Schweiz: Empörung über Händedruck-Dispens für Moslems

http://www.kath.net/news/54697 Empörung über «Handschlag-Dispens» für Muslime (6.4.):

Eine Provinzposse aus dem Schweizer Dörflein Therwil im Kanton Baselland sorgt derzeit in der ganzen Eidgenossenschaft für hitzige Diskussionen. Schauplatz ist die Sekundarschule der Gemeinde. Dort weigerten sich zwei aus Syrien stammende muslimische Jungen (14 und 15 Jahre alt) plötzlich aus Glaubensgründen, den Lehrerinnen die Hand zu geben. Diese fühlten sich diskriminiert und beschwerten sich.

Die ratlos wirkende Schulleitung berief eine Krisensitzung ein. Das Ergebnis macht nun landesweit Schlagzeilen: «Wir lösten das Problem dann so, dass die beiden Schüler sowohl die Hand der Lehrerinnen, aber auch die der Lehrer nicht mehr schütteln. Damit ist die Diskriminierung aus der Welt geschafft», wird der Rektor zitiert. Er halte es für falsch, einen Händedruck mit Hilfe von Disziplinarmaßnahmen einzufordern. Dieser sei schließlich «nur eine Usanz». Doch wirklich zufrieden ist die Schule offenbar nicht mit der Vereinbarung. Sie schickte eine Anfrage an die Bildungsdirektion des Kantons, wie zu verfahren sei.

Derweil schlägt die Empörung über die «Handschlag-Dispens» hohe Wogen und wird zusehends zum Politikum. «Dass ein Kind der Lehrperson die Hand nicht gibt, das geht nicht», sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga dem Sender SRF. Der Handschlag sei Teil unserer Kultur, gehöre zum Alltag in der Schweiz. «So stelle ich mir Integration nicht vor, auch unter dem Titel Religionsfreiheit kann man das nicht akzeptieren», so die Sozialdemokratin. Man müsse «absolut klarstellen», dass der Handschlag dazugehöre – und dürfe in der Angelegenheit «kein Fragezeichen aufkommen» lassen. Viele Beobachter und Experten äußerten sich ähnlich.

Auch unter den muslimischen Verbänden der Schweiz sorgt der Fall für Diskussionen. Während das Forum für einen fortschrittlichen Islam (FFI) betont, im Koran selbst sei von einem Handschlag-Verbot keine Rede, vertritt der als radikal geltende Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) eine striktere Position.

In einer Stellungnahme auf der IZRS-Website ist zu lesen: «Die klassische Jurisprudenz sowie die überwiegende Mehrheit in der zeitgenössischen Rechtslehre geht von einem klaren Verbot dieser Berührungsform für beide Geschlechter aus.» …

————————-

Ergänzung:

http://www.kath.net/news/54720 So führt man ’schleichend die Scharia ein‘ (7.4.):

… Die Schulleitung entschied, die beiden [Schüler] seien im Recht. Ein „schlimmes Signal“ sieht darin der evangelische Islamkenner, Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei Köln).Wer Ausnahmen wie diese zulasse, „führt damit schleichend das islamische Recht, die Scharia, ein“, so Troeger. Er äußerte die Hoffnung, dass eine höhere Instanz die Entscheidung der Schule aufheben wird.

… Nach Ansicht des Präsidenten des Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Beat Zemp (Frenkendorf), sollten für alle Schüler die gleichen Regeln gelten: „Es ist für mich ein Novum, dass Schülern quasi erlaubt wird, den Lehrpersonen den Händedruck zu verweigern. Ich halte das für keine gute Lösung.“ Ähnlich äußerte sich die Präsidentin des Forums für die Integration der Migrantinnen und Migranten, Emine Sariaslan (Bern): „Die Regeln an einer Schule, und überhaupt in unserer Gesellschaft, sollten für alle gelten.“

… Selbst von der Föderation islamischer Dachorganisationen in der Schweiz kam Kritik an der Entscheidung. Deren Präsident Montassar BenMrad (Zürich) erklärte in einer Stellungnahme, er selbst reiche Frauen die Hand und empfehle es auch muslimischen Schülern. Denn auf diese Weise zeigten sie ihren Respekt gegenüber den Lehrpersonen. …

————————————

Ergänzung 25.5.2016:

http://www.kleinezeitung.at/s/chronik/international/4995919/Schweiz_An-Schulen_Handschlagpflicht-auch-fur-Muslime (25.5.):

Anfang April hatte der Fall eines 14-Jährigen und seines 16-jährigen Bruders aus einer streng religiösen Familie über die Landesgrenzen hinweg für Aufregung gesorgt. Jetzt ergab rechtliche Prüfung: Handschlag ist Pflicht!

… Die Buben begründeten ihre Handschlag-Verweigerung damit, dass sie dem weiblichen Geschlecht Respekt zollten. „Niemand kann uns zwingen, Hände zu berühren“, so die Brüder damals. Die betroffene Schule führte daraufhin eine Sonderregelung ein: Auch männlichen Lehrern durften sie nun die Hand nicht mehr geben.

Diese temporäre Regelung wurde nun ebenfalls aufgehoben.

——————————-

Ergänzung 28.6.2016:

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/schwimmunterricht-boykottiert-basel-verweigert-einbuergerung/ (27.6.):

BASEL. In Basel ist zwei islamischen Schülerinnen die Einbürgerung verweigert worden, weil sie wegen ihrer Religion nicht am Schwimmunterricht teilnehmen wollten. Jugendliche, die sich in Basel einbürgern lassen wollen, müßten der Schulpflicht nachkommen, sagte der Präsident der Einbürgerungskommission, Stefan Wehrle, dem Schweizer Fernsehen.

Die Ablehnung war bereits im vergangenen Jahr ausgesprochen worden, wurde allerdings erst jetzt bekannt. Wehrle betonte, auch künftig werde an diesem Kurs in den Einbürgerungspolitik festgehalten.

Die beiden Schwestern im Alter von zwölf und 14 Jahren hatten zudem die Teilnahme an Klassenfahrten abgelehnt und sich geweigert, Lehrern die Hand zu geben. Letzteres habe allerdings keinen Einfluß auf die Entscheidung gehabt, unterstrich Wehrle. …

************************************************************************

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Islamisierung abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Schweiz: Empörung über Händedruck-Dispens für Moslems

  1. Pingback: Hamburg: Schuldirektorin akzeptiert Handschlagsverweigerung | Kreidfeuer

  2. strafjustiz schreibt:

    Toll ! Irgendwann muss doch die akute > so dann aktiv werdende Islamisierung Europas beginnen, also ab 2017 ! Durch „Outing“ wie eben Verhüllung, Verschleierung, Burka, Verweigerung von Hände-druck, von Teilnahme am öffentlichen Schul-Leben (Schwimmen, Schullager); und das ist erst der Anfang! Je mehr der Westen durchlässt, desto rascher folgen die nächsten (gewalttätigen) Provokationen, auch in der naivfeigen Schweiz. Und die Christkirchen reagieren nicht (dagegen), weil sie so listig hoffen, dass die Papierli-Katholen & Co. (wie ich) dann wieder in Scharen zu ihnen zurückfinden…. Ah, man muss eben (Kirchen)Politik durchschauen können!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s