Entwicklungen im Nahen Osten – 5

(Fortsetzung zu https://kreidfeuer.wordpress.com/2016/03/11/entwicklungen-im-nahen-osten-4/)

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Robert F. Kennedy jun., Neffe von JFK, beleuchtet die blutbefleckte Rolle der CIA in den Nahost-Ereignissen:
http://npr.news.eulu.info/2016/03/18/warum-die-araber-uns-in-syrien-nicht-wollen/:

Auch da mein Vater von einem Araber ermordet wurde, habe ich mir die Mühe gemacht, die Auswirkungen der US-Politik im Nahen Osten und insbesondere die Faktoren zu verstehen, die zu manchmal blutrünstigen Reaktionen der islamischen Welt gegen unser Land führen.

Wenn wir uns auf den Aufstieg des Islamischen Staates fokussieren und uns auf die Suche nach dem Ursprung der Gewalt machen, die so vielen Unschuldigen in Paris und San Bernardino das Leben gekostet hat, müssen wir möglicherweise über die einfachen Erklärungen von Religion und Ideologie hinausblicken.

Stattdessen sollten wir die komplexeren Gründe in der Geschichte und im Öl untersuchen, die die Schuld – wie so oft – auf uns zurückverweist. …

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Ergänzung:

Parallelen zur RF-Kennedy-Analyse:
https://deutsch.rt.com/international/35254-assange-wikileaks-vorliegende-depeschen-zeigen/ (28.10.2015):

… Indem Syrien in diese Situation gebracht wird, verfolgen die USA auch einen “geostrategischen Plan, der ihrer Einschätzung nach die Hisbollah schwächt, Israel größere Kontrolle der Golanhöhen einräumt, einen wichtigen regionalen Partner (Syrien) des Iran außer Gefecht setzt sowie Russland seiner einzigen verbliebenen Militärbasis außerhalb des Gebietes der ehemaligen Sowjetunion beraubt, und schlussendlich so den Weg bahnt für eine Pipeline von Katar über Saudi-Arabien und Syrien nach Europa, um mit den russischen Erdgaslieferungen konkurrieren zu können“ so die abschließende Einschätzung des WikiLeaks-Gründers.

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Ergänzung 3.4.2016:

http://www.freiewelt.net/nachricht/putins-syrien-rueckzug-war-falle-fuer-is-10066143/ (1.4.):

Die strategisch wichtige Rückeroberung Palmyras vom IS soll Ergebnis einer von Rußland mit den USA abgestimmten Kriegslist gewesen sein. Allein dazu habe Putin vor zwei Wochen seinen Rückzug von russischen Truppen angekündigt.

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/03/aegypten-ruft-die-usa-gegen-is-vormarsch-zu-hilfe/:

Ägypten bittet die USA um eine schnelle militärische Intervention im Land. Die Terror-Miliz drohe, sich auf dem Sinai festzusetzen. Sollten die USA der Bitte nicht Folge leisten, könnte sich Ägypten an Russland wenden.

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/03/russland-tuerkei-schickt-waffen-ueber-hilfs-organisationen-an-den-is/:

Russland hat der Türkei in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat vorgeworfen, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien mittels Hilfsorganisationen mit Waffen zu versorgen. „Der Hauptlieferant von Waffen und Militärausrüstung an den IS ist die Türkei, die dafür Nicht-Regierungsorganisationen einsetzt“, schrieb der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin an die Mitglieder des Sicherheitsrats in einem Brief vom 18. März, berichtet Reuters.

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/03/neuer-krieg-im-kaukasus-wird-zur-gefahr-fuer-russland/:

Zwischen Armenien und Aserbaidschan ist es zu neuen gewalttätigen Auseinandersetzungen um Bergkarabach gekommen. Die Entwicklung ist für Russland gefährlich, weil in der Region zahlreiche Öl- und Erdgas-Pipelines verlaufen. Wer hinter der überraschenden Eskalation steckt, ist unklar. Die US-Neocons halten Aserbaidschan für ähnlich wichtig für die Zukunft Russlands wie die Ukraine.

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Ergänzung 17.4.2016:

http://www.freiewelt.net/nachricht/syrien-wir-wollen-nicht-unter-islamischer-herrschaft-leben-10066382/ (14.4.):

Der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Ephrem II. hat den vom IS befreiten Ort Al Qariatayn besucht und zeigt sich erschrocken vom Ausmaß der Zerstörung.

Nach seinem Besuch in der kürzlich aus der Gewalt der Terrormiliz des Islamischen Staat (IS) befreiten Stadt Qariatayn ist das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche von gemischten, tiefen Gefühlen bewegt. Einerseits freue er sich über die Vertreibung der Terrormiliz aus dem von Moslems und Christen bewohnten Ort. Andererseits aber war er erschrocken über das Ausmaß der Verwüstungen.

Der IS hatte die Stadt im vergangenen August besetzt gehabt und insbesondere die Kirchen und das syrisch-orthodoxe Kloster des Heiligen Elian entweiht. Während der Befreiungskämpfe seien zudem zahlreiche Häuser ganz oder teilweise schwer beschädigt wurden. Ebenso sei die Infrastruktur in schwere Mitleidenschaft gezogen worden. …

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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/parlamentswahl-in-syrien-assad-partei-zur-siegerin-erklaert-14183624.html (17.4.):

Die Baath-Partei des syrischen Präsidenten Assad hat nach Angaben der Wahlkommission 200 von 250 Sitzen im Parlament geholt. Die UN wollen das erwartete Ergebnis nicht anerkennen. …

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Ergänzung 20.4.2016:

Andreas Becker: http://www.katholisches.info/2016/04/19/armenisches-bergkarabach-neue-front-des-islamischen-staates-is/:

(Eriwan) Der Krieg im Südkaukasus zwischen dem islamischen Aserbaidschan und dem christlichen Armenien wurde nach @22 Jahren Waffenruhe wieder aufgenommen. In der Nacht auf den 2. April begann eine aserbaidschanische Offensive gegen die armenische Republik Bergkarabach.

Bergkarabach ist ein Gebiet von der Größe Oberösterreichs, etwas kleiner als Schleswig-Holstein. Das Hochgebirgsland wird von knapp 150.000 Menschen bewohnt, die zu 99 Prozent Armenier sind.  Völkerrechtlich gehört Bergkarabach zu Aserbaidschan. Während der Sowjetzeit bildete die armenische Enklave ein Autonomes Gebiet.

Ende der 1980er Jahre kam es zu Unruhen unter den Armeniern, die sich von den Aserbaidschaner diskriminiert fühlten. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion brach ein bewaffneter Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan aus, da beide Staaten Anspruch auf das Gebiet erheben. …

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http://www.freiewelt.net/nachricht/erdogan-laesst-auf-fluechtlinge-schiessen-10066459/ (19.4.):

Nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation haben türkische Sicherheitskräfte Flüchtlinge auf syrischem Boden beschossen. HRW-Deutschlanddirektor Wenzel Michalski sagte im DLF, die Menschen hätten sich auf der Flucht vor der IS-Terrormiliz zur Grenze retten wollen. …

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Ergänzung 22.4.2016:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/21/vormarsch-der-al-nusra-front-in-aleppo/:

Auf Youtube veröffentlicht die Al-Nusra-Front ein Video über ihren Vorstoß in Aleppo. Es ist erkennbar, dass die Gefahr nicht von undisziplinierten Schlächtern, sondern von einer militärisch disziplinierten, gut bewaffneten und ausgerüsteten islamistischen Söldnertruppe ausgeht.

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/22/warnung-russland-beschiesst-israelische-jets-ueber-syrien/:

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu und Kreml-Chef Wladimir Putin haben am Donnerstag in Moskau eine Militärkooperation beschlossen, berichtet Yedioth Ahronoth. Ob die Lage auf den Golan-Höhen besprochen wurde, ist unklar. Netanjahu hatte zuvor bekräftigt, dass Israel sich „niemals“ von den Golan-Höhen zurückziehen werde.

Beim Treffen zwischen Netanjahu und Putin wurde zudem beschlossen, dass ein Treffen zwischen einer israelischen Militärdelegation und dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu stattfinden soll, berichtet die Nachrichtenagentur Tass.

Wie notwendig das ist, zeigen zwei Vorfälle, bei denen die russische Luftwaffe israelische Jets, die sich im syrischen Luftraum aufhielten, zweimal beschossen haben soll. Israel führt seit geraumer Zeit Luftschläge gegen die Hisbollah in Syrien aus, berichtet Arutz Sheva. Dies erschwert den Kampf Russlands gegen den IS in Syrien, da die Hisbollah einer der wenigen Verbündeten der Russen im Kampf gegen den IS ist. …

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2 Antworten zu Entwicklungen im Nahen Osten – 5

  1. keine Hoffnung schreibt:

    ich HOFFE doch, Carolus, dass Ihre Inputs gelesen werden…auch von partiellen „Ignoranten“ wie Albrecht Mülller :- ( … oder in der Schweiz….

    heute Morgen im Moma: Melissa Flemming, UNHCR
    (was soll man sagen? pervers? schizo? ….)

  2. Pingback: Entwicklungen im Nahen Osten – 6 | Kreidfeuer

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