Frühsexualisierung und Gender-Indoktrination auch an Österreichs Schulen?

Christian Spaemann: http://www.andreas-unterberger.at/2015/04/der-grundsatzerlass-sexualerziehung-des-bildungs-und-frauenministeriums/ (9.4.):

Am 23. März 2015 hat das Bundesministerium für Bildung und Frauen den Entwurf für eine Aktualisierung des Grundsatzerlasses „Sexualerziehung in den Schulen“ an Experten und Elternverbände mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet. Dabei handelt es sich um eine komplette Neufassung des Grundsatzerlasses von 1970, zuletzt gültig in der Fassung von 1990. Nach dem Willen der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek erfolgt diese Aktualisierung „auf dem Hintergrund aktueller internationaler Entwicklungen und Standards“, um damit eine … „bedarfsgerechte Strategie im Bereich der schulischen Sexualerziehung für eine von Vielfalt geprägte Gesellschaft umzusetzen.

Im Zusammenhang mit dem vorliegenden Entwurf und im Vergleich mit dem bisher geltenden Grundsatzerlass ergeben sich folgende Fragen:

  • 1. Wird der notwendigen Wertorientierung in der Sexualerziehung ausreichend Rechnung getragen?
  • 2. Inwieweit wird das Recht der Kinder berücksichtigt, von ihren Eltern geleitet zu werden?
  • 3. Wird dem Aspekt der Gefahrenabwehr ausreichend Rechnung getragen?
  • 4. Wie steht der vorliegende Entwurf zu den Formen sexuellen Missbrauchs, die von gewissen Strömungen der gegenwärtigen Sexualpädagogik ausgehen?
  • 5. Welchem geistigen Hintergrund ist der vorliegende Entwurf verpflichtet?

… Abschließend kann festgehalten werden, dass der vorliegende Entwurf zur Neufassung des Grundsatzerlasses „Sexualerziehung“ von einem wissenschaftlich fragwürdigen Menschenbild der Gendertheorie ausgeht, das in manipulativer Weise unter dem Deckmantel der Toleranz und Nichtdiskriminierung unreflektiert an die Schüler und Schülerinnen herangetragen werden soll. Er verstößt damit gegen das Neutralitätsgebot des Staates, gegen Kinder- und Elternrechte und gegen anerkannte pädagogische Prinzipien wie das Indoktrinationsverbot und das Kontroversitätsgebot. Zudem ist dieser Entwurf dazu geeignet, Formen von Sexualkundeunterricht zu begünstigen, die selber Missbrauch an Kindern und Jugendlichen darstellen.

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Ergänzung 13.4.2015:

Gesamttext, mit Fußnoten und ausführlichen Quellenangaben:
http://www.sexualerziehung.at/wp-content/uploads/Stellungnahme-Entwurf-Spaemann.pdf

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Ergänzung 18.4.2015:

http://news.orf.at/stories/2273967/ Sexualerziehung: Kirchenkritik an geplantem Erlass (17.4.):

„Scharfe Kritik“ am vom Bildungsministerium vorgelegten Entwurf eines neuen Erlasses zur schulischen Sexualerziehung übt das katholische Institut für Ehe und Familie [IEF].

Der Entwurf gebe eine „wertlose“ Sexualpädagogik vor, konfrontiere Kinder auf nicht altersgemäße Weise mit Pornografie und gehe „auf leisen Sohlen vorbei an den Eltern“, so der Direktor der Einrichtung der Bischofskonferenz, Johannes Reinprecht.

… Der Erlass müsse „grundlegend überarbeitet“ sowie dessen Inhalte und Hintergründe „breit und offen“ debattiert werden, so Reinprecht laut Kathpress. Der von einem Expertenbeirat erstellte Vorschlag soll den derzeit gültigen, rund 25 Jahre alten „Grundsatzerlass Sexualerziehung in den Schulen“ ersetzen. …

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http://www.ief.at/content/site/aktuelles/article/634.html?SWS=f9fhcgl2urcqsnn43i3i1l0nv6 Johannes Reinprecht, Direktor des IEF, übt scharfe Kritik am Ministerratsvorschlag zur Sexualerziehung (17.4.):

… Der von einem Expertenbeirat erstellte Vorschlag, der den derzeit gültigen Erlass von 1990 bzw. 1994 ersetzen soll, sieht u. a. Sexualerziehung als Bestandteil aller Unterrichtsfächer und schon ab dem Kindergarten vor. …

Dass Sexualerziehung im neuen Entwurf nur noch als „Form der schulischen Bildung“ definiert wird, ist einer der Hauptkritikpunkte für Reinprecht. „Eltern werden somit von Hauptverantwortungsträgern zu bloßen Einflussfaktoren wie die Mitschüler oder andere Peers. Besonders im Bereich der Sexualpädagogik sollte es jedoch Aufgabe der Bildungspolitik sein, die Eltern zu stärken und nicht zu hintergehen“, betonte der IEF-Direktor. Das Ministerium plane einen Paradigmenwechsel, achte doch der derzeit noch gültige Erlass ausdrücklich auf Kontexte wie sittliche Normen, das „Sorgetragen für den Nächsten“ sowie die Familie.

Der Institutsleiter warf dem Ministerium „Etikettenschwindel“ vor: Heimlich wolle man eine „ideologische Basis für die Umsetzung sexualpädagogischer Programme an Schulen schaffen, die das Gegenteil von dem sind, was sie zu sein vorgeben„. Wohlklingende Behauptungen etwa wie Sorge um Respekt vor jedem Menschen, Streben nach Gleichberechtigung aller und Schutz vor Missbrauch würden nicht eingelöst, vielmehr wolle man unhinterfragt und „wohlklingend verpackt“ die Gendertheorie als „fächerübergreifendes Kompetenzthema“ einführen.

Unter Vorgabe des Missbrauchsschutzes wolle der Erlassentwurf laut Reinprecht die Kinder „eindeutig pornographischen Inhalten, die nichts mit einfühlsamer Sexualpädagogik zu tun haben und schon gar nicht altersgerecht sein können“ aussetzen. Der Text fordere zudem über die kognitive Vermittlung biologischen Basiswissens hinaus den Einsatz von Theaterpädagogik und Gruppendynamik, was unnötig sei: Eltern würden diese Aufgabe bisher auch bloß durch einfühlsames, altersgerechtes Reden über Sexualität meistern. Reinprecht warnte vor einer Entwicklung wie etwa in Baden-Württemberg, wo der Bildungsplan Kinder dazu animiert, Lieblingsstellungen vorzeigen oder gruppendynamisch „Gänsehaut erzeugende“ Massagen zu üben.

Um „Werte“ sei der Ministerientext zwar „sporadisch bemüht“, führe diese aber nicht näher aus, so der Familienexperte weiter. Stattdessen werde als Richtschnur auf die WHO und die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verwiesen, „deren Standards allerdings für Österreich nicht rechtsverbindlich sind und auch von ihren Grundprinzpien her massiv zu hinterfragen sind“. …

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Ergänzung 20.4.2015:

Gudula Walterskirchen: http://diepresse.com/home/meinung/meinungimport/4712198/Sexualerziehung_Ein-neuer-Erlass-der-an-Kindesmissbrauch-grenzt (20.4.):

Die Bildungsministerin will neue Standards in der Sexualpädagogik an Schulen: Ausschaltung der Eltern sowie „Lust“ und „Genuss“ statt Werte und Beziehung.

Bereits die Ankündigung eines „modernen“ neuen Sexualkundeunterrichts durch Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Herbst 2014 ließ Schlimmes ahnen: „Möglichst früh“ solle dieser einsetzen, also noch im Kindergarten. Ende März schickte sie den Entwurf für eine Aktualisierung des Grundsatzerlasses „Sexualerziehung an den Schulen“ zur Stellungnahme an Elternverbände und Experten. Diese hatten nur wenige Tage Zeit zur Begutachtung, die Frist lief bereits am 10. April wieder ab.

Sind schon einige bisherige Aufklärungsprojekte höchst fragwürdig, wie etwa der Lovetour-Bus oder die Broschüre „Love, Sex und so…“, so übertrifft der Entwurf die schlimmsten Befürchtungen. Etwa im Hinblick auf die Elternrechte: Bisher wird die Sexualerziehung als „primäre Aufgabe der Eltern“ definiert, die Schule wirke lediglich daran mit. Nun soll das Verhältnis umgekehrt werden: Von Zusammenarbeit mit den Eltern oder gar deren Vorrang ist keine Rede mehr. Der Staat will also die Sexualerziehung der Kinder übernehmen und den Eltern damit aus der Hand nehmen. Die Ministerin will ein eigenes Budget dafür reservieren. …

… Als Vorwand für diese grenzwertige Form der Sexualerziehung wird genannt, Kinder könnten sich besser gegen Missbrauch schützen, wenn sie möglichst früh über Sexualität und alle ihre Formen Bescheid wüssten. In Deutschland und der Schweiz, wo diese Standards bereits umgesetzt wurden, laufen Eltern dagegen Sturm. Viele Experten, allen voran der Arzt und Autor Remo Largo, warnen dort vor den Folgen dieser Sexualerziehung.

Auch in Österreich besteht Grund zur Sorge, denn diese Form von Sexualpädagogik hat mit der Vermittlung von Faktenwissen nichts mehr zu tun, sondern grenzt an Kindesmissbrauch! Um Gefahr für das seelische Wohl unserer Kinder abzuwenden, sollte der Entwurf dort landen, wo er hingehört: in der Mülltonne. …

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Ergänzung 24.4.2015:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2398:schule-gender-umerziehungslager-in-oesterreich&catid=1:neuestes&Itemid=33 (23.4.):

Was in Deutschland besonders von den linksradikalen sogenannten „Grünen“ vorangetrieben wird, funktioniert in Österreich auch mit der mitregierenden SPÖ. Der Ministerialentwurf zur Sexualerziehung der Sozialisten unterscheidet sich kaum von den Plänen in Deutschland, nur dass in Österreich solche Maßnahmen gleich für das ganze Land durchgesetzt werden, weil der Föderalismus dort unterentwickelt ist. Die Sozialisten planen, die Eltern in der Sexualerziehung komplett zu entmachten und die Schule zum Umerziehungslager für ihre Gender Mainstreaming Ideologie zu machen.

So heißt es nach Angaben der TAGESPOST (Nr. 48, vom 23.04.2015, Seite 2) in dem Entwurf der linksradikalen Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek: „Sexualerziehung beginnt mit dem Schuleintritt der Kinder und endet mit dem Austritt der Jugendlichen aus dem Schulbereich“. Wohlgemerkt: Es gehört in freien Staaten und in der gesamten Menschheitsgeschichte zu den fundamentalen Rechten der Eltern, ihre Kinder zu erziehen. Sie können dieses Recht an die Schule teilweise abgeben. In Diktaturen war das freilich anders und wir alle erkennen immer deutlicher, dass sich die EU-Staaten immer mehr in Richtung Diktatur entwickeln. Proteste sind deshalb ebenso „wirksam“ wie in der DDR.

Es geht aber noch deutlicher weiter: „Es ist nicht Aufgabe der Schule, bestimmte Werte vorzugeben. Vielmehr soll Schule dazu beitragen (das Weglassen des Artikels ist ein typisches Kennzeichen linker Schreiberlinge), dass Kinder und Jugendliche befähigt werden, eigene Wertvorstellungen zu entwickeln“. Wie soll jemand einige „Wertvorstellungen entwickeln“, wenn er gar keine vermittelt bekommt? Dass die Schule keine Werte „vorgeben“ darf, damit ist gemeint, dass keine klassischen Werte vorgegeben werden dürfen. Denn was anschließend folgt, ist nichts anderes als die Vorgabe von (Un-)Werten, deren Ziel es ist, die Identität der Kinder zu zerstören, ihre Scham auszurotten und sie für die moderne, kranke Ideologie des Gender Mainstreaming zu sensibilisieren. Dazu heißt es dann:

„Sie sollen sich an der Gleichstellung der Geschlechter sowie der Vielfalt der Lebensformen (sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität) orientieren.“ Dies sind die Genderbegriffe, die den Kindern jede Art sexueller Perversion als besondere „Lebensform“ vermitteln soll und ihnen deutlich machen soll, dass keiner als Mann oder Frau geboren, sondern dazu gemacht wird („Geschlechtsidentität“). Es folgen die üblichen einlullenden Schwafelworte wie „Toleranz“, „Offenheit“, „Respekt“ gegenüber jeder Perversion und „verschiedenen Lebensstilen“. Die „Menschenrechte“ und die WHO müssen herhalten, um „sexuelle Rechte“ zu proklamieren, wozu das „Recht“ gehört, auf „einen bestmöglichen Standard sexueller Gesundheit, einschließlich des Zugangs zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung“. Wie die TAGESPOST richtig sagt, ist dies die „international gängige Code für Abtreibung“.

Woher nehmen Politiker sich überhaupt das Recht, in die intimsten Dinge des Menschen hineinzuregieren? Was geht es Politiker an, was Menschen in ihrem privaten Leben zuhause tun? Die Grundlage für eine derartig naturrechtsfeindliche Politik ist die linke Ideologie, die wir in den auf 1968 folgenden Jahren von linksradikalen Chaoten zu hören bekamen, nach der alles politisch ist. Dies ist das Gegenteil einer freien Gesellschaft; es ist eine linke faschistische Ideologie, die den Menschen selbst in seinen privatesten Umfeld hineinregiert und diktiert, wie er denken und handeln darf.

Warum lassen sich die Eltern das gefallen? Sie lassen es sich nicht gefallen, aber sie haben keine Stimme, die ihre Rechte verteidigt. Die ehemals konservativen Parteien sind zu den Linken übergelaufen und hecken mit ihnen selbst derartige Pläne aus. Und die Bischöfe der katholischen Kirche, die sich um jeden Mist kümmern, der nicht zu ihren Aufgaben gehört, ducken sich weg, um bloß nicht anzuecken.

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Ergänzung 6.5.2015:

http://www.kreuz-net.at/index.php?id=520 Schämen Sie sich, Frau Minister Heinisch-Hosek! (28.4.):

… Erlaßentwurf zur Sexualerziehung unerträglich

Als Obmann des Vereins „PRO VITA – Bewegung für Menschenrecht auf Leben“ und als Vorsitzender der PLATTFORM FAMILIE fordert Dr. Alfons Adam die Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum Rücktritt auf. Der im Entwurf versandte Erlaß zur Sexualerziehung in den Schulen ist schlicht unerträglich.

… Dieser Erlass soll die Verführung der Kinder zur Unzucht ab dem Schuleintritt und die Sexualisierung des Schulalltags („Unterrichtsprinzip“) bis zum Austritt bewirken. Die Schule soll keine „Werte“ vorgeben, doch als höchster Wert wird die völlige Zügellosigkeit vermittelt. In dieser Art von „Erziehung“ vorgesehen ist das „Einsetzen spezifischer Methoden“ wie Gruppendynamik – sprich Gehirnwäsche.

… So soll die Vielfalt sexueller Orientierung aufgezwungen werden, sogar im Religionsunterricht. Als Unterrichtsform wird „projektorientiertes Lernen“ empfohlen. Im Klartext: Sechsjährige sollen sexuelle und perverse Praktiken in der Klasse gemeinsam einüben und ausüben. Dafür sollen die Lehrkräfte an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden. Ähnliches ist bekanntlich bereits für den Kindergarten vorgesehen. Der Erlass ist also eine Einladung an pädophile und perverse Lüstlinge, den Lehrberuf zu ergreifen. Herzliche Gratulation, Frau Minister! Wenigstens dokumentieren Sie auf diese Weise offen Ihre Abneigung gegen das eigene Volk.

… Diese den Kindern aufgezwungene Lasterhaftigkeit wird den christlichen Charakter unseres Landes (oder was davon noch übrig ist) komplett beseitigen – was durchaus beabsichtigt sein dürfte. Gläubigen Katholiken kann das aber nicht gleichgültig sein. Es ist an der Zeit, daß Österreichs Kirche entsprechend reagiert. Das muß vor allem von den in erster Linie für das Wohl und Wehe der Kirche Verantwortlichen verlangt werden, nämlich von den Diözesanbischöfen.

Daß das Institut für Ehe und Familie der Erzdiözese Wien Kritik angebracht hat, ist bemerkenswert und gut. Vielleicht ist auch noch mit kritischen Worten des einen oder anderen Bischofs zu rechnen. Das reicht aber nicht. Es ist an der Zeit, den Kampf für die Seelen unserer Kinder aufzunehmen.

… Eminenz und Exzellenzen! Wollen Sie überhaupt, daß unser Volk mehrheitlich katholisch bleibt? Wenn ja — und davon wird hier ausgegangen —, dann verfassen Sie einen Hirtenbrief, der sich gewaschen hat, der die Schweinereien beim Namen nennt, mit denen unsere Kinder beglückt werden sollen. Führen Sie ein strenges Regiment in katholischen Bildungshäusern und Schulen ein! Werfen Sie die Leute hinaus, die den katholischen Glauben verraten! Besser keine Religionslehrer als solche, die bei den Plänen dieser Ministerin mitmachen! Priester, die gut finden, was hier umgesetzt werden soll, können nur perverse Pädophile sein, die sofort ihres Amtes enthoben werden müssen. Wir haben ja in Wahrheit gar keinen Priestermangel, sondern einen Mangel an Gläubigen, die sich aus gutem Grund immer mehr absentieren.

Wie heißt es in der Heiligen Schrift: Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, wird es weggeworfen und von den Leuten zertreten. Eine exakte Beschreibung des Zustandes der Kirche in unserem Land, die sich nicht länger zum Gespött der Politiker und Medien machen sollte.

Wenn Sie, hochwürdigste Bischöfe, den Mut aufbringen, deutlich zu werden und voranzugehen, werden Ihnen noch immer genug treue Christen folgen. …

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Ergänzung 9.5.2015:

http://www.sexualerziehung.at/pressespiegel-der-heinisch-hosex-plan-krone/ (3.5.):

Ein kerniger Artikel von Dr. Tassilo Wallentin in der Kronenzeitung: Der “Heinisch-HoSex-Plan”

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Ergänzung 13.5.2015:

http://www.kath.net/news/50491 Sexualkunde: Familienverband fordert ‚gründliche Überarbeitung‘ (11.5.):

KFÖ sieht Widersprüche zur geltenden Gesetzeslage — Aktueller Erlassentwurf ignoriere Erziehungsrechte der Eltern sowie kulturelle und religiöse Werte und vermittle Beliebigkeit

Wien (kath.net/KAP) Eine „gründliche Überarbeitung“ des Textentwurfes zum Grundsatzerlass Sexualerziehung durch das Unterrichtsministerium hat der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) eingefordert. Schulische Sexualerziehung müsse die Rechte der Eltern achten, brauche geschlechts-, alters- und kultursensible Umsetzung und müsse auch zur Vermittlung „sittlicher, religiöser und sozialer Werte“ beitragen, wie dies das geltende Schulgesetz vorschreibe. Diese Punkte würden in der vorgeschlagenen Neufassung des Erlasses nicht berücksichtigt, befand der KFÖ in einer nun publik gewordenen Stellungnahme.

Am 23. März hatte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek den Entwurf eines neuen Grundsatzerlasses für Sexualerziehung in Österreich kommuniziert. Der von einem Expertenbeirat erstellte Vorschlag, der den derzeit gültigen Erlass von 1990 bzw. 1994 ersetzen soll, sieht u. a. Sexualerziehung als Bestandteil aller Unterrichtsfächer und schon ab dem Kindergarten vor. Rückmeldungen dazu konnten bis 10. April eingebracht werden. Der Familienverband kritisierte eine zu kurze und zudem in den Ostertagen angesetzte Begutachtungsfrist, die aufgrund der nötigen umfassenden und breiten Diskussion besser ausgeweitet werden sollte. …

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Ergänzung 14.5.2015:

http://www.andreas-unterberger.at/2015/05/der-sexangriff-der-frau-hosek-eltern-empoert-euch/ (11.5.):

Es passt haargenau in die gegenwärtige totalitäre Schwulenpropaganda rund um den Transvestiten-Sänger Conchita Wurst und das Schlager-Wettsingen, die ORF, Rathaus, Rotgrün und Bank Austria derzeit betreiben. Die Frauenunterrichtsministerin Heinisch-Hosek hat in den letzten Tagen einen mehr als suspekten „Sexualpädagogik“-Generalangriff auf die Schulen gestartet, der nach den Worten ihres Ministeriums „alle Unterrichtsgegenstände“ einschlägig involvieren soll. Erfreulicherweise schließen sich nun viele empörte Eltern zu einer gemeinsamen Gegeninitiative zusammen; sie haben erkannt, dass bei der Verteidigung der Familienrechte höchste Gefahr im Verzug ist. Ebenso erfreulich ist, dass auch Familienministerin Karmasin aktiv geworden ist.

Gerade weil Karmasin an dieser Stelle oft gescholten worden ist, sei ihre erste Aussage besonders gelobt (der hoffentlich noch weitere folgen werden!). Sie kritisiert den geplanten Sexualerlass Hoseks mit den Worten: „Das entspricht sicherlich nicht dem Wunsch der Eltern.“ Sie verlangt einen „Neustart“ und dass Sexualerziehung in den Schulen jedenfalls mit den jeweiligen Elternvertretern abgestimmt werde.

Das versucht Heinisch-Hosek mit einem raffinierten Fragebogen zu umgehen, in dem nach allem Möglichen gefragt wird, nur nicht danach, ob die Eltern diese breitflächige Sexualisierung ihrer Kinder durch die Schule überhaupt wollen. …

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Ergänzung 15.5.2015:

Der genaue Entwurfstext:
http://www.sexualerziehung.at/wp-content/uploads/Sexualerziehung.ErlassEntwurf.BMBF_.0315..pdf

(via http://www.sexualerziehung.at/ein-gefaehrlicher-entwurf/)

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Ergänzung 17.5.2015:

Petition gegen Heinisch-Hosex-Erlass:
http://citizengo.org/de/22777-nein-zu-sch%C3%A4digender-Fr%C3%BChsexualisierung-unserer-Kinder

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Ergänzung 23.5.2015:

Werner Stockinger: http://www.andreas-unterberger.at/2015/04/spermaschlucken/ (18.4.):

Unsere Bildungsministerin Heinisch-Hosek hat ein neues Thema entdeckt, dessen sie sich jetzt intensiv annimmt, nämlich die Sexualaufklärung für Kleinst- und Kleinkinder. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien und wissenschaftlichen Richtlinien sie vorgehen will, aber abgesehen davon, dass diese Aufklärung den Eltern zusteht, sollte sie nicht den Fehler machen, Deutschland kopieren zu wollen.

Nach den Vorschlägen der dortigen „Sexualaufklärungsexperten“, speziell Uwe Sielert (man sollte sich den Namen merken), sollen sich Zehnjährige gegenseitig massieren, bis sich ein angenehmes Gefühl einstellt. Ebenso sollen sie ihre Lieblingsstellungen/Lieblingssexualpraktiken mitteilen, während sie sich zu Musik im Raum bewegen – wohlgemerkt: Zehnjährige.

Eine Wandzeitung darf auch nicht fehlen, auf der die Kinder „Ekliges, Verbotenes und Perverses“ schreiben sollen, dann sollen sie „Galaktische Sexpraktiken“ erfinden, die auf der Erde verboten sind. Zu den Klangübungen gehören „lautes Stöhnen“ und „Dirty Talking“. Zur Übung „Sexualität während der Menstruation“ ab zwölf Jahren können auch Gruppensex-Konstellationen in das Rollenspiel eingebaut werden. …

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Leni Kesselstatt: http://www.andreas-unterberger.at/2015/04/gefahr-in-verzug-sexualpaedagogik-der-vielfalt-fuer-unsere-kinder-droht/ (22.4.):

Die Aussage von Ministerin Heinisch-Hosek hat besorgte Eltern aufschrecken lassen: Die Sexualerziehung sollte „modernisiert“ werden; bereits im Kindergarten sollten unsere Kleinsten „kindgerechte Antworten erhalten“. Kurz vor Ostern ist ein Entwurf, von sieben „Experten“ ausgearbeitet, zur Stellungnahme versendet worden. Der Entwurf erscheint – auf den ersten Blick in einer sehr harmlosen, unauffällig ausgewogenen Sprache abgefasst – völlig unverständlich. Das ist Teil des Programmes. …

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Christoph Jindra: http://www.andreas-unterberger.at/2015/05/fuer-eine-altersgemaese-sexualaufklaerung-unserer-kinder/ (12.5.):

Die derzeit laufende Reform der Sexualpädagogik in allen schulischen Bereichen (Kindergarten, Volksschule, Neue Mittelschule, Gymnasium, …) ist ein schleichender Entzug der Erziehungsverantwortung für uns Eltern, die wir unsere Kinder lieben und ihnen nur das Beste angedeihen lassen wollen.

Anstelle einer alterskonformen Sexualerziehung werden unsere Kinder in Zukunft bereits ab dem Kindergarten mit sexuellen Praktiken und deren Ausübung konfrontiert und in ihrer Identität als Junge oder Mädchen zutiefst verunsichert.

Im geplanten Erlass ist nicht mehr nur die Rede von Sexualaufklärung, sondern von einer umfassenden Sexualerziehung, mit verschiedensten fragwürdigen Lehrinhalten. Davon, dass Sexualerziehung die Aufgabe der Eltern ist und damit das vorrangige Erziehungsrecht bei den Eltern liegt, ist nicht mehr die Rede. Vorbild des österreichischen Erlasses ist das im deutschen Baden-Württemberg bereits umgesetzte Programm zur Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen. In diesem deutschen Bundesland sind schon Eltern ins Gefängnis gegangen, um dieses Vergehen an ihren Kindern zu verhindern. …

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Ergänzung 24.5.2015:

„Verstaatlichung“ der Sexualerziehung:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4737756/Erlass_Sexualerziehung-Aufgabe-der-Schule (22.5.):

Trotz Kritik bleibt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek dabei: Die Schule hat eine wesentliche Rolle in der Sexualerziehung, die Eltern würden aber eingebunden.

… Kritiker sehen das anders: Der neue Erlass bedeute eine gravierende Änderung der Sexualerziehung, vor allem beim Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus, heißt es vonseiten konservativer Organisationen. Während bisher die Sexualerziehung primär eine Aufgabe der Eltern ist, wolle der Staat nun die maßgebliche Rolle übernehmen und die Eltern nur noch informieren. Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) hat sich den Kritikern angeschlossen und spricht gar von einer „Verstaatlichung“ der Sexualerziehung.

Außerdem wird ein fehlendes Wertefundament kritisiert. Die Ausübung von Sexualität würde laut Entwurf dem Lustprinzip unterliegen, Begriffe wie Liebe und Familie würden nicht einmal vorkommen. Im Entwurf heißt es dazu, es sei „nicht Aufgabe der Schule, bestimmte Werte vorzugeben“. Vielmehr sollen Kinder und Jugendliche befähigt werden, eigene Wertvorstellungen zu entwickeln.

… Und was sind die „geringfügigen Adaptierungen“, die Heinisch-Hosek am Erlass noch vornehmen will? Die Eltern werden zweimal öfter erwähnt als im ursprünglichen Entwurf. Weiters soll der Begriff der Werte „verdichtet“ werden.

Und mit ihrer Amtskollegin Sophie Karmasin will die Ministerin noch ein klärendes Gespräch führen. …

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Ergänzung 30.5.2013:

http://www.kath.net/news/50727 Sexualkunde: Christliche Lehrer kritisieren Ministerientext (28.5.):

Sorge um Entmündigung der Eltern, Auflösung des biologischen Geschlechts sowie Zerstörung des Schamgefühls

Wien (kath.net/KAP) Klar gegen ein Inkrafttreten des vom Unterrichtsministerium präsentierten Erlasses zur schulischen Sexualkunde hat sich der Verband „Christliche Lehrerschaft Österreichs“ (CLÖ) ausgesprochen: Der neue Erlass sei im Vorfeld nicht kommuniziert worden, schränke Elternrechte bei der Sexualerziehung massiv ein und lasse „ideologische Vorstellungen von Erziehung“ erkennen. Er könne deshalb „in der aktuellen Form nicht befolgt werden“, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Bundesleitung der CLÖ, dem eigenen Angaben zufolge österreichweit 23.000 Lehrer angehören.

Der neue Erlass stelle eine „Entmündigung des privaten Eltern- und Erzieherrechts“ dar und könne als „erster Schritt zu einer zwangsweise verstaatlichten Kindererziehung“ gesehen werden, hieß es seitens der Christlichen Lehrerschaft. Versucht werde weiters, das Bild der klassischen Familie sukzessive aufzulösen und Absichten eines Gender-Mainstreamings umzusetzen, dessen Vertreter das biologische Geschlecht wie auch natürliche Geschlechterrollen abschaffen wollten. Problematisch sei auch, in der Vermittlung auf eine Zerstörung des Schamgefühls abzuzielen: Als Folgen drohten „Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen“, zitierte die CLÖ Sigmund Freud. …

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Ablehnung durch die Gynäkologen Johannes Huber und Doris Maria Gruber sowie den Psychiater Raphael Bonelli:
http://www.kath.net/news/50745 Psychiater Bonelli: Frühsexualisierung ist das ‚Muster der Pädophilen‘ (29.5.):

Scharfe Medizinerkritik an Sexualkunde-Erlass — Huber: Ministerien-Erlass verlangt „zu viel zu einem falschen Zeitpunkt“ — Frauenärztin Gruber: Frauen leiden lebenslang durch frühzeitigen Verhütungsdruck …

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Ergänzung 24.6.2015:

Heinisch-Hosek hat den Grundsatzerlass trotz der Proteste in Kraft gesetzt:
https://www.bmbf.gv.at/ministerium/vp/2015/2015_11.pdf?4xy5ka (2015/Nr.11)

Petition:
http://p-on.voting/Inhalt/de/Petitionen/37 Sexualaufklärung in den Schulen (23.6.)

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Eine Antwort zu Frühsexualisierung und Gender-Indoktrination auch an Österreichs Schulen?

  1. Arkturus schreibt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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