Theologischer Fortschritt dank neuer Quellen!

http://www.kath-info.de/ Theologischer Fortschritt dank neuer Quellen! (27.2.):

Der deutschen Kirche ist endlich der entscheidende theologische Durchbruch gelungen: Nicht mehr bloß Schrift und Tradition, „sondern auch die Realität von Menschen und der Welt“ seien Quellen theologischer Erkenntnis, meinte ein deutscher Bischof [Franz-Josef Bode] dieser Tage mit Blick auf die heutige Realität gescheiterter Ehen und “wiederverheirateter” Geschiedener.

Vorbei also die Zeiten, in denen wir wie ein Hund an der Kette an die einmal ergangene Offenbarung rückgebunden sind! Vorbei die Zeit, in denen wir uns verzweifelt bemühen, die Realität den Forderungen des Evangeliums anzupassen und, wie Spaemann es formuliert hat, die “Schönheit der Botschaft” zu erschließen. Nun sind die Zeiten angebrochen, in denen wir von der Realität lernen, die Forderungen des Evangeliums herunterzuschrauben und diese “Kapitulation vor dem säkularen Mainstream” (Spaemann) als neue Barmherzigkeit zu verkaufen.

Sicherlich kann die Kirche dann auch im Erfolg der Homobewegung die Stimme Gottes zur Neubewertung gleichgeschlechtlicher Sexualität erkennen, in der Genderbewegung die Einladung zur Überwindung der langweiligen Zweigeschlechtlichkeit des Menschen, in der massenhaften Abtreibung die Forderung, endlich das Lebensrecht der ungeborenen Menschen dem Selbstbestimmungsrecht der geborenen Menschen unterzuordnen. …

http://www.kath.net/news/49624 DBK-Vorsitzender Marx: ‚Wir sind keine Filialen von Rom‘ (26.2.):

Marx sorgt für Diskussion: „Wir können nicht warten, bis eine Synode sagt, wie wir hier Ehe- und Familienpastoral zu gestalten haben“. In Einzelfragen der Seelsorge „kann die Synode nicht im Detail vorschreiben, was wir in Deutschland zu tun haben“

… Für Diskussionen insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook sorgte dann auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Seiner Auffassung nach erörtern die Teilnehmer nicht nur Ehe- und Familienfragen, sondern die Möglichkeit eines Paradigmenwechsels. Für Bode sei es laut dem Bericht der „Tagespost“ eine Grundfrage, ob nicht nur Schrift und Tradition Quellen der theologischen Erkenntnis seien, „sondern auch die Realität von Menschen und der Welt“. Er beruft sich dabei auf das Zitat aus „Gaudium et spes“: „Es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen (denen der Jünger, A. d. R.) seinen Widerhall findet“. Seine Schlussfolgerung: „Nicht nur die christliche Botschaft müsse Resonanz in den Menschen finden, sondern die Menschen müssen Resonanz bei uns finden.“

Auf die Frage, welche Theologen richtungsweisend in den Augen der Bischöfe seien, verwies Bode dann auf den Freiburger Moraltheologen Eberhard Schockenhoff. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder mit umstrittenen Meldungen für Aufsehen gesorgt….

http://www.kath.net/news/49644 Mit Kardinal Marx und Bischof Bode auf deutsch-katholische Sonderwege (2.3.):

In seltener Klarheit haben Kardinal Marx und Bischof Bode bei der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz den Sonderweg der Kirche in Deutschland angekündigt. Ein kath.net-Kommentar von Johannes Graf

http://www.kath.net/news/49684 Bischof Bode und ‚die Realität von Menschen und der Welt‘ (4.3.):

Victoria Bonelli schreibt an … Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück.

… ich würde gerne dem Vorsitzenden der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz das Leben an der wirklichen Basis näherbringen: In meinem Milieu an der Uni spielt so etwas wie „Sexualmoral“ eine recht untergeordnete Rolle. Und die Frage, ob Wiederverheiratete kommunizieren dürfen, bewegt meine Kommilitonen soviel, wie ob in China ein Sack Reis umfällt. Über den Begriff „Familie“ gibt es bei uns keinerlei Konsens, außer dass damit niemand diskriminiert werden darf. Meine Mitstudenten experimentieren mit One-Nights-Stands, offenen Partnerschaften, Dreiecksbeziehungen und sonstigen Formen von Promiskuität. Richtig glücklich ist damit niemand.

Einer meiner Studienkollegen lebt mit einer Gruppe von sieben anderen jungen Männern in regelmäßigem Sexualkontakt und ist mit allen irgendwie „zusammen“ – ich weiß nicht, ob Sie sich die Eifersuchtsszenen vorstellen können, mit denen diese Jungs uns regelmäßig konfrontieren. Beziehungsstatus: „kompliziert“. Das ist aber noch immer besser als andere Abenteurer meines Jahrgangs, die mit Smartphone und Internetplattformen ständig herauszufinden suchen, wo sich der nächste Sexualpartner anbietet – an dessen Leib sie sich dann in aller Anonymität befriedigen. Eine meiner Kommilitoninnen wiederum ist dazu übergegangen, nur mehr mit der „Pille danach“ zu verhüten – da sie die Pille nicht nehmen will (Gesundheitssorgen!) und sie die Hormonspirale nicht verträgt. Denn für Sex will sie immer bereit sein, das steht für sie unreflektiert fest. Manch andere in meinem Milieu zu guter Letzt – zugegeben eher die Freaks — praktizieren nur mehr Cybersex: weil das sicher nicht ansteckend ist. Abstoßend? – Aber das ist nun mal „die Realität von Menschen und der Welt“ in meinem Milieu… Bei all dem regiert die Angst vor den Folgen: die Angst vor der Krankheit und die Angst vor dem Kind.

Mein Ortsbischof, Kardinal Schönborn, hatte es einmal — in der sensationellen Jerusalemer Predigt — ganz deutlich formuliert: Europa habe dreimal Nein zum Leben gesagt: bei der Pille, der Abtreibung und der Homosexualität. Diese Predigt sollte von allen Pastoraltheologen zum Grundstudium herangezogen werden.

… Sie propagieren einen Paradigmenwechsel, bei dem nicht nur Schrift und Tradition Quellen der theologischen Erkenntnis sind, sondern auch „die Realität“ von Menschen und der Welt. Diese Realität, Herr Bischof, ist aber erlösungsbedürftig, wie sie es seit 2000 Jahren immer gewesen ist. Deswegen ist Gott ja Mensch geworden, wegen dieser schmerzhaften, irrigen Realität. „Die Realität“ der Menschen um mich ist für die Betroffenen letztlich so unbefriedigend und quälend – hier müssen wir die Zeichen der Zeit erkennen!, – dass nämlich die Menschen von heute gerne glaubwürdige Repräsentanten kennenlernen wollen, die glücklich katholisch leben – und ihre Lehre nicht ängstlich relativieren aus Furcht vor Widerspruch. …

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