Islam: „Theologie der Gewalt“

http://www.kath.net/news/49338 Islamforscher kritisiert Theologie der Gewalt bei Muslimen (4.2.):

Der Wiener islamische Religionspädagoge Ednan Aslan wirft muslimischen Gelehrten und Organisationen in Deutschland vor, eine «Theologie der Gewalt» zu lehren. Das Predigen tradierter islamischer Rechtsvorschriften sei direkt verantwortlich für Terroranschläge, sagte er dem Bonner «General-Anzeiger» (Mittwoch).

«Es ist höchste Zeit, dass sich muslimische Theologen kritisch mit ihrer eigenen Lehre auseinandersetzen», fügte er hinzu. Gewalt und Terror hätten «sehr wohl etwas mit dem Mainstream-Islam zu tun». In den Vorschriften der vier prägenden Rechtsschulen, von den Sunniten bis zu den Schiiten, heiße es, man müsse jene töten, die Gott und seinen Gesandten beleidigen. «Die Tötung von Homosexuellen wird in jedem Rechtsgrundwerk des Islams gefordert.»

… Pessimistisch zeigte sich der Religionspädagoge mit Blick auf die Rolle der Türkei. «Ich beobachte eine Salafisierung, eine Rückwärtsbewegung vieler türkisch-islamischer Fakultäten», sagte er. Selbst an renommierten Universitäten wie Oxford, Cambridge und Harvard werde die Islamwissenschaft großzügig von den Golfstaaten finanziert – «da haben die Kollegen keine Chance, etwas gegen die Lehre der Gewalt zu unternehmen». …

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Ergänzung:

Aus dem oben genannten Interview
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/national/Islamische-Theologie-fusst-auf-Gewalt-article1553456.html (4.2.):

Heißt es denn nicht, dass der Islam eine friedliebende Religion sei, der Koran keine Gewalt verherrlicht?
Aslan: Ich verstehe Leute nicht, die die Position vertreten, die Gewalttaten hätten nichts mit dem Islam zu tun. Sie haben sehr wohl etwas mit dem Mainstream-Islam zu tun! In den Vorschriften der vier prägenden Rechtsschulen, von den Sunniten bis zu den Schiiten, heißt es, man muss jene töten, die Gott und seinen Gesandten beleidigen. In Saudi-Arabien gibt es jede Woche auf ordentlicher Rechtsgrundlage Auspeitschungen und Enthauptungen, und es hat sie immer gegeben. Es gehört nur zur Doppelmoral westlicher Politiker, auch Angela Merkel, solche Zustände etwa in Syrien oder im Irak anzuprangern, nicht aber in Riad. Man macht sogar noch Geschäfte mit Saudi-Arabien. Mit diesem Widerspruch kann ich kaum leben.

Gibt es andere, konkrete Beispiele?
Aslan: Die Tötung von Homosexuellen wird in jedem Rechtsgrundwerk des Islams gefordert. Es heißt, man solle sie von einem Berg stoßen oder von einer Wand begraben lassen. Wenn in diesen Tagen Homosexuelle von Hochhäusern in Syrien geschmissen werden, dann werden dort genau diese tradierten Rechtsvorschriften in die Praxis umgesetzt. Der IS könnte seine Geiseln mit den modernen Maschinengewehren erschießen, die er hat – stattdessen kommt es zu Enthauptungen mit dem Messer. Warum? Weil auch die IS-Männer glauben, eine alte Tradition des islamischen Rechts wiederzubeleben. Es ist also höchste Zeit, dass sich muslimische Theologen kritisch mit ihrer Lehre auseinandersetzen. Man kann Leute nicht als Barbaren beschuldigen, wenn sie bloß das Recht, das sie inhaliert haben, in die Praxis umsetzen.

Wo wird der Islam als Theologie der Gewalt denn gelehrt?
Aslan: Überall! Im Jemen, in Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten und zum Teil auch in der Türkei. Da die rund 2000 Imame, die in Deutschland arbeiten, obendrein nahezu alle islamischen Organisationen wie DITIB, Milli Görüs, die Kulturvereine, zum größten Teil aus dem Ausland gesteuert werden, können sie sich dieser Theologie kaum widersetzen. Sie folgen Anweisungen und können ihre Rolle nicht überstrapazieren. Und das macht mir Angst, das macht anderen Muslimen Angst: Dass wir den Islam bislang nicht europäisch prägen konnten. …

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Ergänzung 6.2.2015:

http://www.blu-news.org/2015/02/05/islamische-theologie-gruendet-auf-gewalt/:

… Der Islam stehe der Gewalt viel näher als das Christentum, so [der katholische Kirchenhistoriker Arnold] Angenendt, der seit 1999 den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster inne hat. Angenendt erinnert beispielhaft daran, dass das Christentum und der Islam eine gänzlich unterschiedliche Definition des Märtyrertums habe. Als Christ dürfe man das Martyrium nicht anstreben; es geschehe als Widerfahrnis beim Einsatz für den Glauben. Der Islam versteht das Martyrium sozusagen als Schleudersitz ins Paradies, mit all den dort versprochenen Belohnungen, eingeschlossen die sexuelle Belohnung. …

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Ergänzung 12.2.2015:

Hans-Peter Raddatz: http://www.andreas-unterberger.at/2015/02/salah-ad-din-bzw-saladin-ij-keine-toleranzikone/ (4.2.):

Die deutsche „Welt“ empfiehlt angesichts der ungeheuerlichen islamischen Tat [Menschenverbrennung bei lebendigem Leib] ausgerechnet Lessings „Nathan der Weise” zu lesen. Dort wird ein hehres Bild des muslimischen Mörders Sultan Saladin gezeichnet. Die Fakten sind anders.

Dem berühmten Ayyubidenfürsten Salah ad-Din beziehungsweise Saladin (gest. 1193) misst die westliche Islamophilie ein Höchstmaß an Toleranz gegenüber Andersgläubigen zu. In Lessings Ringparabel ist ihm ein literarisches Denkmal gesetzt worden.

Die Geschichte beschränkt sich auf deutlich realistischere Maßstäbe. Die Chronisten werden nämlich nicht müde, Saladins Vorzüge als mudjahid zu preisen, dem traditionsgemäß das Kriegshandwerk wichtiger war als das Fasten und die Wallfahrt.

Sie berichten, dass er geplant hatte, „die Franken bis in ihre fernen Länder zu verfolgen, um keinen an der Oberfläche der Erde leben zu lassen, der nicht an Allah glaubt, oder zu sterben“.

Auf dem Weg dorthin hatte er Gelegenheit, ein Exempel zu statuieren, als er im Jahre 1187 die Stadt Tiberias zurückeroberte und Befehl erteilte, ihm möglichst viele Gefangene vorzuführen. Sein Sekretär Imad ad-Din, bekannt für genaue Schilderungen, berichtet uns:

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