nicht bestätigt worden sei, berichtete Franziskus in dem Interview. Er, der Papst, habe darauf verwiesen, dass sein Kardinalsrat für die Kurienreform noch nicht über eine Neustrukturierung der vatikanischen Gerichte befunden habe. Dann habe er die Anfrage des Malteserordens nach einem neuen Kardinalpatron erhalten. Da sei ihm Burke in den Sinn gekommen, weil dieser sich als US-Amerikaner in dem Ambiente bewegen könne. …

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