AfD-Brief an Bernd Lucke

Konrad Adam, Alexander Gauland, Frauke Petry, Marcus Pretzell und Beatrix von Storch versuchen, Bernd Lucke auf Vordermann zu bringen:
http://journalistenwatch.com/cms/2015/01/03/adam-gauland-petry-von-storch-brief-an-lucke/:

Es sind Menschen zu uns gestoßen, die nicht allein Alternativen zum Euro suchen, sondern auch zu vielen anderen Fehlentwicklungen in unserem Land. Es sind Menschen, die Zuwanderung nicht allein nach wirtschaftlichen Notwendigkeiten, sondern auch im Sinne einer kulturellen Verträglichkeit gesteuert sehen möchten. Es sind Menschen, die eine islamische Überfremdung fürchten, und solche, die sich ein europäisches Haus nicht gegen Russland wünschen. Dies alles, lieber Bernd Lucke, sind Themen, die eine Persönlichkeit allein nicht glaubwürdig repräsentieren kann, vor allem dann nicht, wenn sie diese nicht inhaltlich vertritt.

… Aber in anderen Fragen brauchen wir an der Parteispitze gleichberechtigte Repräsentanten, die auch die anderen Themen überzeugt und überzeugend vertreten. Sie, Bernd Lucke, haben in Straßburg für Sanktionen gegen Russland gestimmt; für das EU-Ukraine-Assoziierungsabkommen und damit für die Vorbereitung der Aufnahme der Ukraine in die EU und die Nato; für das EU-Georgien-Abkommen mit einer ähnlichen politischen Schlagrichtung; Sie wollen nicht gegen das Gender-Mainstreaming „agitieren“, wie Sie sagen, weil Wikipedia darunter die „Gleichstellung der Geschlechter“ definiert — und das ja eigentlich gut sei, … Sie wollten in einer Mail an alle Mitglieder am 1. November 2014 faktisch allen den Parteiaustritt nahelegen, die kritisch über Zins- und Zinseszins, das Geldsystem oder eine goldgedeckte Währung, über den Einfluss amerikanischer Banken auf die Politik oder die Souveränität Deutschlands nachdächten. Die AfD lehne ab, was als sogenannte Systemkritik daherkomme. Nur durch gut funktionierende Teamarbeit im Vorstand konnte der Versand dieser Mail verhindert werden.

Und weitere Bewährungsproben stehen bevor: das Freihandelsabkommen mit den USA [TTIP], die eventuelle Nato-Mitgliedschaft der Ukraine und die Behandlung anderer Nachfolgestaaten der Sowjetunion. …

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Ergänzung 6.1.2015:

http://www.freiewelt.net/nachricht/henkel-afd-beleidigt-parteifreund-adam-10051023/   (5.1.):

Der AfD-Vizevorsitzende Konrad Adam kritisiert des Vorsitzenden Bernd Lucke eigenmächtiges Vorgehen. Vize Hans-Olaf Henkel beleidigt daraufhin Adam in einer bis dato nicht gekannten Weise.

Hans-Olaf Henkel, Mitglied des Europäischen Parlaments und Mitglied des Bundesvorstands der AfD, hat seinen Parteifreund und Vorstandskollegen Konrad Adam in einer E-Mail rüde abgekanzelt. »Sie sind total von der Rolle«, schreibt Henkel an Adam, »und merken es offensichtlich nicht einmal.«

Es folgt ein Schwall an Beleidigungen, der auch erfahrene Parteimitglieder schockieren dürfte. …

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http://www.freiewelt.net/nachricht/experte-warnt-vor-satzungsentwurf-fuer-afd-von-bernd-lucke-10051145/   (6.1.):

AfD-Co-Chef Lucke will seiner Partei eine neue Satzung geben. Doch der Entwurf stößt auf Kritik. Parteienrechtsexperte Markus E. Wegner hat die AfD-Basis in einer Rundmail zum Widerstand aufgerufen. …

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Ergänzung 7.1.2015:

http://www.freiewelt.net/nachricht/lucke-geht-auf-abstand-zu-pegida-10051153/   (6.1.):

Bernd Lucke (AfD) distanziert sich von Pegida. Von einem Schulterschluss will er nichts wissen. Zugleich trifft sich seine Co-Sprecherin mit den Organisatoren.

Auf dem Parteitag Ende dieses Monats möchte Lucke die Parteisatzung ändern, um der AfD künftig als alleiniger Sprecher vorzustehen. Dabei trifft er auf den Widerstand seiner Co-Sprecherin Frauke Petry und des sächsischen Landesvorsitzenden der AfD, Alexander Gauland.Gauland hatte Ende vergangenen Jahres eine Pegida-Kundgebung in Dresden besucht und Petry hat für den kommenden Mittwoch Pegida-Organisatoren zu einem Gedankenaustausch in den sächsischen Landtag eingeladen. …

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Eine Antwort zu AfD-Brief an Bernd Lucke

  1. Vitus schreibt:

    Das darf nicht war sein, Bernd Lucke, den ich bisher für einen sehr guten Mann hielt, votiert für die Aufnahme der Ukraine in EU und Nato, für TTIP und rührt keinen Finger gegen Gender? Das wusste ich bis heute nicht – ein echter Schlag!
    Und jetzt bleibt keine Partei mehr die ich wählen kann!

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