AI fordert Legalisierung von Prostitution

Leseempfehlung:
http://denken-erwuenscht.com/gastspiel-birgit-kelle-ueber-die-pervertierung-von-frauenrechten/ (14.8.):

„Gut gemeint, schlecht gemacht“, so lautet ein gemeines Sprichwort. Diesen Grundsatz hat sich jetzt auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) auf die Fahnen geschrieben mit der Forderung nach der weltweiten Legalisierung von Prostitution. Gut gemeint, denn [der] Generalsekretär von Amnesty, Salil Shetty, merkt zu Recht an, dass Prostituierte in den meisten Fällen „ständig dem Risiko von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind“. Deswegen wolle man eine Politik verfolgen, die den „Schutz der Menschenrechte von Prostituierten fordert“. Da wird man dann doch stutzig. Seit wann muss man kriminelle Handlungen legalisieren, um die Menschenrechte der Opfer zu wahren? Und helfe ich dem Opfer damit, dass ich die Tat legalisiere? Zumindest in Deutschland sieht die Polizei das jedenfalls anders. Seit Prostitution bei uns legal ist, haben die Beamten noch mehr Schwierigkeiten, den Opfern von Schlepperbanden zu helfen. Genaugenommen kommt sie ohne konkreten Verdacht gar nicht mehr an diese Frauen ran, weil unser wunderbares Gesetz beispielsweise Frauen, die in Privatwohnungen zwecks Zwangsprostitution festgehalten werden, nicht mehr schützt.

… Wäre es nicht angebracht, dass wir weltweit dafür sorgen, dass sich niemand mehr genötigt fühlt, seinen Körper zu verkaufen, weil er sonst kein Einkommen hat, anstatt diese Tätigkeit zu einem „normalen Job“ zu erklären?

… Bleibt am Ende das Fazit, wir Frauen bekommen immer mehr Rechte dazu und alle meinen es unglaublich gut mit uns. Wir dürfen uns heute Schlampen nennen und uns dabei emanzipiert fühlen, wir dürfen uns am Arbeitsmarkt abschuften zu unserer Emanzipation, wir dürfen unsere Kinder abgeben, damit sie bei der Selbstverwirklichung nicht stören. Ja wir dürfen gar unsere Kinder töten, als Frauenrecht, wir dürfen unsere Sexualität verkaufen, als Frauenrecht, wir dürfen unsere Kinder verkaufen, als Frauenrecht. Nur eines dürfen wir nicht: All diese „Errungenschaften“ ablehnen, dann sind wir nämlich Antifeministinnen. Das bin ich dann allerdings gerne. …

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Ergänzung 24.8.2015:

http://www.kath.net/news/51767 Alice Schwarzer: ‚Amnesty stimmte pro Zuhälter und Freier‘ (24.8.):

Frauenrechtlerin: Amnesty International sei „von Sexindustrie-Lobby unterwandert“ …

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Ergänzung 25.8.2015:

http://www.die-tagespost.de/Als-Ware-verkauft-und-benutzt;art456,163103 (24.8.):

Hauptproblem der Prostitution sei, dass mit ihr Menschen wie Dinge behandelt werden, meint Lea Ackermann. Von Anna Sophia Hofmeister

Amnesty International fordert nach einem Grundsatzbeschluss, Prostitution weltweit zu legalisieren. Dafür erntet die bekannteste Menschenrechtsorganisation der Welt viel Beifall – aber auch harsche Kritik. Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer sprach vom „unrühmlichen Ende dieser Organisation“. Auch die Ordensfrau Lea Ackermann, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte und den Schutz von Prostituierten einsetzt, ist der Meinung, dass sich Amnesty International mit seinem Vorschlag auf die Seite der Täter schlägt – auf Kosten der Opfer.

… „Wir fordern, auch aus unserer Erfahrung heraus, dass der Kauf von Sex verboten wird. Für mich ist es ein Verstoß gegen die Menschenwürde, einen Körper, sei es von einer Frau, einem Mann oder Kind, zu kaufen. In einer Gesellschaft, in der Mann und Frau gleichwertig sind, kann nicht die eine Hälfte die andere kaufen. Tut dies jemand, ist das ein Verstoß gegen die Gleichwertigkeit– vor allem von Frauen, denn es ist offensichtlich, dass überwiegend Frauen und weibliche Kinder als Ware angeboten werden.“ …

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Eine Antwort zu AI fordert Legalisierung von Prostitution

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

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