Vatikan-Gesandter empfiehlt FSSPX-Anerkennung

http://www.katholisches.info/2015/08/10/msgr-athanasius-schneider-piusbruderschaft-sollte-anerkannt-werden-so-wie-sie-ist/:

(Rom) Msgr. Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana, legt in einem Interview mit der katholischen spanischen Seite Adelante la Fe dem Heiligen Stuhl nahe, die Priesterbruderschaft St. Pius X. [FSSPX] kanonisch anzuerkennen. Wörtlich sagte Bischof Schneider: Es gebe „keine Gründe, um den Priestern und Gläubigen der Priesterbruderschaft eine offizielle kanonische Anerkennung zu verweigern“.

Der Weihbischof besuchte im Frühjahr die Priesterseminare der Piusbruderschaft in den USA und Frankreich. Adelante la Fe befragte ihn, ob es „Aussichten für eine baldige Versöhnung“ gibt und was das Haupthindernis für eine solche ist.

Schneider sagte: „Der Heilige Stuhl bat mich, die beiden Priesterseminare der FSSPX zu besuchen, um mit einer Gruppe von Theologen der Bruderschaft und Seiner Exzellenz Bischof Fellay eine Debatte über ein bestimmtes theologisches Problem zu führen. Das zeigte mir, daß die Piusbruderschaft für den Heiligen Stuhl keine unbedeutende kirchliche Realität ist, sondern ernst zu nehmen ist. Ich habe bei meinen Besuchen einen sehr guten Eindruck gewonnen. … Meines Wissens gibt es keine Gründe, den Priestern und Gläubigen der Priesterbruderschaft die offizielle kanonische Anerkennung zu verweigern, daher sollten sie akzeptiert werden, so wie sie sind.“ …

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Ergänzung 21.8.2015:

http://www.katholisches.info/2015/08/20/aktuelle-lage-der-kirche-aehnelt-jener-der-arianischen-krise-des-4-jahrhunderts/:

Rorate Caeli veröffentlichte unterdessen einige Präzisierungen von Bischof Schneider als Antwort auf den US-amerikanischen katholischen Journalisten Michael Voris.

  1. Ich habe nicht gesagt, daß es keine Gründe gibt, die einer kanonischen Anerkennung der Priesterbruderschaft St. Pius X. entgegenstehen könnten, sondern zurückhaltender: „Meines Wissens gibt es keine gewichtigen Gründe“.
  2. Ich habe nicht gesagt, daß die derzeitige kanonische Situation der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Ordnung (OK) ist. Im Gegenteil. Wegen ihres Status ist es notwendig, daß sie die kanonische Anerkennung durch den Heiligen Stuhl erhält.
  3. Ich habe gesagt, daß die Priesterbruderschaft St. Pius X., inzwischen, gehört werden sollte, so wie sie ist. Mein Gedanken ist folgender: Aus pädagogischen und pastoralen Gründen sollte sie inzwischen akzeptiert werden, so wie sie ist, mit dem Ziel rechtzeitig die Dinge zu korrigieren, die zu korrigieren sind.
  4. Ich habe nicht gesagt, daß ich die Positionen der Priesterbruderschaft St. Pius X. zum Zweiten Vatikanischen Konzil unterstütze. Ich habe nur gesagt, daß auf beiden Seiten, das heißt des Heiligen Stuhls und der FSSPX, das Zweite Vatikanischen Konzils überbewertet und überschätzt wird, wenn auch unter entgegengesetzten Gesichtspunkten. Die Frage ist das richtige Maß, das heißt, wir brauchen eine richtige Wertschätzung und Bewertung des Zweiten Vaticanums, aber nicht auf übertriebene Weise. Wir dürfen aus dem Zweiten Vaticanum nicht ein von allen vorherigen Konzilen isoliertes Konzil machen oder eine Art von Super-Konzil. …

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Eine Antwort zu Vatikan-Gesandter empfiehlt FSSPX-Anerkennung

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

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