Trotz florierender Wirtschaft steigt Familienarmut

http://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2016/09/trotz-guter-wirtschaftslage-nimmt.html Trotz guter Wirtschaftslage nimmt Kinderarmut weiter zu! (27.9.):

Aktuelle Studie von Bertelsmann

(PM Verband Familienarbeit) Die Studie stellt nüchtern fest, dass die Kinderarmut seit 2011 auf Bundesebene weiter zugenommen hat. Fast 15 % der Kinder wachsen in Familien auf, die auf Hartz IV angewiesen sind. Zu 86 % handelt es sich dabei um Kinder aus Familien mit mehr als zwei Kindern oder von Alleinerziehenden. – Die Studie bestätigt: „Die Armutsfolgen werden bisher nur lückenhaft erforscht.“

Der stellv. Vorsitzende des Verbandes Familienarbeit, Dr. Johannes Resch, meint dazu: „Die Kritik an der mangelhaften Erforschung der Folgen von Kinderarmut ist berechtigt. Es spricht vieles dafür, dass Probleme, die sich im Jugendalter zeigen, wie fehlender Leistungswille oder Neigung zu Drogenkonsum, durch die gesetzlich geförderte Familienarmut infolge geringerer Entfaltungsmöglichkeiten in der Kindheit. wesentlich begünstigt werden.“

Resch gibt weiter zu bedenken: “Schon eine Familie mit zwei Kindern liegt bei einem Durchschnittsverdienst trotz Kindergeld unter dem steuerrechtlichen Existenzminimum. Bei drei Kindern gerät sie an die Hartz IV-Schwelle. So lässt unsere Gesellschaft ihren eigentlichen Leistungsträgern keinen Entfaltungsspielraum. Ohne funktionierende Familien hat sie aber keine Zukunft. Hartz IV ist kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung der Kinderarmut, weil es die Ursachen nur verschleiert. Nur eine finanzielle Anerkennung der im Dienste der Allgemeinheit erfolgten Erziehungsleistung kann Gleichberechtigung für Eltern herstellen.

Der Verband Familienarbeit weist schon seit Jahrzehnten daraufhin, dass im Rahmen unseres Sozialsystems der Gewinn aus der Kindererziehung vergesellschaftet wurde, während die Kosten ganz überwiegend weiter den Eltern überlassen blieben. Diese Enteignung der Eltern betrachtet unser Verband als den Hauptgrund für die zunehmende Familienarmut, die sich eben dort am deutlichsten zeigt, wo die Elternarbeit am stärksten ins Gewicht fällt. … “ …


Ergänzung 2.10.2016:

Jürgen Liminski: https://jungefreiheit.de/kultur/2016/eltern-werden-enteignet/ (2.10.):

… die Autoren der jüngsten Berichte … messen nicht die emotionale Verarmung in diesem Land, ihnen geht es um Wohlstand in Form von Konsumoptionen. Aber selbst in dieser Hinsicht heißt es Fehlanzeige. Die erhöhte Zahl der Krippenplätze hat die materielle Kinderarmut nicht aufgehalten. Das liest man freilich im Bertelsmann-Bericht nicht und wird es auch in keinem Bertelsmann-Dokument je lesen, weil diese Stiftung sich als Zusatzaggregat der Politik begreift und stets entsprechende Studien veröffentlicht.

… Vor allem die Ergebnisse der Hirn- und Bindungsforschung legen nahe, daß das Kind unter drei Jahren für die emotionale und kognitive Entwicklung die drei Z [Zeit, Zuwendung, Zärtlichkeit; Pestalozzi] braucht. Sie beeinflussen den späteren Leistungswillen, die soziale Kompetenz oder die Toleranzfähigkeit stärker, als die Verfechter der staatlichen Betreuung ahnen. Solche Erkenntnisse werden verdrängt. Viel leichter ist es, sich materiellen Aspekten der Kinderarmut zu widmen, selbst wenn sie altbekannt sind.

… Geld ist genug da, wie die Banken- und die Flüchtlingskrise sehr deutlich und anschaulich belegen. …

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5 Antworten zu Trotz florierender Wirtschaft steigt Familienarmut

  1. WEISSE WÖLFE schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

  2. Michael a. d. F. Wagner schreibt:

    Das liegt aber keinesfalls an den massenhaft eingewanderten Schutzbedürftigen/Asylbewerbern/Flüchtlingen/Fikilanten/Handaufhaltern! Denn die sind ja allesamt perfektst ausgebildete Fachkräfte mit doppeltem Doktor in spontaner Eigentumsübertragung, die viel zu stolz sind, Almosen von Ungläubigen Kuffar anzunehmen, nicht wahr, liebe Willkommen-und-Hereinspaziert-nach-Merkelstan-Fähnchen-Schwenker der CDUSPDFDPPDSLINKEGRÜNE-Gutmenschenfraktion…?

  3. Glück gehabt? schreibt:

    BRD – ich möchte nicht in der Haut meiner Kinder stecken!

    Heute wurden in Kontrovers, dlf, Demografie und Rentengerechtigkeit thematisiert.
    WIR haben nicht nur ein Kind oder kein Kind, sondern fünf Renten-und Steuerzahler großgezogen! Geburten VOR ’91.
    Als „Hausfrau“ habe ich es für mich selbst nicht beansprucht und gewagt, mir für 26€ pro Monat das Singen im Chor zu genehmigen. (macht 52DM) Dazu Yoga zum doppelten Preis. Macht nochmal 104DM dazu. Vielleicht noch Tennis? Einen Hund (80-100Euro), eine Katz (30-50Euro) Eine Tageszeitung, eine Wochenzeitung….Essengehen, Kino, Konzert, Reisen…es gäbe viel, was „Spaß“ macht. Als Rentnerin komme ich auf die Summe der og. „Hobbies“, von denen ich heute erst recht nur noch TRÄUMEN kann!.

    Stinkefinger dieser („christlichen“) Gesellschaft!

  4. Weltspartag schreibt:

    Welt-Spar-(SchweinE)-Tag
    Der Herr von der Baader-Bank empfiehlt auf dlf Aktien und Risiko (Wirtschaft am Mittag, komplette Sendung, 28.10.2016 [AUDIO])
    Und heute Abend wird wieder über die Mütter-Rente gezerrt.

    Wenn sich die Politiker-Riege gegen die eigene Bevölkerung richtet
    – wie aktuell rabiat (Juncker, Schulz…und mit der Drohung, demnächst noch undemokratischer zu handeln) und vor globalen Konzernen B Ü T T E L T
    – wie in der Renten-Frage (bleibt beim Privat-Modell…)
    – wie in der Geldpolitik (Banken,EZB)
    dann haben sie sich selber auch ins eigene Fleisch geschnitten, das Wasser abgegraben….irgendwann…

  5. Weltspartag schreibt:

    Welt-Spar-(SchweinE)-Tag
    Wie viel Wachstum denn noch?
    Immer nur Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft…..

    Die ü5 Billionen Sparvermögen der Deutschen würden jedem Einzelnen ein Vermögen ü65.000€
    zuteilen.

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