Zum Teufel mit der Political Correctness!

Peter Winnemöller: http://www.freiewelt.net/langsam-wird-mir-bange-10060089/ (22.5.):

… Eine Psychologin in der Rolle einer Briefkastentante einer ostwestfälischen Regionalzeitung rät einem Vater, seine kleinen Töchter nicht zu einer “Hochzeit” seines homosexuellen Bruders mitzunehmen. Der Vater legt seine Sorgen dar, daß die Kinder dadurch seelischen Schaden leiden könnten, und die Ratgeberin stimmt ihm darin zu.

Folge dieser Veröffentlichung ist zunächst für Zeitung und letztendlich auch für die betroffene Psychologin ein enormer Shitstorm. Am Ende distanziert sich die Zeitung unter dem öffentlich gegen sie erhobenen Vorwurf der Homophobie von der Mitarbeiterin und erklärt, diese werde künftig für die Zeitung nicht mehr schreiben.

Wäre ich Abonnent dieser Zeitung, wäre das Abo jetzt beendet. Eine solche Zeitung brauche ich nicht. Das Einknicken der Verantwortlichen in der Redaktion vor dem öffentlichen Druck der Anpassung und Political Correctness widert mich an. Diese Feigheit gegenüber öffentlichem Widerstand in einer Sache, die durchaus diskussionswürdig ist, ist dermaßen ekelig, daß ich mich weigern würde, der Redaktionsleitung überhaupt noch die Hand zu geben.

Ein Kommentator ergänzt:

… Bei der Westfalen-Post verhält man sich erwartungsgemäß, wie es die gesamte Systempresse macht, man beugt sich einer schreienden Minderheit der selbsterklärten Gerechten und Gleichmacher, um dann ungefragt und unbedrängt der Menschheit ein neues Weltbild zu implantieren, steter Tropfen höhlt den Stein.

Es geht um nichts weniger, als der Gesellschaft eine Umerziehung zu verpassen – England, Norwegen und natürlich auch Deutschland.

Das aber lassen wir nicht zu und der Widerstand wächst gerade erheblich, das sind gute Nachrichten.

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Ergänzung 31.5.2015:

Thorsten Hinz: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/kontrolliert-wird-flaechendeckend/ (31.5.):

… Außerdem habe das Westfalen-Blatt die freie Mitarbeit der Kolumnistin beendet.

… Ein Vorgang, der in mehrerlei Hinsicht exemplarisch ist und zunächst eine Betrachtung auf der Zeitachse verdient. Als 1965 Caspar von Schrenck-Notzings Buch „Charakterwäsche“ erschien, das sich mit der in US-Denkfabriken konzipierten Umerziehung der Deutschen beschäftigte, einigten die großen Medien sich auf eine Verschwörung des Schweigens.

Eine Ausnahme bildete die FAZ, wo die eigenwillige Margret Boveri sich gegen solche „totalitäre Methoden“ verwahrte. Eine echte Gegenöffentlichkeit formierte sich in den Lokal- und Regionalzeitungen, die alteingesessenen Verlegern gehörten und die sich der informellen Meinungssteuerung entzogen.

Fünfzig Jahre danach ist diese Nische geschlossen. Wo trotzdem versehentlich eine Meinung erscheint, die sich als Abweichung deuten läßt, wird sie aufgespürt und ihr Urheber niedergemacht. Die Kontrolle ist flächendeckend! Die technischen Voraussetzungen dafür bietet das Internet. Sein Siegeszug wurde anfangs als ein uneingeschränktes Freiheitsversprechen verstanden; inzwischen hat es sich auch zu einem Medium der Überwachung und Bestrafung entwickelt.

… Exemplarisch ist die Argumentation des Chefredakteurs: Entscheidend ist nicht, ob eine Aussage wahr oder falsch, ob sie empirisch belastbar oder Nonsens ist, sondern ob sie „Gefühle verletzt“. …

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3 Antworten zu Zum Teufel mit der Political Correctness!

  1. Hebel schreibt:

    Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.

    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde („Use it or lose it“).
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4]

  2. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  3. politisch unkorrekt, Juchuh schreibt:

    Norbert Bolz über Meinungsjournalisten (nicht Informationsjournalisten) als Oberlehrer in—-> „Philosophischer Stammtisch, 3sat
    Stichworte u.a. Tugendterror in den Medien, medialer Pranger, Jakobinismus, Mikroaggression…

    politisch korrekt ist z.B. nicht mehr fragen zu dürfen „Woher kommst du? (ZEIT, H. Sußebach)

    Konfrontation mit dem Mainstream:
    Buchtipp streitbarer Karl-Heinz Bohrer, Neuerscheinung „Jetzt….“

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