Kinder sind als Elterntherapeuten überfordert

Weniger der schulische Leistungsdruck als vielmehr fehlende Verlässlichkeit der Eltern zermürbt unsere Kinder:
http://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2015/03/stern-studie-kinder-brauchen-halt.html Stern-Studie: Kinder brauchen Halt, Geborgenheit und feste Strukturen (17.3.):

… Für die Studie wurden 28 Mädchen und Jungen im Alter zwischen acht und 15 Jahren intensiv über ihr Leben befragt: Wie fühlen sie sich in ihrer Welt? Was macht sie glücklich? Was setzt sie unter Druck? Was genießen, was vermissen sie? Durch einen Abgleich mit 200 weiteren Interviews mit Kindern und Heranwachsenden entstand die wohl umfassendste qualitative Untersuchung von Kindern in den vergangenen Jahren. Sie gewährt einen tiefen Blick in die verborgenen Gefühle der Heranwachsenden.

Zentrales Fazit: Die eigenen Mütter und Väter, die vom beruflichen Dauerstress und unklaren Rollenbildern verunsichert sind, erleben Kinder als Überforderung. „Die Kinder erleben ihre Welt zunehmend als labil und brüchig. Auch über einer noch intakten Familie schwebt das Damoklesschwert einer möglichen Trennung“, so Stephan Grünewald, Leiter des Rheingold-Instituts. Er ergänzt: „Kinder brauchen wieder richtige Eltern, denn oft übernehmen sie unbewusst die Elternrolle. Sie werden zu Alltags-Therapeuten ihrer Eltern und leisten viel Aufwand für den Familienzusammenhalt.“

Die Kinder belasten die fehlende Verlässlichkeit der Eltern und die labile Ordnung in der Welt. Sie erleben Ehen und Beziehungen, die scheitern — und reagieren darauf mit Vorsicht. …

http://www.stern.de/familie/kinder/exklusive-kinderstudie-des-stern-kinder-wuenschen-sich-eltern-die-sich-konkret-um-die-erziehung-kuemmern-2169199.html (28.1.)

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Eine Antwort zu Kinder sind als Elterntherapeuten überfordert

  1. Mauve schreibt:

    siehe dazu auch, wer welche Gesellschaftsarbeit leistet, die heutige Pressemitteilung der ehemaligen Hausfrauengewerkschaft

    Die ehemalige Hausfrauengewerkschaft teilt zum heutigen Tag mit:

    „Verband Familienarbeit e.V.
    vormals Verband der Familienfrauen und -männer e.V.
    (vffm)
    Verband zur Förderung der eigenständigen
    finanziellen und sozialen Sicherung bei Familienarbeit
    Pressemeldung
    20.03.2015
    Internationaler Welttag der Hauswirtschaft 21.03.2015

    Zum internationalen Welttag der Hauswirtschaft 2015
    macht der Verband Familienarbeit e.V.
    auf die unbezahlte Haus- und Familienarbeit aufmerksam, die weltweit überwiegend von
    Frauen geleistet wird:
    Ersten Schätzungen zufolge beträgt deren Wert in Großbritannien ca. 3,8 Billionen Euro. Die
    Schweiz errechnete 2010 eine Haushaltsproduktion von rd. 44 % der Gesamtwirtschaft.
    Für Deutschland weist das Statistische Bundesamt in Wiesbaden für 2001in einer
    Zeitbudgetstudie 56 Mrd. Stunden bezahlte Erwerbsarbeit und 96 Mrd. Std. unbezahlte Arbeit
    aus, also das 1,7 fache.
    Leider wird nirgends differenziert, welcher Anteil der Hausarbeit durch Betreuung und
    Versorgung von Kindern bedingt ist. Schließlich kann nur dafür eine finanzielle Honorierung
    gefordert werden, weil er unter den in Westeuropa bestehenden sozialrechtlichen Bedingungen
    der Gesamtgesellschaft zugute kommt. So wird auch verschleiert, dass es überwiegend Frauen
    sind, die aufgrund ihrer unentgeltlich zugunsten der Allgemeinheit geleisteten Arbeit
    ausgebeutet werden. Mütter holen die mit ihrer unbezahlten Arbeit verbundenen finanziellen
    Nachteile lebenslang nicht wieder auf. Sie können sich dieses „Ehrenamt“ immer weniger
    leisten, weil die Rahmenbedingungen es nicht zulassen.
    Im Gegensatz zur Kindererziehung in der Familie, kostet diese in einer Krippe in Deutschland
    ca. 1000 Euro und in der Kinder- und Jugendhilfe 3000 – 7000 Euro/ Monat. Diese Summen
    müssen von der Gesamtbevölkerung aufgebracht werden, während Eltern, die ihre Kleinkinder
    selbst aufziehen, mit 150 € Betreuungsgeld abgespest werden „

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