„Verkirchentagung“ des politischen Diskurses: Moral- statt Sachargumenten

Wolfgang Prabel: http://www.freiewelt.net/blog/die-cdu-basis-ist-schizophren-10067074/ (26.5.):

… Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte in Ettersburg (Weimarer Land) zu einer Veranstaltung unter dem Titel „PEGIDA – ein regionales oder deutschlandweites Phänomen?“ eingeladen. Vortragender war Professor Werner Patzelt. Die CDU-Prominenz von Mittelthüringen war sehr zahlreich angereist und es sollte sich zeigen, daß es an der Parteibasis deutlich grummelt. Über die Kanzlerin gab es zwei Stunden lang kein einziges gutes Wort. Ihr Kurs wurde am laufenden Band kunstvoll zerpflückt, aber ihr Name wurde nie genannt. Sie ist mehr oder weniger verhaßt, aber ihr Geist schwebte wie in Shakespeares Königsdramen unsichtbar im Raum und wird anscheinend immer noch sehr gefürchtet.

Patzelt wies zu Beginn darauf hin, daß keine Partei eine solche Mobilisierung wie PEGIDA als solidarisierendes Gemeinschaftserlebnis zustande bringt. Von den Demoteilnehmern seien 31 % kulturkonservativ, 24 % zuwanderungskritisch, 19 % islamavers, 19 % rechtsradikal und 8 % Mainstream. Die PEGIDA, das sei die AfD auf der Straße, der Vulkanschlot, der in Dresden das dünne „zivilgesellschaftliche Deckgebirge“ durchstößt und das revolutionäre Magma an die Oberfläche strömen läßt.

Patzelt vertrat die These, daß PEGIDAs Mobilisierungskraft abnehmen würde, wenn eine Integrationspolitik wirklich greifen würde. Das sei nach der Umsetzung der 19 PEGIDA-Forderungen der Fall. Eine seriös agierende AfD würde PEGIDA dann ablösen.  PEGIDA und die AfD konnten wegen einer deutlichen Repräsentationslücke aufkommen. Patzelt meinte damit, daß große Bevölkerungsteile in der Politik, in den Medien und in der Staatskultur nicht mehr vorkommen. …

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2 Antworten zu „Verkirchentagung“ des politischen Diskurses: Moral- statt Sachargumenten

  1. alles Lichtgestalten schreibt:

    Milchverkäufer Stefan Genth (Handel…Aldi. Lidl, Chinavertrieb), Milch-und Glyphosatminister Christian Schmidt und die Milchbauern und die weiblichen Effizienzkühe…. in ihren millionenschwer subventionierten, vollautomatisierten Melk-Behausungen…..

    Und NEIN, wir haben keinen Klimawandel, keine Unwetter und keine flächendeckenden Schäden (Todesfälle.).. 😦
    und Politiker sind keine „dummen Affen“. (Aggressiv? Unter der Gürtellinie? Kommt Heiko Maas mit §?)
    – Es gab Ausnahmen, große Einzelne wie Genscher…
    Der Rest sind Technokraten und Neoliberale. Der Rest ist Schönreden.

    Wir Eltern glaubten noch naiv, unsere 80er-Jahre-Kinder würden einmal (nach guten Schulen und Hochschulen und allerlei Verzicht als Eltern zu Gunsten privater Förderung der Kinder) in dieser BRD ihre Existenz selber sichern können. LACH. Lach, Kirche!
    Ich glaubte einmal, die ich keine Geschister habe, Schwestern und Brüder wären toll und sie würden sich lebenslang begleiten….
    Dabei darf man selbst nicht vergessen werden!
    Zitat oben: „PEGIDA und die AfD konnten wegen einer deutlichen Repräsentationslücke aufkommen. Patzelt meinte damit, daß große Bevölkerungsteile in der Politik, in den Medien und in der Staatskultur nicht mehr vorkommen.“.

    Frauke Petry hatte sich gestern am Rande des Katholikentages in einem Interview aus dem Ü-Wagen des Deutschlandfunks gegen einen tendenzinfizierten, angesetzen Reporter (Detjen), der sie ständig mit provokanten, unsachgemäßen, respektlosen Attacken unterbrach, wacker geschlagen. Allein dieser „Stil“ = eine Ungehörigkeit!! So, wie es in diesen „demokratischen“ Medien ständig vorkommt, wen man nicht voll auf Kurs spurt. Das fiel mir als Nichtwählerin auf. (Dass Gauland kein Fettnapf ausläßt, steht auf einem anderen Blatt) Das Interview muß man sich einmal anhören unter dem Gesichtspunkt „ausgewogener Pressearbeit“!
    http://www.deutschlandfunk.de/afd-vorsitzende-petry-zur-fluechtlingshilfe-die-kirche.868.de.html?dram:article_id=355472

    Wenn ich konstatiere: es gibt zwei Wege im Leben, der eine vom Bewußten zum Unbewußten, der andere umgekehrt, vom Unbewußten zum Bewußten, dann gilt für mich der letztere und ferner die Gültigkeit eher des Konservativen. „Links“ hat „abgekackt“. Sorry….= meine Meinung, Erfahrung und Überzeugung.
    Der Rest ist mal wieder Schönreden. Schönreden auch im Presseclub. Da sitzen sie Woche für Woche, die feministischen Demografiekompensierer und Thesenfesthalter an Fachkäfteauffüllen und multikulter Bereicherung. BEREICHERUNG! 🙂 WOW, konkurrenzgeladen: Was wir doch für ein modernes Land werden! 🙂 Dabei WISSEN es alle (GEGEN besseres Wissen):
    diese Konflikte sind erst der Anfang. Akkulturation und Entwurzelung werden uns aushöhlen.
    Und weshalb sollten sich ausgerechnet die Geflüchteten, die Ärmsten für ein neues Umfeld einsetzen und engagieren? Die haben doch wohl GANZ ANDERE SORGEN (und Interessen)
    !
    Der stets voreilige Vorwurf „rassistisch“. Ich lese die Nachkriegsliteratur, die Kriegsenkel. Man hört die letzten Vertriebenen des 2. Weltkrieges (und hört von den Kausalzusammenhängen und Kollateralschäden der nächsten Generation) ….Was war Deutschland bloß „rassistisch“ gegen eigene Landsleute! Man macht die Erfahrung der lokalen Rassisten, wenn man heutzutage hier nur die Stadt wechselt. An dem Begriff müßte wohl noch etwas gearbeitet werden! Beschimpfen und diffamieren doch die noblen Politiker ganze Gruppen der Bevölkerung! Und schotten sich nicht die Reichen vom „Rest“ ab und wollten ihn nicht als Nachbarn? Bleibt man nicht lieber „unter sich“? (Kennen wir doch, die Enklaven der Steuerbefreiten: Starnberger See, Taunus, HH-Nienstädten, Falkensteiner Ufer…)

  2. alles Lichtgestalten schreibt:

    ff
    ZEIT über die Besoffenenkultur der deutschen Fußballfans
    http://www.zeit.de/sport/2016-05/jerome-boateng-alexander-gauland-afd-deutschland-slowakei-fussball
    „Einem Konservativen wie Gauland ist dieser Hedonismus zuwider. Noch ein Zitat von ihm: „Fußball und die jugendliche Musikkultur reichen offensichtlich als Ersatz für die fehlende Nationalsymbolik nicht aus. Deren Fehlen verstärkt die Bilderlosigkeit moderner Staatlichkeit und damit auch den Mangel an Geschichtsbewusstsein in unserer Gesellschaft.“ Das schrieb er vor 15 Jahren, noch CDU-Mitglied.“
    …schöne Leserbriefe…..

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