Kinderrechte zulasten der Elternrechte?

https://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2017/04/kinderrechte-gegen-elternrechte.html Kinderrechte gegen Elternrechte ausspielen? (8.4.):

Zum Auftakt des 16. Kinder- und Jugendhilfetags, der von 28. bis 30. März in Düsseldorf stattfand, forderte Familienministerin Schwesig die Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung: „Kinder haben eigene Meinungen, Wünsche, Bedürfnisse. Wir müssen ihre Rechte da festschreiben, wo die Pfeiler unseres Zusammenlebens geregelt sind: Bei den Grundrechten im Grundgesetz.“

Dazu merkt Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e. V., an: „Diese Forderung ist nicht neu. Wer wollte sich dagegenstellen? Wenn Frau Schwesig dann allerdings bei der Fachtagung die Katze aus dem Sack lässt, ist leicht zu erahnen, wohin die Reise gehen soll: Schwesig rühmt die Erfolge der ‚frühkindlichen Bildung‘ in den Kitas: Beim Ausbau der Kindertagesbetreuung sei viel erreicht worden. Der Ausbau müsse aber noch weitergehen. Es werde Geld für 100.000 neue Plätze bereitgestellt.“

Martin warnt: „Für kritische Elternohren hören sich diese Ausführungen nach einem unter staatlicher Aufsicht stehenden ‚Kindergrundrecht auf Bildung ab Geburt‘ an, das umso leichter in die Praxis umzusetzen wäre, je weniger die Eltern mitzureden haben. So ist z. B. heute der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für die U3-Kinder ein Recht, das den Eltern zusteht. Mit einem ‚Kindergrundrecht auf Bildung ab Geburt‘ wäre der Krippenbesuch gegen den Willen der Eltern durchsetzbar. …


Ergänzung 17.4.2017:

Jürgen Liminski: http://www.die-tagespost.de/politik/Ideologie-oder-Gerechtigkeit;art315,177841 (13.4.):

„One man, one vote“ – Warum das Familienwahlrecht und nicht Kinderrechte dringend ins Grundgesetz gehören

Die Vorschläge häufen sich. Alle wollen der Familie helfen – und deren Stimmen ernten. Aber im Hintergrund lauert der Finanzvorbehalt, weshalb nach der Bundestagswahl das Interesse der Politik an der Familie schlagartig verschwinden wird. Es sei denn, man verfolgt auch ideologische Ziele. Das darf man bei den jüngsten Vorschlägen vermuten, erst recht, wenn sie im Namen des Kindeswohls präsentiert werden. So geschehen mit Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig, beide SPD. Sie wollen nun die Rechte von Kindern im Grundgesetz verankern.

Kinder hätten auch eine Grundrechtswürde, so lautet das Hauptargument der beiden Minister. Wer wollte dem widersprechen? Die Minister aber vergessen eine Selbstverständlichkeit: Diese Würde ist jedem Menschen eigen, also auch Kindern. Eine eigene Erwähnung im Grundgesetz ist nicht nötig. Es sei denn, man will Kinder gegen Eltern ausspielen. Das Kindeswohl kann dabei das Ziel nicht sein, denn für Fehler der Eltern gibt es schon mehr als genug Gesetze, Richter und Ämter. Aber was ist, wenn Eltern sich gegen die „frühkindliche Bildung“ in Kitas ab der Geburt wehren, weil sie zu Bindungsschwäche, Traumata und gestörten Beziehungen zwischen Eltern und Kindern führt? Dann kann Vater Staat mit Verweis auf die Kinderrechte die Eltern zwingen, ihre Kinder in die Kita zu bringen. …


Ergänzung 18.4.2017:

Mathias von Gersdorff: https://kultur-und-medien-online.blogspot.co.at/2017/04/trojanisches-pferd-kinderrechte-soll.html Trojanisches Pferd „Kinderrechte“ soll Staatsmacht stärken und Familien schwächen (13.4.)

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