Tausende Türken bei Pro-Erdogan-Demos in Wien

http://www.krone.at/Oesterreich/Hofer_Mache_mir_Sorgen_wegen_Tuerken_in_Wien-Nach_Erdogan-Demos-Story-520348 (17.7.):

Tausende Erdogan-Anhänger sind in der Nacht auf Samstag und am darauffolgenden Nachmittag durch Wiens Straßen gezogen. Die Demonstrationen verliefen laut Polizei zwar relativ friedlich, FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer wandte sich am Sonntag via Facebook dennoch besorgt an seine „Freunde“:

… „Ich mache mir Sorgen wegen der Demonstrationen türkischer Staatsbürger und bereits eingebürgerter Türken in Wien. Es kam dabei auch zu Ausschreitungen gegen türkische Kurden.“

Österreich sei nicht der Ort, „um türkische Politik auf den Straßen – noch dazu nicht frei von Gewalt – auszutragen“.

… Wie Hofer berichtet, sei bei den Demonstrationen außerdem der sogenannte Wolfsgruß – das Erkennungszeichen der rechtsextremen türkischen Bewegung namens „Graue Wölfe“ – gezeigt worden. „Das dürfen wir in Österreich nicht zulassen“, so Hofer, der dazu aufrief, „unser Land für unsere Nachkommen“ zu bewahren.

Wenn er nun die Wiederholung der Stichwahl am 2. Oktober für sich entscheiden würde, werde er darauf achten, „dass die Interessen Österreichs und der Menschen in diesem Land gewahrt werden“. Und abschließend: „Ich werde nicht wegschauen, wenn es zu Gewalt und Extremismus kommt.“ …

Warum die Polizei die unangemeldeten Demonstrationen nicht aufgelöst hat, wird nicht berichtet.

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Ergänzung:

kewil: http://www.pi-news.net/2016/07/tuerken-in-wien-herz-schlaegt-wo-heimat-ist/ (18.7.):

… Sie folgen willig einem Führer, der Bürgerrechte mit Füßen tritt und Assimilation als „Verbrechen“ bezeichnet. Einem Mann zwischen Größenwahn und Paranoia, der seine Landsleute im Ausland als Verlängerung der großen Türkei betrachtet und auch mobilisiert.

Was sind sie nun wirklich? Türken und/oder Österreicher? Ein „Allahu Akhbar“-Rufer dieser Nacht, der vielen die Augen geöffnet hat, brachte es auf den Punkt: „Das Herz schlägt dort, wo die Heimat ist.“ …

Ein super Kommentar von Kurt Seinitz in der österreichischen Kronen Zeitung! Die deutsche Lügenpresse ist noch meilenweit von solcher Klarsicht entfernt. Bei uns wird besorgt diskutiert, was mit dem EU-Beitritt der Türkei passieren könnte! Bitte beachten Sie die über 500 österreichischen Leserkommentare unter dem Artikel!

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https://www.youtube.com/watch?v=TTHRH99CWXY Randale bei Pro-Erdogan-Türken-Demo in Wien (Samstag, 16.07.2016) (8 min):

Wien oder doch Istanbul 2.0?
Türkische Erdogan-Fanatiker (manche mit ihrer Flagge umhüllt) zertreten am Samstag die Sessel und Tische eines Cafes, weil die Kellner nicht einverstanden sind, dass Türkenflaggen angebracht werden.
Bei dieser Pro-Erdogan-Demonstration sieht man demonstrierende Muslime allen Alters und Geschlechts, [offen]bar kaum bis gar nicht integriert.
„Allahu Akbar“-Rufe und der Fingergruß der grauen Wölfe haben natürlich auch nicht gefehlt.
Die Wiener Polizei schaut den Islamo-Faschisten fast hilflos zu.
Bei der Demo wurden auch Mitglieder der grauen Wölfe gesehen und Mitglieder linker österreichischer Parteien, die das Ganze unterstützten.

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Ergänzung 22.7.2016:

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/oesterreich-empfiehlt-erdogan-anhaengern-ausreise/ (22.7.):

WIEN. Österreichs Außenminister hat Erdogan-Anhängern die Ausreise nahegelegt. „Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, dem steht es frei, unser Land zu verlassen“, sagte der Sebastian Kurz (ÖVP) der Nachrichtenagentur APA. Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei waren in Österreich und Deutschland zahlreiche Erdogan-Anhänger auf die Straße gegangen. Für Kurz waren die Kundgebungen „alles andere als lobenswert“. …

… Der FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer hatte das Aussetzen der Verleihung von österreichischen Staatsbürgerschaften an türkische Einwanderer gefordert. Er monierte, die Demonstrationen hätten nicht spontan stattgefunden, sondern „auf Knopfdruck aus Ankara“, sagte er der Tiroler Tageszeitung.

Außerdem hatte er bemängelt, daß für viele Demonstranten offenbar die Türkei die Heimat sei und nicht Österreich. Seine Partei wolle der Frage nachgehen, „wie viele dieser Demonstranten im Besitz einer illegalen Doppelstaatsbürgerschaft sind“. …

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Ergänzung 25.7.2016:

Gudula Walterskirchen: http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/walterskirchen/5056558/Die-Strasse-gehort-uns_Und-die-Exekutive-sieht-dabei-nur-zu (24.7.):

Wenn wir den Missbrauch demokratischer Grundrechte dulden, werden wir bald in der Anarchie landen und vom Mob beherrscht werden. Fragen zur Türken-Demo.

… Die Ausrede der Initiatoren, einer linksradikalen Gruppierung, die Demonstration sei wegen türkischer „Faschisten“ aus dem Ruder gelaufen, ist bemerkenswert. Müssen Linke nicht ebenso den Rechtsstaat und die Gesetze achten? Wozu gibt es die Vorschrift, eine Demonstration anmelden zu müssen? Es handelt sich übrigens um eine bekannt gewalttätige Gruppe, die schon früher an Ausschreitungen beteiligt war. Ein Grund mehr, eine solche Aktion sofort zu unterbinden. Notfalls mit Gewalt und Wasserwerfern. Offenbar war den Verantwortlichen ihr Image in gewissen Kreisen wichtiger als der Rechtsstaat. Sie haben zugelassen, dass Erdoğans Arm nun bis Österreich reicht und er auch in unserem Land die Grundsätze des demokratischen Rechtsstaates missachten kann.

… Aber wenn schon 4000 genügen, um Sicherheit und Frieden im Land in Frage zu stellen, wenn nur entschlossen und rücksichtslos genug vorgegangen wird, dann droht hier eine weitere ernsthafte Gefahr. …

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Ergänzung 26.7.2016:

http://www.andreas-unterberger.at/2016/07/Österreich-hat-ein-großes-problem-die-spö-ein-noch-viel-größeres/ (20.7.):

… Mit Sicherheit wird der zu erwartende Flüchtlingsstrom aus der Türkei auch Österreich gewaltige Probleme bereiten. Denn irgendwie werden am Ende doch viele der echten politischen Flüchtlinge in die Alpenrepublik gelangen. Das aber kann zu explosiven Folgen führen, nicht nur weil dann die – ohnedies viel zu hohe – Flüchtlingsobergrenze der Regierung zu Schall und Rauch wird. Denn dann treffen Zehntausende vor Erdogan flüchtende Menschen auf eine aggressive Pro-Erdogan-Community, die europaweit zu den größten zählt. Diese hat ja schon in den letzten Tagen zu Tausenden die von Ankara verlangten „spontanen“ Hassdemonstrationen gegen alle Erdogan-Gegner veranstaltet.

… Wie „friedlich“ die von diesem IGGiÖ- und SPÖ-Intellektuellen gepriesenen Kundgebungen waren, das zeigen die von den SPÖ-nahen Demonstranten angerichteten Verwüstungen in einem kurdischen Lokal. Das zeigt auch ein dabei mitgeführtes Transparent (in türkischer Sprache): „Wer den Kopf erhebt, dem schneidet den Kopf ab“.

Bezeichnend für die „demokratische“ Gesinnung im österreichischen Erdogan-Lager ist aber auch, was die von der Türkei gelenkte, aber in Österreich agierende „UETD Austria“ jetzt (in türkischer Sprache) in den sozialen Netzen schreibt. Von wo es ein nicht ganz UETD-treuer Türke ans Tagebuch weitergeleitet hat: „Alle, die in Sozialmedien terroristische Organisationen unterstützen, können bei den unten angegebenen Mailadressen mit Profilbild, Fotos oder mit Screenshots gemeldet werden.“ Keine Frage: Mit diesem Aufruf zur Denunziation werden nicht etwa IS- oder Al-Kaida-Terrorsympathisanten gesucht. Für die Erdogan-Türken sind vielmehr alle jene „Terroristen“, die sich kritisch über den Machthaber äußern. Auch Erdogan selber verwendet ständig diesen Ausdruck für sie. …

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In Deutschland die gleiche Problematik:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/spahn-pro-erdogan-demonstration-hat-in-koeln-nichts-zu-suchen/ (29.7.):

BERLIN. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn hat den Türken in Deutschland vorgeworfen, sich von Ankara instrumentalisieren zu lassen. „Schon nach der Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages wurde deutlich, daß ein großer Teil der in Deutschland lebenden Türken und ihrer Verbände sich leicht für die innen- und außenpolitischen Interessen der Türkei einsetzen läßt – und dabei oftmals nicht zimperlich ist“, schrieb Spahn in einem Beitrag für den Berliner Tagesspiegel. Dies habe sich noch mehr nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei gezeigt, als Tausende Türken in Deutschland teilweise gewalttätig auf die Straße gegangen seien.

Das Problem sei, daß sich Hunderttausende Türken in Deutschland mehr mit Erdogan identifizierten als mit ihrer neuen Heimat. Anders lasse sich die geplante Pro-Erdogan-Großdemonstration von bis zu 15.000 Türken am kommenden Sonntag in Köln nicht erklären.

… „Und es ist ein Riesenproblem, daß die Imame von Hunderten von Moscheegemeinden in Deutschland weiterhin aus der Türkei geschickt und bezahlt werden“, kritisierte Spahn. Dabei werde die Stimmung durch eine martialische, religiös-nationalistische Sprache angeheizt, die der von Pegida in nichts nachstehe. So würden Konflikte aus der Türkei Teil der deutschen Innenpolitik. Dort hätten sie aber nichts zu suchen. …

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Eine Antwort zu Tausende Türken bei Pro-Erdogan-Demos in Wien

  1. Wellcome schreibt:

    war doch klar….
    („Würzburg“)
    und Erdogan: „DIe Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen“ ……

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