Buchempfehlung: Manfred Kleine-Hartlage: „Die Sprache der BRD“

Manfred Kleine-Hartlage: http://korrektheiten.com/2015/03/10/mein-neues-buch-die-sprache-der-brd-ist-jetzt-lieferbar/:

Unter dem Arbeitstitel “Das Wörterbuch der Unwörter” war es schon lange angekündigt, nun ist “Die Sprache der BRD. 131 Unwörter und ihre politische Bedeutung”, ein Wörterbuch zur allgegenwärtigen öffentlichen Lüge, endlich lieferbar. Ich bitte darum, es nicht bei irgendwelchen Buchhandelsriesen, sondern in meinem Onlineshop (hier klicken, gerne auch mit persönlicher Widmung) oder im Netzladen des Antaios-Verlags zu kaufen. Damit Ihr wisst, was Euch erwartet, hier die Einleitung:

Einleitung: Die Sprache der BRD

Jedes Gemeinwesen entwickelt einen bestimmten Stil öffentlichen Sprechens, an dem man ablesen kann, welche Ideologien und Interessen in ihm maßgebend sind. Jeder Begriff, in dem politische und soziale Sachverhalte benannt werden, enthält den impliziten Bezug auf die Ideologie, in deren Kontext er einen Sinn ergibt.

In einer Gesellschaft, die sich als pluralistisch versteht, sollte man daher erwarten, daß ihre öffentliche Sprache sich durch eine Pluralität an theoretischen oder auch ideologischen Zugriffen auf soziale Themen und eine entsprechende Vielfalt des Vokabulars auszeichnet. Nun gehört zwar das Wort „Vielfalt“ zu den Standardfloskeln der Sprache der BRD; offensichtlich ist ideologische oder politische und die entsprechende begriffliche Vielfalt damit jedoch in aller Regel gerade nicht gemeint.

Die öffentliche Sprache der BRD zeigt vielmehr seit etlichen Jahren eine deutliche Tendenz zur Zunahme stereotyper Floskeln, Phrasen und – meist inoffizieller – Sprachregelungen, an denen sich die immer stärkere Verengung des ideologischen Spektrums ablesen läßt, das innerhalb der meinungsbildenden Eliten noch als akzeptabel gilt. Ob ein Politiker der CDU oder der SPD angehört, ein Journalist für die FAZ oder die Süddeutsche Zeitung schreibt, ein Bischof katholisch oder evangelisch ist, ein Verbandsfunktionär die Arbeitgeber- oder die Gewerkschaftsseite repräsentiert: Die Begriffe sind austauschbar, und die wenigen verbliebenen Meinungsverschiedenheiten, die in diesen Begriffen artikuliert werden, sind erkennbar bloße Varianten ein und desselben ideologischen Universums. [Hier bitte weiterlesen!]

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Ergänzung 27.3.2015:

Martin Lichtmesz: http://www.sezession.de/48977/manfred-kleine-hartlage-die-sprache-der-brd-eine-rezension.html (23.3.):

Kleine-Hartlage listet die Schlager des BRD-Sprechs lexikonartig auf, um sie mit Sarkasmus gewürzt nach allen Regeln der Kunst zu demontieren. Dabei landet er einen Volltreffer nach dem anderen. Es bedarf hier eines geübten Schiffchenversenkers, denn die Effektivität der typischen Schlagworte, selbst – oder gerade! – der fadenscheinigsten, ist immer wieder verblüffend. Sie funktionieren inzwischen wie Knöpfe auf einem Automaten. Wann auch immer jemand es wagt, seine Stimme auch noch so vorsichtig gegen den Sound des newspeak zu erheben, sieht er sich augenblicklich Horden von Widerspruchsrobotern gegenüber, die sich ihm etwa mit dem beliebten Slogan »XY ist bunt! Wir leben Vielfalt!« entgegenstellen, dabei vor moralischem Eifer aus allen Nähten platzend.

… Trotz des Zuckergusses sind die »Arsendosen« nicht weniger giftig, weshalb Kleine-Hartlage hart, aber wohl leider zutreffend urteilt: »Ein Staat, in dem bis hin zum Bundespräsidenten alle vermeintlich seriösen Meinungsmultiplikatoren in stereotyper Weise eine solch kindische Kitschsprache sprechen, ist zum Tode verurteilt.«

Ebenfalls auf seiner Abschußliste: »Bereicherung«, »Willkommenskultur«, »Toleranz«, »Ängste der Menschen ernst nehmen«, »Homophobie«, »breites Bündnis«, »krude«, »weltoffen«, »besondere Verantwortung«, »mündige Bürger«, »Haß«, »Antirassismus«, »Dialog«, »Demokratie« und über hundert weitere Evergreens und erledigte Fälle des landesüblichen »Diskurses«. …

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Ergänzung 10.5.2015:

Wolfgang Hübner: http://michael-mannheimer.net/2015/05/05/brillante-entlarvung-der-luegensprache-in-deutschland-manfred-kleine-hartlages-wichtiges-politisches-aufklaerungsbuch/:

… Es gibt noch gefährliche Bücher. Das sind jene Bücher, die mit unerbittlicher Logik und Klarheit die politische und gesellschaftliche Realität analysieren. Zu dieser Realität zählt nicht nur der Gebrauch von bestimmten Begriffen, die Realität wird vielmehr von solchen Begriffen und deren politisch gewünschtem Verständnis auch entscheidend bestimmt und geprägt.

… Der Autor nennt in seinem Vorwort als Ziel seiner Arbeit, „dem Kartell die Herrschaft über die Sprache zu entreißen und eine Auseinandersetzung über die wirklichen Inhalte dieser Sprache zu erzwingen“. Wohl kein Leser von „Die Sprache der BRD“ wird das Gelingen dieses Vorhabens bestreiten: Manfred Kleine-Hartlage hat ein wichtiges Aufklärungsbuch unserer Zeit vorgelegt. …

… „Die Sprache der BRD“ ist für jeden Leser eine Fundgrube der intelligenten Sprachanalyse. Jede Seite der Lektüre des Buches von Manfred Kleine-Hartlage hat antibiotische Wirkung gegen die ideologisch ge- und missbrauchten Begriffe, mit denen gesellschaftlich-politische Macht ausgeübt und zementiert wird. Zweifellos leistet „Die Sprache der BRD“ einen kaum zu überschätzenden Beitrag, diese Macht ideologiekritisch in Frage zu stellen. …

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Gleiches Thema:
Markus Werner: http://journalistenwatch.com/cms/vom-wirken-der-worte-manipulative-sprache/ (10.5.):

Sprache ist mächtig, Sprache schafft Bewusstsein. Ein und dieselbe Sache, ein und derselbe Sachverhalt lassen sich oft in ganz unterschiedliche Worte fassen. Je nachdem, welcher Aspekt betont und welcher verschleiert werden soll.

Wer Sprache kontrolliert, kontrolliert das Denken. Oder — sagen wir — er versucht es zumindest. Schon die Wortwahl entscheidet häufig darüber, wie wir Dinge sehen sollen und vielleicht dann auch sehen. Durch unreflektierte Übernahme von Begriffen machen wir uns die Sicht des „Senders“ oft unbewusst und vielleicht auch unwillentlich zumindest teilweise zu eigen.

Dies genau macht sich Propaganda jedweden Ursprungs zu Nutze. Man denke nur an den „antifaschistischen Schutzwall“  des realen Sozialismus, die Euphemismusketten [1] der „political correctness“ oder die  Sprachakrobatik  der Genderverfechter .
Das an sich ist noch keine Entscheidung zwischen Wahrheit und Lüge, denn die Wahrheit hat oft viele Aspekte. …

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Ergänzung 17.5.2015:

Konrad Kustos: http://www.freiewelt.net/angst-essen-seele-auf-10059694/ (16.5.):

… Wir dürfen nicht mehr „Fremde“ sagen, weil es sich ja um „Mitmenschen“ handelt, und nicht mehr Ausländer statt Migranten, obwohl es ja im gemeinten Zusammenhang dasselbe ist. Dabei ist es doch unstrittig, dass es sich um Mitmenschen handelt, warum also muss es strittig sein, dass es Fremde sind? Das Wort „Fremde“ ist eigentlich ziemlich einfach zu definieren, es sind nämlich Leute, die bisher nichts mit uns und wir nicht mit ihnen zu tun hatten. …

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