Charlie Gard einfach sterben lassen?

http://www.katholisches.info/2017/07/die-eltern-der-papst-donald-trump-hoffen-dass-charlie-gard-lebt-warum-wollen-ihn-dann-andere-unbedingt-sterben-lassen/ (4.7.):

(London) Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump haben ein erstes gemeinsames Anliegen: Beide setzen sich für den kleinen Charlie Gard ein und haben konkrete Hilfe angeboten. Der zehn Monate alte Junge, bei dem im zweiten Lebensmonat eine sehr seltene, bisher unheilbare Erberkrankung festgestellt wurde, sollte am vergangenen Freitag sterben. So hatten es die Ärzte des Londoner Kinderkrankenhauses entschieden, in dem er behandelt wird. Seither sind einige Tage vergangen.

Die Eltern des kleinen Charlie wurden ihres Elternrechts beraubt. Das Great Ormond Street Hospital, sprich der Staat, übernahm die Kontrolle und erklärte, daß dem Kind nicht mehr geholfen werden könne, daß alles versucht worden und das Ende besiegelt sei. Am 28. Juni hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof, die letzte Hoffnung der Eltern, die Entscheidung der britischen Gerichte gutgeheißen. Am 30. Juni sollte dem kleinen Charlie das für ihn lebenswichtige Sauerstoffgerät abgedreht werden.

Die Eltern wehrten sich gegen die Unfaßbarkeit ihrer Entrechtung, scheiterten jedoch zunächst an den britischen Gerichten, dann auch am Europäischen Menschenrechtsgerichtshof. Sie setzen ihre Hoffnung auf eine experimentelle Therapie in den USA. Ob diese Heilung bringt, dafür gibt es keine Garantie. Es nicht zu versuchen, bedeutet aber garantiert Charlies Tod. Für den Transport und die Behandlung konnten sie, dank der großen Solidarität, ausreichend Spenden sammeln. Obwohl dem Steuerzahler kein Schaden entsteht, zeigt sich der Staat unerbittlich. …

Papst Franziskus „betet für Charlie“ – Kardinal Caffarra: „Boden der Barbarei berührt!“ …

US-Präsident Trump bietet Hilfe an – Bereits 1988 hatte er in einem ähnlichen Fall geholfen …

Päpstliches Krankenhaus: „Wir nehmen Charlie bei uns auf“ …

https://en.wikipedia.org/wiki/Charlie_Gard_treatment_controversy


 

Ergänzung:

http://www.katholisches.info/2017/07/trump-spricht-beim-g20-mit-theresa-may-ueber-den-kleinen-charlie-protokoll-fuer-versuchstherapie-fertig/ (7.7.):

(London) Das Leben des kleinen Charlie Gard hängt weiter an einem seidenen Faden. Einige Dutzend Abgeordnete zum Europäischen Parlament haben eine Petition zugunsten von Charlie unterzeichnet. Die Initiative geht von einem katholischen Abgeordneten der Slowakei aus, der Mitglied der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Enttäuschend wenige der insgesamt 750 Abgeordneten sind seinem Aufruf bisher gefolgt. Dennoch tut sich etwas beim G20-Gipfel in Hamburg und auf medizinisch-wissenschaftlicher Ebene. Auf stur schalten nach wie vor die Londoner Bürokraten.

FightForCharlie – Mahnwachen vor Downing Street 10 …

Trump macht Charlie zum Thema bei Begegnung mit Theresa May

„Wissenschaftliches Protokoll für experimentelle Therapie fertig“ …

… Die Eltern Chris und Connie Gard haben die Hoffnung für ihren kleinen Charlie nicht aufgegeben. …


 

Ergänzung 10.7.2017:

Mail von CitizenGo (10.7.):

Grüß Gott und Guten Tag,

gestern war ein ganz besonderer Tag für unsere Kampagne, mit der wir dafür kämpfen, dass Charlie Card weiterleben darf.

Charlies Eltern Connie Yates und Chris Gard haben unsere Petition (die zu diesem Zeitpunkt 362.000 Unterzeichner hatte) an die Leitung des Grand Ormond Street Hospitals übergeben.

Vor der Übergabe der Listen mit den Petitionsunterzeichnungen erklärten Connie und Chris den Medien: „Solange er (Charlie) kämpft, werden auch wir kämpfen.“

CitizenGO hat sich gestern außerdem befreundeten Organisationen, darunter “Americans United for Life”, die “Christian Defense Coalition” und anderen angeschlossen, die eine Kundgebung für Charlie in der Nähe der Klinik abhielten.

Charlies Eltern haben sich dort an die anwesenden Unterstützer gewandt und zu ihnen gesprochen. Sie sprachen allen Unterzeichnern der Petition ihren persönlichen Dank aus und erklärten, dass es sie sehr bewegt, von derart vielen Menschen weltweit Zuspruch und Unterstützung zu erhalten.

Diese Kundgebung war der Abschluss einer Woche voller atemberaubender Entwicklungen: Hunderttausende aktive Bürger auf der ganzen Welt haben unsere Petition unterzeichnet, den Verantwortlichen persönlich geschrieben und sie angerufen, sich an begleitenden Twitter-Kampagnen und Gebetsaktionen beteiligt und vieles mehr.

Die vielfältigen Aktivitäten führten dazu, dass sich erst Papst Franziskus, später dann auch US-Präsident Trump für Charlie einsetzten. Präsident Trump hat das Anliegen „Lasst Charlie leben“ sogar auf dem G20-Gipfel in Hamburg mit der britischen Ministerpräsidentin Theresa May erörtert.

Zum Ende der Woche hatte dann das Great Ormond Street Hospital angekündigt, erneut das Gericht anzurufen, da mittlerweile auch medizinisch eine geänderte Faktenlage vorliegen könnte, die eine Verlegung Charlies in die USA rechtfertigen könnte. Diese ist jedoch nur möglich, wenn die bestehende Gerichtsentscheidung, die künstliche Beatmung zu beenden und Charlie sterben zu lassen, aufgehoben und geändert wird.

Während der gestrigen Kundgebung führte Chris Gard aus, dass sie jetzt Spezialisten benötigen, die sich mit der besonderen Krankheit, an der Charlie leidet, gut auskennen, und Charlie deshalb in die USA bringen möchten, damit er “jene Chance, die er benötigt, erhält.”

Connie Yates fügte hinzu: „Er ist unser Sohn, unser Fleisch und Blut. Wir spüren als Eltern, dass es unser Recht sein sollte, darüber zu entscheiden, ihm eine Überlebenschance einzuräumen.“

Weitere Redner waren:

Rev. Patrick Mahoney, Direktor der Christian Defense Coalition
Catherine Glenn Foster, Präsident von Americans United for Life
Bobby Schindler, Präsident des Terri Schiavo Life & Hope Netzwerks

Was geschieht als nächstes?

Am heutigen Montag gibt es eine Voranhörung beim Gericht. Wir werden vor dem Gericht an einer Gebetsversammlung teilnehmen. Bitte beten Sie auch zuhause für einen guten Verlauf dieser Anhörung und der gesamten Sache.

Am Dienstag werden wir die Petitionsunterzeichnungen an Theresa May, die Premierministerin des Vereinigten Königreichs, übergeben. Dies ist einer der Gründe, warum wir weitersammeln. Unser Ziel ist es, bis Dienstag möglichst nahe an 500.000 Unterzeichnungen heranzukommen!

Bitte unterzeichnen Sie deshalb JETZT die Petition, falls Sie dies nicht bereits getan haben und teilen und verbreiten Sie die Petition auf allen Kanälen:

http://www.citizengo.org/de/lf/71904-petition-fuer-charlie-gard-das-10-monate-alte-kind-das-einem-londoner-hospital-dem-tod

Ich werde Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Danke, dass Sie sich für Charlie einsetzen und den Eltern bei ihren Bemühungen, sein Leben zu retten, helfen!

Eduard Pröls und das gesamte Team von CitizenGO

P.S.: Aktuelle Informationen zur weiteren Entwicklung im Fall Charlie, wie auch zu vielen anderen Themen, finden Sie stets auf unserer Facebookseite CitizenGO.Deutsch …


Ergänzung 11.7.2017:

http://kath.net/news/60231 USA möchten Baby Charlie helfen (10.7.):

… Republikanische Mitglieder des US-Kongresses planen derzeit einen Gesetzesentwurf, der es ermöglicht, dass die Eltern des todkranken britischen Babys Charlie Gard sowie das Baby rasch die US-Staatsbürgerschaft erhalten. Damit könnten die Eltern mit dem Baby rasch in die USA reisen, damit ihnen dort geholfen wird. …


 

Ergänzung 29.7.2017:

http://www.krone.at/welt/gb-schwer-krankes-baby-charlie-gestorben-bewegendes-schicksal-story-580889 (28.7.):

… Die Eltern Connie Yates und Chris Gard waren in den vergangenen Monaten durch alle gerichtlichen Instanzen gegangen, um Charlies Behandlung mit Methoden zu ermöglichen, die bisher nicht an Menschen ausprobiert wurden. Doch sie wurden bis hin zum Obersten Gerichtshof und zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit ihren Klagen abgewiesen. Die Eltern gaben diese Woche schließlich ihren juristischen Kampf für eine Weiterbehandlung auf.

Charlie durfte nicht zu Hause sterben

Noch am Freitag hatte Connie Yates die am Vortag ergangene Entscheidung eines Gerichts kritisiert, Charlie vom Krankenhaus in ein Hospiz zu verlegen. Das Great-Ormond-Street-Krankenhaus, in dem das elf Monate alte Baby behandelt wurde, hatte sich geweigert, Charlie – wie von seinen Eltern gewünscht – nach Hause zu entlassen. …


Ergänzung 2.8.2017:

Giuseppe Nardi: http://www.katholisches.info/2017/07/der-tod-des-kleinen-charlie-gard-und-der-versuch-eines-schoenredens/ (31.7.):

… Am 27. Juli wurde der kleine Charlie Gard auf Anweisung eines Richters in ein geheimgehaltenes Kinderhospiz überführt. Am vergangenen Freitag, dem 28. Juli, ist Charlie im Alter von elf Monaten und 24 Tagen gestorben, nachdem ihm – ebenfalls auf richterliche Anweisung – die Sauerstoffzufuhr abgestellt worden war. Mit anderen Worten, man hat bewußt seinen Erstickungstod herbeigeführt.

Der Fall des kleinen Charlie, der an einer seltenen Erbkrankheit litt, hat viele unglaubliche Aspekte, der unglaublichste ist die Mißachtung der Heiligkeit eines Menschenlebens, gefolgt von der Mißachtung des Elternrechts, schließlich die Mißachtung elementarster Grundregeln eines zivilisierten Rechtsstaates. Was die Eltern durchgemacht haben, die mitansehen mußten, wie Fremde über Leben und Tod ihres Sohnes entschieden, läßt sich gar nicht ermessen. Was der kleine Charlie Gard durchgemacht hat … dafür fehlen ohnehin die Worte.

Ein Richter bestimmte, daß die Eltern ihren Sohn nicht zu einem Spezialisten in die USA, dem Neurologen Michio Hirano von der Columbia University und Primar am New York Presbyterian Hospital, Fachmann für Mitochondriopathien, bringen durften. Ein Richter bestimmte, daß die Eltern ihren Sohn überhaupt nirgendwohin bringen durften, nicht einmal nach Hause, damit er dort den Tod sterben könne, den andere für ihn bestimmt hatten. Ein Richter hatte nämlich entschieden, daß es für Charlie keine Hilfe mehr gebe und er daher zu sterben habe, indem man ihm die Sauerstoffzufuhr, auf die er angewiesen war, abdreht. …


Ergänzung 9.8.2017:

http://www.katholisches.info/2017/08/zwoelf-minuten-hat-es-gedauert-bis-er-die-augen-geschlossen-hat-der-lange-tod-des-kleinen-charlie-gard/ (8.8.):

… Am 30. Juli wurde die Sauerstoffzufuhr abgestellt. Charlie ließ man ersticken. Die wehrlosen, entrechteten Eltern mußten tatenlos zusehen. …

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