Türken-Präsident Erdogan unter Druck

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/07/irak-stellt-der-tuerkei-ultimatum-zum-rueckzug-der-truppen/:

Der Irak fordert den umgehenden Abzug der am Wochenende einmarschierten türkischen Soldaten. Bagdad droht mit der Anrufung der UN. Weil auch Russland seine Beweise für eine Kooperation der Türkei mit den IS den UN zur Prüfung übergeben will, könnte die Lage für den Nato-Staat ungemütlich werden.

Die Türkei betreibt offenkundig einen lebhaften Ölhandel mit dem IS und sorgt so für dessen Finanzierung. Die Entsendung von Truppen könnte auch dem Zweck dienen, die Erdöl-Verbindungen zu den Ölfeldern im Nordirak in die Türkei zu sichern. Diese Ölfelder stehen seit geraumer Zeit unter der Kontrolle des IS.

Russland hatte vor einige Tagen auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und angeboten, entsprechende Belege den UN zu übergeben. Mit der Drohung des Irak, die UN anzurufen, könnte die Lage für die Regierung von Präsident Erdogan unangenehm werden.

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Ergänzung:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/07/tuerkei-will-nicht-aus-dem-irak-abziehen-fordert-bodentruppen-gegen-is/:

Die Türkei denkt offenbar nicht daran, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen. Sie erklärt, Bodentruppen seien wichtig gegen den IS, daher bilde man Kämpfer aus. Die Nato unterstützt diese Position. Russland hat sich noch nicht geäußert.

Im Kampf gegen den IS sei eine schlagkräftige Truppe am Boden zur Unterstützung der gemäßigten Opposition nötig, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Montag dem Sender Kanal 24. Zugleich rechtfertigte er die Entsendung türkischer Soldaten in die irakische Region um Mossul. Mit Luftangriffen allein kann die IS-Miliz nach türkischer Ansicht nicht aus Syrien vertrieben werden.

Die am Wochenende im Irak einmarschierten türkischen Soldaten sind offenbar Teil einer solchen Bodenoffensive. Sie werden allerdings offiziell eingesetzt, um die türkischen Kameraden zu schützen, die in Mossul für die Ausbildung irakischer Einheiten zuständig sind. Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte am Sonntag die Türkei aufgefordert,ihre in den Nordirak entsandten Truppen binnen 48 Stunden wieder abzuziehen. …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/07/russland-befreit-strategisch-wichtiges-gebiet-von-isis/:

Die syrische Armee hat am Samstag mit Unterstützung der russischen Luftwaffe ein strategisch wichtiges Gebiet von den Rebellen in Nordwest-Syrien erobert. Die USA haben dagegen die syrische Armee bombardiert. Syrien fordert den UN-Sicherheitsrat auf, solche Attacken zu unterbinden.

Der Vorstoß der von Russland geführten Allianz könnte auch der Grund sein, warum die Türkei in den Nordirak einmarschiert ist: Ankara will seine Erdöl-Leitungen schützen, die aus dem vom IS kontrollierten Gebiet in die Türkei führen. …

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat in einem Interview mit SANA die Luftangriffe der Franzosen und Briten in Syrien kritisiert. Frankreich und Großbritannien hätten weder den Willen noch die Vision den Terrorismus zu bekämpfen. Die Luftschläge dieser Staaten würden nicht dazu dienen, den IS zu bekämpfen, sondern die Verbreitung des Terrorismus zu befördern. „Wir wissen, dass Frankreich und Großbritannien eine Hauptrolle dabei gespielt haben, Terroristen nach Syrien einzuschleusen“, so Assad. …

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https://de.europenews.dk/Der-Beweis-Wie-die-Tuerkei-ISIS-Oel-exportiert-123692.html (1.12.):

In den letzten Wochen richtete sich das Augenmerk der Medien auf den lukrativen Handel des Islamischen Staats mit „gestohlenem“ Rohöl. Am 16. November zerstörten amerikanische Kampfjets 116 Öllastwagen von ISIS. 45 Minuten vorher waren Handzettel abgeworfen worden, um die Fahrer zu warnen, die selbst keine ISIS-Mitglieder waren.

Merkwürdig in diesem Zusammenhang, dass es das Pentagon beinahe 14 Monate gekostet hat, um herauszufinden, dass es am effektivsten sei, den Ölhandel des Islamischen Staats lahmzulegen und das Öl zu bombardieren. Davor hatte die US-Strategie darin bestanden, um die Öl-Infrastruktur herumzubomben, und man hatte relativ wenig Schaden angerichtet.

Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungen, eine davon, dass es dem Pentagon und der CIA ausgereicht hat, weil man ISIS als destabilisierendes Element gegen das Assad-Regime erhalten wollte. Zuletzt hat Russland gezeigt, wie man beinahe mühelos die ISIS-Konvois bombardieren konnte, so dass die USA keine Chance hatten und dasselbe tun mussten. Amerikanische Kampfjets zerstörten weitere 280 Lastwagen, Russland will mehr als 1000 zerstört haben.

Die spannende Frage ist nun: Wo geht das Öl hin, wer liefert es aus? Die Rolle der Türkei wird in diesem Zusammenhang schon lange diskutiert. Sie spielt eine Schlüsselrolle bei der Expansion des IS auf dem schwarzen Markt für Ölverkäufe. Geheimdienstler in der Türkei und dem Irak bestätigten, dass die türkischen Behörden die Rohölverkäufe von ISIS aktiv unterstützt haben. Mehmet Ali Ediboglu von der oppositionellen Republikanischen Partei schätzt, dass im letzten Jahr für rund 800 Millionen $ ISIS-Öl verkauft wurde, in diesem Jahr soll es bereits über eine Milliarde sein.

Es geschehe mit einfachsten Mitteln, so Ediboglu: Das Öl werde in der Nähe der Grenze zur Türkei in Raffinerien aufbereitet und dann über die Türkei verkauft. Gegenüber russischen Medien sagte er, dass ISIS die Fäden in der Hand halte, zusammen mit einer Gruppe rund um Barzani (den Präsidenten der irakisch-kurdischen Region) und einigen türkischen Geschäftsleuten, beim Verkauf des Öls.  …

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/07/obama-pfeift-erdogan-zurueck-tuerkei-zieht-soldaten-aus-dem-irak-ab/:

Die Türkei macht einen Rückzieher und ruft offiziell einige hundert Soldaten aus dem Irak zurück. US-Präsident Obama hat dem türkischen Präsidenten Erdogan über einen Sonderbotschafter ausrichten lassen, dass es keinesfalls zu einer Eskalation mit dem Irak kommen dürfe.

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