Pflichten der Frau im Islam

Der ägyptische Imam Scheich Abdel Moez al-Eila hielt am 23.1.2015 in der Al-Nur-Moschee eine islamkonforme Freitagspredigt.

http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/buschkowsky-fordert-ausweisung-von-islamischem-hassprediger/ (4.2.):

„Wenn ein Mann eine Frau ins Bett ruft und sie sich verweigert und einschläft, dann verfluchen sie die Engel“, predigte al-Eila. „Eine Frau darf niemals Nein sagen, unter keinen Umständen!“ … Im übrigen dürfe eine Frau nicht ohne Erlaubnis das Haus verlassen …

… Die Unterordnung der Frau gehört zu einer zentralen Vorschrift im Islam. In einer prominenten Passage des Korans heißt es: „Die Frauen sind euer Saatfeld. Bestellt es, wo immer ihr wollt.“

An einer anderen Stelle heißt es über widerspenstige Ehefrauen: „Ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie. Wenn sie euch aber gehorchen, dann sucht kein Mittel gegen sie.“ …

http://www.focus.de/politik/videos/imam-abdel-moez-al-eila-in-freitagspredigt-eine-ehefrau-darf-zum-sex-mit-ihrem-mann-nicht-nein-sagen_id_4448250.html (3.2.):

… Männer sind der Verführung ausgesetzt.

Der Prophet Mohammed hat dies gemeint, als er sagte: ‚Wenn einem von Euch eine Frau gefällt, die er sieht, passiert folgendes: Ein Mann geht die Straße hinunter und sieht eine Frau, die ihn erregt. Der Prophet Mohammed sagte ihm daraufhin, er solle mit seiner Frau schlafen. Er solle schnell nach Hause gehen und Sex mit seiner Frau haben. Dann werde Allah den Drang sofort von seinem Herzen nehmen.

Doch ach, wenn er nach Hause geht, trifft er dort seinen Dämon von Frau. Was soll ein Mann also tun? Wenn er seiner Frau sagt, dass sie ins Bett kommen soll, sagt sie, dass sie beschäftigt sei. …“

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Ergänzung 7.2.2015:

http://www.politplatschquatsch.com/2015/02/süße-versuchung-islam-ja-ich-konvertiere! html (5.2.)

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Ergänzung 17.2.2015:

Holger Lahayne: http://www.freiewelt.net/eure-frauen-sind-euch-ein-saatfeld-10054573/ (17.2.):

… Eine Welle der Empörung löste auch die Predigt des Ägypters Abdel Moez al-Eila in der Al-Nur-Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln am 23. Januar aus. Der Gastprediger behauptete dort (natürlich auf Arabisch): „Eine Frau darf nicht den Sex mit ihrem Mann verweigern. Sie darf keine Ausreden oder Vorwände benutzen. Wie schon der Prophet und viele andere Gelehrte gesagt haben: Wenn ein Mann seine Frau ins Bett ruft und sie sich verweigert und einschläft – dann verfluchen die Engel sie!“ Außerdem dürfe eine Frau das Haus ohne die Erlaubnis ihres Mannes nicht verlassen. „Und unter keinen Umständen darf sie außerhalb des Hauses übernachten. Eine Frau darf keinen Job ohne die Erlaubnis ihres Mannes annehmen.“

Die Presse verurteilte Anfang Februar diese und weitere Aussagen natürlich einhellig als frauenverachtend. Der Berliner Innensenator sprach von einer „Zumutung für jeden klardenkenden Menschen“. Auch Muslime in Deutschland äußerten sich kritisch. Der Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB) erstattete sogar Strafanzeige gegen den Prediger wegen des Verdachts der Beleidigung, der Volksverhetzung und der öffentlichen Aufforderung zur Gewalt: „Bei diesen Aussagen handelt es sich um eine alle Frauen herabwürdigende finstere Ideologie, die geächtet, gestoppt und bestraft werden sollte“.

Gewiss ist zu begrüßen, wenn muslimische Verbände und viele Einzelpersonen mit dem konservativen Scheich aus Ägypten nicht übereinstimmen wollen. Es stellt sich aber auch die Frage, inwieweit seine Aussagen tatsächlich der Lehre des Islam und den Suren des Korans entsprechen. Auf dem Hintergrund der doch sehr abstrakten Debatte um die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland sollte konkret untersucht werden, welches das islamische Frauenbild ist. Gehört dieses Frauenbild zu Deutschland?

Christine Schirrmacher ist einer der wichtigsten Islamexperten im deutschsprachigen Raum. Jüngst erklärte sie im Rahmen der Berliner Sicherheitsgespräche zum Thema Islamismus, dass eine innerislamische Debatte über Gewalt im Namen der Religion notwendig ist. Und sicher ist auch eine solche Diskussion um die Rechte und Rolle der Frau von Nöten. Sehr sachlich hat Schirrmacher dazu in ihrem Nachschlagewerk Kleines Lexikon zur Islamischen Familie (Hänssler-Verlag, 2002) Stellung genommen. Auch auf den Seiten des „Instituts für Islamfragen der Evangelischen Allianz in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ können unter „Artikel“ zu „Frauen und Familie im Islam“ die meisten Informationen nachgelesen werden.

Hier nun Auszüge aus den Texten von Schirrmacher zum Stichwort „Frau“, „Mann“ und „Sexualität“. Man kann sich selbst ein Bild davon machen, ob der ägyptische Prediger sich mit seinen Hauptaussagen im Rahmen des traditionellen Islams bewegt hat oder nicht.

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Ergänzung 27.2.2015:

http://www.freiewelt.net/nachricht/neukoelln-will-salafisten-moschee-verbieten-10055297/ (27.2.):

Die Al-Nur-Moschee im Berliner Bezirk Neukölln soll verboten werden. Ein entsprechender Antrag der CDU-Opposition wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die Moschee gilt als  Ort des religiösen Fanatismus.

Die designierte Nachfolgerin des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky will die Al-Nur-Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln verbieten lassen. Sie sprach von einer Angelegenheit, »bei der es um die Gefährdung des sozialen Friedens in unserem von Vielfalt geprägten Bezirk geht«. Die Moschee sorgte mehrfach für bundesweite Schlagzeilen. Zuletzt hatte ein ägyptischer Gastprediger erklärt, Frauen dürften sich ihrem Ehemann niemals verweigern oder das Haus ohne seine Erlaubnis verlassen.

Als der Inhalt der Predigt auch außerhalb der Moschee bekannt wurde, sorgte er für einen Skandal. Der Bezirk Neukölln will den Träger der Al-Nur-Moschee, die »Islamische Gemeinschaft Berlin«, nun verbieten lassen. …

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2 Antworten zu Pflichten der Frau im Islam

  1. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  2. Elisabeth schreibt:

    Ein häufiger Beziehugs- SARGNAGEL sind ebenso deutsche fundamentalistische Gemeinden, die die Anerkennung des „Unterlegenen“ in einer (interkonfessionellen/interreligiösen) Mischehe verweigern und ALLE GEGEN EINEN konstellieren.
    Das führt leider zu unüberwindbaren negativen Dynamiken, wenn die Systeme interagieren….

    Aus mangelnder Anerkennung (im Zeitalter der Integration und „Inklusion“) geschah oft Kompensation und Anpassung an den bevorzugten Lebensstil der Gemeinschaft. Wie ungerecht diese Systeme (Kirchen) dann hinterrücks zuschlagen, sah man in den aktuellen Äusserungen des Papstes!
    Wohl den Frauen, die diese Relikte nun endgültig nicht mehr ernst nehmen und aus ihrem Wirkungs-und Einlfußradius streichen!

    Das christliche Allianz-Völkchen z.B. hat sich ja einerseits rührend um ihre pornosüchtigen Jünglinge und Knäblein gekümmert …
    aber zu Frauen, die PROBLEME ( wie Heimweh, Verluste, Identitätsausmerzung….) nicht am Garderobenhaken abgegeben haben, hieß es „WIR sind nicht zuständig“.
    Stattdessen tönten die bibelschulausgebildeten Kontrollettis vom Dienst, von der Kanzel, ebenso (an die Frauen): „Wir dürfen uns nicht verweigern“..analog Islam-Taliban….

    Der Stärkere wird den Schwächeren immer als bedürftigen Bittsteller wahrnehmen, was seinen Respekt weiter abbaut. Und JEDES KIND MEHR, macht eine Frau zumindest in unserem System, in unserer Gesellschaft, gerade in den religiösen, unweigerlich SCHWÄCHER und abhängiger. (siehe Demografieforschung in den Religionen Dr. Michael Blume)
    Haben Sie sich mal die Frage gestellt, werter Leser (oder Pfarrer) warum und wodurch Frauen diese „besondere“ Chriffre von Liebe lernen???!!

    JEDE VIERTE! DAS IST VIEL!!
    ——
    Jede vierte Frau in Deutschland hat schon körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Doch obwohl das Gewaltschutzgesetz seit mehr als zehn Jahren die Opfer häuslicher Gewalt deutlich besser schützt als zuvor, werden ihre Erfahrungen immer noch tabuisiert, verharmlost und schnell entschuldigt.

    Auch von den betroffenen Frauen selbst, die aus allen gesellschaftlichen Schichten kommen. Dabei ist es nicht nur die Angst vor dem Täter, die die Opfer schweigen lässt. Es ist auch die Scham, sich nicht vor der körperlichen und psychischen Attacken des Partners schützen zu können und den Kindern ein gewaltgeprägtes Familienleben zuzumuten. Stattdessen versuchen die Frauen, die erlittenen Demütigungen, Misshandlungen und sogar lebensgefährlichen Verletzungen zu entschuldigen. Sie selbst hätten die Bestrafungen durch eigene Fehler oder Unzulänglichkeiten provoziert, meinen viele Opfer. Sogar gutausgebildete, ökonomisch unabhängige Frauen versuchen oft, die immer wieder neu erlebten Gewalterfahrungen zu vertuschen, weil sie nicht wahrhaben wollen, wie wehrlos und abhängig sie sind.

    Hinzu kommen die Angst vor dem Stigma und das fehlende Vertrauen in die staatlichen Institutionen. Tatsächlich gibt es aber vor allem in den Ballungsgebieten Unterstützungsangebote und Netzwerke: Frauenberatungsstellen, Polizei, Justiz und Jugendhilfe arbeiten zusammen, um gewalterfahrenen Frauen und ihren Kindern zu helfen.

    Warum tun sich viele Frauen so schwer, eine gewaltgeprägte Partnerschaft frühzeitig zu beenden? Was hilft den Opfern, um auch langfristig einen Ausweg aus dem gewalttätigen Alltag und die Kraft für einen Neuanfang zu finden? Wie können Außenstehende für Anzeichen häuslicher Gewalt sensibilisiert werden und den Betroffenen helfen?

    dlf, Lebenszeit. 6.2.2015…nachhören
    http://www.deutschlandfunk.de/haeusliche-gewalt-wenn-schlaege-den-alltag-bestimmen.1176.de.html?dram:article_id=310566
    siehe auch

    Anna Bischoff, Autorin des Artikels im Magazin der Süddeutschen Zeitung „Herzschlag“ vom 23. Januar 2015,

    bis heute HERRscht Uneinsichtigkeit…Die Scham hat noch IMMER die Frau,
    nicht die Gesellschaft, nicht der Täter, nicht die Kirche…
    die SCHULD ebenso

    wann ent-schuldigen sich die drei?

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