Frankreich: Historischer Sieg für Marine Le Pen

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2015/historischer-sieg-fuer-marine-le-pen/ (7.12.):

PARIS. Der Front National (FN) ist aus den Regionalwahlen in Frankreich als stärkste Kraft hervorgegangen. Die Partei von Marine Le Pen erhielt im ersten Wahlgang landesweit rund 28 Prozent der Stimmen. Die konservativen Republikaner konnten 27 Prozent der Wähler hinter sich versammeln. Die regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande kamen auf etwa 22,8 Prozent.

Kommunisten und Grüne erhielten zusammen rund zehn Prozent der abgegebenen Stimmen. Le Pen nannte ihre Partei nun die „erste Partei Frankreichs“. Das „wunderbaren Ergebnis“ nehme sie mit Demut auf. Der FN sei für Frankreich die „letzte“ Chance“. Ihre Partei sei die einzige Kraft, die die Republik schützen könne, betonte Le Pen.

… Insgesamt lag der FN in sechs der 13 Regionen in Führung. In der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag können nur noch die Parteien antreten, die mehr als zehn Prozent der Stimmen erhielten. In ihrer Heimatregion Nord-Pas-de-Calais-Picardie lag Le Pen mit 40,6 Prozent der Stimmen in Führung. Auch die Nichte der Parteichefin, Marion Maréchal-Le Pen, erreichte in ihrer Region 40,55 Prozent. …

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Ergänzung:

Henning Lindhoff: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/la-vernunft/ (7.12.):

Nein, die Franzosen haben am Sonntag keine rechtsextreme Partei zur landesweit stärksten Kraft gemacht. Nein, Marine Le Pen hat kein abseitiges, irres und nicht umsetzbares Programm vorgelegt. Nein, der Front National hat nicht nur wegen der Terroranschläge von Paris gewonnen.

Während die deutschen Medien hyperventilieren, bleibt nüchtern festzustellen, daß der Erfolg Le Pens nur der letzte Schritt in einer absehbaren Entwicklung ist. Die 47jährige und ihre Partei lagen in Umfragen bereits lange vor den Pariser Attentaten in Führung. Schon bei den vergangenen Wahlen konnte der FN beständig zulegen.

… Die Franzosen haben mitbekommen, daß die Banlieues eben keine Ausnahme mehr sind. In vielen Großstädten sind sie zur Regel geworden. Die deutsche Übersetzung „Bannmeile“ trifft den Zustand in diesen Vierteln bestens. Der Staat kann dort nur noch durchgreifen, wenn er mit Militär aufmarschiert. Der nach den Anschlägen verhängte Ausnahmezustand hat den Franzosen diese Tatsache mit aller Brutalität vor Augen geführt.

Le Pen steht eben nicht für 50 Jahre verpfuschter Integrationspolitik. Sie steht für die harte Hand, die die Franzosen jetzt wollen, um zumindest einen Rest des Frankreichs zu retten, das dieses Land zum Inbegriff von Kultur und Humanität gemacht hat. Mit Zugeständnissen an die frech auftretenden Einwanderer-Lobbyisten ist das eben nicht zu machen.

… Und: Frankreich ist keine europäische Anomalie. Schweden, die Niederlande, Ungarn, Österreich, Dänemark, Polen, Großbritannien, Finnland und Norwegen – fast überall in Europa legen rechte und konservative Parteien zu. Nicht Frankreich wurde mit dieser Wahl in der EU isoliert, sondern Deutschland. Die Politik der offenen Grenzen, wie sie Angela Merkel gegen jede Vernunft praktiziert, ist außerhalb Deutschlands am Ende. Die Brüsseler Bürokraten und ihre feuchten Träume von einem Großeuropa stehen vor dem Scheitern. …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/07/le-pen-sieg-panik-bei-den-sozialisten-schock-in-paris/:

Der Sieg des Front National bei den Regionalwahlen hat bei der Regierung von François Hollande Panik ausgelöst. Die Pariser Medien sprechen von einem regelrechten Schock und sehen Marine Le Pen bereits in Paris vor den „Toren der Macht“.

… Der Front National wurde in der ersten Runde der Regionalwahlen am Sonntag mit rund 28 Prozent der Stimmen stärkste Kraft – es ist das beste Ergebnis seiner Geschichte bei einer landesweiten Wahl. Vorläufigen Zahlen des Innenministeriums zufolge stimmten mehr als sechs Millionen Franzosen für die Partei, die in sechs der 13 französischen Regionen an erster Stelle landete.

Drei Wochen nach den Anschlägen von Paris kam das konservativ-bürgerliche Lager um den früheren Staatschef Nicolas Sarkozy mit rund 27 Prozent auf den zweiten Platz und lag nur in vier Regionen vorne. Die regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande landeten weit abgeschlagen mit etwa 23,5 Prozent auf dem dritten Platz. Wer in den Regionalparlamenten künftig die Mehrheit und damit den Regionalpräsidenten stellt, wird aber erst in der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag entschieden. …

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Ergänzung 14.12.2015:

http://www.pi-news.net/2015/12/le-pen-wahl-verloren-aber-sozialisten-gestuerzt/ (13.12.):

Bei den Regionalwahlen in Frankreich konnte der in der ersten Runde dominierende Front National von Marine Le Pen …, nach ersten Hochrechnungen, wohl keine der 13 Regionen für sich gewinnen. Sogar die so aussichtsreiche Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie musste der FN dem konservativen Kandidaten Xavier Bertrand mit 58 % überlassen. Geschuldet ist dieses Ergebnis vor allem aber wohl der panische Reaktion von Präsident François Hollande nach dem sensationellen Abschneiden des FN in der ersten Runde. Hollande hatte, in den für Le Pen aussichtsreichsten Regionen, die sozialistischen Kandidaten zugunsten der Konservativen um Ex-Präsident Nicolas Sarkozy zurückgezogen. Für die Sozialisten ist diese Wahl aber nun ein Desaster. …

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Eine Antwort zu Frankreich: Historischer Sieg für Marine Le Pen

  1. Traue niemand schreibt:

    „Heidnisches Menschenbild“
    http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/frankreich-hat-sich-von-seinen-christlichen-wurzeln-entfernt-83590.html
    ——-
    Da sitzt der Mann aus Gambia auf seinem Stahlbett und weint. Er, der Drogendealer im Görlitzer Park, neben dem nun „schick“ werdenden Kreuzberg-Quartier bedauert, dass nun auch sein 18-jähriger Bruder den Weg nach Europa findet. Übers Meer. Während zwei andere aus seinem Boot ertrunken sind. Wenn die Mutter aus Arfika anruft, schickt er zehn Euro. Wo sind all die Jobs für all diese Menschen? In all diesen sozialen Brennpunkten?
    Heimat gesucht – Wohnungsjagd in Kreuzberg. Der griechische Investor aus Bonn kommt auch vor.
    https://www.rbb-online.de/doku/h-j/heimat-gesucht.html
    Mittlerweile entsteht mit Billigung des Deutschen Kartellamtes ein Mega-Wohnungsriese (einer der Fusionspartner = die Annington: jene „Heraussanierer“) und damit eine Konzentrierung und ein Kahlschlag wie auf dem Sektor Landwirtschaft, hier: Cargill
    http://www.zdf.de/zdfzoom/taeter-oder-wohltaeter-die-macht-der-agrar-riesen-38661264.html

    Armut und Gewalt verfestigen sich.
    Soziale Brennpunkte Deuschlands Problemviertel
    http://www.nowtv.de/ntv/n-tv-dokumentation/soziale-brennpunkte-deutschlands-problemviertel

    45 Minuten. Die Herausforderung – Die Flüchtlinge, die Politik und wir.
    http://programm.ard.de/TV/Programm/Alle-Sender/?sendung=2872316159799138
    DIe Filmteams besuchen auch Hamburg und Bremen, die Städte mit der größten Millionärsdichte. „Rote“ Städte mit mittlwerweile eklatant anwachsender (Kinder-)Armut. (UND KRIMINALITÄT!)

    Nicht nur die bürotechnisch-kratischen „Bezirksamtsleiter“ meinen ja, die Grenzen seien noch nicht erreicht . 🙂 Und wie zieht sich „die Wirtschaft“ gerade zurück….

    einen SCHEISS-BOCK hab ich auf dieses veränderte Land!

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