Alltägliche linke Sprachmanipulation

Lion Edler: http://jungefreiheit.de/kolumne/2015/der-leninismus-in-unserer-sprache/ (24.2.):

Auch wenn die einwanderungskritische Pegida-Bewegung nun erst einmal geschwächt ist, so steht eines dennoch fest: Die Risse in der Mauer des linken Meinungskartells werden immer hartnäckiger. Wenn man sich nun die Frage stellt, warum es überhaupt so lange gedauert hat, so muß dabei auch die alltägliche Manipulation der Sprache beleuchtet werden. Stéphane Courtois meint im „Schwarzbuch des Kommunismus“, ein „wesentliches Kennzeichen des Leninismus“ bestünde in „der Manipulation der Sprache, in der Abkoppelung der Wörter von der Realität“. …

Der wichtigste Pfeiler des heutigen sprachlichen Manipulationssystems besteht in der linken Manipulation des Begriffs „politisch rechts“. Indem nämlich permanent suggeriert wird, daß „rechts“ ein Synonym für „rechtsextrem“, mindestens aber ein Synonym für Ausländerfeindlichkeit wäre, betreibt man die Diffamierung von 50 Prozent des Meinungsspektrums. … Links und Mitte ist erlaubt, rechts ist verboten.

… Hochkonjunktur hat derzeit auch der stereotyp verbreitete Begriff „Putin-Versteher“. Dieser Begriff soll ebenfalls unbewußte Assoziationen wecken, nämlich die Assoziation zum Begriff „Frauenversteher“. Unterbewußt wird somit vermittelt: Wer in der Ukraine-Krise nicht die einseitige westliche Brille trägt, der ist ein unmännlicher und verweichlichter Warmduscher. Eine unkritische Sicht auf Putin ist natürlich genauso falsch wie die einseitige westliche Sicht – aber die Manipulationsvokabel „Putin-Versteher“ richtet sich nicht nur gegen blinde Putin-Jünger, sondern auch gegen jene, die sich durchaus distanziert um ein nüchternes „Verstehen“ der russischen Perspektive bemühen.

Seit kurzem hat dieser Begriff mit „Pegida-Versteher“ einen sprachlichen Nachfolger gefunden. Auch in diesem Fall wird der Kampfbegriff dazu verwendet, um dezidiert nichtlinke – also rechte – Gedankengänge zu verhindern. Die Rubrik „Versteher“ wird schließlich nur für solche Personenkreise eingeführt, die nicht in das „politisch korrekte“ Meinungskartell passen – also für Putin, Pegida oder die AfD. Dagegen ist es kein Zufall, daß man in den Medien noch nie etwas von „Occupy-Verstehern“, von „Gysi-Verstehern“ oder von „Antifa-Verstehern“ gehört hat.

Wir haben nicht nur eine „Lügenpresse“, sondern auch eine „Lügensprache“.

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Ergänzung:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/37823-neusprech-anweisung-der-regierung-in-sachen-ukraine (24.2.):

Neue Form von Staatspropaganda: Das Auswärtige Amt verbreitet “Argumentationshilfen” zur westlichen Auslegung der Vorgänge in der Ukraine und nennt dies „Realitätscheck“.  Zielgruppe: offenbar staatsnahe deutsche “Journalisten“. Krieg ist Frieden.

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