Propaganda und totalitäre Willkür

Michael Paulwitz: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/propaganda-und-ihre-kollateralschaeden/ (14.9.):

Propaganda bezweckt immer zweierlei: Eine bestimmte Weltsicht in alle Köpfe hineinzuhämmern und Abweichler, die nicht mittun wollen, mundtot zu machen. Sonst wäre es ja eine Diskussion oder Debatte, und die findet bei Themen wie Asyl-Immigration oder Homosexuellen-Hofieren in Meinungsmacherkreisen schon seit längerem nur noch sehr bedingt statt.

Daß Propaganda wirkt, merkt man nicht zuletzt daran, daß willkürlich herausgepickte Aus-der-Reihe-Tänzer von ihrem sozialen Umfeld oder vom Arbeitgeber geächtet und erledigt werden, ohne daß eine besondere Instanz noch eigens dazu auffordern muß.

Wenn also ein Online-Versandhändler einen Mitarbeiter wegen „schwulenfeindlicher“ Äußerungen in den sozialen Netzwerken feuert, der österreichische Autohändler Porsche die Karriere eines Lehrlings wegen eines „rassistischen“ Facebook-Eintrags beendet, wenn ein Busfahrer, der beim Chauffieren von Asylbewerbern ein Hemd trug, das einem grünen Blockwart nicht paßt, gekündigt wird und ein Vollpfosten, der sich hämisch über ein ertrunkenes Einwandererkind ausläßt, deswegen seinen Job als Pakethilfsausträger verliert, sind das durchaus erwünschte oder zumindest billigend in Kauf genommene Nebenwirkungen der Stimmungsmache.

… Holzköpfe werden freilich auch nicht gescheiter, wenn sie wegen einer dahingerotzten Bemerkung gleich in der Arbeitslosigkeit landen. Aber das ist auch nicht die Absicht dahinter. Exempel wie diese dienen der Abschreckung, getreu dem alten Mao-Motto – bestrafe einen, erziehe hundert.

Das hat totalitäre Züge: Wer abweichende Gedanken hat, soll diese nirgends mehr zu äußern wagen, jede Minute genau überlegen, was er sagt, denn es könnte ja jederzeit die gesellschaftliche Höchststrafe verhängt werden. Wer … sich auf politische Minenfelder wagt, wird rasiert. Es ist die Willkür, die einschüchtert. …

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2 Antworten zu Propaganda und totalitäre Willkür

  1. Christoph Rebner schreibt:

    Matthew 20:25-28 25 Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wißt, daß die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben. 26 Unter euch wird es nicht so sein; sondern wenn jemand unter euch groß werden will, wird er euer Diener sein, 27 und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein; 28 gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

  2. regentraum schreibt:

    Hat dies auf kantodeaschrift rebloggt.

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