Ohne Ehe keine Zukunft

Jürgen Liminski: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/heiraten-hilft/ (9.8.):

… Ehe und Familie schaffen die Voraussetzungen, die der Staat nicht schaffen kann, von denen er aber lebt (Ernst-Wolfgang Böckenförde). Zum Beispiel vom Sinn für Solidarität und Verläßlichkeit. Das ist einer der Gründe, warum das Grundgesetz in Artikel 6 Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates stellt; weil, so schreibt der Nestor der Familienforschung, Heinz Lampert, die Familie Solidarität in einer Qualität und Effektivität erzeuge, wie man es sonst nirgends in der Gesellschaft findet.

Es sind eben nicht nur Gründe, die auf einer „abendländischen Gesinnung“ fußen. Schon antike, also vorchristliche Denker, haben den Ehebund von allen anderen unterschieden, zum Beispiel Aristoteles, Sokrates, Platon, Xenophanes oder Plutarch. Sie wußten: Die Ehe nutzt der Gemeinschaft und den Ehepartnern.

… Der für die Zukunft des Gemeinwesens bedeutsamste „externe Effekt“ der Ehe sind Kinder: Mehr als 85 Prozent der (dauerhaft) verheirateten Paare haben Kinder. Dagegen haben nur etwa 20 Prozent der nichtehelich Zusammenlebenden Kinder. Es ist die Ehe zwischen Frau und Mann, die durch die Erziehung von Kindern die Zukunft des Gemeinwesens sichert. 90 Prozent der verheirateten Frauen zwischen 40 und 44 Jahren haben Kinder, und drei von vier Kindern leben heute bei ihren beiden leiblichen und verheirateten Eltern. Das sind mehr als zehn Millionen Kinder.

… In sogenannten Regenbogenfamilien (gleichgeschlechtliche Paare) sind es keine 10.000. Es ist eben nicht das Recht, das den Homo-Ehen Kinder versagt, sondern die Natur. Und diese Natur findet ihren Rahmen der Verläßlichkeit vor allem in der Ehe. Wenn man ihr die Zeit dazu läßt. Denn personale Beziehung braucht Zeit. Das gilt für das Kleinkind, für Alte und für Erwachsene. An der Wall Street und im Silicon Valley, wo, wie Edward Luttwak sagt, der Turbokapitalismus wütet und die Zeit der Menschen absorbiere, beträgt die Scheidungsrate an die hundert Prozent – dort wird die Zeit vom Job verschluckt.

Vor diesem Hintergrund kann man sich nur wundern, wie fahrlässig selbst christdemokratische Politiker die normale Ehe zerreden. …

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Eine Antwort zu Ohne Ehe keine Zukunft

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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