Christus war kein Internationalist

Heinrich Birnleitner: http://www.andreas-unterberger.at/2015/08/asyl-die-richtige-interpretation-der-lehre-christi/ (14.8.):

… Der Hinweis auf das Gebot der christlichen Nächstenliebe und der auf diesem Gebot aufbauenden Regelungen der Menschenrechte und der Genfer Asylkonvention basiert jedoch auf einer Unkenntnis der wahren Lehre Christi.

Tatsächlich war Jesus Christus keineswegs ein Internationalist, sondern nach heutigen Begriffen als jüdischer Nationalist zu bezeichnen. Sowohl der Evangelist Matthäus (15,22-28) als auch der Evangelist Markus (7, 24-30) berichten davon, dass Jesus von einer Kanaaniterin, d. h. einer Ureinwohnerin Israels, um die Heilung ihrer Tochter, die von einem Dämon befallen war, angefleht wurde. Er sagte: „Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.“

Bekanntlich hat das inständige Beharren der Kanaaniterin und auch der Wunsch der Jünger („befreie sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her“) diese Bittstellerin loszuwerden, Jesus dazu bewogen, die Heilung zu vollziehen. Diese Einstellung Christi würde heutzutage wohl als verstärkter Nationalismus charakterisiert werden, wie er zweifellos in Europa eigentlich undenkbar wäre.

Das von Jesus formulierte Gebot der Nächstenliebe etwa am Beispiel des barmherzigen Samariters kann nur im Zusammenhang mit den obigen Ausführungen verstanden werden.

Die zitierten Stellen in den zwei Evangelien zeigen jedoch, dass Jesus Christus, der einer Fremden eine bloße Heilung verweigern wollte, wohl nicht im Traum daran gedacht hätte, die Integrität der Bevölkerung des damaligen Israel auf eine Art und Weise in Frage zu stellen, wie dies gegenwärtig in Österreich und anderen Ländern Europas in erschreckendem Maße der Fall ist.

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3 Antworten zu Christus war kein Internationalist

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

  2. Thomas G. schreibt:

    An dem Artikel stimmt wirklich fast nichts deshalb habe ich ihn auf meiner Seite kommentiert. Danke aber fürs teilen, mir war die Seite gar nicht bekannt.

    • strafjustiz schreibt:

      An Thomas G. > Ja, wahrscheinlich…..aber, es geht mir hier um den fraglichen Inhalt > Bitte genau sagen, w a s n icht stimmt, nicht einfach sagen „An dem Artikel stimmt fast nichts“ . Solche Aussagen bringens nun wirklich nicht. Man weiss nicht, wie man Ihren Kommentar kontern, gutheissen, ablehnen soll, solange als Sie bewusst unklar bleiben. Solche Kommentare sind dann unfair, weil man sie nicht (an)packen kann. (4.06.18)

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