Familienfeindliche Propaganda

http://www.familien-schutz.de/2016/08/04/kinderfeindliche-propaganda/:

Wie mit unreifen Eltern Stimmung gegen die Familie gemacht wird

»Familie« scheint der Name einer Zumutung zu sein, die uns unglücklich macht: Die Propaganda gegen die Familie wird täglich aggressiver. Das Leben mit Kindern war objektiv noch nie so leicht wie heute, denn in der Regel stellt es kein Problem dar, für Nahrung, Kleidung, Wohnung und medizinische Behandlung zu sorgen. Trotzdem nehmen die Schwierigkeiten anscheinend überhand. Die Familie wird als Gefahr für unsere Persönlichkeit, Individualität und Selbstverwirklichung vorgeführt. Nur so entsteht die nötige Fallhöhe für abschreckende Nachrichten. Man kritisiert die Familie einfach aus der Sicht von anspruchsvollen Singles. Damit wird das Wesen der Familie von vornherein verfehlt. Angeblich zwanzig Prozent aller Eltern würden nicht noch einmal Kinder bekommen wollen, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten, meldete jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zwanzig Prozent!?

Das klingt kurz gesagt grausam. Wie tief muss eine Gesellschaft sinken, die sich – zu zwanzig Prozent!? – nicht mehr an ihren Kindern freuen kann? Oder aber: Wie wurden eigentlich die Fragen formuliert, die zu einem derart erschreckenden Ergebnis führten? Und sollte das Ergebnis tatsächlich eine reale Grundlage haben – welche Interessen führen dazu, dass es veröffentlicht wird? Zur Schreckensmeldung kann diese neue Variante von »Regretting Motherhood« jedenfalls nur werden, weil man berufliches und persönliches Befinden über das Wohl der Familie stellt: »60 Prozent der Eltern, die sich nicht noch einmal für Kinder entscheiden würden, glauben demnach, ihr beruflicher Aufstieg wäre ohne Kinder besser verlaufen.« Mag sein, aber ohne Kinder hätten sie jetzt keine Nachfahren. Es kommt noch schlimmer: »Für etwa die Hälfte der befragten Mütter und Väter (52 Prozent) geht die Elternschaft zumindest manchmal mit einer Einschränkung der persönlichen Entfaltung einher.« Tatsächlich!?

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Ergänzung 9.8.2016:

Wolfgang Prabel: http://www.freiewelt.net/blog/eisprung-zwischen-dreisprung-und-karrieresprung-10068034/ (6.8.):

Wie viele ältere Ehepaare sind frustriert, weil sie es versäumt haben rechtzeitig Kinder in die Welt zu setzen? Da war immer irgend etwas wichtiger: Eine Weltreise, ein Karrieresprung, ein Großauftrag…

… Daraus könnte man auch eine spektakuläre und tendenziöse Medienstory bauen: Vier von fünf kinderlosen Ehepaaren im reifen Alter vermissen Nachwuchs. So eine Story wäre aber nicht schwul, nicht gendergerecht und nützte dem Finanzamt und den Sozialkassen nichts. Jedenfalls nicht kurz- und mittelfristig. Wäre kein hedonistischer Zeitgeist.

Welches finstere Hinterzimmer die Umfrage beauftragt hat oder ob YouGov sie eigeninitiativ angefertigt hat, ist unklar. …

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3 Antworten zu Familienfeindliche Propaganda

  1. corvusalbusberlin schreibt:

    “ Das Leben mit Kindern war objektiv noch nie so leicht wie heute,….“Soll das ein Witz sein? Nie hatten Eltern so zu kämpfen wie heute. Wenn Jobs, dann schlecht bezahlte und nur auf Zeit.
    (Zeitfirmen) Wer bekommt heute noch einen vernünftig bezahlten Arbeitsvertrag?
    Ich kenne 2 Frauen, mit jeweils zwei Kindern.Beide haben 2 verschiedene Jobs und bekommen noch öffentliche Mittel.
    „Mag sein, aber ohne Kinder hätten sie jetzt keine Nachfahren.“ Ha, ha, ha!
    Welches Kind kümmert sich denn heute noch um seine Eltern? Diese Gören gehen ja nicht einmal einkaufen für sie.
    Ohne Nachfahren bin ich weit besser dran, weil ich dann weiß, ich bin allein.
    Ich würde heute auch keine Kinder mehr bekommen.

  2. deutscher Knauser-Staat (Kinder, Mütter, Rente) schreibt:

    warum sollen Frauen es richten? in diesem unbeweglichen Verarschersystem? Dazu zählen auch die „Gläubigen“….
    http://www.zeit.de/karriere/2016-07/rente-zukunft-soziale-gerechtigkeit-generationen-rentensystem

  3. deutscher Knauser-Staat (Kinder, Mütter, Rente) schreibt:

    http://www.familienarbeit-heute.de
    http://www.johannes-resch.de

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    Schwesig & Co
    https://www.tagesschau.de/inland/familiengeld-103.html
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/manuela-schwesig-familiengeld-soll-muetter-entlasten-notfalls-erst-2017-a-1103553.html
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    „Bei der Rentenreform 1957 hat Konrad Adenauer den Anspruch auf Alterssicherung von der Bedingung, den sorgenden Nachwuchs großzuziehen, abgekoppelt und an Erwerbsarbeit gebunden. Über Nacht wurden die Eltern ‚enteignet‘, indem ihre Kinder künftig vorrangig für die Altersversorgung der Kinderlosen, und deshalb uneingeschränkt Erwerbstätigen, zuständig waren, aber weniger für die der Eltern. Millionen Arbeitnehmer hatten plötzlich einen ansehnlichen Rentenanspruch gegenüber der nachfolgenden Generation, unabhängig davon, ob und inwieweit sie sich an der Erziehung dieser Generation beteiligt hatten. Die CDU gewann mit den Stimmen dieser Rentner bei der nächsten Bundestagswahl die absolute Mehrheit und fragte keineswegs nach einer ‚Gegenfinanzierung‘ für die Eltern! Bereits eine Generation später hatten wir die Quittung in Form eines dramatischen Geburtendefizits, und heute haben wir den daraus resultierenden Arbeitskräftemangel. “ Martin

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