Entwicklungen in Osteuropa – 2

(Fortsetzung zu https://kreidfeuer.wordpress.com/2016/04/02/entwicklungen-in-osteuropa/)

Wieder deutsche Panzer vor Leningrad?
Willy Wimmer: http://www.freiewelt.net/blog/nato-neue-mieter-fuer-die-wolfsschanze-10066624/ (1.5.):

… Ohne Empfinden für die im deutschen Volk vorhandene Nachdenklichkeit und ohne Rücksicht auf unsere Nachbarn im Osten reißt man wieder die Klappe auf, wie Äußerungen hoher deutscher Offiziere im NATO-Auftrag auf den altbekannten Schlachtfeldern des östlichen Europa deutlich machen. Aber es geht weit darüber hinaus. Während hier die NPD vor dem Bundesverfassungsgericht steht und aus Gründen der schrecklichen Vergangenheit mit einem Verbot rechnen muß, werden mit breitgefächerter deutscher Regierungsunterstützung diese Kräfte der Vergangenheit in der Korruptions-Ukraine an die Grenze zum russischen Nachbarn befohlen. Nachdem schon im Frühjahr 2014 amerikanische Söldnertruppen die Ost-Ukraine aufgemischt hatten, um einen Bürgerkrieg zu entfachen, ließ man seitens des Westen und der ukrainischen Führung die Bataillone aus der West-Ukraine von der Leine, die nicht nur in Rußland an die schlimmsten Zeiten erinnern mußten.

Die neuen Beschlüsse der NATO oder das, was in der Vorbereitung zu sein scheint, ist doch eine klare Botschaft, die bewußt mit den schrecklichen Bildern der Vergangenheit spielt: unsere Panzer stehen wieder 150 Kilometer vor Leningrad und damit dem heutigen St. Petersburg. Seit Jahren hat sich St. Petersburg herausgeputzt, ist eine strahlende Metropole geworden und der Sehnsuchtsort für Kreuzfahrttouristen und andere Reisende. Die Stadt wird dem gerecht, ist voller Leben und denkt europäisch, weil man dazu gehört und dazu gehören will. Seit Jahren wird die Russische Föderation vom Westen aus mit intensiver Hetze überzogen. Damit kann man schon nicht leben. Aber welches Signal gibt der Westen dieser Stadt, die im Zweiten Weltkrieg wie kaum eine andere Stadt mit dem Leid gleichgesetzt werden mußte, wenn man an ihrer Stadtgrenze NATO-Panzer auffahren läßt? Soll man sich in Rußland so in uns und anderen getäuscht haben, als gemeinsam mit uns das Ende des Kalten Krieges eingeläutet wurde, die Spaltung Europas beendet werden konnte und sich die Menschen in Neuss und Halle wieder in den Armen liegen konnten?

Die Begründungen für den NATO-Truppenaufmarsch sind an den Haaren herbeigezogen und dienen nur dem amerikanischen Vormacht-Denken. Dafür werden bedenkenlos unsere deutschen Soldatinnen und Soldaten geopfert. 

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Ergänzung 14.5.2016:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/13/nato-rueckt-mit-neuen-raketen-naeher-an-russland-heran/:

Die Nato hat mit der Stationierung neuer Raketen in Rumänien begonnen. Russland sieht die Maßnahme als Bedrohung an und kündigt an, sich dagegen schützen zu wollen.

Am Donnerstag wurde in der rumänischen Stadt Deveselu der zuvor stationierte Raketenschutzschild (Aegis-Kampfsystem) der Nato aktiviert. Nach Angaben der US-Regierung soll das System die Nato-Länder vor Kurz- und Mittelstreckenraketen , vor allem aus dem Nahen Osten schützen. Doch Russland sieht das System als eine Bedrohung für seine Sicherheit an, berichtet die BBC.

„Wir werden die zerstörerischen Aktivitäten der USA und ihrer Verbündeten im Bereich der Raketenabwehr weiterhin als eine direkte Bedrohung für die internationale und die regionale Sicherheit betrachten“, zitiert ABC News die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. …

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Ergänzung 18.5.2016:

http://zurzeit.eu/artikel/volles-rohr-gegen-russland_1095 (18.5.):

Am 20. Mai endete in Estland das NATO-Manöver „Spring Storm“ („Frühjahrssturm“). An der Militärübung in dem baltischen Staat nahmen – rund 150 Kilometer von der russischen Grenze entfernt – 6ooo Soldaten aus zehn NATO-Staaten, darunter die USA, Großbritannien und Deutschland, teil. Aber das ist nicht die einzige Provokation des Nordatlantikpaktes und damit der USA gegenüber Russland: Das Pentagon fordert zur Verstärkung der militärischen Aktivitäten an der Westgrenze Russlands eine Aufstockung des Budgets von derzeit 789 Millionen Dollar auf 3,4 Milliarden Dollar im Finanzjahr 2017. …

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Ergänzung 19.5.2016:

http://www.freiewelt.net/nachricht/diskussion-ueber-aufhebung-der-russland-sanktionen-10066937/ (19.5.):

Eine Gruppe britischer Parlamentarier ist nach Moskau gereist. Sie wollen die Aufhebung der Russland-Sanktionen vorbereiten. Insbesondere die britische Landwirtschaft leidet unter den russischen Gegen-Sanktionen. …

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Ergänzung 20.5.2016:

http://www.freiewelt.net/nachricht/nato-vollzieht-aufnahme-montenegros-10066919/ (19.5.):

Trotz Kritik aus Rußland kommen diesen Donnerstag die NATO-Außenminister in Brüssel zusammen, um die Beitrittsakte für Montenegro zu unterzeichnen. Das kleine Balkanland mit 600.000 Einwohnern wird 29. NATO-Mitgliedsstaat.

Im Herbst hatten die Außenminister der NATO-Staaten das kleine Balkanland Montenegro offiziell eingeladen, 29. Mitglied des nordatlantischen Militärbündnisses zu werden. Jetzt steht die Unterzeichnung des entscheidenden Dokuments für den Beitritt unmittelbar bevor.

… Rußland übte Kritik an dem geplanten Beitritt als einen konfrontativen Schritt, der zur weiteren Destabilisierung der euro-atlantischen Sicherheit beitragen könne. Ein Beitritt Montenegros würde den Beziehungen zwischen Rußland und der NATO einen weiteren Schlag versetzen, sagte das Moskauer Außenministerium. …

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Ergänzung 21.5.2016:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/21/nato-treibt-einkreisung-russlands-in-europa-voran/:

Die Nato will neue Mitglieder auf dem Balkan und in Osteuropa gewinnen. Mit dieser Strategie will sie Russland einkreisen. Moskau warnt vor Konsequenzen. Die Destabilisierung des europäischen Kontinents droht. …

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Ergänzung 3.6.2016:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/06/03/ukraine-eskaliert-im-donbass-merkel-verschaerft-gangart-gegen-russland/:

Man wird den Eindruck nicht los, dass der Westen nach Gründen sucht, um die Russland-Sanktionen zu verlängern. Die Russen halten sich im Donbass seit Monaten zurück. Doch die Ukraine scheint gegen das Minsk-Abkommen zu verstoßen. Bei einer transatlantischen Veranstaltung in Berlin liefert ein Merkel-Vertrauter das bekannte Russland-Bashing ab – ohne das Fehlverhalten von Kiew auch nur zu erwähnen. Merkel selbst will die Bundeswehr verstärkt im Baltikum einsetzen. …

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2 Antworten zu Entwicklungen in Osteuropa – 2

  1. hm schreibt:

    hm….
    was man alles nicht weiß; so vieles nicht
    – Deutschland war nicht interessiert.2010. Gespräche fanden 20 Jahre zuvor statt….
    (Dabei sind Russen doch meistens die erwünschten Fachkräfte?)
    http://www.kaliningrad.aktuell.ru/kaliningrad/im_gebiet/moskau_hat_deutschland_ostpreussen_rueckgabe_angeboten_180.html

  2. Pingback: Entwicklungen in Osteuropa – 3 | Kreidfeuer

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