An den „rechten Rand“ gerückt

http://www.idea.de/medien/detail/konservative-werden-an-den-rechten-rand-gerueckt-91651.html (3.8.):

Frankfurt am Main (idea) – In der deutschen Öffentlichkeit werden theologisch und ethisch konservative Christen an den „rechten Rand“ gerückt. Das kritisiert der katholische Sozialwissenschaftler Prof. Wolfgang Ockenfels (Frankfurt am Main) in einem Kommentar für das Internetportal kath.net (Linz/Österreich).

Diffamiert würden Christen, die angeblich „unheilige Allianzen“ mit der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und der Bewegung Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) schmiedeten. Als höchst verdächtig gälten auch Personen, die zum Beispiel in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (Berlin) „klassisch-christliche Positionen zu Ehe und Familie vertreten und auch – wie der Papst und andere vernünftige Leute – die Gender-Ideologie kritisieren“, so Ockenfels. Dabei werde kaum noch inhaltlich argumentiert – „schon gar nicht um Fragen, die sich um Abtreibung und Demographie, um Ehe und Familie, um Euthanasie und Altersversorgung, um Einwanderung und Integration drehen“.

Adenauer, Schumacher, Kohl und Strauß am „rechten Rand“ …

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Ergänzung:

Albert Wunsch: http://www.freiewelt.net/blog/die-mitte-ist-links-10062967/ (31.7.):

Es scheint eine Regel zu geben, dass sich Ideologien selbst als Mitte bezeichnen. Fallen die Menschen auf solche Tarn- und Täusch-Manöver herein, geraten Andersdenkende sofort an den rechten oder auch linken Rand.

Wenn sich beispielsweise eine relativ kleine, wenn auch lautstark auf sich aufmerksam machende, linke Gruppierung – meist aus dem rot/grünen Parteispektrum – selbst als Mitte der Gesellschaft definiert, werden viele schnell ins sogenannte rechte Lager gerückt.

Da wir in Deutschland aufgrund unserer NS-Vergangenheit eine besondere Sensibilität in diese Richtung entwickelt haben – und das ist gut so –, ist es vor diesem Hintergrund recht einfach, Positionen von politisch Andersdenkenden per Zuordnung zur „rechten Szene“ ins Aus katapultieren zu wollen. …

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Eine Antwort zu An den „rechten Rand“ gerückt

  1. Attila Varga schreibt:

    Die ungarischen Kommunisten nannten so etwas Salamitaktik. 1945 wurden nationalistische Parteien verboten und alle machten mit, weil sich niemand mit Pfeilkreuzlern und Nazis identifizieren mochte. Dann kamen die Monarchisten an die Reihe, dann die Christen, dann Bürgerliche und Liberale, anschließend Sozialdemokraten, dann die Kommunisten, die nicht laut genug „Heil Stalin“ gebrüllt hatten oder der Karriere von Rákosi und Gerö im Weg standen…
    Wer sich vom „Rechten Rand“ distanziert, wird bald merken, dass rechts von ihm nichts mehr ist und wird dann selbst „wegdistanziert“ werden.

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