Die Krippenlüge

Albert Wunsch: http://www.freiewelt.net/blog/das-kinderkrippen-luegen-szenario-10067355/ (13.6.):

Durch mehr Kinderkrippen die Geburtenrate zu erhöhen ist Irreführung. Die ständig deklarierte Wahlfreiheit ist eine arglistige Täuschung. Bedarfsweckung wird subtil als Bedarfsermittlung verschleiert.

… Von Politikern unterschiedlichster Richtungen wird – quasi als ‚Global-Koalition‘ – immer neu verkündet, die Ganztagsbetreuung sei der ‚Königsweg‘ zu einem stattlicheren Kindersegen. Diese Stoßrichtung wird durch Frauenverbände und in die Erwerbstätigkeit strömen wollende Frauen meist stark unterstützt.

Wie absurd dieser Irrglaube ist, wird nicht nur durch die Entwicklung in den neuen deutschen Bundesländern eindeutig belegt. Trotz eines superbreiten ganztägigen Betreuungs-Angebotes – selbst für Säuglinge – ging die Geburtenrate nach der Wende rapide nach unten. …

… Außerdem würde jedes Angebot, welches zu circa 80 % subventioniert wird, einen riesigen „Bedarf“ auslösen. Die Produzenten von Kuscheltieren für Kinder beispielsweise würden sich vor „Nachfrage und Begehrlichkeit“ nicht retten können, wenn 80 % der Kosten vorab vom Staat übernommen würden, wie im Fall der Krippenbetreuung.

Würden die Krippenplätze zu den tatsächlichen Kosten angeboten, bei einer gleichzeitig kräftig erhöhten Finanzausstattung der Eltern, würde sich sehr schnell der tatsächliche Elternbedarf ergeben. Ob dies dann für die Kinder sinnvoll wäre, bleibt damit immer noch offen. …

… Daher wird hier die Forderung aufgestellt, das Familien-/Erziehungsgeld für alle Eltern für die ersten drei Lebensjahre kräftig aufzustocken und gleichzeitig die Subventionierung von Krippenplätzen einzustellen, um so eine wirkliche Wahlfreiheit zu schaffen. Dann tragen die – auch in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes – auf eine möglichst umfangreiche Erwerbstätigkeit setzenden Eltern das Geld für Betreuungsleistungen an Tagesstätten oder Tagesmütter und die vielen anderen Eltern vereinnahmen es für die selbst erbrachte Erziehungsleistung. Dies entspricht übrigens genau dem Willen von circa 80 % der Eltern, wie dies durch viele Untersuchungen belegt wurde.

Das System Familie würde so eine rasante Stärkung erfahren und einen kräftigen Schub in Richtung Gerechtigkeit erfahren. Dies entspricht übrigens exakt dem seit Jahren erhobenen Auftrag des Bundesverfassungsgerichtes an die Politik. Denn dort wird im „Kinderbetreuungsurteil“ vom 19.1.1999 ausdrücklich die Schaffung einer echten „Wahlfreiheit für Eltern bei der Art der Kinderbetreuung in ihren ‚tatsächlichen‘ Voraussetzungen“ gefordert, damit der vom Grundgesetz garantierte Schutz von Ehe und Familie nicht durch die jeweiligen Bundesregierungen weiter ausgehöhlt wird.

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