Aufruf zum Protest gegen Tarabella-Entschließung

http://www.freiewelt.net/nachricht/initiative-ruft-zum-protest-gegen-tarabella-entschliessung-auf-10055902/ (9.3.):

Abtreibung, Gender Mainstreaming, Umerziehung – die »Tarabella-Entschließung« im EU-Parlament ist ein Frontalangriff auf bürgerliche Werte. Die Initiative Entscheidung fürs Leben ruft zum Protest auf.

Heute und morgen werden die Abgeordneten des Europäischen Parlaments über die »Tarabella-Entschließung« beraten und abstimmen. Darin wird erneut ein EU-weites »Menschenrecht auf Abtreibung« gefordert, obwohl das EU-Parlament bereits Ende 2013 eindeutig festgestellt hat, dass das nicht in die Zuständigkeit der EU fällt.

Aber damit nicht genug: Neben einigen durchaus wichtigen Maßnahmen ist das Papier durchzogen von Forderungen, die tief in das Familien- und Privatleben der Menschen eingreifen. So werden Männer und Frauen dazu aufgefordert, ihre »beruflichen, familiären und sozialen Verpflichtungen ausgewogener« aufzuteilen. Statt »sich nur um Haushalt und Kinder zu kümmern« oder halbtags zu arbeiten, sollen Frauen in »typischen Männerdomänen« Vollzeit arbeiten. Damit Eltern »gebührend zum Wachstum in Europa beitragen können«, sollen deren »Kinder ganztätig betreut werden«, heißt es in der Begründung des Berichtes. »Geschlechtsspezifische Stereotypen« sollen bekämpft und schließlich überwunden werden.

Diese Forderungen stellen nach Ansicht von Hedwig von Beverfoerde, der Sprecherin der Initiative Entscheidung fürs Leben, einen gravierenden Verstoß gegen das Subsidiaritätsprinzip dar. Sie fallen weder in die Zuständigkeit der EU noch in die der nationalen Parlamente, erklärte sie. Wie Familien ihren Alltag und ihr Leben gestalten, sei allein deren Privatangelegenheit. Doch der Tarabella-Bericht forciere einen Umerziehungsprozess von Mensch und Gesellschaft und setze sich über EU-Recht ebenso wie über nationales Recht dreist hinweg.

Deshalb ruft die die Initiative Entscheidung fürs Leben zum Widerstand auf. Wer diese Umerziehungspolitik und ein »Menschenrecht auf Abtreibung« verhindern will, wird gebeten, persönliche E-Mails an die deutschsprachigen Europa-Parlamentarier zu schicken und aufzufordern, den Entschließungsentwurf A8-0015/2015 bei der Abstimmung am 10. März 2015 abzulehnen.

Schicken Sie noch heute eine E-Mail an die deutschen Abgeordneten im EU-Parlament! Orientieren Sie sich dabei an diesem Beispielschreiben. Unten auf der Seite finden Sie eine Liste mit den E-Mail-Adressen der deutschen EU-Abgeordneten.

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Ergänzung 11.3.2015:

http://www.katholisches.info/2015/03/11/europaparlament-stimmt-fuer-abtreibung-als-menschenrecht/:

(Straßburg) Das Europäische Parlament hat am Dienstag mit breiter Mehrheit den Antrag des belgischen Abgeordneten Marc Tarabella angenommen, Abtreibung in der Europäischen Union noch mehr zu liberalisieren. 441 Europaabgeordnete stimmen für ein „Recht“ ungeborene Kinder töten zu können. Nur 205 Abgeordnete stimmten dagegen, 52 enthielten sich der Stimme. Auch der umstrittenste Teil des Antrags wurde genehmigt, in dem eine Notwendigkeit behauptet wird, daß ein leichter Zugang zu Abtreibung und Verhütung „Frauenrecht“ sei. …

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Martin Lohmann: http://www.freiewelt.net/eu-auf-dem-weg-zur-unrechts-institution-10056146/ (11.3.):

Europa zerstört Menschenrechte!

Die Annahme des menschenverachtenden Tarabella-Berichts durch das Europäische Parlament ist eine gefährliche Bankrotterklärung zulasten des Lebens. Somit haben die Volksvertreter der Europäer die Tötung noch nicht geborener Kinder perfiderweise zum Menschenrecht erklärt. Damit hat sich das Europäische Parlament zur Abrissbirne für Humanität und Rechtsordnung degradiert.

Wer die Tötung von Menschen zum Menschenrecht erhebt, zerstört alle anderen Menschenrechte und macht diese zur Makulatur. Dies ist ein Rückfall in gottlose Barbarei und der Einstieg in das Ende von Kultur, Zivilisation und Freiheit. Nichts, aber auch gar nichts hat mehr Bestand, wenn man das Recht auf Leben und Unversehrtheit abschießt. Entweder haben die Abgeordneten, die vor einigen Monaten noch ganz anders votierten, diesmal nicht sorgfältig gelesen, wozu sie ihre Zustimmung geben, was geradezu sträflich wäre. Oder aber es stellt sich die Frage, inwieweit das EU-Parlament sich selbst zu einem Unrechts-Parlament deformiert hat. Wer die Tötung ganz kleiner und völlig wehrloser Menschen für rechtens hält, hat schließlich vor nichts und niemandem mehr Respekt. Und wer das Menschenrecht auf Leben in ein vermeintliches Menschenrecht auf Töten pervertiert, hat jede Rechtsgrundlage verlassen.

Kirchen und alle Menschen guten Willens müssen jetzt endlich wach werden und gemeinsam friedlich und entschieden für das Lebensrecht eines jeden Menschen werben, wozu sich zum Beispiel der jährliche Marsch für das Leben in Berlin gut eignet. Ich lade – jetzt erst recht – alle an Recht und Humanität interessierten Menschen ein, am 19. September 2015 in die deutsche Hauptstadt zu kommen. Wehret den schon sehr schlimmen Anfängen! Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen FÜR das Leben setzen! Auf dass niemand irgendwann überrascht ist und sagen müsste, er habe ja nichts gewusst. Lasst uns das Leben schützen – und den Lebensgegnern tolerant und mutig Widerstand leisten! …

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http://www.kath.net/news/49765 EU-Parlament für Menschenrecht auf Abtreibung (11.3.):

Abtreibungsgegner: Mehr Kräfte für den Schutz des Lebens mobilisieren – Christdemokraten für das Leben (CDL): Das Europaparlament hat die absichtliche und bewusste Tötung eines anderen Menschen zu einem „Menschenrecht“ erklärt

… Immerhin sei es gelungen, das Subsidiaritätsprinzip zu verteidigen. Mit den Änderungsanträgen der Fraktionen von EKR (Europäische Konservativen und Reformer) und EVP (Europäische Volkspartei) habe das Europäische Parlament den Tarabella-Bericht dahingehend ergänzt, dass Fragen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit ausschließlich in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen. „Gerade deshalb muss die Tarabella-Entscheidung uns Ansporn sein, noch mehr Kräfte zum Schutz des Lebens und der Familie in der EU zu mobilisieren“, erklärte von Beverfoerde.

… Die AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch kritisierte in einer Rede vor dem Parlament weitere Aspekte des Tarabella-Berichts, darunter die Aussage: „Das Europäische Parlament stellt fest, dass durch die traditionellen Geschlechterrollen die Entfaltung der Frau eingeschränkt wird und sie deshalb ihr Potenzial als Mensch nicht ausschöpfen kann.“ Dazu sagte von Storch, ihr verschlage es die Sprache, wenn unterstellt werde, dass eine Frau, die gemäß der „traditionellen Geschlechterrollen“ Mutter und Familienmensch sei, ihr Potenzial als Mensch nicht voll ausschöpfen könne. Diese Aussage trage eine Menschenverachtung in sich. Außerdem kritisierte die AfD-Abgeordnete, dass das EU-Parlament Frauen und Männern empfehle, „die familiären und sozialen Verpflichtungen ausgewogener aufzuteilen“. Es gehe aber keinen EU-Abgeordneten etwas an, wie erwachsene Männer und Frauen ihre Hausarbeit erledigten. Zum Hintergrund des Tarabella-Berichts: Das Parlament verabschiedet jedes Jahr eine Entschließung, die den Fortschritt der Gleichstellung von Frauen und Männern bewertet. …

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Ergänzung 13.3.2015:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2389:eu-parlament-verabschiedet-recht-auf-abtreibung&catid=1:neuestes&Itemid=33 (12.3.):

… Zudem hat die Mehrheit der EU-Abgeordneten im Punkt A(e) des Tarabella-Berichts, der gesondert abgestimmt wurde, mit 405 zu 239 Stimmen für die Auffassung eines “Menschenrechts” auf Abtreibung gestimmt.Die Angriffe auf das Lebensrecht des Menschen von der Geburt bis zum natürlichen Tod, das grundlegendste Naturrecht, werden immer radikaler. So wird die wirklich menschenverachtende Politik der Linken, insbesondere der sogenannten „Grünen“ immer deutlicher. Politiker, die jede Kröte bei ihrer Wanderung schützen und dafür Straßen und Autobahnen sperren lassen, verachten den Menschen. Dies zeigt, dass die berechtigte und begrüßenswerte ökologische Politik der „Grünen“ nichts anderes ist als ein Mittel zur revolutionären Veränderung der Gesellschaft und dass darin die eigentlichen Ziele dieser Linksradikalen liegen.

Es gibt auch eine „Ökologie des Menschen“, wie dies Papst Benedikt ausgedrückt hat. Diese besteht in der Achtung der Würde jedes Menschen, d. h. der Achtung seiner Natur als rationales Sinneswesen.

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Felix Honekamp: http://www.freiewelt.net/den-am-montag-im-eu-parlament-verabschiedeten-tarabella-bericht-kann-man-in-seiner-bedeutung-kaum-unterschaetzen-es-geht-am-um-die-gewissensfreiheit-und-die-moralische-kultur-europas-10056196/ (12.3.):

Den am Montag im EU-Parlament verabschiedeten Tarabella-Bericht kann man in seiner Bedeutung kaum unterschätzen. Es geht um die Gewissensfreiheit und die moralische Kultur Europas.

… Wer vertritt eigentlich in der EU noch die Sache der Menschlichkeit gegen Ideologen von der Genderfront? Wenn tatsächlich die überwiegende Mehrheit eines EU-Parlaments der Meinung ist, es sollte ein Menschenrecht darauf geben, ungeborene Kinder zu töten, dann habe ich jedenfalls keinen Zweifel mehr am unmenschlichen Charakter dieses Staatenbundes. Offenbar ist man wild entschlossen, sich nicht nur der ursprünglich christlichen Prägung der Europäischen Union, sondern aller moralischer Maßstäbe auf quasi-demokratischem Weg zu entledigen. Wir können hier erkennen, welchen Weg eine Gesellschaft nimmt, die nur noch Gesetze, aber keine Moral, kein Gewissen und keine Verantwortung mehr kennen will.

… Machen wir uns keine Illusionen: Eine Gewissensfreiheit wird es langfristig in dieser EU nicht mehr geben, sie wird durch Mehrheitsentscheide außer Kraft gesetzt. Dann aber schlägt spätestens die Stunde des Einzelnen, sich zu verweigern, die Kultur des Todes auch als solche zu bezeichnen und nein zu sagen zu Unmenschlichkeiten wie “Tarabella”. …

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Die EU als Hort des Unrechts:

Panzeri-Bericht:
http://www.freiewelt.net/nachricht/eu-parlament-verabschiedet-panzeri-bericht-10056222/ (12.3.):

Abtreibung soll ein Menschenrecht sein, behauptet das EU-Parlament in seinem neuesten Bericht. Über die Würde des Menschen besteht offensichtlich überhaupt keine Einigkeit. …

Noichl-Bericht:
http://www.freiewelt.net/nachricht/arne-gericke-familienpartei-warnt-vor-noichl-bericht-10056205/ (12.3.):

Erst Estrela, dann Tarabella – und jetzt droht die EU-Abgeordnete Maria Noichl mit einem menschenverachtenden Bericht. Arne Gericke (Familienpartei) ist alarmiert. Er ruft zum Widerstand auf. …

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Eine Antwort zu Aufruf zum Protest gegen Tarabella-Entschließung

  1. Mauve schreibt:

    Tarabella hat gesiegt…
    ebenso das Kopftuch.
    Wie stets mit Parkhäusern für Kinder?
    Prof. Albert Wunsch…Der Nachwuchs als Entsorgungsfall….
    http://www.erziehungstrends.net/Kita/Ganztagsschule

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