„Diffuse Ängste“

San Casciano: http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2017/04/die-zukunftsangst-der-eliten.html (29.4.):

… Während derzeit Zustände in Deutschland herrschen, wie man sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat, wird immerzu der Terminus „diffuser Ängste“ bemüht. Obwohl sich massenhafte sexuelle Belästigungen auf der Kölner Domplatte zuvor nie ereigneten, gilt die Diskussion über die Täter (mit Verlaub, darf man Nafri sagen?) als anstößiger als der eigentliche Tatbestand; häufen sich die Vergewaltigungen, sprechen „Expertinnen“ von einem „Männerproblem“; und wenn wie seit Neuestem Leichen durch den Bonner Rhein treiben, erregt dies auch kaum noch Aufmerksamkeit. Die Verdrehung jeglicher Prioritäten ist für jeden offenbar, dennoch sind die Wohlgesinnten überzeugt, alles laufe wie immer, womöglich noch besser, wenn die ganzen Nazis und Rassisten nicht wären, die dieses neue Utopia aus täglicher kultureller Bereicherung immer wieder auftauchender Einzelfälle schlecht redeten.

Der Vorwurf „diffuser Ängste“ ist daher geradezu diabolisch. Indes sich faktische Taten abspielen, die jeder sehen und nachlesen kann, wird so getan, als seien nicht etwa die gutmenschlichen Weltretter mit ihrer rosa Brille die Wahnhaften, sondern jene Leute, in deren Nachbarschaft geraubt, vergewaltigt und gemordet wird. Statistiken werden bemüht, wobei in den Nachrichten die Herkunft der Täter schon als sehr spezifisch gelten darf, wenn der sagenhafte Kontinent „Südland“ auftaucht; stattdessen verweist jede „Expertin“ und jeder „Aufklärer“ darauf, dass hingegen rechtsextreme Delikte gestiegen seien, ohne zu erwähnen, dass schon das Anmalen eines Hakenkreuzes als rechtsradikal gilt, selbst wenn es ein Linker auf das Wahlplakat eines AfD-Kandidaten gekritzelt hat. Bei neuen Anschlägen gilt es tunlichst zu vermeiden, vorschnelle Schlüsse bezüglich der Identität der Täter zu ziehen, da man Wasser auf den Mühlen der Rechten befürchtet (!); mit ebenso großem Eifer geht man hingegen bei Bränden in Flüchtlingsheimen sofort von rechtsextremen Motiven aus – auch, wenn sich nach Wochen herausstellt, dass die Asylanten aufgrund ihres fremdländischen kulturellen Hintergrunds einfach nicht mit westlicher Technik umzugehen wussten.

Dabei wird klar: wenn jemand „diffuse Ängste“ hat, dann all jene Mitglieder der Redaktionsstuben und Parteiverbände, die immer noch von der Rückkehr des Gefreitenbärtchens halluzinieren, während der Islamist bereits im Vorgarten steht und den dortigen Gartenzwergen fröhlich den Kopf abschlägt. Diffuse Ängste bedeutet: sich vor rechten Demonstranten zu fürchten, indes in Moscheen gehetzt wird und die Rigaer Straße brennt. Diffuse Ängste heißt: alternative Medien als Fake News verbieten zu wollen, obwohl man selbst unausgewogen oder falsch berichtet. Diffuse Ängste sind: wenn man anderen Zukunftsangst vorwirft, aber selbst Angst vor der Zukunft hat. …

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