WELT entlässt Matthias Matussek

https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2015/welt-trennt-sich-von-matthias-matussek/ (17.11.):

BERLIN. Die Zeitungsgruppe Die Welt hat den Journalisten und Buchautor Matthias Matussek entlassen. Dies bestätigte der Axel-Springer-Verlag gegenüber dem Mediendienst Meedia.de. Die Trennung erfolge „mit sofortiger Wirkung“. Hintergrund ist ein Facebook-Eintrag Matusseks nach den Terroranschlägen von Paris, in dem er die deutsche Asylpolitik kritisiert hatte.

„Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen“, schrieb Matussek. Dazu fügte er ein lächelndes Smiley hinzu, das er später änderte. Dies hatte zu einem Empörungssturm gegen den Publizisten geführt. Kritiker beschimpften den Journalisten und warfen ihm Stimmungsmache vor.

Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters hatte sich daraufhin öffentlich von Matussek distanziert und dessen Text als „durchgeknallt“ kritisiert. …

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Ergänzung 20.11.2015:

http://www.medrum.de/content/juristisches-nachspiel-im-fall-matthias-matussek-und-die-welt (19.11.):

… Nach Angaben der Anwaltskanzlei Steinhöfel aus Hamburg in Sachen Matthias Matussek geht der bisherige WELT-Autor Matussek anwaltlich gegen die Verbreitung der Behauptung vor, er ‚solle‘ bestimmte Verbalinjurien geäußert haben. Matussek habe eine Unterlassungsverpflichtung verlangt, so Steinhöfel. Wie der SPIEGEL und MEEDIA zuvor berichtet hatten, soll Matthias Matussek im Zusammenhang einer Auseinandersetzung mit dem Chefredakteur der Welt, Hans-Eric Peters, über ein facebook-Posting zur Debatte um Deutschlands offene Grenzen angeblich die Worte „durchgeknalltes Arschloch“ gebraucht haben (MEDRUM berichtete: „Wenn geglaubt werden kann, was der SPIEGEL verlautbart hat …“). …

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Ergänzung 25.11.2015:

Matthias Heitmann: http://ef-magazin.de/2015/11/25/7976-der-fall-matussek-journalismus-in-einer-durchgeknallten-welt Die Nerven liegen blank:

Nach den Anschlägen von Paris liegen die Nerven blank – offenbar auch in den Chefredaktionen deutscher Tageszeitungen. Anstatt gerade jetzt die Freiheit – und gerade auch die Meinungsfreiheit – offensiv zu verteidigen, geschieht das Gegenteil: Die „Welt“ setzt ihren Kolumnisten Matthias Matussek nach einem Streit über einen harmlosen Facebook-Eintrag vor die Tür. …

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Ergänzung 28.11.2015:

Michael Klonovsky: http://ef-magazin.de/2015/11/27/7989-umgang-mit-abweichlern-wer-zu-frueh-kommt:

„Hat man 24 Stunden früher als die übrigen Menschen recht“, notierte der französische Moralist Antoine de Rivarol, „so gilt man 24 Stunden lang für närrisch“. Beziehungsweise, auf die aktuellen deutschen Verhältnisse übertragen, als böse, übelwollend oder „rechts“.

Wie hier bereits erwähnt, ist der Journalist Matthias Matussek vom Springer-Verlag, näherhin von der „Welt“, entlassen worden, weil er im Zusammenhang mit den Pariser Attentaten auf Facebook schrieb, nun werde man sich wohl genauer anschauen müssen, wer da alles nach Deutschland einwandert, und dahinter ein Smiley setzte.

Während andere über die Ermordeten trauerten, habe er sich über sie amüsiert, warf ihm, ebenfalls auf Facebook, sein Chefredakteur vor. …

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Eine Antwort zu WELT entlässt Matthias Matussek

  1. Wir schaffen das nicht schreibt:

    Die „Welt“ wird sich noch wundern und früh genug bereuen….
    (Es scheint auch niemand auf Todenhöfer zu hören)

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