Lucke spaltet die AfD

(Fortsetzung zu Sprengt Lucke die AfD?)

Wolfgang Hübner: http://journalistenwatch.com/cms/enteignet-lucke/ (19.5.):

Der „Weckruf 2015“ ist eine politische Bankrotterklärung

In meinem schon etwas längeren politischen Leben habe ich schon einige Wunderlichkeiten erlebt und manchmal auch erlitten. Doch das Unternehmen „Weckruf 2015“, mit dem Bernd Lucke und andere die AfD zugleich spalten und dominieren wollen, ist unter all diesen Wunderlichkeiten ein ganz besonderer Höhe- resp. Tiefpunkt. Denn damit wird der trostlose Versuch unternommen, das eigene Unvermögen, eine Partei inhaltlich und verantwortlich zu führen, vor aller Augen zu vernebeln. Dafür kann es nur eine Antwort geben: Lucke samt Anhang enteignen und die AfD endlich zu dem machen, was tatsächlich mehr denn je gebraucht wird, nämlich zur parteipolitischen Alternative für Deutschland.

Diese Enteignung ist schon deshalb unausweichlich, weil darum der bisherige Parteiführer mit seinem Verzweiflungsmanöver geradezu bettelt. Wie anders könnte dieser als Notruf von politischen Bankrotteuren maskierte „Weckruf“ charakterisiert werden denn als provokative Erpressung derjenigen, die eine Partei erst zu einer solchen machen, also der Mitglieder? Doch wer sich dieser Erpressung beugt, das muss und wird auch Lucke wissen, verzichtet ein für alle Mal auf den aufrechten Gang, der für eine glaubwürdige politische Alternative zum Parteienblock unverzichtbar ist. Deshalb kann es keine andere Lösung als den Austritt oder den Rauswurf des Lucke-Henkel-Flügels aus der Partei geben, ganz gleich wie sich das demnächst vollziehen wird. Dieser Flügel will keine inhaltliche Auseinandersetzung mehr mit all den durchaus heterogenen Kräften in der Partei, die lediglich darauf beharren, dass der Anspruch des Parteinamens auch politisch und geistig eingelöst wird. …

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http://journalistenwatch.com/cms/69590/ Der Weckruf, oder wenn der eitle Gockel kräht (19.5.):

Die AfD ist Geschichte, nicht nur wegen Luckes Hahngekrähe und seiner Spaltaxt. Liest man sich die Beiträge in den Systemmedien genau durch, fällt auf, dass aus dem ehemals „rechten“ Bernd Lucke mittlerweile der liebe Liberale geworden ist. Das kommt davon, wenn man mit den linken Journalisten kuschelt, die politischen Ziele (also den Widerstand) zugunsten lukrativer Posten aufgibt.

Die AfD ist Geschichte. Schreiben wir eine neue, mit einer neuen Bewegung, wie diese sich auch immer nennen mag.

Die JouWatch-Presseschau zum „Morgengruß“: …

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Renate Sandvoß: http://journalistenwatch.com/cms/luckes-2-versuch-weckruf-2015/ (19.5.):

Nun ist die Katze aus dem Sack. Bernd Lucke, der Möchtegern-Parteiführer der AfD, fühlt sich nicht genügend von seinen Mitgliedern geliebt! Sie wollen ihm nicht alle bedingungs- und kritiklos im Gleichschritt folgen, wie er es gerne hätte. Nein, sie haben eigene Ansichten, Erwartungen, Erfahrungen und wagen es auch, zu widersprechen und diese zu artikulieren. Damit hat Lucke nicht gerechnet und es macht ihn zornig. Und was macht ein trotziges Kind, wenn es sauer ist? Richtig, es stampft mit den Füßen auf und brüllt: „Dann eben nicht! Dann mach ich eben ohne euch weiter. Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt!“

… Im Februar 2013 trafen sich Mitglieder der Wählergemeinschaft WA 2013, um die AfD zu gründen. Bernd Lucke war von dieser Idee nicht sehr begeistert, mußte erst gründlich überzeugt werden. So ist also die Behauptung, Lucke wäre der Gründer der AfD, die durch sämtliche Medien geistert, absolut falsch.

… So war man dann sehr verwundert, als Lucke gegenüber kath.net fröhlich verkündete, dass er die Architektur der Moscheen sehr bewundere und nichts gegen den Bau im christlichen Deutschland einzuwenden hätte. Zuwanderung fand er plötzlich angebracht und vernünftig, da “die Deutschen ja so wenig Kinder bekämen” und Sanktionen gegen Russland waren in seinen Augen entgegen einem Mitgliederentscheid angemessen. …

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Ergänzung 20.5.2015:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2402:die-afd-zerlegt-sich-selbst&catid=1:neuestes&Itemid=33 (19.5.):

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist offensichtlich derzeit dabei, sich selbst zu zerstören. Für viele Katholiken war die AfD zu einer neuen Hoffnung geworden, einer Alternative zu den im Bundestag vertretenen Einheitsblock. …

Offenbar sind beide Flügel der AfD blind für die Tatsache, dass kein Flügel allein in der Lage ist, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden.

Selbstverständlich wäre eine Partei wünschenswert, die wirklich „konservativ“ ist, wobei eigentlich heute kaum noch klar ist, was damit genau gemeint ist. Wichtiger als solche Etiketten ist eine klare und unmissverständliche Orientierung der Programmatik und Tätigkeit der Partei am Naturrecht. Die gemeinhin als „konservativ“ bezeichneten Mitglieder der AfD stehen einer naturrechtlich orientierten Politik oftmals näher als die Liberalen, denen solche Inhalte zumeist fremd sind. Konsequent für das Naturrecht treten besonders die Katholiken in der AfD ein, von denen es aber eher wenige gibt.

Allerdings wäre eine Debatte über eine naturrechtliche Fundierung der Programmatik der AfD ein möglicher Weg, die Zwistigkeiten und den oftmals sinnlosen Streit zu überwinden.

Das Problem besteht nicht darin, ob man das „Nationale“ stärker betonen sollte [oder] ähnliche fruchtlose Debatten, sondern im Mittelpunkt müsste eine Programmatik stehen, bei der die Familienpolitik, der Kampf gegen die Genderideologie, gegen Homo-„Ehe“, die staatlichen Eingriffe in das Erziehungsrecht der Eltern und andere Angriffe des Staates auf die Rechte der Familien diskutiert werden. …

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http://www.welt.de/politik/deutschland/article141228159/Lucke-hat-sich-fuer-die-Fuehrung-disqualifiziert.html (20.5.):

Die Co-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, sieht ihre Partei in Zukunft ohne Mitbegründer Lucke an der Spitze. Sie will für die neue Doppelspitze kandidieren – und setzt auf einen liberalen Gegenpart. …

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Ergänzung 21.5.2015:

Hans-Ulrich Post: http://www.freiewelt.net/weckruf-2015-10059956/#comment-456879 (20.5.):

… Sehr geehrte Initiatoren und Mitunterzeichner, lassen Sie es mich so offen sagen, wie wir uns dieses alle noch vor zwei Jahren mit dem Ausspruch „Mut zur Wahrheit“ gegenseitig versprochen haben: Was veranlasst Sie dazu, jetzt von pöbelnden Mitstreitern, von Hausieren am rechten Rand, von „völkischem“ Gedankengut, von Positionierung ganz rechts außen zu sprechen, von „Elementen“, von denen die AfD „zu säubern“ ist? Was ist das für eine Sprache? Ich muss Sie das fragen: Sind Sie von allen guten Geistern verlassen? …

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http://www.tagesspiegel.de/politik/alternative-fuer-deutschland-berliner-afd-wendet-sich-von-lucke-ab/11806172.html (20.5.)

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https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2015/petry-schliesse-zusammenarbeit-mit-lucke-aus/ (21.5.):

BERLIN. Im Machtkampf um die Führung der AfD hat Frauke Petry ihren Hut in den Ring geworfen. Sie wird am Parteitag im Juni für das Amt des Vorsitzenden kandidieren, kündigte sie im Interview mit JF-TV an.

Ihrem bisherigen Ko-Vorsitzenden Bernd Lucke räumte die sächsische Landes- und Fraktionschefin dagegen keine Chancen mehr ein: „Ich glaube nicht, daß Bernd Lucke politisch noch geeignet ist, diese Partei zu führen und deswegen werde ich, in welcher Form auch immer, auf dem Kasseler Parteitag antreten.“

Lucke habe mit der Initiative „Weckruf 2015“ die Situation eskaliert, kritisierte sie. „Ich denke, er hat sich politisch disqualifiziert. Er hat gegen seine eigene Partei gearbeitet. Das wird von vielen Mitgliedern nicht mehr hingenommen.“ …

https://www.youtube.com/watch?v=7tDWbiMpufE JF-TV DIREKT: Interview mit Frauke Petry (21.5.   19 min)

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Ergänzung 23.5.2015:

http://www.freiewelt.net/nachricht/afd-bundesvorstand-missbilligt-luckes-weckruf-10060116/ (22.5.):

Die Gründung des Vereins »Weckruf« missbilligt der AfD-Bundesvorstand. Das Verhältnis zwischen Lucke und Petry scheint zerrüttet. Heute Abend trifft er sich mit der brandenburgischen Landtagsfraktion.

Der Bundesvorstand der AfD hat auf seiner letzten Sitzung mehrheitlich die Gründung des »Weckrufs 2015« von Co-Parteisprecher Bernd Lucke missbilligt. Nach Informationen der Welt war der Antrag vom Lucke-Vertrauten Gustav Greve eingebracht worden, der in der Vereinsgründung einen Schaden für die Partei sieht.

Lucke soll den Entschluss mit regloser Miene zur Kenntnis genommen haben. …

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http://www.freiewelt.net/nachricht/petry-setzt-sich-fuer-konservativ-liberale-doppelspitze-der-afd-ein-10060072/ (22.5.):

AfD-Co-Sprecherin Petry will, dass die Partei weiterhin von einer Doppelsitze geführt wird. Sie will kandidieren, mit ihrem Vorstandskollegen Lucke aber nicht mehr zusammenarbeiten. Ihn hält sie nicht für teamfähig.

Frauke Petry will die AfD auch in Zukunft durch eine Doppelspitze führen lassen und will dieses Konzept dem Parteitag vorschlagen. Mit diesem Konzept hofft sie, in der Führungsspitze die verschiedenen Strömungen der AfD abzubilden. Eine Zusammenarbeit mit Bernd Lucke könne sie sich allerdings nicht mehr vorstellen. Sie selbst werde kandidieren und könne sich gut Joachim Starbatty neben sich vorstellen, der sich im Gegensatz zu Petry für TTIP ausspricht. Damit macht Petry klar, dass die Querelen der AfD nicht an einem Richtungs-, sondern an einem Führungsstreit liegen. Nach Petry ist Bernd Lucke nicht teamfähig und nicht mehr für ein Amt in der AfD geeignet. Bernd Lucke hatte in dieser Woche einen Verein gegründet, der als Konkurrenzorganisation zur AfD gesehen wird.

Der Vorschlag von Petry wurde unterstützt von Markus Pretzell und anderen führenden Parteimitgliedern. Starbatty genießt hohes Ansehen in und außerhalb der Partei, soll jedoch abgelehnt haben. Es ist daher unklar, ob Starbatty sich zur Kandidatur entschließen wird. Frau Petry hatte in einem Interview gesagt, sie wisse aber, dass gegebenenfalls auch andere Vertreter des marktliberalen Flügels für die Doppelspitze bereitstünden. …

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https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/afd-bundesvorstand-missbilligt-luckes-weckruf/ (22.5.):

… Fünf der sieben noch verbliebenen Vorstandsmitglieder mißbilligten die Gründung des Vereins. Lediglich Lucke selbst und die Beisitzerin Ursula Braun-Moser stimmten gegen den Antrag.

Unterdessen schloß Parteichef Lucke auch jede weitere Zusammenarbeit mit seiner Sprecher-Kollegin Frauke Petry aus. …

Auf dem kommenden Bundesparteitag im Juni will die AfD eine neue Führungspitze wählen. Laut der in Bremen Anfang Januar beschlossenen Satzung soll die Partei bis Dezember von einer Doppelspitze geführt werden. Danach ist nur noch ein Vorsitzender vorgesehen. Unklar ist allerdings, ob die Bremer Satzung auch nach dem Parteitag in Kassel noch in Kraft sein wird oder ob die AfD dort zu einem Mehrsprechermodell zurückkehrt. …

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Ergänzung 24.5.2015:

https://conservo.wordpress.com/2015/05/20/war-die-afd-gründung-eine-blitzableiter-aktion/

… Parteineugründungen erfüllen im behäbigen deutschen Politikbetrieb mit den ewig gleichen Phrasen und dem sinnbildlichen Zug, der seit Jahren immer nur unentwegt in Richtung Eurozentralismus fährt, eine wichtige Funktion, nämlich die eines Blitzableiters. Dem immer müder werdenden Wahlvolk wird der Eindruck vermittelt, es gäbe endlich wieder neue, glaubwürdige und unverbrauchte politische Kräfte. Gleichzeitig ziehen neue Parteien unzufriedene und gefährlich aufsässig werdende Mitglieder aus den Altparteien ab und absorbieren damit unbequeme Konflikte über den Kurs der jeweiligen Partei. Die AfD konnte sich, wie zuvor die Piratenpartei, plötzlich einer medialen, nicht allzu kritischen Dauerpräsenz freuen, die, wie durch Wunderhand, sechs Monate vor der Bundestagswahl geschaffen wurde.

… Der politische Blitzableiter ist also nur dann nützlich, wenn der Stern der neuen Partei möglichst schnell wieder sinkt, so dass es gar nicht erst zu so ernsten Vorfällen wie in Österreich 2000 oder in Ungarn heute kommen kann. Konservative oder freiheitliche Parteien müssen also unbedingt von der Regierung ferngehalten werden.

… Handeln Lucke, Henkel und andere wirklich nur unüberlegt und unprofessionell oder entspricht es dem Willen der eigenen Führung, dass sich die AfD jetzt spaltet, weil das „Blitzableiter-Projekt“ seine Schuldigkeit getan hat und die neue Partei nicht zu mächtig werden darf? …

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Ergänzung 29.5.2015:

http://www.freiewelt.net/nachricht/bernd-luckes-neue-partei-schreitet-voran-10060417/ (28.5.):

Bernd Luckes neue Partei schreitet voran: neben der Bundespartei wird  bereits die Gründung von Landesverbänden vorbereitet.

Die von Bernd Lucke gegründete neue Partei Weckruf 2015 befindet sich weiter ganz konkret im Aufbau. Für mehrere Landesverbände sind bereits Landeskoordinatoren  eingesetzt worden. Diese sind damit beauftragt, die neuen Mitglieder der Partei zu koordinieren und dann wohl direkt nach Abspaltung von der AfD und Ausrufung des Weckrufes als Partei den Landesverband zu gründen.

Das teilte Robin Ebser als Weckruf-Landesbeauftragter für das Land Berlin vor AfD-Mitgliedern am 27.5. in Berlin mit. In Berlin seien etwa 100 Mitglieder der neuen Partei beigetreten. Er selbst sei von dem Weckruf-Landeskoordinator aus Nordrhein-Westfalen beauftragt worden. Dass dies durch das Landesvorstandsmitglied Beate Forner, die Schwester von Bernd Lucke, erfolgt sein soll, wollte er nicht bestätigen. …

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Ergänzung 30.5.2015:

http://www.kath.net/news/50682 ‚Christen in der AfD‘ rücken von Parteisprecher Lucke ab (25.5.):

… „Ich kenne niemanden aus den „Christen in der AfD“, der sich dem „Weckruf“ anschließen möchte“, sagte die Bundeskoordinatorin der Vereinigung, Anette Schultner (Hameln), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch glaubt sie nicht, dass es sich dabei nur um eine – wie Lucke versichert hat – innerparteiliche Sammlungsbewegung handelt. Dies sei allein deswegen schon falsch, weil der Initiative auch Nichtmitglieder der AfD beitreten dürften. „Dem Aufruf Luckes an AfD-Mitglieder, nicht die Partei zu verlassen, schließen wir uns selbstverständlich gerne an. Aber in der Praxis forciert der Weckruf 2015 leider die Möglichkeit einer Abspaltung aus der Partei; deswegen werden wir ihn als ‚Christen in der AfD’ nicht unterstützen.“

Überkonfessioneller Zusammenschluss von Christen

Schultner, die sich selbst als klassische Konservative bezeichnet, hält gleichwohl das Fortbestehen eines liberalen Flügels in der Partei für wichtig: „Würden wir durch personelle Verluste zu weit nach rechts kippen, hätten wir ein Problem.“ Die „Christen in der AfD“ sind eine überkonfessionelle und derzeit außerparteiliche Vereinigung. Ihre Mitglieder wollen die Zusammenarbeit von Christen aller Konfessionen in der Partei unterstützen, eine Brücke zwischen der AfD und den Christen in Deutschland bilden sowie Gesprächspartner für Kirchen und christliche Organisationen sein. …

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Ergänzung 2.6.2015:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/afd-chef-lucke-widerspricht-spaltungsvorwurf/ (1.6.)

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https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/afd-bundesvorstand-kippt-parteitag/ (2.6.):

BERLIN. Der für Mitte Juni in Kassel angesetzte Bundesparteitag der AfD ist abgesagt worden. Das beschloß der Bundesvorstand am Dienstagvormittag. Grund waren Beschwerden gegen die Delegiertenaufstellung in mehreren Bundesländern.

Der neue Termin für den Bundesparteitag ist nun für Ende Juni vorgesehen. Anders als geplant wird dies aber nicht eine Delegiertenversammlung sein, sondern ein Mitgliederparteitag. Damit ist die Entscheidung im Machtkampf um die Führung der AfD weiter verschoben.

… Eigentlich hätte es in Kassel zum Kräftemessen zwischen AfD-Chef Bernd Lucke und Co-Sprecherin Frauke Petry kommen sollen. Luckes Chancen sahen zuletzt eher schlecht aus, da er unter den Delegierten weniger Rückhalt haben soll als Petry. Dies könnte sich nun ändern, da Lucke bei den Mitgliedern der Partei immer noch populär ist.

… Dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ sagte Lucke, er sehe für sich nur noch eine Zukunft in der Partei, wenn diese sich klar von rechts-nationalen Strömungen abgrenze. …

Frauke Petry halte er dagegen nicht für befähigt, die Partei zu führen. „Ich glaube, daß ihr die notwendige politische Standfestigkeit fehlt, gerade gegenüber dem problematischen Rand der Partei.“ …

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https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/afd-richtungsstreit-greift-auf-parteinachwuchs-ueber/ (2.6.):

BERLIN. Nach der Wahl eines neuen Bundesvorstandes haben mehrere Mitglieder ihren Austritt aus der AfD-Nachwuchsorganisation „Jungen Alternative“ (JA) erklärt. Ein im Internet verbreitetes Austrittsschreiben wurde bislang von 40 JA-Mitgliedern unterzeichnet, unter anderem von den beiden ehemaligen Bundesvorsitzenden Philipp Meyer und Philipp Ritz. …

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Ergänzung 3.6.2015:

https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/05/26/fur-einen-afd-neuanfang-obelix-schlagt-lucky-lucke/:

… Anders wäre kaum zu erklären, dass Lucke im Mai, als die Kritik an den NSA-Okkupanten und ihren deutschen Kollaborateuren selbst die Position der Kanzlerin erschütterte, das Feuer ausgerechnet auf die eigenen Reihen richtete.

Nach der Umbesetzung zahlreicher Parteigliederungen im letzten Jahr verlangte er eine generelle Säuberung der AfD von – so seine herabsetzende Wortwahl – deutschnationalen, antiislamischen, zuwanderungsfeindlichen, antikapitalistischen und neutralistischen Kräften.

Damit hat er unfreiwillig den Rahmen einer echten Alternative für Deutschland umrissen. Sie muss genau jene zusammenbringen, die er ausschließen will: Die Patrioten, die in Zeiten entfesselter Globalisierung den Schutz des eigenen Staates vor allem für die Schwachen für unabdingbar halten; die Islamisierungskritiker, die die Kirche im Dorf und die Minarette in der Türkei lassen wollen; die Zuwanderungsskeptiker, die aus Merkels Diktum von 2010 „Die multikulturelle Gesellschaft ist gescheitert“, im Unterschied zu ihr, praktische Konsequenzen ziehen; die Antikapitalisten, die die Wirtschaft im Dienst des Volkes und nicht das Volk im Dienst der Wirtschaft sehen; die Neutralisten, die den Austritt aus der NATO und Blockfreiheit nach Schweizer Vorbild fordern. …

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https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/06/02/lucke-fraktion-putscht-parteitag-weg/:

… Der abgesagte Bundesparteitag soll nun Ende Juni nachgeholt werden – allerdings nicht als Delegierten-, sondern als Mitgliederversammlung. Dann können theoretisch alle der über 20.000 Mitglieder der AfD kommen. Das ist zwar unwahrscheinlich. Aber Lucke hofft, dass normale Parteimitglieder, die die politischen Debatten nicht so intensiv verfolgen wie die Delegierten, seinen weichgespülten Positionen eher zugänglich sind – vor allem, da er mit freundlicher Schützenhilfe der großen Medien und auch der parteinahen Wochenzeitung Junge Freiheit im Vorfeld rechnen darf.

Wer also bisher gedacht hat, und ich gehör auch dazu, dass Lucke schon “fertig hat”, hat sich vermutlich getäuscht. Der Mann kämpft weiter! Umso wichtiger, dass sich seine Kritiker über ihr Vorgehen, aber auch über generelle Eckpunkte einer Opposition “aus dem Volk, durch das Volk und für das Volk” verständigen.

Dazu dient auch die Veranstaltung COMPACT-Live am 9. Juni in Berlin. Es diskutieren das sehr gemischte Doppel Götz Kubitschek (Sezession) und Jürgen Elsässer (COMPACT), dazu Hans-Thomas Tillschneider (Patriotische Plattform der AfD, Mitglied im Landesvorstand Sachsen). …

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Ergänzung 7.6.2015:

http://www.geolitico.de/2015/06/03/sabotage-mit-wissen-des-afd-chefs/:

Die Anfechtung der Delegiertenwahlen in der AfD durch das Lager von Parteichef Lucke kommt einer Sabotage gleich. Der Schaden für die Partei ist immens.

Vorbei. Fürs Erste hat die AfD die Chance auf einen Neubeginn vertan. Wegen formaler Unstimmigkeiten bei der Wahl von Parteitagsdelegierten musste der Vorstand den für den 13. und 14. Juni in Kassel geplanten Parteitag absagen.

Selbst bei einem Routineparteitag wäre eine so kurzfristige Absage aus formalen Gründen eine Blamage. Vor dem Hintergrund des unerbittlichen Machtkampfes zwischen den Bundessprechern Bernd Lucke und Frauke Petry ist die Absage ein Desaster. Sie muss von außen als vollständiges Versagen im Einmaleins der Parteiendemokratie wahrgenommen werden und ist für nicht wenige AfD-Kritiker ein willkommener Anlass zu unverhohlener Schadenfreude. Die dürften nun mit Fug und Recht sagen: „Die können es nicht.“ …

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Ergänzung 12.6.2015:

http://www.freiewelt.net/nachricht/ich-lucke-von-der-arroganz-zur-autokratie-10061398/ (11.6.):

Während einer Veranstaltung in Berlin hat der Co-Sprecher der AfD Bernd Lucke die Gründung des Vereins »Weckruf 2015« verteidigt. Dabei machte er deutlich, dass er ausschließlich für Inhalte kämpfen wolle, die er für richtig halte. Abweichler werden verunglimpft. …

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Ergänzung 15.6.2015:

https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/06/10/afd-neustart-ohne-lucke-120-gaste-gestern-bei-bei-compact-live/:

Ein Gastbeitrag von Michael Heendorf

Unter dem Thema: „Wie weiter mit der AfD?“ fand gestern in Berlin eine weitere Veranstaltung im Rahmen von COMPACT-Live unter der Leitung von Jürgen Elsässer statt. Geladen waren zwei hochkarätige Gäste, Herr Dr. Tillschneider, der Sprecher der Patriotischen Plattform innerhalb der AfD, und Herr Götz Kubitschek als verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Sezession“. …

https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/06/13/video-afd-am-scheideweg-kubitschek-tillschneider-elsasser-bei-compact-live/:

Gebraucht wird eine Opposition aus dem Volk, durch das Volk und für das Volk. Kann die AfD noch etwas dazu beitragen – oder setzen sich Lucke und seine Amerikanisten durch? Im Vorfeld des AfD-Bundesparteitages, dessen bloße Abhaltung mittlerweile fraglich geworden ist, diskutiert die Querfront aus Kubitschek (Sezession), Tillschneider (Patriotische Plattform der AfD, Landesvorstand Sachsen) und Elsässer. Klare Kante war gefragt – und wurde geliefert. …

Der komplette Mitschnitt einer wichtigen Veranstaltung:
https://www.youtube.com/watch?v=X63K-CyoKPw AfD — Opposition für das Volk: COMPACT Live am 9.06.2015 (2h03):

Wird Unmut des Volkes zu Widerstand? Kann die angeschlagene Alternative für Deutschland (AfD) die brodelnde Stimmung aufnehmen, oder versinkt sie im Hamsterrad der Parlamente? Um diese und andere brisante Fragen rangen Jürgen Elsässer (COMPACT), Hans-Thomas Tillschneider (Patriotische Plattform der AfD, Mitglied im Landesvorstand Sachsen) und Götz Kubitschek (Sezession) bei COMPACT Live am 9. Juni 2015. …

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http://www.mmnews.de/index.php/politik/47462-2015-06-15-08-05-18 AfD: 4000 Unterstützer für Luckes Lockruf (15.6.):

… Damit hat bislang erst rund jeder Sechste der gut 23.000 AfD-Mitglieder seine Unterstützung für Luckes Kurs dokumentiert. … INSA-Meinungsforscher Hermann Binkert sagte gegenüber der [„Bild“-] Zeitung: „Die meisten AfD-Wähler wünschen sich das Gespann Lucke/Petry.“ …

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Peter Wörmer: http://journalistenwatch.com/cms/afd-streit-lucke-rastet-nun-voellig-aus/ (15.6.):

Nun führt Lucke Veranstaltungen durch, z. B. am 18.6. in Hamburg, auf denen er über seine Tätigkeit als AfD-Abgeordneter im EU-Parlament, über „Neue Wege für Europa“ spricht, zu denen aber nur „liebe Freunde des Weckrufs“ eingeladen sind, die sich auch anmelden müssen. … Das ist ein neuer Höhepunkt spalterischer Unverfrorenheit und parteischädigender Anmaßung.

Lucke reklamiert für sich und sein Gefolge, die ,Anständigen und Vernünftigen‘ in der Partei zu sein. …

Peter Würdig, ,zurückgetretener‘ Richter am Bundesschiedsgericht, berichtete …

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http://www.blu-news.org/2015/06/13/bernd-lucke-in-muenchen-ein-abend-des-grauens/

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https://www.youtube.com/watch?v=5US6NONBU98 Gastrede von Dr. Alexander Gauland auf dem LPT der AfD Hessen in Hofheim. (30.5.   18 min)

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Björn Höcke: http://journalistenwatch.com/cms/hilf-dir-selbst-dann-hilft-dir-gott-bjoern-hoeckes-rede-zum-fluegeltreffen-am-kyffhaeuser-06-juni-2015/ (15.6.)

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Ergänzung 17.6.2015:

http://www.geolitico.de/2015/06/17/vaclav-klaus-warnt-afd-chef-lucke/:

In einem Gastbeitrag warnt der frühere Präsident der Tschechischen Republik,Vaclav Klaus, AfD-Chef Bernd Lucke, alle Chancen der AfD leichtfertig zu verspielen.

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http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/petry-sagt-lucke-den-kampf-um-parteispitze-an-13651247.html (16.6.):

Auf dem Bundesparteitag der AfD will Frauke Petry im Kampf um die alleinige Parteiführung gegen Bernd Lucke antreten. Der „autoritäre Führungsstil und fehlende Mut“ Luckes sei mit ihren Vorstellungen nicht länger vereinbar. …

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Ergänzung 19.6.2015:

Weckruf-kritische AfD-Spitzenleute (Gauland, Adam, Petry, von Storch etc.) haben eine Sonderausgabe zum Bundesparteitag zusammengestellt:
http://issuu.com/polifakt/docs/polifakt_sonderausgabe (Juni)

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Ergänzung 26.6.2015:

Günther Lachmann: http://www.geolitico.de/2015/06/22/war-die-afd-ein-fehler-herr-lucke/:

AfD-Chef Bernd Lucke rechnet mit Frauke Petry ab und droht mit einer „angemessenen Reaktion“ auf dem Parteitag in Essen, wenn seine Pläne nicht aufgehen.

Seit Monaten wird die AfD von einem heftigen Machtkampf zwischen Bernd Lucke auf der einen und Frauke Petry auf der anderen Seite erschüttert. In der Folge wurde in einer nächtlichen Telefonkonferenz dem Bundesgeschäftsführer völlig überraschend die Kündigung avisiert, der Schatzmeister trat zurück und ein Delegiertenparteitag musste kurzfristig abgeblasen werden. Außerdem beschäftigt sich das Bundesschiedsgericht mit der auf dem Bremer Parteitag beschlossenen Satzung. Über all das rutschte die Partei in den Meinungsumfragen ab.

Anfang Juli soll nun ein Mitgliederparteitag in Essen eine neue Parteiführung wählen. Fragen zu alldem an Bernd Lucke: …

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Günther Lachmann: http://www.geolitico.de/2015/06/23/afd-chef-lucke-greift-gericht-an/:

Das vom AfD-Schiedsgericht angeordnete Verbot des von Bernd Lucke gegründeten Vereins „Weckruf 2015“ sei „grob rechtsfehlerhaft“, meint der Parteichef. Ob er damit durchkommt? …

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Ergänzung 27.6.2015:

https://jungefreiheit.de/pressemitteilung/2015/exklusiv-in-der-jf-bernd-lucke-kontra-frauke-petry/ (25.6.):

Bernd Lucke und Frauke Petry kämpfen erbittert um die Macht in der AfD. Kurz vor dem entscheidenden Parteitag beziehen beide im Interview mit der Wochenzeitung Junge Freiheit nochmals Stellung. …

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https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/lucke-sieht-afd-vor-richtungsentscheidung/ (26.6.):

BERLIN. Im Machtkampf in der AfD haben die beiden Vorsitzenden Bernd Lucke und Frauke Petry ihren Führungsanspruch bekräftigt. Im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT sagte Lucke: „Die AfD steht vor einer Richtungsentscheidung. Ich möchte den Kurs halten – dafür trage ich Verantwortung. Andere wollen den Kurs ändern und aus der AfD eine Art Wut- und Protestpartei machen. Dem trete ich entschieden entgegen.“

Petry warf Lucke dagegen vor, die Warnung vor einem angeblichen Rechtsruck der AfD lediglich dazu zu nutzen, um „ungeliebte politische Rivalen ins Abseits zu schießen“. Lucke habe einen vermeintlichen Konflikt zwischen liberalen und nationalkonservativen Mitgliedern konstruiert, „weil er so selbständig Denkende loswerden möchte und weil er darüber hinaus nicht in der Lage ist, Kompromisse zu schließen“.

… Petry kündigte zudem an, sollte sie im Kampf gegen Lucke um das Amt des Vorsitzenden auf dem Parteitag zu unterliegen, für den Posten des zweiten Vorsitzenden zu kandidieren. Sollte der Parteitag sowohl sie als auch Lucke zu gleichberechtigten Vorsitzenden wählen, würde sie auch diese Form der Führungsspitze akzeptieren. „Ich würde mich aber weiterhin für meine Inhalte einsetzen.“ …

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Eine Antwort zu Lucke spaltet die AfD

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